Eine Gruppe von 10 Kriminellen hat am Donnerstag einen Geldtransporter überfallen, der 900.000 Nuevos Soles zur Nationalbank-Filiale in Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui / Region Amazonas) bringen sollte. Dabei töteten sie einen der beiden Fahrer. Wie die in Bagua Grande (Provinz Utcubamba) erscheinende Tageszeitung „Ahora“ unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtet, hatten sich die Räuber als Bauarbeiter verkleidet und die Straße mit Steinen versperrt. Als einer der beiden Fahrer, der 28jährige Lester Barturen, das gepanzerte Fahrzeug verließ, um Durchlass zu erbitten, eröffneten die Räuber das Feuer. Sein Kollege ergab sich darauf hin. Die Polizei geht davon aus, dass die Räuber über Insiderinformationen über Route und Fahrtzeit des Geldtransporters verfügten.
Schlagwort: Kriminalität
-

Condorcanqui / Amazonas: Geldtransporter ausgeraubt / Fahrer getötet
-
Peru: Unternehmen kaufen weiter illegale Daten – trotz neuem Datenschutzrecht
„Prüfe, ob die persönlichen Daten deiner Mitarbeiter oder Mieter stimmen, prüfe ihre Solvenz“ – ganz offen bewirbt ein Daten-Hehler auf der in Peru aktiven Auktionsplattform Mercado Libre sein Angebot. Und kaum einen stört es bislang. Datenschutz wird in Peru bislang nicht sehr groß geschrieben. Erst seit rund einer Woche ist das bereits 2011 verabschiedete Datenschutzgesetz wirksam. Ende März wurde ein dazugehöriges Datenschutz-Reglement veröffentlicht, das Unternehmen und Behörden unter anderem vorschreibt, Daten nur dann weiter zu nutzen, wenn Nutzerinnen und Kunden damit einverstanden sind. Die Frage, ob sich Unternehmen daran halten, stand aber in den ersten Tagen nach der Reglementierung nicht auf der Agenda – dafür aber ein gravierendes Problem, das Peru bis heute zu einem Alptraum für Datenschutz-Aktivisten macht: Den freien Verkauf von Daten aller Art im Internet und auf Schwarzmärkten.

Persönliche Daten von Perus Präsident Humala (Ausweisnummer 44123390). Screenshot infogob.com.pe / JNE. Möchte in Peru eine Person in ein politisches Amt gewählt werden, wird vorab ihr Lebenslauf ins Internet gestellt. Darin enthalten ist für gewöhnlich auch die Personalausweisnummer. Mit deren Hilfe – und der einen oder anderen Suchmaschine – kann man viel herausfinden, häufig kommen Presse und politische Gegner auf diesem Wege Interessenkonflikten auf die Spur. Hält eine Politikerin Anteile an einem Unternehmen, das mit Subventionen bedacht wird oder schreibt ein Abgeordneter an Gesetzen mit, die einem Cousin direkte Geldwerte Vorteile bringen? Die Personalausweisnummer reicht oft, um dahinter zu kommen. Doch das, was Transparenz schafft und bei der Korruptionsbekämpfung hilft, kann auch von Erpresserinnen und zwielichtigen Unternehmern genutzt werden. Denn neben den zahlreichen öffentlich zugänglichen Datenbanken von Behörden und Unternehmen gibt es in Peru einen regen Handel mit persönlichen Daten, die gestohlen und verkauft werden, das genannte Beispiel ist lediglich eines von vielen.
