Autor: D. Raiser

  • Luis Castañeda Lossio wird Limas Bürgermeister

    Der frühere Bürgermeister der peruanischen Hautstadt Lima wurde zum neuen Bürgermeister gewählt. Nach Auszählung von 79% der abgegebenen stimmen liegt Amtsinhaberin Susana Villarán (Dialogo Vecinal) abgeschlagen auf dem dritten Platz.
    Rund jede zweite gültige Stimme ging an Villaráns Vorgänger Castañeda Lossio (Solidaridad Nacional). Der zweitplatzierte Enrique Cornejo (APRA) konnte rund 17% der Stimmen auf sich vereinigen. Den Sieg Castañedas hatten die letzten Umfragen vor der Wahl bereits angedeutet. Überraschend war dagegen die Platzierung Cornejos, der in den Umfragen wesentlich schlechter abgeschnitten hatte.

     

  • Kommunal- und Regionalwahlen in Peru

    Seit heute Morgen um 8 Uhr (Ortszeit) wird in Peru gewählt, die Wahllokale sind noch bis 16 Uhr geöffnet. Die wichtigsten Ereignisse finden Sie auf unserem Facebook-Portal.

  • Jetzt anmelden: Peru-Tagung am 24./25. Oktober in Münster

    Jetzt anmelden: Peru-Tagung am 24./25. Oktober in Münster

    Wo steht Peru 14 Jahre nach Rückkehr zur Demokratie, zwei Jahre vor der Präsidentschaftswahl? Aktuelle Entwicklungen aus Perus Politik, Kirche und Gesellschaft beleuchtet die diesjährige Peru-Tagung der katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus im westfälischen Münster durch eine Reihe spannender Vorträge.

    Tagung Peru im 21. JahrhundertVor allem wird es um folgende Themen gehen:

    • Nach dem Wirtschaftsboom: Was dann?
    • Der Bergbau und seine Folgen für Staat und Gesellschaft
    • Woher kommt unser Peru-Bild – und was für Folgen hat es für Peru?
    • Von den Privilegien der Macht zur Kirche der Armen?

    Unter den Referenten sind der Lateinamerika-Experte Dr. Ricardo Lagos, der Historiker Prof. Dr. Thomas Fischer, sowie Infoamazonas-Redakteur Damian Raiser.

    Zur Online Anmeldung bitte hier entlang!
    Weitere Informationen finden Sie dort, sowie im privaten Blog von Damian Raiser

    Die Kosten sind folgende:
    60 € / erm. 50 € (ÜN/DZ)
    70 € / erm. 60 € (ÜN/EZ)
    40 € / erm. 30 € (o.ÜN)

     

  • Leymebamba: Verunglückter Höhlenforscher nach 13 Tagen gerettet

    Leymebamba: Verunglückter Höhlenforscher nach 13 Tagen gerettet

    Nach 13 Tagen in über 400 Metern unter der Erdoberfläche wurde der 47jährige spanische Höhlenforscher Cecilio López Tercero soeben aus der Inti Machay-Höhle südlich der Ortschaft Leymebamba (Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) gerettet. Er liegt derzeit in einem Zelt nahe des Höhleneingangs, wo die Rettungskräfte auf besseres Wetter warten, damit López Tercero mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden kann. Seine ersten Worten außerhalb der Höhle waren „Hallo aus der Tiefe der Erde: Zuerst möchte ich meine Mama beruhigen“. Unter den insgesamt rund 140 Personen, die an der Rettungsaktion beteiligt waren, brach Jubel aus.

    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA
    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA
  • Leymebamba / Amazonas: Spanischer Höhlenforscher schwer verletzt

    Leymebamba / Amazonas: Spanischer Höhlenforscher schwer verletzt

    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA
    Inti Machay-Höhle bei Leymebamba. Bild: EspeloeKandil / GEODA

    Rund 400 Meter unter der Erdoberfläche ist am vergangenen Donnerstag (18.) in der Intimachay-Höhle (Distrikt Leymebamba / Provinz Chachapoyas) der spanische Höhlenexperte Cecilio López Tercero einen Hang hinabgestürzt. Dabei zog er sich Brüche an beiden Beinen zu, auch die Wirbelsäule wurde verletzt. Inzwischen trafen nach Angaben von „Esfera Radio“ Hilfskräfte aus anderen Teilen Perus in Leymebamba ein, um mit der Bergung zu beginnen. Nach der Bergung soll López Tercero zur medizinischen Behandlung in die peruanische Hauptstadt Lima geflogen werden.

