Die erste ist teilweise in Betrieb, die Konzession für Linie zwei wurde kürzlich vergeben, nun kündigte Perus Transportvizeminister Henry Zaira die Konzessionsvergabe zur 3. Metrolinie in der Hauptstadt Lima für das Jahr 2016 an.
Neuer Triebwagen der Metro Lima. Foto: ANDINA.
Die Linie 3 der Metro Lima soll nach derzeitigen Plänen die Avenida Universitaria im Distrikt Comas mit der Avenida Alfredo Benavides im Distrikt Santiago de Surco verbinden. Auch eine vierte Metrolinie ist bereits in Planung.
Das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium (MTC) hat einen Plan vorgelegt, der die Umsiedlung von insgesamt 758 Familien vorsieht, die derzeit auf dem Gelände des geplanten neuen Terminals des Hauptstadtflughafens Jorge Chávez leben. Nach dem Plan sollen die betroffenen Familien, die dort teils schon seit mehr als 40 Jahren leben, entweder eine finanzielle Entschädigung, oder direkt ein neues Grundstück mit Haus erhalten. Entsprechende Vorgaben hatte der peruanische Kongress gemacht, als er die Flughafenerweiterung für „dringlich“ erklärte.
Der Flughafen Lima, der sich auf Gelände der Hafenstadt Callao befindet, ist bereits jetzt der größte internationale Flughafen Perus und verzeichnet ein seit Jahren steigendes Passagieraufkommen. Durch die Erweiterung sollen ab Anfang 2015 bis zu zehn Millionen Passagiere pro Jahr abgefertigt werden können. Dafür werden unter anderem sieben neue Gates gebaut und der Tower modernisiert. Der Flugbetrieb soll dabei nach den Plänen der Flughafenbetreiber (u.a. Fraport AG) nicht eingeschränkt werden.
Verkehrspolizistin beim Regeln des Verkehrs. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
Ab Anfang August müssen peruanische Autofahrerinnen und Autofahrer auch tagsüber mit Abblendlicht fahren, wenn sie auf National-, Departamental- und Regionalstraßen unterwegs sind und nicht sowieso die Nutzung des Fernlichts geboten oder vorgeschrieben ist. Im Stadtgebiet besteht die Lichtpflicht nur Nachts oder bei aus anderen Gründen verringerter Sichtweite. Festgelegt wurde dies per Dekret durch das peruanische Transport- und Kommunikationsministerium MTC (Decreto Supremo N° 025-2011-MTC).
In den kommenden 60 Tagen bis zum in Kraft treten der Regelung ist eine Informationskampagne für Autofahrer und -besitzer geplant. Wer nach dieser Frist noch immer ohne Licht fährt, dem drohen neben einer empfindlichen Geldstrafe auch 20 Punkte in der peruanischen Verkehrssünderdatei. Bei 100 Punkten verlieren Fahrer ihren Führerschein.
In der Begründung für die Einführung der Regelung heißt es, ähnliche Bestimmungen hätten in Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Chile zu einem Rückgang von Verkehrsunfällen geführt, da durch das Abblendlicht Entfernungen und Geschwindigkeiten besser eingeschätzt werden könnten. Zudem habe die Verkehrskontrollbehörde SUTRAN informiert, dass es im Verhältnis zur Anzahl der Verkehrsteilnehmer tagsüber häufiger zu Unfällen mit Personenschäden komme als Nachts.
Aus dem Decreto Supremo N° 025-2011-MTC, veröffentlicht am 4. Juni 2011 im Gesetzblatt „El Peruano“:
Infracciónes Graves (G.31)
[…]
En las vias públicas urbanas, circular en la noche o cuando la luz natural sea insuficiente o cuando las condiciones de visibilidad sean escasas, sin tener encendido el sistema de luces reglamentarias; o en la red vial nacional y departamental o regional, circular sin tener las luces bajas encendidas durante las veinticuatro (24) horas.