Bankdaten und Krankenakten vom Schwarzmarkt

Bei Daten-Hehlern beliebt: Persönliche Daten. Foto: ANDINA. Doch auch wer kein Internet hat, muss auf spezielle Daten nicht verzichten. Auf einschlägigen Technik-Schwarzmärkten wie den Galerien der Calle Wilson unweit des Stadtzentrums der peruanischen Hauptstadt Lima ist das Angebot noch viel breiter. Einige Stände preisen auf Plakaten und Katalogen ihr gesamtes Warenspektrum an: Von Kopien der Datenbanken der Melderegisterbehörde RENIEC mit oder ohne Fotos über Unternehmens- und Autozulassungsregister bis hin zu Adressen, Telefonnummern, Bankdaten und Krankenakten – für und über jede ist etwas dabei. Gesammelt werden die Daten manchmal von Hackern. Viel häufiger aber von aktuellen oder ehemaligen Angestellten von Behörden und Unternehmen, die sich rächen – oder einfach ein Taschengeld hinzu verdienen möchten. Fehlende Datenschutzmechanismen erleichter(te)n die Arbeit, dass Datendiebstahl bislang nicht als Verbrechen geahndet wird, verschärft das Problem.
Kein Bankkredit für Krebskranke?
Für Kriminelle ein gefundenes Fressen: Sie können sich lohnende Opfer praktisch automatisch vom Computer heraussuchen lassen. Doch während man bei ihnen den Datenmissbrauch vermutet, sind sie nicht die einzigen, die sich mit Hilfe der Daten bereichern wollen. Auch eigentlich „legale“ Unternehmen vergreifen sich an illegal kopierten Daten, so Perus oberster Datenschützer Álvaro Quiroga von der Datenschutzbehörde, die dem Justiz- und Menschenrechtsministerium in Lima untersteht, gegenüber der Tageszeitung „Perú.21“. „Wir wissen, dass auf diesem informellen Markt eine große Vielfalt privater Daten zirkuliert, inklusive Krankenakten“, so Quiroga. In Folge dessen könnte beispielsweise eine Bank einer Person einen Kredit verweigern, bei der Krebs festgestellt worden sei, befürchtet der Datenschützer. Oder es könnte kommen wie in dem Fall eines Arbeitssuchenden, der in seiner Verzweiflung im Krankenhaus angeboten habe, seine Organe zu verkaufen. Über verkaufte Krankenakten sei dies mehreren Personalchefs zu Ohren gekommen – die dann erst recht von einer Einstellung des Mannes absahen.
Weiter Weg zum Datenschutz

Selbst Opfer von Daten-Dieben: Premierminister Juan Jiménez. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina. Damit liegt noch ein weiter Weg vor Perus Datenschützern. Dass die Nutzung gestohlener Bankdaten durch Kriminelle, die damit ihren nächsten Einbruch planen, schleunigst unterbunden werden muss, ist selbstverständlich. Es reicht aber nicht aus: Auch „normale“ Unternehmen und Behörden müssen ihre Daten besser sichern – und aufhören, illegal erhobene Daten zu nutzen. Das gilt übrigens nicht nur für kopierte Datenbanken, sondern auch für illegal abgehörte Telefongespräche, die insbesondere in peruanischen Wahlkämpfen immer wieder zum Einsatz kommen, um Kontrahenten zu diskreditieren. Auch der Vorsitzende des peruanischen Ministerrates Juan Jiménez Mayor dürfte ein Interesse verbessertem Datenschutz haben. Auf dessen Namen waren illegal dutzende Handys angemeldet worden – mit gestohlenen persönlichen Daten.
Lesen Sie auch den Hintergrundartikel zum Thema Transparenz und eGovernment in Peru: Peruanisches E-Government zwischen Vorreitern und Offlinern.
-
Luya / Amazonas: Bürgermeister von Camporredondo erschossen

Abschnitt der Straße Corral Quemado -Camporredondo- Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTC Wilder Cieza Silva ist tot. Der 42jährige Bürgermeister des peruanischen Distriktes Camporredondo (Provinz Luya / Amazonas) wurde in der Nacht zum Samstag vor seiner Haustür ermordet. Die vier vermummten Mörder hatten ihn offenbar in der Nähe seines Hauses erwartet, das nur wenige Blöcke von der örtlichen Polizeistation entfernt liegt. Nachbarn brachten Cieza Silva zum Gesundheitsposten von Camporredondo, wo aber nur noch sein Tod festgestellt werden konnte. Es ist bereits der zweite Mord an einem wichtigen politischen Würdenträger der Region Amazonas in weniger als einem Monat, sowie der dritte Bürgermeister-Mord in Peru innerhalb der vergangenen vier Monate. Polizei und Bürgerwehren sind auf der Suche nach den Tätern.
