Schlagwort: Kriminalität

  • Barranca / Lima: 23 holländische Camper ausgeraubt

    Ruinenkomplex Caral. Foto: Proyecto Especial Arqueológico Caral-Supe/INC.
    Ruinenkomplex Caral. Foto: Proyecto Especial Arqueológico Caral-Supe/INC.
    Die Nacht im Zelt direkt bei der Ausgrabungsstätte Lurihuasi del Valle Caral (Distrikt Supe / Provinz Barranca) hatten sich die 24 holländischen und englischen Touristen wohl anders vorgestellt. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, wurden die Camper gestern kurz vor Mitternacht von acht vermummten Gestalten überfallen und all ihrer Habseligkeiten beraubt, darunter neben Geld, Handys und Digitalkameras auch mehrere Kreditkarten und Reisepässe. Zudem wurde ein 48jähriger holländischer Tourist von einer Gewehrkugel im rechten Bein verletzt.

    Die Polizei nahm inzwischen die Ermittlungen auf.

    Die „Entdeckerin“ der Ausgrabungsstätte, Ruth Shady, erklärte ebenfalls gegenüber RPP, man habe die Touristen, mehrheitlich Geologiestudenten, davor gewarnt, in der Nähe der Ausgrabungsstätte zu zelten. Der improvisierte „Zeltplatz“ liege in einer gefährlichen Gegend, so Shady.

    Caral ist eine der ältesten stadtähnlichen Siedlungen auf dem amerikanischen Kontinent. Sie liegt in Peru, etwa 200 km nördlich von Lima und 25 km landeinwärts der Pazifikküste im Tal des Rio Supe.

  • Horror bei Jubiläum: Unbekannte erschießen sechs Gäste

    Ein blutiges Ende nahmen die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Distriktes Montero in der nordperuanischen Provinz Ayabaca (Region Piura). Der Festakt war in vollem Gange, als mehrere Unbekannte in den Festsaal eindrangen und das Feuer auf einen der Anwesenden eröffneten, der dabei nach Angaben von Peru21 tödlich verletzt wurde. Auf ihrer Flucht töteten die Kriminellen fünf weitere Personen, um mit deren Auto zu fliehen. Sechs Personen erlitten Schussverletzungen. Wer hinter dem Massaker steckt ist noch unklar.

  • Chachapoyas: Stadtkasse ausgeraubt

    Einbrecher haben die Stadtkasse der nordperuanischen Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) ausgeraubt und nach ersten Erkenntnissen mehr als 24.000 Nuevos Soles (über 6000 Euro) an Bargeld gestohlen. Die Einbrecher waren in der vergangenen Nacht in das Rathaus eingedrungen und hatten den einzigen Wachmann überwältigt. Dann brachen sie die Kammer der Stadtkasse auf und raubten das Geld, das für die Bezahlung von Mitarbeitern bestimmt war.

    Nach Angaben eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung war das Geld über das Wochenende in der Stadtkasse verblieben, da es die verantwortliche Mitarbeiterin wegen Feierlichkeiten zum Tag der Arbeit nicht zur Bank gebracht hatte.

  • Kampf gegen Softwarepiraterie-Windmühlen: Planierraupe plättet 400.000 CDs

    Es ist inzwischen ein alljährliches Spektakel, das in der peruanischen Hauptstadt Lima zahlreiche Besucher anlockt: Die Zerstörung hunderttausender CDs, auf die illegal Filme, Musik oder Software gebrannt sind. Eigentlich soll die öffentliche Zerstörung der CDs ein „Zeichen setzen, um den Handel mit illegalen Produkten dieser Art zurückzudrängen, wie das peruanische Patent- und Wettbewerbsinstitut INDECOPI mitteilt. Wer aber einmal die peruanische Hauptstadt Lima besucht hat, dem ist klar, dass die Zerstörung von 400.000 CDs wahrhaftig nicht mehr als ein „Zeichen“ ist. An Straßenecken, in Läden und Märkten werden schon am Eingang Filme, Tonträger oder Softwareartikel angeboten, die teilweise noch überhaupt nicht offiziell auf dem Markt sind.

    Das gesteht auch INDECOPI ein, der Institution zufolge handelt es sich bei 95% der Film-, Tonträger- und Softwarekäufe um Raubkopien. Nicht zufällig ist mit Microsoft auch ein alter Bekannter unter den Initiatoren des Planierraupen-Events. Stimmen die von Microsoft verbreiteten Zahlen, gehen dem peruanischen Fiskus jährlich 60 Millionen US$ durch Softwarepiraterie durch die Lappen.

