Schlagwort: Piura

  • Andahuaylas / Apurimac: Mehrere Orte nach Erdrutsch von der Außenwelt abgeschnitten

    Ein Erdrutsch hat am vergangenen Dienstag Teile der Straße nach San Juan de Kula und Ccapcca (Distrikt San Antonio de Cachi / Provinz Andahuaylas / Region Apurimac) mitgerissen und beide Orte dadurch von der Außenwelt abgeschnitten. Über 1.000 Menschen, die in San Juan de Kula und Ccapcca leben, sind davon betroffen. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes begann die Provinzverwaltung bereits mit den Räumarbeiten.

    Regenfälle auch in Piura
    Auch in höhergelegenen Teilen der Region Piura kam es zu Problemen wegen der anhaltenden Regenfälle. Wie der Zivilschutz berichtet, wurden im Distrikt Carmen de la Frontera (Provinz Huancabamba) mehrere Gebäude beschädigt, darunter auch der Gesundheitsposten von El Hormiguero, die Rosarios Bajos-Brücke, sowie auch die Straßenabschnitte El Carmen-Monchoruco-Hormigueros.

    In Yacupampa (Distrikt und Provinz Ayabaca) wurde ein Wohnhaus durch eine Schlamm- und Steinlawine zerstört, die durch starke Regenfälle ausgelöst worden war. Im nahegelegenen Ayabaca kam es ebenfalls zu einer solchen Lawine, die im Außenviertel Pueblo Libre II Etapa eine Hauswand zum Einsturz brachte. Obwohl sich zum Zeitpunkt der Lawine Personen im Haus aufhielten, wurde niemand verletzt.

    San Miguel / Cajamarca: Straße zwischen Catilluc und Tongod beschädigt
    Als in der Provinz San Miguel (Region Cajamarca) der Chaugallón-Fluss über die Ufer trat, riss er nach Angaben des Zivilschutzes auch Teile der Straße, die die Distrikte Catilluc und Tongod verbindet, mit sich. Die Distriktverwaltungen haben bereits mit den Reparaturarbeiten begonnen.

    Ticlio-Pass wegen Schneefall nur eingeschränkt befahrbar
    Schneefälle und Eisbildung haben den Ticlio-Pass (Distrikt Chicla / Provinz Huarochirí / Region Lima) zeitweise unpassierbar gemacht. Inzwischen sind Räumfahrzeuge der Zentralandinen Eisenbahngesellschaft im Einsatz.

  • Peru: Landwirte, Umweltschützer, Baumwollpflücker und Goldwäscher kündigen Streiks und Demonstrationen an

    Die ersten 100 Tage der Regierung von Präsident Ollanta Humala sind vorbei, nun kündigt sich ein heißer Sommer an. Nicht im Sinne des Wetterberichts, vielmehr haben diverse Gremien in verschiedenen Teilen Perus für die kommenden Tage und Wochen Streiks angekündigt. Denn einige ehemalige Humala-Verbündete sind enttäuscht von der bisherigen Regierungsarbeit. Das breite Bündnis aus Umweltschützern, Menschenrechtlern, Personen aus der Schattenwirtschaft – inklusive den Goldwäschern -, linken und rechten Nationalisten, Gewerkschaftern und Teilen der Polizei und des Militärs zeigt Risse, die sich auch innerhalb der Regierung abzuzeichnen beginnen. Sichtbar wurde dies beispielsweise an der Kontroverse über eine von Arbeitsminister Rudecindo Vega geforderte „Generalamnestie“ für Militärs und Terroristen, die während des internen Konfliktes in Peru während der 80er und 90er Jahre Menschenrechte verletzten. Nach Protesten mehrerer Kabinettskollegen war das Thema bald vom Tisch.

    Noch deutlicher zeigt sich die Unzufriedenheit allerdings an den zahlreichen Streiks und Protesten, die dieser Tage in vielen Teilen Perus aufflammen. So protestieren in Cajamarca Anwohner gegen das geplante Bergbauprojekt „Conga“ und wollen die Region im Protest lahmlegen. Studierende der Universität Cajamarca besetzten ihren Uni-Campus. In Áncas kam es zu Straßenblockaden im Protest gegen mutmaßlich nicht eingehaltene Zusagen zur Finanzierung sozialer Projekte durch ein Bergbauunternehmen. (Nicht nur) In Madre de Dios ist für den 24. November ein Streik der Goldwäscher geplant, die nicht nur einen Stopp der Militär- und Polizeiaktionen gegen ihre technischen Einrichtungen wie Baggerschiffen fordern, sondern auch ein offizielles Goldwäscher-Register. In Apurímac wird bereits seit einigen Tagen gegen die Vergabe weiterer Bergbaukonzessionen demonstriert und die Baumwollproduzenten aus Ica, Lambayeque und Piura kündigen Proteste an, sollten kürzlich aufgehobene Importbeschränkungen für indische Baumwolle nicht wieder eingeführt werden.