Die Hintergründe der Tat sind bislang noch nicht geklärt, in lokalen Medien wird über nicht bezahltes Schutzgeld spekuliert.
Camporredondo liegt an der Straße, die die Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (interoceanica norte) bei der Brücke 24 de Junio über den Marañón-Fluss mit Ocalli im Südwesten von Amazonas verbindet. In der Vergangenheit gab es immer wieder Überfälle in der Umgebung, da die Straße nicht nur wichtige Transportroute für die Kaffee-Produktion im Marañón-Tal ist, sondern auch zum Transport illegaler Coca-Produkte genutzt wird.
-
Peru: Deutscher Unternehmer ermordet
In der peruanischen Stadt Chaclacayo (Provinz und Region Lima) ist ein deutscher Unternehmer erschossen worden. Nach einem Bericht des Nachrichtensenders RPP hatte der Unternehmer seinen erst vor wenigen Tagen eingestellten Sicherheitsmann beim Diebstahl ertappt, worauf hin dieser offenbar das Feuer auf den Unternehmer eröffnete, der mit einer Peruanerin verheiratet ist und seit Jahrzehnten in Peru lebt. Die Waffe soll dem Opfer selbst gehört haben. Eine offizielle Stellungnahme der Ermittlungsbehörden steht bislang noch aus, Spezialisten von Polizei und Staatsanwaltschaft befinden sich vor Ort. Der mutmaßliche Täter flüchtete, die Polizei schrieb ihn zur Fahndung aus.
Bei dem Toten handelt es sich offenbar um Josef Schauberger aus Garmisch-Partenkirchen, den Erfinder und „Vater“ des peruanischen Oktoberfests, sowie der Musikgruppe „Zugspitzmusik“. Schauberger war auch im Autogeschäft tätig und gewann sogar die Autorallye „Caminos del Inca“. Er hinterlässt eine Frau, sowie drei Kinder.
NACHTRAG: Mutmaßlicher Täter offenbar gefasst
Wie peruanische Medien übereinstimmend berichten, nahmen Beamten der peruanischen Nationalpolizei noch gestern den 22jährigen Hausangestellten fest, als er versuchte, im Geländewagen des Opfers zu flüchten. -
Peru: Vizepräsident der Region Amazonas ermordet
Augusto Wong López, Vizepräsident der peruanischen Region Amazonas ist tot. Der Chirurg wurde gestern Abend gegen 21 Uhr (Ortszeit) von mehreren Unbekannten in seiner Privatpraxis in Bagua (Provinz Bagua / Region Amazonas) ermordet, wie INFOAMAZONAS aus Polizeikreisen erfuhr. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Augusto Wong López, Vizeregionalpräsident Amazonas. Foto: regionamazonas.gob.pe. Wong López befand sich zum Zeitpunkt der Tat im Behandlungszimmer, als zwei schwer bewaffnete Personen hereinstürmten und das Feuer eröffneten. Sofort wurde der Vizeregionalpräsident in das Gustavo La Natta Luján-Krankenhaus von Bagua (Chica/Capital) eingeliefert, die Notoperation blieb aber erfolglos. Derzeit befindet sich der Leichnam im Leichenschauhaus von Bagua Grande (Provinz Utcubamba), wo ihn Experten der Staatsanwaltschaft untersuchen. Unbestätigten Angaben von Radio „La Voz“ erlag der Vizeregionalpräsident drei Schusswunden.
