Wer in Peru wissen möchte, was sein Nachbar so für ein Autofahrer ist, der braucht nun nicht einmal mehr dessen Kennzeichen. Dank der vom peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium MTC freigeschalteten Internetseite kann nun jeder (http://slcp.mintc.gob.pe/Form_ConsultarRecordConductor.aspx) durch Eingabe eines Namens bzw. der Auweis- oder Führerscheinnummer den Verkehrssünderdateieintrag einer beliebigen Person einsehen. Die Internetseite ist Teil des neuen Busgeldkataloges und des verstärkten Strafenkataloges für Verkehrsdelikte, mit dem die hohe Zahl der Verkehrstoten in Peru gesenkt werden soll.
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Härtere Strafen für Verkehrssünder: Enrique macht Ernst
Drastisch verschärft wurde die peruanische Straßenverkehrsordnung durch ein heute veröffentlichtes Dekret des Transport- und Kommunikationsministeriums. Darin werden nicht nur die Strafen drastisch erhöht, es wird Verkehrsteilnehmern auch ermöglicht, Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit einem einfachen Handyfoto bei jedem Polizeibeamten anzuzeigen. Zudem soll ein Punkte-System ähnlich der Flennsburger Verkehrssünder-Datei eingeführt werden.
Geldstrafen werden drastisch erhöht
Die neuen Regeln sehen unter anderem vor, dass Personen, die unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol bei einem Unfall den Tod von Personen verursachen, nicht nur eine Strafe von 3.550 Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) und der Entzug der Fahrerlaubnis droht, sondern auch auf Lebenszeit das Recht entzogen wird, wieder eine Fahrerlaubnis zu erlangen.
Kommt es beispielsweise zur Verletzung eines Verkehrsteilnehmers aufgrund des Einflusses von Alkohol oder Drogen, liegt die Strafe bei 1.775 Nuevos Soles, zudem wird der Führerschein eingezogen und das Fahrzeug beschlagnahmt.
Veraltete Busse dürfen nicht mehr in den Linienverkehr
Auch für Überlandbusse gelten nun strengere Regeln. So dürfen Verkehrsunternehmen von Überlandlinien -nach den neuen Regeln- keine Fahrzeuge mit einem Alter von über 3 Jahren mehr in Betrieb nehmen.
Weitere der neuen Regeln, die heute im peruanischen Gesetzesblatt „El Peruano“ veröffentlicht wurden, sind beispielsweise die Einführung einer Art Pflicht-„TÜV“ für die Fahrzeuge. Weiters müssen alle Busse über ein System verfügen, das die Beschleunigung auf über 90 km/h verhindert beziehungsweise die Fahrgäste über die Geschwindigkeitsüberschreitung informiert. In Sonderfällen sollen Fahrer bis 110 km/h beschleunigen dürfen, um überholen zu können oder Unfällen zu entgehen. Die Daten sollen zudem über ein Funksystem direkt an das Transport- und Kommunikationsministerium und die Nationalpolizei PNP übermittelt werden.
Die Regeln, die im Juli diesen Jahres in Kraft treten, verpflichtet Fuhrunternehmen außerdem dazu, alle Fahrzeuge mit Fahrtenschreibern auszustatten, auf denen auch Fahrerwechsel eingetragen werden.
Geldwäscher und Drogenschmuggler bekommen keinen Busführerschein mehr
Einen höheren Schutz vor Diebstählen an Bord der Busse wird zudem von dem Verbot erwartet, Passagiere außerhalb der festen Terminals aufzunehmen. Dieses Vergehen kann ab Juli mit dem Entzug der Lizenz für bestimmte Reiserouten bestraft werden.
Personen, die wegen Drogenschmuggel, Geldwäsche oder Hehlerei verurteilt wurden, dürfen in Zukunft keinen Personenverkehr mehr fahren.
Mit dem heute veröffentlichten Dekret soll die hohe Zahl der Verkehrstoten gesenkt werden. Nach Angaben des Transport- und Kommunikationsministeriums MTC kamen in den vergangenen Jahren durchschnittlich 3.500 Menschen pro Jahr ums Leben, wobei die Dunkelziffer noch höher vermutet wird.
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Notstand im Straßenverkehr
Die Kommission für Straßenverkehr des peruanischen Kongresses hat am gestrigen Dienstag für jeglichen Straßenverkehr auf peruanischem Territorium für 365 Tage den Notstand ausgerufen. Das Verkehrs- und Kommunikationsministerium MTC, die Lokal- und Regionalregierungen, sowie alle anderen staatlichen Institutionen wurden zudem dazu angehalten, alles in ihrerer Macht stehende zu tun, um die Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren.
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Ministerium legt neue Liste der Unfallanfälligsten Busunternehmen vor
Das Verkehrs- und Kommunikationsministerium hat heute die neue Liste der 50 Busunternehmen vorgestellt, die im vergangenen Jahr in besonders häufig bzw. besonders schwere Unfälle hatten. Angeführt wird die Liste von dem Reiseunternehmen „TARAPOTO TOURS S.A.C.“, das über eine Flotte von 8 Fahrzeugen verfügt, die im vergangenen Jahr in insgesamt 3 schwere Unfälle verwickelt waren, in deren Folge 49 Personen starben. Den traurigen zweiten Platz belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES SAN JUAN DE YAUYOS E.I.R.L.“ (6 Busse), bei der in 2 Unfällen 27 Personen ums Leben kamen.
