Schlagwort: Piura

  • Peru: Piuras Regionalpräsident Atkins führt künftig Versammlung der Regionalregierungen

    Javier Atkins Lerggios, Regionalpräsident von Piura. Foto: regionpiura.gob.pe.
    Javier Atkins Lerggios, Regionalpräsident von Piura. Foto: regionpiura.gob.pe.

    Die Präsidenten aller 25 peruanischen Regionen haben Javier Fernando Miguel Atkins Lerggios, den Regionalpräsident der nordwestlichen Küstenregion Piura, zum neuen Vorsitzenden ihres Dachverbandes, der Versammlung der Regionalregierungen (ANGR), gewählt. Atkins löst César Villanueva ab, der seit Jahren die Region San Martín führt und dem es wiederholt gelungen war, Forderungen der Regionalregierungen auf die Agenda zu setzen.

    Der Ökonom Atkins Lerggios, für das Regionalbündnis Alianza Unidos Construyendo gewählt, ist 1956 in Piura geboren, ging auf eine Schule des Salesianer-Ordens und studierte an der Universidad de Piura, sowie der Texas Southern University. Zwischen 1979 und 2008 war er als Geschäftsführer diverser Großbanken tätig, zuletzt zudem als Berater der Stadtverwaltung von Piura.

    Obwohl die Versammlung der Regionalregierungen keine wirklichen Entscheidungskompetenzen hat, werden ihre Vorschläge und Beschlüsse in der Regel gehört. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr eine Gesetzesinitiative zur Beschneidung der Kompetenzen der Regionalregierungen gestoppt, nachdem das Gremium sich dagegen ausgesprochen hatte.

    Gegen Abwahl-Missbrauch

    In einer ersten Stellungnahme griff Atkins Lerggios gleich ein Thema auf, das derzeit hochaktuell ist und auch seinem Amtsvorgänger sehr am Herzen lag: Die Rücknahme oder Veränderung der Gesetze, die es erlauben, Bürgermeisterinnen, Bürgermeister, Regionalpräsidentinnen und Regionalpräsidenten nebst den jeweiligen Ratsleuten abzuwählen. Die aktuellen Regeln erlaubten es, dass Personen diese Möglichkeit missbrauchten, um selbst an die Macht zu kommen – und so die Regierbarkeit des Landes torpedierten, so Atkins Lerggios, der damit den aktuellen Abwahlprozess in der Hauptstadt Lima kommentierte. Zudem brachte er seine Besorgnis über die innere Sicherheit Perus zum Ausdruck. Es müsse Regionalregierungen erleichtert werden, Mittel zur Unterstützung der Polizeiarbeit bereit zu stellen, erklärte der ANGR-Vorsitzende.

  • Peru: Erdbebenserie erschüttert Piura, Arequipa und San Martín

    Eine Reihe von Erdbeben hat gestern Abend/Nacht verschiedene Teile Perus erzittern lassen.

    Das stärkste Beben hatte gestern um 17:34 Uhr (Ortszeit) sein Epizentrum 28 Kilometer südöstlich von Sechura in einer Tiefe von 40 Kilometern, die Stärke wurde mit 5,0 auf der Richterskala angegeben. Neben Sechura war vor allem die Regionalhauptstadt Piura betroffen.

    Wenige Stunden später, um 20:29 Uhr Ortszeit ließ ein Beben der Stärke 4,2 auf der Richterskala die südperuanische Region Arequipa erzittern. Hier lag das Epizentrum nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik  (IGP) 26 Kilometer südöstlich von Huambo in einer Tiefe von 50 Kilometern.

    Das (bislang) letzte Beben der vergangenen Nacht hatte ebenfalls die Stärke 4,2 auf der Richterskala und ereignete sich in der Region San Martín, 60 Kilometer nordöstlich von Moyobamba in einer Tiefe von 138 Kilometern.

    Berichte über Schäden liegen bislang nicht vor.