    Als Grund für die große Verbreitung von Raubkopien gibt INDECOPI übrigens deren niedrigen Preis an. Aber es ist bei weitem nicht der einzige Grund für die Verbreitung illegal hergestellter und vertriebener Kopien urheberrechtlich geschützer Werke. Als im vergangenen Jahr der Film „La Teta Asustada“ in Peru den Höhepunkt seines Erfolges erreicht hatte, wurden an vielen Orten Perus Pressemitteilungen verbreitet, man solle auf Original-DVDs und die Kinovorstellungen zurückgreifen, nicht auf Raubkopien. Eine solche Pressemitteilung fiel auch INFOAMAZONAS in Chachapoyas in die Hände. Chachapoyas ist als Hauptstadt einer ganzen Region recht bedeutend. Allerdings war es trotz eingehender Recherchen nicht möglich, eine Original-DVD des Films zu erwerben.

  • Huarmey / Ancash: Anden-Bauern über 30 Tage verschollen

    Seit nun über 30 Tagen sucht die peruanische Polizei nach einer Gruppe von Bauern, die sich im vergangenen März auf die Suche nach ihrem gestohlenen Vieh gemacht hatten. Wie Angehörige der 6 verschollenen Bauern vor wenigen Tagen bei einem Treffen im peruanischen Kongress schilderten, hatten zuvor Viehdiebe eine hohe Anzahl Rinder aus ihrem Besitz gestohlen. Der Regionalvertreter des peruanischen Innenministeriums in der Provinz Recuay, Gobernador Calixto Tuya, hat inzwischen Taucher der peruanischen Marine angefordert, um den Grund mehrerer Stauseen in Recuay und der Nachbarprovinz Aija genauer unter die Lupe zu nehmen, in denen die Leichen der Bauern vermutet werden.

    Nach Angaben eines lokalen Radiosenders stammten die Bauern aus den Distrikten Cochapetí und Cotaparaco, die, so der Bericht weiter, häufiger von Viehdieben heimgesucht werden. Weiter wird berichtet, inzwischen seien die mit Blut überströmten Pferde der Bauern aufgetaucht.

    Demonstration angekündigt

    Für den kommenden Dienstag haben Angehörige der vermissten Bauern eine Demonstration angekündigt. Sie wollen damit von der Polizei und anderen Vertretern des Staates mehr Engagement bei der Suche nach ihren Angehörigen zu zeigen. Der Demonstrationszug soll zur Regionalhauptstadt Huaraz ziehen.

  • Quispicanchi / Cusco: Straßenräuber ertrinken bei Flucht vor der Polizei

    Der Mapocho-Fluss setzte der Flucht zweier Straßenräuber im peruanischen Distrikt Marcapata (Provinz Quispicanchi / Region Cusco) ein tödliches Ende. Das berichtet die Tageszeitung „La Republica“. Gemeinsam mit vier Komplizen hatten die mit Pistolen und Revolvern bewaffneten Straßenräuberauf der interozeanischen Straße des Südens einen Überlandreisebus, einen Flüssigkeitstransporter und einen Kleinbus überfallen und die Passagiere ihrer Habseligkeiten beraubt. Ein Lastwagenfahrer wurde an der Hand verletzt. Als die gerufene Polizei am Tatort eintraf, versuchten die Räuber zu flüchten. Zwei konnten noch am Tatort selbst verhaftet werden, zwei weitere wurden von einer lokalen Bürgerwehr auf einem nahen Bergkamm aufgespürt und der Polizei übergeben. Zwei der mutmaßlichen Verbrecher wollten sich mit einem Sprung in den Mapocho-Fluss retten – was ihnen schließlich zum Verhängnis wurde. Die sterblichen Überreste wurden schon kurze Zeit später unter der nahegelegenen Carhuayo-Brücke gefunden.

  • La Joya / Arequipa: Polizei beschlagnahmt 205 Kilogramm Drogen

    Ein großer Fang gelang gestern der peruanischen Nationalpolizei PNP im Distrikt La Joya (Prov. / Reg. Arequipa). Sechs Monate hatte nach Angaben der Agentur ANDINA die Antidrogenpolizei Divandro Arequipa einen Kleintransporter beobachtet, gestern in den frühen Morgenstunden fanden sie im inneren des Fahrzeuges 104 Kilogramm des Kokain-Grundstoffes PBC (pasta básica de cocaina). Das PBC war in Form von Backsteinen verpackt. Der 22jährige Fahrer des Kleintransporters wurde festgenommen. Im Haus des festgenommenen konnten die Beamten anschließend weitere 101 Kilogramm PBC sicherstellen. Obwohl die Pakete in über einem Meter Tiefe eingegraben waren, entgingen sie dem Drogenspürhund „Black“ nicht, wie die Polizei berichtet.

