Kategorie: Bongará

Die Provinz Bongara liegt an der östlichen Grenze der Region Amazonas. Trotz ihrer nur 27.465 Einwohner ist Bongara mit den Ortschaften Pedro Ruiz / Jazán einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Nordperus. Mehr als 60% der Einwohner betätigen sich in der Landwirtschaft. Die Hauptstadt der Provinz ist das Bergstädtchen Jumbilla. Mit „Gocta“ beherbergt die Provinz auch den dritthöchsten Wasserfall der Erde.
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  • Chachapoyas / Amazonas: Regenfälle zerstören Häuser und Straßen

    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.
    Hochwasser: Der Utcubamba, Prov. Bongara. Foto: Region Amazonas.

    Regenfälle von mehr als 24 Stunden haben in den vergangenen Tagen in der nordperuanischen Andenstadt Chachapoyas große Schäden angerichtet. Nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes stürzten mehrere Hütten ein, einige Häuser wurden beschädigt oder überflutet. An den Straßen, die aus der Stadt in Richtung Cruze Achamaqui führen, kam es nahe des Ortsausgangs zu mehreren Erdrutschen. Die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz musste wiederholt für den Verkehr gesperrt werden, nachdem Erdrutsche und Gerölllawinen sie an mehreren Stellen unbefahrbar gemacht hatten. Nahe Pedro Ruiz rollten Felsbrocken mit einem Durchmesser von über 2 Metern die Straße. Auch droht der nahe Utcubamba-Fluss an einigen Stellen über die Ufer zu treten. Helfer des Zivilschutzes und Bagger der Regionalregierung sind pausenlos im Einsatz. Beiderseits der versperrten Straßenabschnitte bildeten sich lange Schlangen wartender Fahrzeuge.

    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.
    Bagger versuchen, Felsen zu bewegen. Foto: Region Amazonas.

    Während der Zivilschutz auf abnehmende Regenfälle hofft, kamen am vergangenen Montag zwei junge Erwachsene nur knapp mit einem Schrecken davon: Sie waren mit dem Motorrad auf dem Weg nach Pedro Ruiz, als sich direkt vor ihnen eine Gerölllawine löste. Das Motorrad wurde zerstört, die jungen Erwachsenen konnten mit Verletzungen geborgen werden.

    Auch einige Nachbarprovinzen sind betroffen. So war die Straße, die Chachapoyas mit der Ortschaft Nuevo Tingo (Provinz Luya) verbindet, zeitweise überschwemmt – und kann bis heute mit normalen Fahrzeugen nicht passiert werden. In Lamud wird damit gerechnet, dass der Jucusbamba-Bach über die Ufer tritt.

  • Bongará / Amazonas: Erdrutsch verschüttet Straße nach Chachapoyas

    Eine gewaltige Lawine aus Geröll und Schlamm hat heute die Straße zwischen Pedro Ruiz und Chachapoyas vorübergehend unpassierbar gemacht. Auf beiden Seiten des unpassierbaren Straßenstücks sammelten sich dutzende Fahrzeuge, die ihre Reise bislang nicht fortsetzen können. Der Erdrutsch ereignete sich offenbar nach mehr als 24stündigen Regenfällen nahe der Ortschaft Nuevo Horizonte im Distrikt Churuja (Provinz Bongará). Die südlichen Provinzen der Region Amazonas sind damit – sieht man von der prekären Straßenverbindung in Richtung Cajamarca ab – derzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Noch immer gehen kleinere Erdrutsche nieder, berichten lokale Radiosender übereinstimmend. Mehrere Räumfahrzeuge sind im Einsatz.