Die Täter flüchteten, wurden aber offenbar von einer Überwachungskamera gefilmt, die nach einem ersten Mordanschlag im vergangenen Mai installiert worden waren. Damals hatten Unbekannte mit schweren Schusswaffen mehrere Wände des Wohnhauses von Wong López durchlöchert, dass es keine Todesopfer zu beklagen gab, war dem Zufall geschuldet. Noch gestern Abend hat die Polizei offenbar zwei Verdächtige vernommen, ob es sich dabei wirklich um die Täter handelt, ist bislang unklar. Die Regionaldirektion Amazonas der peruanischen Nationalpolizei erklärte, wegen des laufenden Verfahrens keine Angaben zu den Verdächtigen machen zu dürfen.
Hector Becerril: „Tat der Schutzgeldmafia“
Während in Bagua das Gerücht umhergeht, es habe sich um ein politisches Verbrechen gehandelt, sieht Hector Becerril, Kongressabgeordneter für Amazonas, eine Schutzgeld-Mafia hinter der Tat. Diese habe sich für mehrere Anzeigen gegen deren Mitglieder im vergangenen Jahr rächen wollen, so Becerril heute Morgen gegenüber dem Nachrichtensender RPP.
Der 59jährige Augusto Wong López wurde 1953 im nordwestperuanischen Chiclayo geboren und 2010 als Teil der Gruppierung Juntos por Amazonas zum Vizepräsidenten der Region Amazonas gewählt. Er war für verschiedene Fujimori-Parteien von 1993 bis 1995 Provinzrat, sowie von 1999 bis zu seiner Suspendierung im Jahr 2002 Provinzbürgermeister der von Bagua. Zuvor hatte sich Wong López als Chirurg und Direktor in diversen Krankenhäusern betätigt, darunter am Krankenhaus La Natta Luján, in dem gestern sein Tod festgestellt wurde.
Er hinterlässt eine Frau und eine Tochter.
Auftragsmorde bislang vor allem in Küsten-Großstädten
Der Mord an dem Vizeregionalpräsidenten ist dabei trauriger Höhepunkt einer ganzen Serie von Morden an öffentlichen Würdenträgern. Erst vor eineinhalb Monaten war der Bürgermeister des peruanischen Distriktes Angasmarca (Provinz Santiago de Chuco / Region La Libertad) von Auftragskillern getötet worden. Zum Zeitpunkt des Mordes befand er sich gerade auf einer öffentlichen Weihnachtsfeier für Kinder. Den Auftag für den Mord hatte damals offenbar ein Unternehmer gegeben, der eine Ausschreibung verloren hatte. Nur wenige Wochen zuvor war auch der Provinzbürgermeister von Casma (Region Áncash) getötet worden. Eine Polizeiquelle, die nicht genannt werden möchte, erklärte gegenüber INFOAMAZONAS, Morde dieser Art seien bislang lediglich aus Chiclayo oder Trujillo bekannt, man habe etwas in dieser Art in Amazonas für undenkbar gehalten.
-
Peruanische Polizei beschlagnahmt über 30 Kilo Drogen in 24 Stunden
Fünf verhaftete Personen und rund 35 Kilogramm beschlagnahmte Drogen, vor allem Kokain, sind das Ergebnis mehrerer Polizeikontrollen, die von der peruanischen Nationalpolizei PNP in den vergangenen 24 Stunden durchgeführt wurden – und vermutlich sind dabei nur die Einsätze eingerechnet, die von einer der größeren Polizeidienststellen durchgeführt wurden. Für peruanische Verhältnisse sind diese Meldungen kaum noch berichtenswert. Um so wichtiger, sie dennoch zu behandeln. Denn: Nicht zuletzt die Euro-Krise verleitet offenbar immer mehr Europäer, als Drogentransporteure tätig zu werden, ohne sich klar zu machen, was das für Folgen nach sich ziehen kann.