    Im Utcubamba-Tal, das einen wichtigen Zufluss zum Marañón beherbergt, gibt es neben Ruinenstätten wie Kuélap oder Macro auch eine Reihe von Höhlen, die bislang weitgehend unerforscht sind. Cecilio López Tercero gehört zu der spanischen Organisation EspeleoKandil, die seit über einem Jahrzehnt die Höhlen der Region erforscht und kartographiert.

    Hinweis: Informationen über die Arbeit von EspeleoKandil in der Intimachay-Höhle finden Sie auf der Internetseite der Gruppe!

  • Peru: Wahlbehörde und -tribunal warnen vor Gewalt im Zusammenhang mit Regionalwahlen Anfang Oktober.

    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.
    Werbung der Wahlbehörde ONPE. Foto: ONPE.

    Das gab es so noch nie. „Das Risiko, das organisierte Verbrechen – Drogenschmuggel, Mordanschläge, Erpressung – könnte den genannten politischen Prozess durchdringen, macht uns Sorgen“, schreiben die peruanische Wahlbehörde ONPE und das Wahltribunal JNE in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

    Vielerorts sei es in den letzten Jahren zu politischen Gewalttaten, Drohungen und Hetze gekommen, die nicht nur das Leben, die Gesundheit, die körperliche Integrität von Amtsträgern, politischen Aktivisten und Meinungsführern beeinträchtigt hätten, sondern auch deren Freiheit und Grundrechte, heißt es in dem Schreiben weiter.

    Nicht nur, dass es sich in mehreren Regionen Personen mit äußerst zweifelhaftem Ruf um politische Ämter bewerben. Insbesondere aus den Regionen Ancash und Túmbes wird in den vergangenen Wochen intensiv über brutale Methoden der Amtsinhaber berichtet. Sowohl in Ancash, als auch in der Region Amazonas gab es im Vorfeld der Wahlen am kommenden 5. Oktober eine Reihe von politisch motivierten Morden.

    Sie möchten mehr zum Thema lesen? Merken Sie sich unverbindlich für ein Peru-Nachrichtenabo vor!

  • Peru: Konzession von Limas 3. Metrolinie 2016?

    Die erste ist teilweise in Betrieb, die Konzession für Linie zwei wurde kürzlich vergeben, nun kündigte Perus Transportvizeminister Henry Zaira die Konzessionsvergabe zur 3. Metrolinie in der Hauptstadt Lima für das Jahr 2016 an.

    Neuer Triebwagen der Metro Lima. Foto: ANDINA.
    Neuer Triebwagen der Metro Lima. Foto: ANDINA.

    Die Linie 3 der Metro Lima soll nach derzeitigen Plänen die Avenida Universitaria im Distrikt Comas mit der Avenida Alfredo Benavides im Distrikt Santiago de Surco verbinden. Auch eine vierte Metrolinie ist bereits in Planung.

  • Worauf Infoamazonas.de gerne Antworten geben würde

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruSehr geehrte Leserinnen und Leser,

    Warum ist Perus Premierminister César Villanueva zurückgetreten? Warum wechseln Perus Premierminister so häufig? Wer hat Chancen bei den kommenden Präsidentschaftswahlen? Was ist Claudio Pizarros Leibgericht? Warum kommt es bei Protesten gegen Bergbauprojekte oder Staudämme zu Toten und Verletzten? Wie konnte Perus Wirtschaft so schnell wachsen? Warum gibt es eine Höchstgrenze für Machu Picchu-Besucher? Korrompiert die Drogen-Mafia eigentlich die peruanische Politik? Was hat die Aufhebung der Visa-Befreiung für peruanische Touristen im Schengen-Raum für Folgen?

    Fragen, auf die Infoamazonas.de gerne Antworten geben würde. Antworten, die über Werbung, Pressemitteilungen und Tourismuskataloge hinausgehen – wo man sie deswegen umsonst bekommt, weil sie bereits bezahlt wurden. Bei Infoamazonas.de ist das nicht so. Deshalb muss Infoamazonas.de sein Geld andernorts erwirtschaften. Wer also Antworten, wer Infoamazonas mit mehr und besseren Peru-Nachrichten, mit mehr Autoren und weniger Werbung möchte, der sollte sich einmal hier umschauen und am besten gleich vormerken!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Damian Raiser
    Chefredakteur Infoamazonas.de

  • Regionalpräsident von San Martín wird Perus neuer Premier

    Regionalpräsident von San Martín wird Perus neuer Premier

    César Villanueva, Regionalpräsident von San Martín. Foto: RRPP Region San Martín.
    César Villanueva, Regionalpräsident von San Martín. Foto: RRPP Region San Martín.