    Ersten Ermittlungen zufolge stammt die „Lieferung“ aus Ayacucho. Von Arequipa sollte sie, so die Polizei, über Tacna nach Chile geschmuggelt werden.

    Der Distrikt La Joya liegt ca. eine Autostunde von Arequipa entfernt und zählt rund 24.192 Einwohner.

    Polizei beschlagnahmt 143 Kilogramm PBC in Andahuaylas

    Auch in Andahuaylas (Region Apurímac) wurde die Polizei fündig. So konnten 143 Kilogramm PBC, mehrere Schusswaffen, sowie zwei Fahrzeuge beschlagnahmt werden. Vier mutmaßliche Drogenschmuggler wurden festgenommen, von denen einer bereits mehrfach wegen Drogenschmuggels vorbestraft war. Bei der Festnahme von drei der Schmuggler kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, wobei eine Person verletzt wurde.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • El Agustino / Lima: Unbekannte erschießen Gefängnisdirektor

    Gegen 7 Uhr Ortszeit wurde heute der Direktor des Castro Castro-Gefängnisses, Manuel Vásquez Coronado, von unbekannten erschossen. Das berichtet die peruanische Polizei. Ersten Angaben zufolge hatten ihm mehrere Unbekannte vor seinem Wohnhaus aufgelauert und töteten ihn mit drei Pistolenschüssen. Obwohl er sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen.

    Vásquez Coronado hatte am vergangenen 4. September die Leitung des Castro Castro-Gefängnisses übernommen und war zuvor Leiter anderer Gefängnisse.

  • Erschreckend: 47% der peruanischen Stadtbevölkerung mit Totesschwadronen einverstanden

    Eine von der peruanischen Tageszeitung „El Comercio“ in Auftrag gegebene Umfrage über die Akzeptanz von Todesschwadronen als Mittel gegen mutmaßliche Verbrecher bringt erschreckendes zu Tage. Nach der Umfrage, für die von dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos Apoyo 1.000 Menschen in den 15 größten Städten Perus befragt wurden, gaben 47% der Befragten an, sie seien mit der Existenz offizieller Todesschwadronen, die mutmaßliche Verbrecher töten, einverstanden. 49% der Befragten erklärte dagegen, damit „nicht einverstanden“ zu sein.

    Vor wenigen Wochen hatte der peruanische Enthüllungsjournalist Ricardo Uceda mit einer Reportage für Aufsehen gesorgt, in der nordwestperuanischen Küstenstadt Trujillo gäbe es innerhalb der Polizei eine Art „Todesschwadronen“, die gezielt Verbrecher hinrichten würde.

    Die veröffentlichte Umfrage ist lau Ipsos Apoyo repräsentativ für 78% der peruanischen Stadtbevölkerung zwischen 18 und 70 Jahren, die Umfrage wurde zwischen dem 9. und dem 11. Dezember 2009 durchgeführt.

  • Hilfeschrei: Trujillo fordert 1.000 Polizisten gegen ausufernde Kriminalität

    1.000 Polizisten, große Anstrengungen aller in Trujillo tätigen Behörden, Institutionen und Organisationen und eine den Umständen angepasste Medienberichterstattung fordern im sogenannten „Pronunciamiento de Trujillo“ lokale Autoritäten, sowie Vertreter diverser Organisationen der Zivilgesellschaft und der Regionalregierung. Diese waren von Mons. Miguel Cabrejos, Erzbischof der nordwestperuanischen Stadt und Vorsitzender der peruanischen Bischofskonferenz, zu einem Krisengipfel eingeladen worden.

    Unter anderem hält die Stellungnahme, die von allen Beteiligten unterschrieben wurde, fest, dass die Gefängnisse [Perus] in ihrer derzeitigen Form eine Art „Schule des Verbrechens“ darstellen. Neben den zusätzlichen Polizisten und den größeren Anstrengungen aller Beteiligten wird auch der Bau einer Polizeischule in Trujillo und die Einführung einer landesweiten Politik zur inneren Sicherheit gefordert. Für den 18. Dezember ist ein Friedensmarsch durch die gesamte Innenstadt von Trujillo angekündigt.