Peru bekommt japanisch-brasilianisches Digitalfernsehen

Peru wird den japanisch-brasilianischen Standart SBTVD für Digitalfernsehen einführen. Das gab heute der peruanische Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo bekannt. Die Entscheidung wurde auf Empfehlung der Kommission für digitales terrestrisches Fernsehen getroffen, die über 2 Jahre hinweg verschiedene Standarts, darunter auch den europäischen (DVB-T) und den US-Amerikanischen (ATSC) geprüft hatte.

Zu den Aufgaben der Kommission, die sich aus Repräsentanten der Ministerien für Transport und Kommunikation (MTC), für Produktion und für das Äußere, aus dem Ministerkabinett (PCM) und dem Rundfunkrat (Concortv) zusammen setzte, gehörten unter anderem Tests der verschiedenen Übertragungssysteme in küstennahen Großstädten wie Lima und in bergigen Regionen wie Cusco.

Die Entscheidung für den japanisch-brasilianischen Standart kam für peruanische Beobachter letztlich nicht überraschend, da sich bereits zu Beginn diesen Jahres der einflussreiche Verband der Fernsehanbieter öffentlich für die Einführung diesen Standarts eingesetzt hatte. Zudem hatten sich die Staatschefs sowohl Japans als auch Brasiliens persönlich für dessen Einführung eingesetzt und technische und finanzielle Unterstützung bei der Einführung angeboten.

Gleichzeitig wurde mit dieser Entscheidung endgültig die Hoffnung begraben, in ganz Südamerika einen einheitlichen Standart für terrestrisches Digitalfernsehen einführen zu können. Einige Staaten haben sich bereits auf den europäischen Standart DVB-T festgelegt.

Mit dem neuen System ist es theoretisch möglich, nicht nur mit dem Fernseher, sondern auch mit dem Handy, Laptop, mp3-Playern etc. fern zu

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