[…]
Träume vom „Tren Eléctrico“. Animation: ANDINA/Autoridad Autónoma de Tren Eléctrico
Die Bauarbeiten an der S-Bahn-Linie 1 in der peruanischen Hauptstadt Lima sollen noch vor der dem Ende der Amtszeit der derzeitigen peruanischen Regierung fertig gestellt werden. Das vermeldete heute der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo Ramírez im Staatsfernsehen TVPeru. Zumindest die Infrastruktur der Linie, die Villa El Salvador mit dem 2 de Mayo-Krankenhaus (Av. Grau) verbindet, soll im kommenden Juni übergeben werden, so der Minister. Von dort soll die Strecke dann bis San Juan de Lurigancho verlängert werden.
Die Züge im Depot. Foto: AATE
Zu Beginn soll mit den fünf vorhandenen Zügen eine Zugfrequenz von 20 Minuten erreicht werden, wobei das Transport- und Kommunikationsministerium MTC derzeit den Erwerb weiterer Züge prüft. Wegen der hohen Kosten bei Neuanschaffungen sollen fünf generalüberholte Züge aus zweiter Hand angekauft werden. In jeden der Züge sollen bis zu 400 Fahrgäste passen.
Bislang verkehrt der „Tren Electrico“, die Schnellbahn in Lima nur selten, beispielsweise bei Streiks von Transportarbeitern auf bestimmten Streckenabschnitten. Die 22-Kilometer-Fahrt von Villa El Salvador bis zur Avenida Grau soll 27 Minuten dauern und mit 16 Haltestellen ausgestattet sein.
Der beschlagnahmte Richtfunksender. Bild: D. Raiser / Infoamazonas.de
Sieben Monate und ein Monat sind vergangen, seitdem ein zentrales Element zur Sendung des peruanischen Radiosender „Radio Horizonte“ illegal beschlagnahmt wurde. Gestern wurde das Gerät, ein Richtfunksender, in Lima einem Bevollmächtigten der Diözese Chachapoyas übergeben. Der Sender ist notwendig, um das Radiosignal aus dem Studio zur Sendeanlage zu übertragen, die nach peruanischem Recht außerhalb des Stadtgebietes liegen muss.
Im vergangenen Oktober waren Polizisten im Auftrag des Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC schwer bewaffnet in das Studio von Radio Horizonte eingedrungen, in dem sich zu dem Zeitpunkt nur ein einziger Mitarbeiter aufhielt. Unter dem unwahren Vorwand, Radio Horizonte hätte die Bezahlung für die Sendeerlaubnis des Richtfunksenders versäumt, wurde dieser Beschlagnahmt. Zudem wurde eine Anzeige gegen den Repräsentanten des Senders und Bischof von Chachapoyas, Mons. Emiliano Cisneros Martínez gestellt – die aber bereits nach wenigen Tagen von der Staatsanwalschaft als „haltlos“ fallen gelassen wurde.
Beobachter sahen zwischen der Beschlagnahmung des Senders einen Zusammenhang mit der Schließung weiterer katholischer und regierungskritischer Sender nach den Zusammenstößen zwischen der Polizei und Zivilisten am vergangenen 5. Juni im Umfeld des nahegelegenen Bagua Grande.
Derzeit überprüfen Spezialisten in der peruanischen Hauptstadt Lima, ob das Gerät bei der Beschlagnahmung beschädigt wurde. Er erwarte, dass das Gerät in den kommenden Tagen zurück in Chachapoyas sei, so Cisneros Martínez gegenüber INFOAMAZONAS.
Der Fernsehkanal des Vikariates Yurimaguas darf wieder auf seinem angestammten Kanal (Kanal 8) senden. Das berichtet der Radiosenderverbung CNR. Im Januar war dem zu Radio Oriente gehörenden Sender vom peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium (MTC) die Sendeerlaubnis wegen angeblicher Mängel bei einer technischen Überprüfung entzogen worden. Nach Ansicht von Beobachtern war der Grund allerdings vorgeschoben, es ging vor allem darum, eine kritische Stimme ruhig zu stellen.
Radio Oriente Yurimaguas. Bild: roriente.org
Nicht betroffen von der Wiederherstellung der Sendeerlaubnis ist der Strafprozess gegen Geovanni Acate Coronel, Direktor von Radio Oriente. Ihm wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr die Ureinwohner-Proteste in der nordostperuanischen Urwaldregion Loreto mit angezettelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von 10 Jahren.