  • Churuja / Amazonas: Unbekannte überfallen Krankenwagen

    Die Besatzung eines Krankenwagens der staatlichen peruanischen Krankenversicherung ESSALUD ist bei Churuja (Provinz Bongará  / Region Amazonas) am vergangenen Donnerstag Opfer eines Überfalls geworden. Wie der Radiosender Reina de la Selva berichtete, sollte der Krankenwagen eigentlich einen Herzfehler-Patienten aus Chachapoyas nach Chiclayo transportieren. Nur wenige hundert Meter vom Polizeiposten von Churuja entfernt musste der Fahrer plötzlich bremsen, weil Felsbrocken die Straße versperrten. Die Steine waren offenbar von Straßenräubern positioniert worden, die den Fahrer mit vorgehaltenen Schusswaffen zum Aussteigen zwangen.

    Anschließend zwangen die Räuber auch die mitfahrende Krankenschwester, sowie eine mitfahrende Familienangehörige des Patienten zum Ausstieg und entledigten diese ihrer Wertsachen, darunter Bargeld und Mobiltelefone. Der Patient überstand den Überfall glücklicherweise schadlos, die Fahrt konnte nach einem kurzen Aufenthalt im Polizeiposten Pedro Ruiz – der von Churuja war offenbar zum Tatzeitpunkt nicht besetzt – fortgesetzt werden.

  • Bongará / Amazonas: Aserradero-Brücke wird wieder aufgebaut

    Die durch mehrere Erdrutsche zerstörte Hängebrücke über den Utcubamba-Fluss bei der Ortschaft Aserradero (Distrikt Jamalca / Provinz Bongará / Region Amazonas) soll wieder aufgebaut werden. Wie die Regionalregierung mitteilt, wird der Bau mehr als eine Million Nuevos Soles kosten. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von 180 Tagen abgeschlossen werden.

    Seit dem Einsturz der alten Brücke waren mehrere Ortschaften weitgehend isoliert.

  • Pedro Ruiz / Amazonas: Zwei Personen sterben durch Steinschlag

    Herabfallende Steine und Felsen haben vorgestern in der peruanischen Ortschaft Pedro Ruiz Gallo (Distrikt Jazán / Provinz Bongará / Region Amazonas) mehrere Häuser zerstört und dabei zwei Menschen getötet, darunter ein dreijähriges Kind. Das berichtet Radio Horizonte aus Chachapoyas. Die drohende Gefahr war offenbar bekannt – was den Felssturz aber letztendlich auslöste, ist bislang unklar. Ein großer Felsbrocken überrollte nach Angaben des Zivilschutzes zwei Wohnhäuser und zerstörte diese fast vollständig, den Todesopfer blieb keine Fluchtmöglichkeit.

    Stadtverwaltung und Zivilschutz stellten für als erste Hilfe für die nun obdachlosen Familien Decken und Wellblech bereit.

  • Churuja / Amazonas: 2 Studenten von Fluss mitgerissen

    Nach einem Badeunfall in der peruanischen Provinz Bongara sind offenbar zwei Studierende der Universität Chachapoyas noch immer verschwunden. Einer der Studenten wurde nach Berichten lokaler Medien von der Strömung erfasst und mitgerissen. Sein Studienkollege von der Ingenieursfakultät der Toribio Rodriguez de Mendoza-Nationaluniversität versuchte offenbar, ihm zur Hilfe zu kommen und wurde dabei selbst abgetrieben. Polizei, Feuerwehr und Anwohner sind noch immer auf der Suche.

    Wegen anhaltender Regenfälle führt der Utcubamba-Fluss derzeit wesentlich mehr Wasser als normal.

  • Amazonas: Bürgermeister und Räte von 14 Distrikten müssen sich der Abwahl stellen