  • Perus Polizei stellt um auf Digitalfunk

    Verkehrspolizistin beim Regeln des Verkehrs. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Verkehrspolizistin in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Wollen peruanische Polizisten einen Notruf absetzen, müssen sie auch heute noch häufig auf ihre privaten Mobiltelefone zurückgreifen. Denn: Nicht nur viele Fußpatrouillen haben kein Funkgerät, sondern auch zahlreiche Polizeiautos. Ob sich das schnell ändern wird, ist fraglich, dafür bekommen einige Polizeiautos und Rettungsleitstellen aber neue, offiziell abhörsichere und digitale Geräte. Denn das digitale Funksystem, das bereits seit einiger Zeit in La Punta im äußersten Osten der Provinz Callao getestet wird, soll ab März 2013 Stück für Stück in ganz Peru flächendeckend zum Einsatz kommen.

    Vizeinnenminister Roberto Reynoso, der stolz verbreitet, die peruanische Polizei werde dadurch das „beste Kommunikationssystem der Region“ haben, sprach nun von zunächst 6.000 Endgeräten, von denen 4.000 für Fußpatrouillen, 1.700 für Polizeiautos und 300 für Polizeidienststellen gedacht seien. Jedes davon versende seine Daten zu „100% verschlüsselt“, so Reynoso. Das ist wohl auch besser so, denn die neuen Funkgeräte haben einen GPS-Chip eingebaut, durch den der Standort seines Trägers permanent übermittelt wird – Datenmaterial, an dem bestimmt auch so mancher Krimineller interessiert wäre.

    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Bisher ohne Digitalfunk: Polizeiposten Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Während in den kommenden Jahren – bis 2016 – das ganze Land mit dem neuen Polizeidigitalfunk ausgestattet werden soll, ist nun zunächst die Hauptstadt Lima dran. Erster Schritt, so der Vizeinnenminister, ist lückenloser Empfang von „Pucusana bis Ancón, von Chosica bis Callao“. Nächste Schritte sind dann Arequipa, Tacna und Piura. Das verwendete System selbst kann offenbar mit bis zu 18.000 Endgeräten arbeiten, darunter auch mit speziellen Empfängern für Feuerwehr, Krankenwagen und Überwachungskameras. Für die Testphase werden wohl zunächst die Überwachungskameras des „Metropolitano“-Schnellbussystems in Lima angeschlossen. Neben dem Sprechfunk soll das neue System eines Tages auch den Zugang zu den Datenbanken der Melderegisterbehörde RENIEC ermöglichen, die auch Fingerabdrücke speichert.

    Auch die peruanische Notrufzentrale (Nummer: 105) soll weiter ausgebaut werden, so dass pro Tag bis zu 40.000 Anrufe entgegen genommen werden können. Bleibt zu hoffen, dass es gar nicht nötig sein wird, so viele Notrufe entgegen zu nehmen. Und, dass schon bald weitere Endgeräte erworben werden – ansonsten müssten peruanische Polizisten auch weiterhin auf ihre Privathandys oder öffentliche Satellitentelefone zurückgreifen.

  • Trotz Krise in Europa: Peruanische Mango-Exporte bleiben stabil

    Die Vereinigung peruanischer Mango-Exporteure APEM rechnet nicht mit einer Verringerung der Mangoexporte in der kommenden Mango-Saison November 2012 – März 2013. Wie APEM-Vorstand Juan Rivera gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, erwarten die Mango-Produzenten, mindestens 80.000 Tonnen Mango exportieren zu können, rund 90% davon nach Europa und in die USA. Genauere Zahlen kündigte er für August an, zum Ende der Mango-Blüte. In der vergangenen Saison waren nach APEM-Angaben 70.000 Tonnen Mango exportiert worden, fast die Hälfte des Vorjahreswerts. Diesen Rückgang erklärt Rivera vor allem mit schlechten klimatischen Bedingungen für das Mango-Wachstum. Einen Rückgang der Nachfrage aus Europa erwartet die Vereinigung übrigens nicht. „Bei Finanzkrisen verringern Familien für gewöhnlich nicht die Ausgaben für Lebensmittel, sondern eher die für Reisen oder den Kauf von Luxusartikeln“, so APEM-Vorstand Rivera.