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINAFlughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge sind zwar mit bis zu 90US$ ziemlich teuer, dennoch rückt die nordperuanische Andenstadt Chachapoyas (Region Amazonas) dieser Tage hunderte Kilometer in Richtung Perus Zentrum. Grund dafür ist die Einweihung des umgebauten Flughafens Chachapoyas (SPPY), sowie die Ankündigung regelmäßiger Linienflüge in die peruanische Küstenstadt Chiclayo.
Auch innerhalb der Region Amazonas soll es in Zukunft mehr Linienflüge geben, mit Rodriguez de Mendoza im Westen, sowie Puerto Galilea und Ciro Alegría (Provinz Condorcanqui) im Norden sollen die Einwohner der Region dank stark subventionierter Kurzstreckenflüge näher zusammenrücken. Die Tickets zu den drei letztgenannten Zielen sollen dabei schon ab 50 Nuevos Soles (etwas über 10 Euro) zu haben sein. Die entsprechende Fluggesellschaft soll nun über eine Ausschreibung bestimmt werden.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Die Flüge zwischen Chachapoyas und Chiclayo werden von der Fluggesellschaft LC Busre angeboten und richten sich nach Angaben des Unternehmens zumindest zu Beginn vorwiegend an Touristengruppen. Der peruanische Verkehrsminister Enrique Cornejo erklärte gestern bei der Einweihung des modernisierten Flughafenterminals in Chachapoyas, sollte es ein entsprechendes Verkehrsaufkommen geben, könnten die Preise für die Route sinken. Zudem, so Cornejo, soll mit der Fluglinie LAN verhandelt werden, um über Chiclayo mit einem einzigen Ticket Flüge nach Lima anbieten zu können.
Seit 2003 gab es nur noch vereinzelt Flüge von und nach Chachapoyas, zuletzt bot die peruanische Luftwaffe subventionierte Flüge in alten Militärtransportmaschinen von Chachapoyas nach Lima an. Grund für die geringe Anzahl an Flügen war der Absturz eines Flugzeugs im Landeanflug auf den Flughafen Chachapoyas, bei dem zahlreiche Menschen ums Leben kamen.
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen Chachapoyas. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Seit vier Jahren wird der Flughafen in Konzession von dem privaten Betreiber Aeropuertos del Perú (AdP) betrieben und modernisiert. Nach Angaben der Regionalregierung Amazonas wurden in die Modernisierung bisher 6,5 Millionen Nuevos Soles investiert.
Neben Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo waren bei der Einweihung auch Außenhandels- und Tourismusminister Dr. Martín Pérez, sowie die „primera dama“ (first lady) Dr. Pilar Nores de García anwesend.
Durch die Flugverbindung verkürzt sich die Reisezeit in Perus Hauptstadt Lima um rund 12 Studen.
Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
Militärtransportmaschine auf dem Flughafen. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
First Lady Pilar Nores und Minister Cornejo bei Flughafen-Einweihung. Bild: Foto: Lesly Bahamonde / ANDINA
Der beschlagnahmte Richtfunksender. Bild: D. Raiser / Infoamazonas.de
Ein halbes Jahr ist es nun her, dass das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium (MTC) den diözesanen Radiosender Radio Horizonte in Chachapoyas (Region Amazonas) ohne Grund schloss und einen für den Betrieb notwendigen Richtfunksender beschlagnahmte. Obwohl die Staatsanwaltschaft bereits Ende letzten Jahres alle Vorwürfe des Ministeriums gegen Radio Horizonte fallen gelassen hatte, wurde das beschlagnahmte Gerät noch immer nicht zurückgegeben. Der Richtfunksender ist notwendig, um das Radiosignal aus dem Studio zur Sendeanlage zu übertragen. Für den Betrieb eines solchen Richtfunksenders ist eine Genehmigung notwendig – über die Radio Horizonte verfügt. Ein Beleg aus dem Jahr 2007 zeigt zudem, dass alle dafür nötigen Zahlungen rechtzeitig vorgenommen wurden.