    Insgesamt 14 Distriktbürgermeister und -räte der peruanischen Region Amazonas müssen sich am kommenden 30. September einem Abwahlreferendum stellen. In jedem der Distrikte gelang es den Initiatoren des Abwahlprozesses, gültige Unterschriften von mindestens 25% aller Wahlberechtigten zu sammeln. Besonders in der Provinz Luya wird es in vielen Distrikten zu einem Urnengang kommen, in dessen Rahmen die Wählerinnen und Wähler über den Verbleib von Bürgermeistern und und Distrikträten entscheiden werden: In Cocabamba, Conila, San Cristóbal, San Jerónimo, sowie in Santo Tomás. In der Provinz Chachapoyas sind Cheto, Huancas, Montevideo und San Francisco de Daguas betroffen. In Bongará müssen Bürgermeister und Räte von San Carlos, Shipasbamba und Valera um ihren Verbleib im Rathaus bangen, lediglich ein Abwahlreferendum gibt es in der Provinz Bagua (El Parco), sowie in Rodríguez de Mendoza (Vista Alegre). In den Provinzen Condorcanqui und Utcubamba bekam – trotz mehrerer Initiativen – keiner der Initiatoren die notwendigen Unterschriften zusammen.

    Peru-weit wird es 283 Abwahl-Referenden geben, die meisten davon in den Regionen Áncash (41) und Lima (38).In 279 Fällen geht es um die Abwahl von Distriktbürgermeistern und -räten, lediglich in vier Provinzen gelang es den Abwahlinitiatoren, die notwendigen Unterschriften zu sammeln: Bolívar (Region La Libertad), Pallasca (Region Áncash), Pisco (Region Ica), sowie Mariscal Cáceres (Region San Martín).

  • Amazonas / Peru: Landwirte steigern Produktion

    Steueraufkommen in der Region Amazonas 2004-2010. Bild: INFOAMAZONAS.Die Landwirte der nordperuanischen Region Amazonas haben die Produktion von Lebensmitteln in den vergangenen Monaten stark gesteigert. Das geht aus dem jüngsten Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region hervor, der gestern vom peruanischen Nationalinstitut für Statistik und Informatik (INEI) herausgegeben wurde. So lag beispielsweise die  Maisproduktion im Februar 2012 30% über dem Wert im Vorjahreszeitraum. Auch die Reisernte lief offenbar gut, mit 14.947 Tonnen im Februar 2012 lagen die Reisbauern 12,3% über dem Vorjahreswert. Dazu, so das INEI, trug, neben einem für den Reisanbau günstigen Klima, vor allem die voranschreitende Technifizierung der regionalen Landwirtschaft bei.

    Während bei der Mango-, Avokado- und Kartoffelproduzenten Einbußen verkraften werden mussten, konnte die Kakaoproduktion um rund 20% gesteigert werden. Die produzierte Yuca (Maniok)-Menge lag im Februar mit rund 10.500 Tonnen ungefähr auf Höhe des Vorjahres.

    Milchproduktion steigt um 12,8%

    Auch bei den tierischen Produkten ließ sich ein Anstieg feststellen. So stieg die Milchproduktion auf 6.436 Tonnen an, ein Anstieg von 12,8% im Vergleich zum Februar 2011. Die Produktion von Schweinefleisch stieg dagegen um 22,8%, die von Schafsfleisch um 16,6% und die von Ziegenfleisch um 9,7%. Lediglich die Zucht von Hühnern und anderem Geflügel ging um mehr als 20% zurück.

    Höhere Steuereinnahmen dank florierender Landwirtschaft

    Die insgesamt gute Lage der bis heute vor allem durch viele Kleinst- und wenige mittelgroße Unternehmen geprägte Landwirtschaft der Region schlug sich auch im Steueraufkommen nieder: Nach Angaben der peruanischen Steuerbehörde SUNAT lagen die Steuereinnahmen in der Region Amazonas bei 1.399.000 Nuevos Soles – 3,1% höher als noch im Februar des Vorjahres.