Allein in zwei der genannten Verhaftungsfälle handelte es sich um Europäer: ein 45jähriger Pole und eine Französin. Der erstere versuchte offenbar, in Dosen der beliebten Biersorte „Cusqueña“ vier Kilogramm Kokain zu schmuggeln, als er von der Antidrogenpolizei am Flughafen Lima hochgenommen wurde. Ihm droht eine lange Haftstrafe in einem von Perus überfüllten Gefängnissen. Noch ermittelt werden die Auftraggeber mehrerer Päckchen, die in ihrem Innern ebenfalls Kokain hatten. Eines davon enthielt ein Kissen, in dem sich mehrere Tüten mit dem Rauschgift befanden, es sollte über das Postunternehmen SERPOST nach Frankreich verschickt werden. Die Polizei entdeckte die Füllung bei einer Routinekontrolle.
Auch bei der Kontrolle einer Ladung von DHL-Express wurden die Polizisten fündig. In einem Päckchen nach Mosambik befand sich eine mit „Geschmacksneutralisierer“ beschriftete Tüte, die sieben Kilogramm Kokain enthielt. Der größte Fund gelang aber der Straßenpolizei in der Region La Libertad, die bei einer Fahrzeugkontrolle an der Straße von Retama nach Huamachuco auf der Ladefläche eines Pick Ups insgesamt 22,5 Kilogramm Marihuana fanden.
In peruanischen Gefängnissen sitzen hunderte Ausländer wegen Drogendelikten ein, die hart bestraft werden, darunter auch dutzende Deutsche, die aus finanziellen Gründen, aufgrund sozialen oder familiären Drucks oder auch aus Unwissenheit zu Drogentranspeurteuren wurden.
-
Peru: Heute fast doppelt so viele Fahrzeugdiebstähle wie 2003 / vor allem Mototaxis gefährdet
Die Zahl der gestohlenen Fahrzeuge pro Jahr hat sich im Zeitraum 2003-2011 beinahe verdoppelt. Das geht aus dem jüngsten Kriminalitätsreport des peruanischen Nationalinstitutes für Statistik und Informatik hervor. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Neufahrzeuge um 32%. Insgesamt wurden Peru-weit 2011 15.215 Fahrzeuge gestohlen, 2003 waren es noch 8.722 gewesen. Die meisten Fahrzeuge wurden dabei vom Straßenrand weg geklaut, 9.460 Stück 2011. Lediglich 5.755 wurden durch einen Überfall entwendet. Damit ist die Zahl der im Rahmen eines Überfalls gestohlenen Fahrzeuge seit 2003 kaum angestiegen.
Überhaupt stieg die Anzahl gestohlener Autos und Lastwagen nur leicht, die hohe Zahl geht vor allem auf Motorräder und die so genannten „Mototaxis“ zurück, die wegen ihres geringen Gewichts und ihrer großen Verbreitung leicht gestohlen werden können. Zum Vergleich: In Deutschland wurden 2010 nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft 19.503 Autos als gestohlen gemeldet. Im – zugegebenermaßen vom Fahrzeugpark und der Bevölkerungszahl etwas kleineren – Peru waren es im selben Zeitraum dagegen nur 15.179. Davon wurden 10.036 schon nach kurzer Zeit wieder gefunden.
Und zum Abschluss noch eine gute Nachricht: Trotz des starken Anwachsens des peruanischen Fahrzeugparks lag die Zahl der Verkehrstoten 2010 unter dem Wert von 2003. Das ist sicherlich auch auf die Verschärfungen der peruanischen Straßenverkehrsordnung zurückzuführen, die 2009 und 2010 eingeführt wurden.

