Schlagwort: Ica

  • Erdbeben in Peru: Allein 2012 schon über 180

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Wenn der peruanische Zivilschutz einmal im Jahr eine landesweite Erdbeben- und Tsunami-Übung durchführt, kommt für wenige Stunden das ganze Land zum Stehen. Und das ist gut so: Vor der peruanischen Küste schiebt sich die sogenannte Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte – ein Vorgang, der nicht nur das Andengebirge auftürmt, sondern auch dafür sorgt, dass die Erde immer wieder bebt. Nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) ist das keine Seltenheit: Allein in den ersten 11 Monaten diesen Jahres verzeichneten die Erdbebenforscher 189 kleinere und größere Erdbeben – der Erdbebenreichste Monat war bislang der Juli mit indsgesamt 25 Stück. Der November setzt aber gerade an, den Juli zu überholen: In der Hauptstadt Lima passieren Erdbeben derzeit im Tagestakt.

    Obwohl keine Region des Landes von dem Phänomen ausgenommen ist, sind manche Orte stärker betroffen als andere. So wurden in diesem Jahr allein in der Region um die Hauptstadt Lima 39 Erdbeben gemessen, gefolgt von der Region Ica mit 32 Stück, der Region also, in der Mitte 2007 ein Erdbeben der Stärke 7,9 auf der Richterskala große Zerstörung anrichtete. 91.240 Familien verloren damals ihr Obdach, 597 Menschen wurden getötet. Die Schäden, die das Beben anrichtete, sind bis heute nur teilweise repariert. Auch in diesem Jahr wurde Ica wieder von einem relativ starken Beben heimgesucht, am 30. Januar erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,3 auf der Richterskala die Region. Glücklicherweise lag das Epizentrum nahe Chincha in großer Tiefe – der Schaden hielt sich in Grenzen.

    IGP warnte vor Erdbebenvorhersagen durch „Ufologen“

    Bagua Grande (Utcubamba): Zerstörtes Haus nach dem Erdbeben. Bild: INDECI
    Durch Erdbeben 2010 zerstörtes in Bagua Grande. Bild: INDECI

    Die Hauptstadt Lima selbst, die in ihrer Geschichte bereits mehrfach durch Erdbeben weitgehend zerstört wurde, kam in diesem Jahr glimpflich davon. Lediglich ein Beben kam auf die Stärke 5 auf der Richterskala, der Rest lag im Durchschnitt bei dem Wert 4. Dennoch ist die Angst ein stetiger Begleiter, nicht zuletzt auch wegen der Nähe zum Meer – insbesondere „La Punta“ in der Provinz Callao ist durch Tsunamis besonders gefährdet  -, sondern auch wegen wiederkehrenden Warnungen durch selbsternannte Hellseher und Pseudowissenschaftler. Erst für den vergangenen 21. September hatten zwei selbsternannte russische „Ufologinnen“ vor einem Beben gewarnt – die Prognose dann, nach Nichteintritt, auf den 22. September korrigiert. Es passierte wieder nichts, aber in den sozialen Netzwerken kursierten trotz Aufklärung durch Geologen die Gerüchte weiter.

    Beben in großer Tiefe häufig mit schwächeren Auswirkungen

    Aserradero: Straße nach dem Erdbeben. Bild: Stadtverwaltung Chachapoyas.
    Straße nach Erdbeben 2010. Bild: Stadtverwaltung Chachapoyas.

    Die Wissenschaftler des Institutes für Geophysik sagen keine Beben voraus und verlassen sich statt dessen auf ihre Messungen: Das stärkste Beben des Jahres wurde am 2. August in Pucallpa gemessen. Das Institut gab dessen Stärke mit 6,4 auf der Richtserskala an. Auch hier lag das Epizentrum in großer Tiefe – obschon das Beben auch in umliegenden Regionen zu spüren war, hielten sich die Schäden glücklicherweise in Grenzen.

    Hernando Tavera: Erdbebenhäufigkeit „nichts außergewöhnliches“

    Hernando Tavera, Direktor der Seismik-Abteilung des Institutes für Geophysik, sieht an der Zahl von 189 Erdbeben sowieso nichts dramatisches. „Wir leben in einem Land der Erdbeben, das muss man verstehen“, so Tavera, die Erdbebenhäufigkeit in Peru sei  nichts außergewöhnliches. Auch deshalb ist der peruanische Zivilschutz so erpicht darauf, immer wieder zu üben, wie im Falle eines Erdbebens vorgegangen werden muss. Denn eines macht Erdbeben wirklich gefährlich: Panik.