    In Peru lässt sich das Zentrum der Mango-Produktion klar verordnen. Demnach stammen drei Viertel der Mangos für den Export aus der nordwestperuanischen Küstenregion Piura, 15% aus Lambayeque, sowie rund 10% aus Áncash.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Nach Fischerstreik mit Todesopfer: Perus Regierung beschließt Anhebung der Seehechtfangquote

    Fast eine Woche hatten Fischer, Hafenarbeiter und Filetierer des nordperuanischen Pazifikhafens Paita gestreikt und mit der Blockade der Straße von Piura nach Paita auch den Hafen selbst im Protest gegen eine ausbleibende Anhebung der Fangquote für Seehecht weitgehend lahm gelegt. Gestern Abend kam es dann zu Auseinandersetzungen zwischen den Fischern und den rund 200 Polizeikräften vor Ort, bei denen mindestens eine Person getötet wurde. Die Fischer hatten versucht, eine Polizeistation zu besetzen.

    Nun reagierte die peruanische Regierung und zog die bereits beschlossene Entscheidung zur Erhöhung der Fangquote vor. Der einzige Grund dafür, dass die Fangquote erst heute per Resolution von 8. 600 auf 14.700 Tonnen erhöht wurde, lag in einer Auslandsreise von Produktionsminister José Urquizo, der die Resolution bislang nicht hatte unterzeichnen können. In den vergangenen Wochen hatte es kontroverse Diskussionen über die Anhebung der Fangquote für Seehecht gegeben, Meeresbiologen fürchten eine Überfischung.

  • Piura: Seehecht-Fischer streiken für höhrere Fangquoten

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruIn der nordwestperuanischen Region Piura ist ein Konflikt über Fangquoten für Seehechte (Merluza) entbrannt. Mehrere Fischergewerkschaften, haben bereits seit vergangenem Montag Teile der Straße zwischen Piura und Paita auf Höhe der „la Tortuga“-Kreuzung blockiert, um die Erhöhung der vom peruanischen Produktionsministerium in Lima festgelegten Fangquoten zu erzwingen. Dabei werden sie von Hafenarbeitern und Seehecht-Filetierern unterstützt.

    Erst Anfang April hatte es Verhandlungen mit Fischereiunternehmern über die Fangquote gegeben, Premierminister Oscar Valdés setzte sich damals persönlich für deren Erhöhung von 8.600 Tonnen auf 14.500 Tonnen ein – obwohl Fischereiexperten seit Jahren wegen Überfischung vor einer höheren Quote warnen. Die Unternehmer drohten Valdés offenbar mit Protesten der betroffenen Fischer, sollte es zu keiner Einigung kommen.

    Die streikenden Fischer bekommen nun offenbar ihren Willen: Premier Valdés erklärte gestern gegenüber dem Fernsehsender Canal N, er warte nur noch auf die Rückkehr von Produktionsminister José Urquizo, der sich derzeit im Ausland aufhält. Der werde dann eine entsprechende Resolution unterzeichnen.

    Diese Entscheidung bedeutet dann wohl auch das politische Ende von Fischerei-Vizeministerin Patricia Majluf, die sich wiederholt gegen eine Erhöhung der Seehecht-Fangquote ausgesprochen hatte.

    Für Mai ist eine Forschungsmission des peruanischen Meeresinstitutes (IMARPE) geplant, die zu einer besseren Einschätzung des Standes der Seehecht-Population vor der nordperuanischen Küste führen soll.

    Die Polizei ist nach offiziellen Angaben derzeit mit 200 Einsatzkräften vor Ort.

    NACHTRAG (27.04.2012): Fischer stirbt bei Zusammenstößen mit der Polizei
    Beim Versuch der Polizei, die Straße mit Hilfe von Tränengas zu räumen, kam es gestern gegen 16 Uhr zu Zusammenstößen zwischen den Demonstranten und der Polizei, in deren Folge nach Medienberichten eine Person getötet wurde. 26 weitere sollen mit Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert worden sein.

  • Peru: Erdbeben lässt Piura erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala hat gestern Abend um 22:08:04 Uhr (Ortszeit) die peruanische Nordküste erschüttert. Wie aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Institutes für Geophysik hervorgeht, lag das Epizentrum 17 Kilometer südwestlich von Sullana in einer Tiefe von 77 Kilometern. Berichte über Schäden liegen dem peruanischen Zivilschutz bislang nicht vor. Einen Tsunami schloss der Zivilschutz aus.