    Umweltminister Ricardo Giesecke hatte nach seiner Ernennung betont, es dürfe „keine weiteren Toten wegen (sozialen und Umwelt-) Konflikten mehr geben, und Projekte dürften nicht „um jeden Preis“ durchgezogen werden. Die Regierung von Präsident Ollanta Humala selbst hat sich „Dialog“ und „Konsultation“ auf die Fahnen geschrieben und in einigen Fällen bereits Verhandlungen angestrengt. Wie ernst es ihr und den protestierenden Organisationen damit ist, werden die kommenden Tage zeigen.

  • Erdbeben in Nordperu lassen Piura und Amazonas erzittern

    Zwei Erdbeben haben gestern die nordperuanischen Regionen Piura und Amazonas erschüttert. Das berichtet das peruanische Institut für Geophysik. Zunächst kam es um 13:22 Uhr Ortszeit zu einem Beben der Stärke 5,0 auf der Richterskala, dessen Epizentrum nordöstlich der Stadt Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui) in einer Tiefe von 134 Kilometern lag. Um 14:59 kam es dann zu einem zweiten Beben, diesmal mit der Stärke 4,1 aus der Richterskala. Das Epizentrum lag dabei 51 Kilometer südlich der Stadt Piura in einer Tiefe von 40 Kilometern. Wegen der geringeren Tiefe war es wesentlich stärker zu spüren, als das Beben in Amazonas.

    Berichte über Schäden liegen bislang nicht vor.

  • Sechura / Piura: Öl-Diebe zapfen Pipeline an / Polizei warnt vor Explosionen

    Öl-Diebstahl bei Bayóvar (Piura). Bilder: PNP/La República.
    Öl-Diebstahl bei Bayóvar (Piura). Bilder: PNP/La República.

    In der Wüste bei Bayóvar (Distrikt + Provinz Sechura / Region Piura) wird immer häufiger die nordperuanische Ölpipeline (Óleoducto Nor Peruano) illegal angezapft. Das berichtet die Tageszeitung „La República“ unter Berufung auf Dokumente der peruanischen Nationalpolizei. Demnach fand die Polizei vor einem Monat in der Wüste 53 Plasticksäcke, die zuvor Öl aus der Pipeline enthalten hatten – die meisten davon offensichtlich in die Wüste geleert, um nicht von einem nahenden Streifenwagen mit den Ölsäcken angetroffen zu werden. Auf mehreren Fotos, die „La Repbública“ veröffentlicht, sind sogar fest -aber illegal und ohne Sicherheitsmechanismen- installierte Zapfhähne zu sehen, die den Öldieben das Abfüllen des Öls erleichtern.

    Die Polizei fürchtet dabei nicht nur um die Umwelt, die durch die in der Wüste zerstörten Ölsäcke stark in Mitleidenschaft gezogen wird, von den finanziellen Verlusten für die Betreiber der Pipeline ganz zu schweigen. Die Gefahr besteht für die Polizei vielmehr in den Gasen, die sich in der Pipeline bilden. Durch unsachgemäßes Anbohren der Rohre könnte es zu gigantischen Explosionen kommen. Bislang konnte die Polizei drei komplette Tankwagen mit gestohlenem Öl abfangen – die Zahl der Tankwagen, die nicht abgefangen werden konnten, liegt vermutlich wesentlich höher. Die festgenommenen Tankwagenfahrer sitzen inzwischen im Gefängnis. Petro Perú -der Eigentümer der Pipeline- vermutet, dass aus dem Öl Kerosin hergestellt werden soll. Das wird nicht nur zur Beleuchtung, zum Kochen oder zur Stromerzeugung eingesetzt, sondern auch zur Produktion des Kokain-Grundstoffs Pasta Básica. Seit der Transport und Verkauf von Kerosin stärker kontrolliert wird, ein lohnender Schwarzmarkt. Forderungen, die nordperuanische Ölpipeline besser zu überwachen sind schwer umzusetzen. Nach Angaben von Petro Perú werden die Rohrleitungen regelmäßig abgesucht, eine permanente Kontrolle sei aber bei einer Länge von fast 1.000 Rohr-Kilometern unmöglich zu gewährleisten.
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  • Piura: Kleinbus fällt in Bewässerungskanal / 9 Tote

    Mindestens 9 Personen starben gestern in der nordperuanischen Stadt Piura, als ein überfüllter Kleinbus von der Straße abkam und in einen Bewässerungskanal stürzte. Wie ein Überlebender gegenüber einem Lokalsender berichtete, musste der für 13 Fahrgäste zugelassene, aber mit 22 Personen besetzte Kleinbus (Combi), wegen einer Veranstaltung an einer örtlichen Universität eine Ausweichroute nehmen, die über eine sehr enge Straße am Rande des Kanals führte. Als der Fahrer versuchte, einem entgegenkommenden Fahrzeug auszuweichen kam es, so der Überlebende, zu dem tragischen Unfall. Unter den Toten sind auch vier Kinder im Alter zwischen 7 und 12 Jahren, sie waren unterwegs zum Kommunionunterricht.. Weitere Kinder konnten sich retten.