  • Ica / Peru: Morddrohungen gegen Journalistin

    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP
    Lage der Pressefreiheit in Peru. Quelle: peruanischer Journalistenverband ANP

    Die peruanische Journalistin Rosario Huayanca Zapata, die derzeit für die Menschenrechtskommission Ica (CODEHICA) arbeitet, hat mehrere Morddrohungen erhalten, sowohl telefonisch, als auch durch vier Patronen in einem Briefumschlag. Auf einem beiliegenden Zettel wurde zudem die Zahlung von 30.000 US-$ gefordert. Auch mehrere Familienmitglieder wurden bedroht, berichtet das Institut für Presse und Gesellschaft (IPYS), eine Nichtregierungsorganisation, die sich für Pressefreiheit einsetzt. Zuletzt hatte Huayanca Zapata offenbar einen Verwaltigungsfall in der Stadtverwaltung von Tate untersucht. CODEHICA erstattete Anzeige gegen unbekannt.

  • Erdbeben erschüttert Perus Südküste / Auch in Lima zu spüren

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala hat gestern um 18:31 Uhr (Ortszeit) Teile der peruanischen Südküste erzittern lassen, insbesondere Ica und Palpa waren betroffen, auch in der peruanischen Hauptstadt Lima waren die Auswirkungen zu spüren. Wie das peruanische Institut für Geophysik (IGP) mitteilt, lag das Epizentrum 121 Kilometer südwestlich von Ica in einer Tiefe von 33 Kilometern.

    Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) wurden mehrere Wohnhäuser beschädigt. Zahlreiche Häuser, die bereits bei dem schweren Erdbeben am 15. August 2007 beschädigt worden waren, sind nach INDECI-Angaben jetzt einsturzgefährdet.

    Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte, weshalb es sehr häufig zu Erdbeben kommt.

    Nachbeben
    Gegen 00:31 Uhr (Ortszeit) wurde heute Nacht ein Nachbeben registriert, diesmal war die Stärke 4,3 auf der Richterskala.

  • Peru: Serie leichter Erdbeben erschüttert Regionen Ica, Cusco, Lima und Huanuco

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Eine Serie von Erdbeben hat in den vergangenen Tagen zahlreiche peruanische Regionen erzittern lassen. Zuletzt hatte ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala die südperuanische Region Ica gestern Abend um 21:42 Uhr (Ortszeit) zum erzittern gebracht. Das Epizentrum lag nach Angaben des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) rund 92 Kilometer südwestlich von Palpa in einer Tiefe von 33 Kilometern. Über Schäden ist bislang nichts bekannt. Bereits vorgestern Abend, um 18:45 Uhr (Ortszeit) hatte ein Beben der Stärke 4,7 auf der Richterskala die Region Huanuco erschüttert, wegen der großen Tiefe des Epizentrums – 120 Kilometer, ca. 19 Kilometer südöstlich von Ambo – war es allerdings an der Erdoberfläche nur leicht zu spüren.

    Am vergangenen Samstag war in der Region Cusco ein Erdbeben mit der Stärke 5,2 auf der Richterskala zu spüren, auch hier lag das Epizentrum mit 128 Kilometern sehr tief und die Auswirkungen deshalb sehr begrenzt. Das Epizentrum lag hier rund 53 Kilometer südlich von Santo Tomás.

    Der peruanische Zivilschutz INDECI bestätigte inzwischen, das gestrige Beben in der Region Ica sei insbesondere in Ica, Nazca und Palpa zu spüren gewesen, sowohl in Ica, als auch in Nazca seien inzwischen aber Schäden ausgeschlossen worden. In der Provinz Palpa wird nach INDECI-Berichten noch geprüft. Obwohl das Epizentrum vor der Küste Icas lag, schloss das Institut für Geophysik einen Tsunami wegen der geringen Stärke des Bebens aus. Für die Regionen Huanuco und Cusco liegen keine Berichte des Zivilschutzes vor.

    Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte, weshalb es häufig zu Erdbeben mit besonders tiefen Epizentren kommt. Insbesondere die Region Ica wird immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht. So starben am 15. August 2007 bei einem Beben der Stärke 8,0 auf der Richterskala in der Region Ica mehr als 500 Menschen, 76.000 Wohnhäuser wurden damals zerstört.

  • Ica / Peru: Verschüttete Bergleute lebend befreit

    httpv://www.youtube.com/watch?v=zs1vy_b8T_A
    Die neun Bergleute, die seit vergangenem Donnerstag eingeschlossen in einer illegalen Kupfermine ausharren mussten, konnten heute Morgen gegen 7 Uhr (Ortszeit) lebend befreit werden. Ihr Gesundheitszustand ist nach peruanischen Medienberichten den Umständen entsprechend gut, sie kamen in dicke Decken gepackt und mit Sonnenbrille aus dem Bergwerkstollen, nachdem sie fast eine Woche die Sonne nicht gesehen hatten. Am Ausgang der Mine wurden sie heute in den frühen Morgenstunden von Familienangehörigen, dutzenden Rettern, sowie Präsident Ollanta Humala freudig begrüßt.

    Um die Zeit auf den verfügbaren rund 50 m² zu überbrücken, erzählten sich die Bergleute Witze, tanzten und rannten im Kreis. Um Tageszeit und Datum zu erfahren, mussten sie diese über einen Schlauch erfragen, ihre einzige Verbindung zur Außenwelt. Um ihre Rettung zu beschreiben wählten die Kumpel dabei Begriffe passend zur Jahreszeit. So sprach der 34jährige Edwin, es sein nun ein fast 1wöchiger Kreuzweg zu Ende gegangen, er fühle sich wie „wieder auferstanden“.

    Präsident Humala zeigte sich erfreut, dass die gemeinsame Arbeit von Staat und Unternehmen so gut funktioniert habe. Gleichzeitig erklärte er, das Unglück gehe auf menschliche Fehler zurück. Einer davon sei der illegale Betrieb eines Bergwerkes gewesen.

    Am vergangenen Donnerstag war ein Teil eines Stollens des „Cabeza de Negro“-Kupferbergwerkes im Distrikt Yauca del Rosario (Region Ica) eingestürzt, neun Bergleute waren über Tage hinweg eingeschlossen gewesen.

  • Grubenunglück in Ica (Peru): Rettungsarbeiten gehen voran / Durchbruch möglicherweise schon heute

    httpv://www.youtube.com/watch?v=WJyjRG5qaUE
    Nach offiziellen Angaben gehen die Arbeiten zur Rettung der neun seit vergangenem Donnerstag verschütteten Bergleute in der südperuanischen Provinz Ica (Region Ica) voran. Bergbauexperten aus verschiedenen Teilen Perus gruben sich in vierstündigen Schichten mehrere Meter durch die Erdmassen, deren Sicherung sich als sehr kompliziert herausstellte, da immer mehr Sand und Geröll nachrutscht. Wie die peruanische Frauenministerin Ána Jara, die vor Ort die Rettungsarbeiten koordinert, gegenüber dem Radiosender RPP berichtete, fehlen nur noch wenige Meter, um zu den Bergleuten vorzudringen. Noch heute werde es möglicherweise zum Durchbruch kommen, so Jara. Über einen Schlauch halten die Rettungskräft Kontakt zu den verschütteten Kumpel und versorgen diese mit Wasser, Nahrung und Medikamenten. Es soll ihnen den Umständen entsprechend gut gehen. Seit gestern 21 Uhr (Ortszeit) können die Helfer über Klopfzeichen mit den Verschütteten kommunizieren.

    Das „Cabeza de Negro“-Kupferbergwerk im Distrikt Yauca del Rosario wurde in den 80er Jahren legal ausgebeutet, dann aber geschlossen. Mehrere Familien öffneten den Stollen anschließend erneut, um weitgehend ohne Sicherheitsmaßnahmen und ohne Genehmigung weiter Kupfer zu fördern. Der Distrikt Yauca del Rosario hat 1.117 Einwohner und liegt rund 282 Kilometer südlich der peruanischen Hauptstadt Lima.