  • Piura: Bus versucht Furt zu durchqueren und wird weggeschwemmt

    Die starke Strömung des angewachsenen Río Seco-Flusses in der nordwestperuanischen Region Piura wäre den Insassen eines Überlandbusses beinahe zum Verhängnis geworden. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, versuchte der Fahrer des mit rund 60 Passagieren voll besetzten Busses gegen zwei Uhr Morgens, an einer Furt den Fluss zu durchqueren. Durch die starke Strömung wurde der Bus rund 40 Meter abgetrieben. Durch Hilfeschreie alarmierte Anwohner kamen den Businsassen zu Hilfe und konnten über die Fenster offensichtlich alle retten. Der Unfall geschah im Distrikt Buenos Aires in der Provinz Morropón. Weiters wird berichtet, auf beiden Seiten des Flusses gebe es lange Schlangen von Fahrzeugen, die den Fluss gerne überqueren würden, ob des hohen Wasserstandes allerdings noch abwarten.

  • Ayabaca / Piura: Mindestens 15 Tote bei Busabsturz

    Beim Absturz eines Busses sind heute in der nordwestperuanischen Provinz Ayabaca (Region Piura) 15 Personen ums Leben gekommen, darunter ein 2jähriges Kind und seine Eltern, sowie der Busfahrer. Drei Personen werden noch immer vermisst. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, war der Bus auf dem Weg von Pacaipampa unterwegs in die Stadt Piura, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam und mehrere Hundert Meter in die Tiefe stürzte. 11 Todesopfer konnten bislang identifiziert werden.

  • Goldwäscherproteste in verschiedenen Teilen Perus

    In den peruanischen Regionen Piura, La Libertad, Ayacucho, Apurímac und Madre de Dios protestieren dieser Tage Goldproduzenten ohne Schürfgenehmigung. Sie wollen die Rücknahme eines erst kürzlich erlassenen Gesetzesdekretes erzwingen, das den informellen Bergbau unter Strafe stellt. Wer dennoch ohne Genehmigung schürft, muss mit bis zu 12 Jahren Haft rechnen.

    Am größten sind die Proteste auch diesmal in der Region Madre de Dios, die für den umgreifenden informellen Bergbau bekannt ist. Bereits mehrfach war über die Region der Ausnahmezustand verhängt worden, um des Problems der Umweltzerstörung, sowie der sozialen Probleme im Umfeld des informellen Bergbaus, Herr zu werden – bislang mit durchwachsenem Erfolg. Das lag nicht zuletzt an der unklaren Rechtslage. Diese wurde nun klarer gestaltet – die Goldwäscher fühlen sich durch die neuen Regelungen ungerecht in die kriminelle Ecke gestellt.

    In Puerto Maldonado (Region Madre de Dios) kam es in den vergangenen Tagen wiederholt zu Ausschreitungen, Straßenblockaden und zur Plünderung von Geschäften. Die Demonstranten fordern zunächst, Premier Óscar Valdés und Energie- und Bergbauminister Jorge Merino müssten nach Madre de Dios reisen, um mit der Vereinigung der Goldwäscher direkt zu verhandeln. Die Zentralregierung lehnt dies bislang ab und lud eine Abordnung in die Hauptstadt Lima ein. Die Goldwäscher lehnten das Angebot bislang ab und forderten mehr Unterstützung beim Umstieg auf legale Fördertechniken.

    Konkret geht es den Protestierenden um die Gesetzesdekrete DL 1099, 1100, 1101, 1102 und 1103. Sie fürchten, diese Dekrete könnten das Ende für den Bergbau auf kleiner Skala bedeuten.

    NACHTRAG: Goldwäscher in Piura, La Libertad, Ayacucho und Apurímac stoppen Proteste
    Wie die Tageszeitung „La República“ berichtet, haben die Goldwäschervereinigungen der genannten Regionen beschlossen, die Protestmaßnahmen für fünf Tage aufzuheben, um unter Vermittlung einer Abordnung des peruanischen Kongresses Verhandlungen mit der Regierung zu ermöglichen. Sollte aber bis Montag keine Lösung gefunden werden, werde es auch zu Protesten der Gremien informeller Schürfer in den Regionen Puno, Cusco, Arequipa und Ica kommen, so der Vorsitzende der peruanischen Vereinigung kleiner Bergbaubetriebe CONAMI, Hernán de la Cruz Enciso.