    Perus Ministerkabinett bekommt einen neuen Kopf. César Villanueva, erfolgreicher und mehrfach wiedergewählter Regionalpräsident von San Martín, löst nach 15 Monaten Juan Jiménez als Premierminister ab. Jiménez` Rücktritt war bereits seit einigen Wochen erwartet worden, nachdem mehrere Oppositionspolitiker seinem wichtigsten Projekt, dem „nationalen Dialogprozess“ mit den Köpfen der wichtigsten Oppositionsparteien, den Rücken gekehrt hatten. Zudem waren in der Öffentlichkeit mehrfach Differenzen zwischen dem Präsidenten des Ministerkabinetts, einigen Ministern, sowie Perus Präsident Ollanta Humala zu Tage getreten.Sein Nachfolger César Villanueva gilt als Anhänger von mehr Dezentralisierung und hat seine Fachkompetenz unter anderem als Vorsitzender der Versammlung der Regionalregierungen (ANGR) unter Beweis gestellt. Daneben wird San Martín, wo Villanueva bislang als Regionalpräsident tätig war, international als Musterregion der „alternativen Entwicklung“, also der Substituierung von Coca zu Gunsten anderer Agrarprodukte, angesehen. Damit César Villanueva das neue Amt übernehmen kann, beurlaubte ihn der Regionalrat gestern für 45 Tage, bis der Rücktritt als Regionalpräsident wirksam wird.

    Juan Jiménez Mayor, Perus Premierminister. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.
    Premierminister Juan Jiménez. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / Andina.

    Juan Jiménez, der zuvor als Justizminister, dann als Premierminister die Rolle des leisen, aber effektiven Vermittlers innehatte, schaffte es zwar nicht, alle großen Probleme der Humala-Regierung zu lösen; unter seiner Führung wurden aber viele Konflikte durch Verhandlungen in geordnete Bahnen gelenkt. Mit seiner Initiative des Dialogs mit Oppositionsführern gelang es Jiménez Mayor zudem, den derzeit schwelenden politischen Konflikten ihre Schärfe zu nehmen.

  • Überschwemmungen und Erdrutsche bei Chacanto (Chachapoyas) zerstören Häuser und Brücke

    Überschwemmungen und Erdrutsche bei Chacanto (Chachapoyas) zerstören Häuser und Brücke

    Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen im Distrikt Balsas (Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) den Jahuay-Bach über die Ufer treten lassen und damit mehrere Erdrutsche ausgelöst, durch die große Teile der Ortschaft Chacanto, sowie einige Straßenabschnitte zerstört wurden. Wie der Zivilschutz Amazonas berichtet, wurden vier Häuser vollständig zerstört, 20 weitere sind so schwer beschädigt, dass sie im besten Fall unter großem Aufwand wiederhergerichtet werden können. Auch der Polizeiposten nahe der am Marañón gelegenen Chacanto-Brücke wurde beschädigt. Da auch mehrere Abschnitte der Straße Chachapoyas – Leymebamba – Balsas weggeschwemmt wurden, ist eine Versorgung der Ortschaften am Ufer des Marañón derzeit nur von Cajamarca aus möglich.

    Chacanto, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Chacanto, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Auch mehrere Räumtrupps der Provinzverwaltung Chachapoyas sind auf dem Weg, um die betroffenen Straßenabschnitte zu reparieren. Schwierigster Teil der Arbeiten wird dabei der Wiederaufbau der Brücke, die Chacanto mit der Distrikthauptstadt Balsas verband und von den Wassermassen zerstört wurde. Gestern riefen aufgebrachte Einwohner Chacantos immer wieder bei Radiosendern in der Regionalhauptstadt Chachapoyas an, um sich über den Ausfall der Strom- und Wasserversorgung zu beschweren. Der peruanische Zivilschutz begann derweil auch in Chacanto mit Sicherungsarbeiten, stellte Zelte, Decken und Nahrungsmittel zur Verfügung. In Chachapoyas wurde zu Kleider-, Geld- und Essensspenden für die Betroffenen aufgerufen.

    Yerbabuena: Schwere Schäden an Häusern und Forellenteichen

    Auch der Río Santo Tomás in der Provinz Luya (Region Amazonas) trat über die Ufer – und richtete schwere Schäden an. In der Ortschaft Yerbabuena wurden mehrere Häuser weitgehend zerstört, zahlreiche weitere sind schwer beschädigt. Am härtesten traf das Wasser aber eine Gruppe von Kleinbauern, die eine Reihe von Forellenzuchtanlagen errichtet hatten. Ein Teil der Forellen wurde einfach weggeschwemmt, viele verendeten unter herabströmenden Schlammmassen.