  • Ica: Bergwerksstollen bricht ein / 9 Bergleute verschüttet

    INFOAMAZONASIm peruanischen Distrikt Yauca del Rosario (Provinz und Region Ica) ist vorgestern der Stollen eines improvisierten Kupferbergwerkes eingestürzt, mindestens neun Bergleute wurden dabei verschüttet – sind aber nach Informationen des regionalen Zivilschutzes noch am Leben. Der freiwilligen Feuerwehr gelang es gestern, einen Schlauch zu legen, über den die Verschütteten mit Wasser und Sauerstoff versorgt werden. Um die Erdmassen abzutragen sind nach Angaben der Feuerwehr allerdings mehrere Bagger und Frontlader notwendig, die bislang offensichtlich noch nicht aufgetrieben werden konnten. Die Regionalregierung bot inzwischen an, entsprechendes Gerät bereit zu stellen, ungeklärt ist aber bislang, wie dieses zur Unglücksstelle transportiert werden kann. Denn auch die Zufahrt zum Bergwerk ist kaum passierbar, die Feuerwehr selbst konnte nur mit Geländewagen mit 4-Rad-Antrieb zur Unglücksstelle gelangen.

    NACHTRAG (Montag): Präsident Humala auf dem Weg zum Unglücksstollen

    Neben Frauenministerin Ána Jara und Premier Óscar Valdés hat sich heute (Montag) auch Präsident Ollanta Humala auf den Weg zum Stollen gemacht. Zudem wurden mehrere Bergbauspezialisten eingeflogen, die bei der Bergung helfen sollen, darunter ein Ingenieur, der bei der Rettung der Bergleute in der chilenischen Atakama-Wüste mitgeholfen hatte. Die Experten begannen bereits, den Eingang des Stollens mit Holzstempeln zu sichern. Wie die Helfer berichten, versuchen auch die verschütteten Bergleute selbst, sich langsam voran zu graben. Dabei rutscht allerdings immer wieder Sand und Geröll nach. Nach ersten Berichten ist die Stimmung unter den Bergleuten schlecht, einige sprechen von Übelkeit und Atemwegsproblemen.

    Premierminister Valdés erklärte, der Kampf gegen den informellen Bergbau helfe auch, Unglücke dieser Art künftig zu verhindern.

  • Pisco / Ica: Kleinflugzeug des Militärs stürzt ab / 2 Tote

    Beim Absturz eines Schulungsflugzeuges des peruanischen Militärs sind gestern in der Nähe der südperuanischen Stadt Pisco zwei Personen ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich nach Informationen des Generalkommandos der peruanischen Streitkräfte um zwei Soldaten. Die Unglücksursache ist bislang nicht bekannt.

  • Ungewöhnlich starke Regenfälle führen zu Überschwemmungen in allen Teilen Perus

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao (Amazonas). Foto: Diario Ahora.

    Starke Regenfälle sind für Ostperu um diese Jahreszeit nichts ungewöhnliches, ist der Sommer doch schließlich gleichzeitig „Regenzeit“. In diesem Jahr fällt diese allerdings besonders heftig aus. Aus allen Teilen Perus werden nun Überschwemmungen, Erdrutsche und kollabierende Häuser gemeldet.

    In Cajamarca führten die starken Regenfälle der vergangenen Tage – teilweise 12 Stunden ohne Unterlass – zu Überschwemmungen und Erdrutschen, besonders betroffen waren die Provinzen San Ignacio, Cutervo, Chota, Hualgayoc, Celendín, Cajabamba, San Marcos, San Miguel und Cajamarca. Die Außenstelle des peruanischen Wetter- und Hydrologiedienstes SENAMHI in Cajamarca maß allein am Dienstag durchschnittlich 28 Liter pro Quadratmeter. Mit den 51 Litern pro Quadratmeter, die sich in den ersten Tagen des Februars 2012 ansammelten, liegt die Regenmenge nur wenig unter dem Durchschnittswert der Regenmenge in den Februaren der vergangenen Jahre. Da regnete es durchschnittlich 75 Liter pro Quadratmeter. Bereits im Januar 2012 kündigte sich ein Jahr der Extreme an: Dort regnete es 154 Liter pro Quadratmeter, der Durchschnittswert der vergangenen Jahre liegt bei 60 Litern.