    Nach einer Rettungsaktion von Polizei und Ordnungsamt erhob die Polizei Piura auch Vorwürfe gegenüber dem Kanalbetreiber. Dieser habe sich der polizeilichen Aufforderung widersetzt, eine Schleuse zu schließen und so den Kanalabschnitt trocken zu legen.

  • Erdbebenserie erschüttert Südperu / Beben in Paita

    Eine Serie starker Erdbeben hat gestern Nachmittag und Abend (Ortszeit) große Teile Südperus erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) war das erste – und mit einer Stärke von 5,5 auf der Richterskala kräftigste – Erdbeben um  14:36 Uhr zu spüren. Insbesondere Lomas, Nazca, Palpa, San Juan de Marcona und Chala waren davon betroffen. Das erste Nachbeben ereignete sich nur eine Minute später, das Epizentrum dieses Bebens der Stärke 5,2 lag dabei nur zwei Kilometer über dem des ersten.

    Ein zweites Nachbeben mit der Stärke 5,0 war dann um 20:31 Uhr zu spüren. Hier lag das Epizentrum ebenfalls nahe Lomas in einer Tiefe von 45 Kilometern.

    Von der Erdbebenserie waren insbesondere die peruanischen Regionen Ica und Arequipa betroffen. Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

    NACHTRAG: Erdbeben erschüttert Paita

    Ein Erdbeben der Stärke 4,4 auf der Richterskala hat in den frühen Morgenstunden (Ortszeit) das Umland der nordwestperuanischen Küstenstadt Paita (Region Piura) erzittern lassen. Nach IGP-Informationen war das Beben dort mit der Stärke II-III auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren. Das Epizentrum lag rund 36 km südöstlich von Paita in einer Tiefe von 42 Kilometern.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert Olmo, Huancabamba, Piura und Chiclayo

    Ein schweres Erdbeben hat gestern um 22:22:52 große Teile Nordperus erschüttert. Nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes IGP lag das Epizentrum des Bebens mit der Stärke 5,0 auf der Richterskala rund 44 Kilometer nördlich von Olmos (Region Lambayeque) in einer Tiefe von 85 Kilometern. Obwohl der peruanische Zivilschutz bislang noch keine entsprechenden Schadensmeldungen bereit gestellt hat, ist von großen Schäden auszugehen, da das Beben in Olmos mit der Stärke V, in Huancabamba, Chulucanas und Sechura mit der Stärke IV und in Piura und Chiclayo mit der Stärke III auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren war.

  • Erdbeben der Stärke 6,7 erschüttert auch Perus Norden

    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.
    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala mit Epizentrum in Ecuador hat heute Morgen um 6:54 Uhr Ortszeit den gesamten peruanischen Norden, insbesondere Piura, Bagua, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag rund 216 km Nordwestlich von Pastaza (Region Loreto) jenseits der Grenze in einer Tiefe von 161 Kilometern.

    In Piura, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba war das Erdbeben mit der Stärke III auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Piura: Perus erste Strafe wegen akustischer Umweltverschmutzung

    Zum ersten Mal in Peru wurde gestern im nordperuanischen Piura der Besitzer einer Diskothek wegen akustischer Umweltverschmutzung rechtskräftig verurteilt. Das berichtet INFOREGION. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Unternehmer mit mehreren Messungen sein Delikt nachweisen können. Dennoch hatte er, mehrerer Verwarnungen zum Trotz, seine Musikanlage mit voller Lautstärke weiterbetrieben. Seit 2003 verfügt Peru über eine Liste nationaler Umweltstandards im Bezug auf Lärm.

    Das Gericht veruteilte den Besitzer schließlich zu einer Bewährungsstrafe, während der er sogar seine Diskothek weiter betreiben darf. Allerdings nur unter Einhaltung gewisser Lärmschutzmaßnahmen, ansonsten droht ihm eine Haftstrafe.

  • Ayabaca / Piura: Gefängnis mit Lehmwänden für unbestimmte Zeit geschlossen

    Nach mehrfachen Ausbrüchen zieht das peruanische Gefängnisinstitut INPE nun Konsequenzen und schließt auf unbestimmte Zeit das Gefängnis von Ayabaca (Region Piura). Zuvor hatten Mitarbeiter auf den schlechten Zustand des Gebäudes hingewiesen. Wie nun im peruanischen Gesetzesblatt El Peruano zu lesen ist, sind die Wände des Gefängnisses aus Lehmziegeln und das Dach besteht aus löchrigen Eternitplatten, was Insaßen geradezu zum Ausbruch einlädt. Zudem stellte INPE fest, in allen Ecken und Enden würde Regenwasser und Feuchtigkeit eindringen, wodurch die Gesundheit der Mitarbeiter, aber auch der derzeit 15 Insaßen beeinträchtigt wurde. Diese sollen nun auf umliegende Justizvollzugsanstalten verteilt werden. Einzig ein Wachmann soll in dem Gefängnis verbleiben.

    Im Februar 2008 hatten Häftlinge den einzigen Wärter überwältigt, 18 von ihnen waren geflohen. Die Gefängnisdirektorin musste daraufhin ihren Hut nehmen. Ein Jahr zuvor waren vier Häftlinge geflohen.