Fahrzeugdiebstähle 2003-2011 in Peru. Bild: INEI. (Daten: http://www.inei.gob.pe/web/BoletinFlotante.asp?file=14086.pdf)
Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort. -
Sechura / Piura: Öl-Diebe zapfen Pipeline an / Polizei warnt vor Explosionen

Öl-Diebstahl bei Bayóvar (Piura). Bilder: PNP/La República. In der Wüste bei Bayóvar (Distrikt + Provinz Sechura / Region Piura) wird immer häufiger die nordperuanische Ölpipeline (Óleoducto Nor Peruano) illegal angezapft. Das berichtet die Tageszeitung „La República“ unter Berufung auf Dokumente der peruanischen Nationalpolizei. Demnach fand die Polizei vor einem Monat in der Wüste 53 Plasticksäcke, die zuvor Öl aus der Pipeline enthalten hatten – die meisten davon offensichtlich in die Wüste geleert, um nicht von einem nahenden Streifenwagen mit den Ölsäcken angetroffen zu werden. Auf mehreren Fotos, die „La Repbública“ veröffentlicht, sind sogar fest -aber illegal und ohne Sicherheitsmechanismen- installierte Zapfhähne zu sehen, die den Öldieben das Abfüllen des Öls erleichtern.
Die Polizei fürchtet dabei nicht nur um die Umwelt, die durch die in der Wüste zerstörten Ölsäcke stark in Mitleidenschaft gezogen wird, von den finanziellen Verlusten für die Betreiber der Pipeline ganz zu schweigen. Die Gefahr besteht für die Polizei vielmehr in den Gasen, die sich in der Pipeline bilden. Durch unsachgemäßes Anbohren der Rohre könnte es zu gigantischen Explosionen kommen. Bislang konnte die Polizei drei komplette Tankwagen mit gestohlenem Öl abfangen – die Zahl der Tankwagen, die nicht abgefangen werden konnten, liegt vermutlich wesentlich höher. Die festgenommenen Tankwagenfahrer sitzen inzwischen im Gefängnis. Petro Perú -der Eigentümer der Pipeline- vermutet, dass aus dem Öl Kerosin hergestellt werden soll. Das wird nicht nur zur Beleuchtung, zum Kochen oder zur Stromerzeugung eingesetzt, sondern auch zur Produktion des Kokain-Grundstoffs Pasta Básica. Seit der Transport und Verkauf von Kerosin stärker kontrolliert wird, ein lohnender Schwarzmarkt. Forderungen, die nordperuanische Ölpipeline besser zu überwachen sind schwer umzusetzen. Nach Angaben von Petro Perú werden die Rohrleitungen regelmäßig abgesucht, eine permanente Kontrolle sei aber bei einer Länge von fast 1.000 Rohr-Kilometern unmöglich zu gewährleisten.
[wp_geo_map] -
Chosica: Polizei beschlagnahmt 88 Kilo Kokain
Der peruanischen Nationalpolizei ist gestern bei Chosica an der Carretera Central ein 36jähriger Drogenlieferant mit insgesamt 88 Kg Kokain in seinem Auto ins Netz gegangen. Die Drogen waren, auf insgesamt 82 Plastiktüten verteilt, in einem Geheimfach an den vorderen Kotflügeln versteckt. Nach Einschätzung der Polizei sollte das Rauschgift von La Oroya nach Chorrillos (Lima) gebracht werden.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Peruanischer Wallfahrtsort ausgeraubt: Unbekannte stehlen „Cruz de Motupe“
Unglaublich: Unbekannte haben das bei peruanischen Wallfahrern beliebte und verehrte Kreuz von Motupe („Cruz de Motupe“) gestohlen. Nach Angaben von Anwohnern wurde ein Wachmann bewusstlos geschlagen und gefesselt. Möglicherweise haben es die Räuber auf die Verzierungen aus Gold, Silber und Edelsteinen abgesehen. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf.
Das vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts angefertigte Kreuz von Motupe steht normalerweise in der Nähe der nordwestperuanischen Stadt Chiclayo auf dem Cerro Chalpón und wird Jahr für Jahr von tausenden Gläubigen besucht, insbesondere während der Hauptfeierlichkeiten um den 5. August.
Wie Canal N berichtet, beteiligen sich an der Suche neben 150 Polizisten auch hunderte Freiwillige aus der Umgebung.
httpv://www.youtube.com/watch?v=kJIRegBYtTI