    Auch in La Libertad kam es zu Problemen, hier sind insbesondere die Provinzen Sánchez Carrión, Santiago de Chuco, Otuzco und Julcán betroffen. Neben mehreren Erdrutschen und unpassierbaren Straßen macht der Regen bereits der Landwirtschaft zu schaffen: Große Kartoffel- und Maisanbauflächen sind zu feucht und drohen zu verfaulen.

    In Lambayeque regnete es ebenfalls überdurchschnittlich. In Chiclayo führte ein sechstündiger Dauerregen zu Verkehrsproblemen.

    Besonders hart traf es auch die Region Ica, die erst vor wenigen Tagen von einem Erdbeben heimgesucht worden war. Der río Pisco trat über die Ufer und zerstörte bei Cuchilla Vieja, San Ignacio und Montesierpe (Distrikt Humay), Dos Palmas (Distrikt Independencia), Caucato (Distrikt San Clemente) und Pueblo Figueroa (Distrikt Pisco, alle Provinz Pisco) zahlreiche Baumwollanbauflächen. Die Regionalregierung Ica rief deshalb bereits den Notstand aus. Dadurch ist es möglich, besonders schweren Schäden am „üblichen bürokratischen Genehmigungsprozess vorbei“ zu begegnen.

    In San Martín trat im Distrikt Yuracyacu (Provinz Rioja) der Río Yuracyacu über die Ufer und überflutete bislang 18 Häuser, sowie 40 Hektar gesäte Ackerfläche.

    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará
    Hochwasser: Utcubamba in der Provinz Bongará

    In Arequipa kam es durch Schnee- und Regenfälle ebenfalls zu Problemen, in den Distrikten Tuti, Sibayo, Madrigal, Callalli, Huambo und Tisco (Provinz Caylloma) wurden mehrere Häuser und Ackerflächen zerstört. Mehrere Straßen sind unpassierbar. Im Distrikt Tuti rutschte ein Teil des cerro Ipacota ab. Im Distrikt Cocachacra (Provinz Islay) brach ein Deich, ebenso in den Distrikten Dean Valdivia und Punta de Bombón (Prov. Islay). Über 160 Häuser wurden beschädigt.

    In Amazonas sind mehrere Straßen unpassierbar, zahlreiche Häuser stürzten ein. Der Süden der Region ist weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Mehr!

    In Huánuco führte das Hochwasser am río Huallaga zu Überschwemmungen, insbesondere in der Provinz Leoncio Prado wurden zahlreiche Häuser zerstört.

    Überschwemmungen in Urubamba. Foto: INDECI.
    Überschwemmungen 2010 in Urubamba. Foto: INDECI.

    In Lima Provincias stürzten zahlreiche Gebäude ein, zahlreiche Straßen sind derzeit unpassierbar. In der Provinz Yauyos stürzten mehrere Häuser ein, ebenso erging es einer Schule, mehreren Brücken und Straßen und einem Rathaus. Die Straße Cañete – Yauyos – Huancayo ist unterbrochen, nachdem der río Cañete über die Ufer trat. In der Provinz Cañete kam es ebenfalls zu Überschwemmungen, hier trat der río Mala über die Ufer. In der Provinz Cajatambo ist die Straße Pativilca-Cahua-Cajatambo nach einer Gerölllawine unterbrochen. Die Gorgor-Brücke im Distrikt Cajatambo wurde beschädigt.

    Auch in allen verbleibenden Regionen kam es zu Überschwemmungen.

     

  • Ica: Nach Erdbeben überschwemmen Abwässer mehrere Straßen

    Ein starkes Erdbeben hat am vergangenen Montag Teile des Abwassersystems der südperuanischen Stadt Ica beschädigt und mehrere Straßen überflutet. Wie RPP Noticias berichtet, häufen sich in Teilen der Stadt derzeit Durchfallerkrankungen. Die örtlichen Gesundheitsbehörden begannen bereits vergangene Woche mit einer Informationskampagne, um Anwohner über die Gefahr zu informieren. Mit schwerem Gerät wurde nun begonnen, weitere Abflussmöglichkeiten für die Abwässer herzustellen. Am Wochenende war auch Präsident Humala nach Ica gereist, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Bauminister stellte in einem ersten Schritt 2 Millionen Nuevos Soles für die Reparatur der Kanalisation bereit.

    Insgesamt 1.400 Häuser sind von dem Problem betroffen.