    Das bestätigt einen langfristigen Trend: Seit 2004 ist ein steter Anstieg des Steueraufkommens in der Region Amazonas zu verzeichnen. Konnte die SUNAT im gesamten Jahr 2004 noch 7,8 Millionen Nuevos Soles an Steuern einnehmen, waren es 2010 bereits 23,8 Millionen. Und das, obwohl bis heute in der Region keine Mehrwertsteuer erhoben wird.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Wegen Regenfällen: Region Amazonas weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará. Foto: COER Amazonas

    Die starken Regenfälle der vergangenen Wochen haben in der Region Amazonas große Schäden angerichtet und weite Teile der Region von der Außenwelt abgeschnitten. Aus allen Teilen der Region werden eingestürzte Häuser gemeldet, zahlreiche Erdrutsche unterbrachen wichtige Zufahrtsstraßen. Wie der Zivilschutz heute Nacht bekannt gab, ist die Straße von Chachapoyas nach Pedro Ruiz (Provinz Bongará), die den Süden der Region mit der peruanischen Küste verbindet, bei Churuja zerstört worden und bis auf weiteres unpassierbar. Ähnlich ist die Situation bei Shipamarca, einem Straßendorf zwischen dem Achamaqui-Kreuz (Kreuzung Chachapoyas-Pedro Ruiz-Balsas) und Tingo und auf der Straße von Tingo nach Kuélap. Auch der Abschnitt Huincucho – Colcamar, der Colcamar an das Straßennetz anbindet, ist derzeit nicht befahrbar. Bereits seit einigen Tagen kann auch die Straße von Pipus nach Cheto nicht befahren werden und die Straße von Chachapoyas nach Rodríguez de Mendoza ist ebenfalls nur unter Lebensgefahr passierbar. Auch die Straße, die westlich von Chachapoyas Luya mit dem Dorf Trita verbindet, ist unterbrochen. Die Straße von Pedro Ruiz nach Bagua Grande ist noch immer nur eingeschränkt befahrbar, nachdem ihr Untergrund teilweise vom Utcubamba-Fluss so weit erodiert worden war.

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Allein in Chachapoyas stürzten bislang 10 Häuser ein, in einem Schulzentrum mehrere Toiletten. Auch in La Jalca (Provinz Chachapoyas) stürzten mehrere Häuser ein, über 50 Meerschweinchen und ein dutzend Schweine verendeten in den Wassermassen. Im nahegelegenen Yerba Buena (ebenfalls La Jalca / Provinz Chachapoyas) trat der Utcubamba über die Ufer und überflutete mehrere Wohnhäuser. Auch in Cajaruro (Provinz Utcubamba) stürzten bislang vier Häuser ein. In Churuja (Provinz Bongará) wurden mehrere Häuser überschwemmt, die örtlichen Hochwasserschutzmauern wurden teilweise zerstört. Zudem hat sich nach Angaben des Zivilschutzes im Flussbett eine große Menge Kies angesammelt, was die Gefahr weiterer Überschwemmungen erhöht. Ähnliche Meldungen kommen aus allen Teilen der Region.

    Die Regionalregierung Amazonas verfügte nun, dass alle ihrer Mitarbeiter auch am Valentinstag, der in diesem Jahr peruweit eigentlich ein freier Feiertag ist, bereit stehen müssen.

  • Yambrasbamba / Amazonas: Bus stürzt in die Tiefe / zwei Tote

    Beim Absturz eines Überlandbusses des Unternehmens Sol Peruano kamen am vergangenen Samstag Abend (Ortszeit) nahe der Yambras-Brücke (Distrikt Yambrasbamba / Provinz Bongará / Region Amazonas) zwei Menschen ums Leben, 48 weitere wurden teils schwer verletzt. Wie ein Lokalsender aus Pomacochas berichtet, war der Bus unterwegs von Tarapoto (San Martín) nach Túmbes, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und rund 40 Meter in die Tiefe stürzte.

    Die Verletzten wurden auf die Gesundheitsposten von Pomacochas und Pedro Ruiz, sowie ins Regionalkrankenhaus Virgen de Fátima eingeliefert. Bei den Rettungsarbeiten halfen Polizisten aus Buenos Aires, Pomacochas und Pedro Ruiz, Mitarbeiter der nahegelegenen Gesundheitsposten, sowie zahlreiche Anwohner.

    Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.