Der Fall Radio Horizonte ist eines der markantesten Beispiele, wie unwichtig die Pressefreiheit für die Regierung des Präsidenten Alan García ist – beziehungsweise wie wichtig es für sie ist, regierungskritische Medien mundtot zu machen. Unabhängige Berichterstattung von außerhalb der Hauptstadt Lima ist offensichtlich spätestens seit dem „Baguazo“ unerwünscht.
Das harte Vorgehen des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums MTC gegen oppositionelle Radiosender wird Thema des zuständigen Kongressausschusses. Das kündigte der Ausschussvorsitzende Juvenal Silva an. Er habe Kenntniss von 80 Fällen, in denen unter dem Vorwand administrativer Probleme politisch unbequeme FM-Radiosender geschlossen und Sendeanlagen beschlagnahmt wurden, so Silva. Für die kommenden Tage wurde deshalb Verkehrsminister Enrique Cornejo vorgeladen, um die Unregelmäßigkeiten zu erklären.
Der prominenteste Fall war die Schließung von Radio La Voz aus Bagua, ein Lokalsender, dem man Aufrufe zur Gewalt unterstellt hatte – Besitzer und Redaktion des Senders konnten aber das Gegenteil Beweisen. Als offiziellen Grund hatte das MTC vorgeschoben, die Antenne sei nicht am vom Ministerium festgelegten Ort aufgestellt worden. Das stimmte zwar, aber die örtliche Stadtverwaltung hatte die Aufstellung von Antennen am festgelegten Ort verboten, weil dieser die Bedingungen für die Aufstellung von Antennen nicht erfüllte und über keinen Stromanschluss verfügte. Inzwischen wurde die Frequenz von Radio La Voz zur Neuvergabe freigegeben – ein unerhörter Vorgang, sind doch anhängende Verfahren darüber bis heute nicht abgeschlossen
Nur wenige Wochen später war mit unverhältnismäßigem Polizeiaufgebot der diözesane Lokalsender Radio Horizonte aus Chachapoyas geschlossen und ein für den normalen Sendebetrieb notwendiger Richtfunkapparat beschlagnahmt worden. Als Grund war das Fehlen einer Lizenz für den Richtfunkbetrieb angegeben worden – was nicht der Wirklichkeit entsprach, wie inzwischen auch das Ministerium einräumen musste. Dennoch wurde der Richtfunkapparat bis heute nicht zurückgegeben.
Vor wenigen Monaten schließlich entzog das Verkehrs- und Kommunikationsministerium dem diözesanen Fernsehsender „TV Oriente“ in Yurimaguas die Sendeerlaubnis. Das Ministerium berief sich auf eine technische Überprüfung aus dem Jahr 2005 – obwohl eine zweite Überprüfung 2007 ergeben hatte, dass bei dem zu Radio Oriente gehörige TV-Sender alle Mängel behoben worden waren.
Am vergangenen Donnerstag wurden in Sechura (Piura) die Sendeanlage und der Studiocomputer von Radio „La Buenísima“ -nach Angaben des Geschäftsführers Leoncio Rumiche Fiestas ohne Gerichtsbeschluss – von einer Polizeieinheit beschlagnahmt. Begründet wurde die Beschlagnahmung mit dem Einsatz ungenehmigter Sendeanlagen. Wie Radio Cutivalú berichtet, verfügt „La Buenísima“ über eine bis 2012 gültige Sendelizenz und hat sich bisher an Fristen und Zahlungen gehalten.
Die im vergangenen Jahr in Peru eingeführte Verkehrssünderdatei zeigt Ergebnisse, bereits 3.000 Fahrern wurde, wie der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo gestern vor Journalisten erklärte, der Führerschein entzogen, nachdem sie über 100 Punkte angehäuft hatten.
Darunter, so der Minister, waren neben Fahrern von Privatautos auch Bus- und Taxifahrer.
Das Punktesystem war im vergangenen Jahr eingeführt worden, um der großen Zahl an Verkehrsunfällen Herr zu werden. Zudem müssen seitdem Überlandbusse über eine Höchstgeschwindigkeitssperre – auf 110 KM/h – , ABS, sowie ein GPS- Satelitenortungssystem verfügen – was allerdings nur sehr wenige Busunternehmen bisher eingeführt haben.