Auch viele der Busunternehmen, die nach Chachapoyas fahren, waren im vergangenen Jahr in schwere Unfälle verwickelt. So belegt z.B. „EMPRESA COMERCIAL TRANSPORTES ZELADA S.R.L.“ (7 Busse) den Platz 21, da es im vergangenen Jahr bei einem Unfall bei Mendoza zu 14 Todesopfern kam. Auch „TURISMO CIVA S.A.C.“ (154 Busse) belegt mit 25 Toten bei 8 schweren Unfällen Platz 16. Platz 27 belegt „EMPRESA DE TRANSPORTES PAREDES ESTRELLA S.C.R.L.“, ein Unternehmen, das auch Fahrten von Pedro Ruiz nach Lima bzw. Tarapoto anbietet.
In der Liste wird jedem Busunternehmen ein Wert zugewiesen, der sich aus der Anzahl der Unfälle, der Todesopfer und der Verletzten, sowie aus der grösse der Busflotte errechnet. Je mehr sich dieser Wert 100 annähert, desto eher sollte man sich eine Fahrt mit dem entsprechenden Unternehmen gut überlegen. Die komplette Liste kann man sich auf der Internetseite des Ministeriums herunterladen:
http://www.mtc.gob.pe/portal/IPA_50EMPRESAS_09012009.pdf -
Premier Yehude Simon kommt nach Chachapoyas
In den nächsten Tagen wird der peruanische Premierminister Yehude Simon gemeinsam mit mehreren Ministern seines Kabinetts nach Chachapoyas kommen. Wie die Regionalregierung Amazonas mitteilt, werden die Regionalregierung gemeinsam mit den Bürgermeistern der Region die „Agenda Amazonas“ vorstellen, die eine Reihe von Plänen, Strategien und Projekten enthalten soll, die dem Premierminister vorgelegt werden sollen.
Als sicher gilt bisher auch die Anwesenheit des Transport- und Kommunikationsministeriums MTC.NACHTRAG
Wegen des schlechten Wetters konnte das Flugzeug mit Premier Simon nicht in Chachapoyas landen. Das Treffen wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
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Mototaxifahrer brauchen keinen Schulabschluss mehr
Nach Protesten diverser Organisationen von Mototaxifahrern (Moped-Rikschas) hat das peruanische Verkehrs- und Kommunikationsministerium (MTC) heute das Dekret zurückgenommen, das Mototaxifahrern verbot, ihren Beruf auszuüben, falls sie nicht erfolgreichen eine weiterführende Schule abgeschlossen hatten. Präsident García sprach von einem „schweren Fehler“ bei der Ausarbeitung des Dekretes und bat öffentlich um Entschuldigung. Nicht betroffen von der Rücknahme sind dagegen Lastwagenfahrer und anderweitig als Fahrer beschäftigte im Logistikwesen. Für Mototaxifahrer ist nun nur der Abschluss der Grundschule, sowie ein Mindestalter von 18 Jahren notwendig. Zum Erhalt des Führerescheines für diese Fahrzeugklasse werden auch weiterhin Kenntnisse der Verkehrsregeln und ein Gesundheitszeugnis gefordert.
Gestern hatten rund 5000 Mototaxifahrer (Mototaxistas) teilweise gewaltsam gegen das Dekret protestiert.
Die neuen Regeln wurden heute im peruanischen Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht.
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2008 449 Radiosender "beschlagnahmt"
Wie das peruanische Transport- und Kommunikationsministerium (MTC) mitteilt, wurde 2008 das gesamte Equipment von rund 450 Radiosendern beschlagnahmt, die über keine Sendelizenz verfügten. Neben der Beschlagnahmung des Equipments drohen Besitzern dieser „Piratensender“ seit 2006 Geld- und Freiheitsstrafen, letztere zwischen einem und 8 Jahren.
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Regionalregierung Amazonas will Maschinenpark erneuern
Wie die Regionalregierung Amazonas (Peru) mitteilt, soll ihr Straßenbaumaschinenpark erneuert werden. Hierfür möchte Regionalpräsident Altamirano auf seiner USA-Reise bis zu 6,5 Millionen US-Dollar sammeln, besonders im Umfeld der „Fundación Peru brazos abiertos“, einer Organisation von Exilperuanern in den vereinigten Staaten. Das genaue Reisedatum wurde bisher noch nicht bekannt gegeben, die Reise wird aus Mitteln der Regionalregierung finanziert.
Die derzeitig vorhandenen Maschinen zum Straßenbau sind zu einem großen Teil in schlechter Verfassung. Nach Angaben des Verkehrs- und Kommunikationsministeriums (MTC) sind derzeit rund 92% des Straßennetzes der Region Amazonas in mangelhaftem Zustand.
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2008 bereits über 500 Prozesse gegen Piratensender

Radioantennen. Wie das Transport- und Kommunikations- ministerium (MTC) berichtet, hat es seit Januar 2008 bereits 528 Strafen gegen Radio- und Fernsehsender verhängt, die über keine Sendelizenz verfügten. In 244 Fällen wurde das gesamte Produktions- und Sendeequipment beschlagnahmt. Insgesamt wurden in diesem Jahr bisher 1570 Sender überprüft. Verteilt auf die verschiedenen peruanischen Regionen lag die Anzahl der beschlagnahmten Anlagen bei:
- Lima (83)
- Cajamarca (25)
- San Martín (19)
- Ancash (19)
- Piura (18)
- Arequipa (15)
- Ayacucho (13)
- La Libertad (9)
- Cusco (8)
- Amazonas (5)
- Lambayeque (5)
- Puno (5)
- Huancavelica (4)
- Ica (4)
- Loreto (4)
- Madre de Dios (4)
- Tumbes (4).
Im vergangenen Jahr hatten Radiosender in Ica beklagt, Sendelizenzen würden teilweise nach rein politischen Kriterien vergeben. Viele Betreiber von Radiosendern beantragen ihre Sendelizenz erst, wenn sich ihr Sender finanziell stabilisiert hat und begeben sich so in die Gefahr der Beschlagnahmung ihres Equipments.