Schlagwort: Präsidentschaftswahl 2011

  • Peru: Wahlbehörde sieht Unregelmäßigkeiten bei Wahlkampf-Spenden mehrerer Kandidaten

    Wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Berichts über Unregelmäßigkeiten bei der Angabe von Wahlkampf-Spenden an die Fujimori-Kandidatin Keiko Fujimori, wurde gestern ein zweiter Bericht veröffentlicht, der ähnliche Unregelmäßigkeiten auch bei dem Parteienbündnis „Gana Perú“ des heutigen Präsidenten Ollanta Humala sieht. Die Wahlbehörde ONPE machte insgesamt 15 „Geister-Spender“ aus, die zwar in der in der Spenderliste mit Beträgen von über 100.000 Nuevos Soles auftauchen, selbst aber angeben, geringere Summen oder gar nicht gespendet zu haben. Ein Spender, den die Tageszeitung „La República“ zitiert, gab an, 2.700 Nuevos Soles – zu jenem Zeitpunkt 1.000 US-$ – beigesteuert zu haben. Auf der Spenderliste werden allerdings 55.400 Nuevos Soles aufgeführt.

    Doch nicht nur bei den Einnahmen, auch die Ausgaben sind nach ONPE-Angaben nicht schlüssig. So seien – ebenso wie bei Keiko Fujimori – Ausgaben für Wahlwerbung, Reisen und Veranstaltungen nicht oder nur unzureichend aufgeführt worden. Diese Ungereimtheiten wird der ONPE nun der vormalige Partei-Schatzmeister Mario Torres Aliaga beantworten müssen, der inzwischen im Präsidentenpalast arbeitet.

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  • Peru: Wahlergebnis steht fest, Ollanta Humala vorne

    Die peruanische Wahlleitung hat die Auszählung der Stimmen der Präsidentschaftswahl am 5. Juni abgeschlossen. Im Endergebnis hat sich die Tendenz verfestigt, die bereits die Umfragen und Hochrechnungen kurz nach der Wahl angedeutet hatten: Ollanta Humala (Gana Perú) gewann mit fast 3% Vorsprung vor seiner Kontrahentin Keiko Fujimori (Fuerza 2011). In absoluten Zahlen erhielt Humala 7.937.704 Stimmen (51,449%) und damit  447.057 mehr als Fujimori (48,551%). Insgesamt wurden 16.466.397 Stimmen abgegeben, rund 6% waren allerdings ungültig – wesentlich weniger als bei der ersten Wahlrunde. Die Wahlbeteiligung lag mit 82.539% rund einen Prozent unter der Beteiligung an der ersten Wahlrunde am vergangenen 10. April.

    In wohl kaum einer anderen Provinz erhielt Ollanta Humala ein so gutes Ergebnis wie in Condorcanqui (Region Amazonas), der Provinz, aus der viele der Indígena stammen, die 2009 an den Protesten gegen die peruanische Regierung teilnahmen. Insgesamt konnte Humala hier 13.293 Stimmen auf sich vereinigen, was 91.142 % der gültigen Stimmen entspricht. Im Distrikt „El Cenepa“ (Provinz Condorcanqui) erhielt Humala gar 98.476 % der gültigen Stimmen.

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    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Keiko Fujimori erkennt Niederlage an

    „Ich erkennen den Triumpf [Ollanta Humalas] an, gratuliere ihm zu seinem Sieg und wünsche ihm Glück“: Mit diesen Worten gestand Keiko Fujimori, peruanische Kongressabgeordnete und bis vor wenigen Stunden noch Präsidentschaftskandidatin, ihre Niederlage ein. Es sei nun die Zeit, Brücken zu bauen und den Dialog zu fördern, um Peru zum Sieger der (gestrigen) Wahl zu machen, so Fujimori weiter. Gleichzeitig kündigte sie an, eine „solide Opposition“ bilden zu wollen.

    Nach der Auszählung von über 91% der abgegebenen Stimmen liegt Ollanta Humala (Bündnis Gana Perú) fast 3% vor Keiko Fujimori (Fuerza 2011).

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  • Peru: Investoren schüren und haben Angst, Börse setzt den Handel aus

    Wie angekündigt haben sich nach der wahrscheinlichen Wahl Ollanta Humalas zum neuen Staatspräsidenten Perus zahlreiche Investoren aus peruanischen Unternehmungen zurückgezogen. Der Index der Wertpapierbörse Lima (BVL) fiel heute um 12%, auch in Santiago de Chile stürzte der Wert von Aktien chilenischer Unternehmen, die in Peru tätig sind, ab. Die BVL beendete daher den Hanelstag vorzeitig.

    Der Lieblingspräsidentschaftskandidat der Börsianer, Pedro Pablo Kuczynski, war schon in der ersten Wahlrunde gescheitert. Deshalb entschied man sich zur Unterstützung von Keiko Fujimori, die ein wirtschafts- und sozialpolitisches „weiter so“ propagierte, obwohl diese sich mit zahlreichen Figuren aus dem Umfeld ihres während der 90er Jahre diktatorisch herrschenden Vaters Alberto Fujimori umgeben hatte. Ollanta Humala dagegen, der im Verlauf des Wahlkampfes von der „Umverteilung“ zum wirtschaftspolitischen „weiter so“ mit kleinen Änderungsmöglichkeiten im Sozialbereich gedrängt wurde, sah man in der sozialistischen Chávez-Ecke. Dass Pedro Pablo Kuczynski, der in der Stichwahl Keiko Fujimori unterstützt hatte, noch gestern Nacht erklärte, es werde wohl heute die „Versuchung geben, alle [Aktien] zu verkaufen“, aber man solle bitte „Ruhe bewahren“, heizte die Ängste der Investoren erst recht an. Börsenhändler Luis Felipe Arizmendi, Präsident von GPI Valores, schlug einen ähnlichen Ton an. Er erklärte im Hinblick auf die künftige Zusammensetzung der Regierung, Humala solle möglichst bald „Namen nennen“, da „nur dies dem Markt wieder Ruhe bringen“ könne. Insbesondere zur Neubesetzung der Zentralbank, sowie des Finanzministeriums haben die Börsianer eine lange Wunschliste, was dessen Persönlichkeit und politische Prägung angeht.

    Die Bekanntgabe von Namen allerdings wäre, so antworten die Sprecher der Partei Humalas, unverhältnismäßig früh, müssen doch noch rund 10% der Stimmen ausgezählt werden.

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  • Peru-Wahl in Deutschland: Keiko gewinnt, aber Ollanta holt sich Berlin


    Die in Deutschland lebenden wahlberchtigten Peruanerinnen und Peruaner haben nach dem derzeitigen Auszählungsstand mehrheitlich für Keiko Fujimori gestimmt. Insgesamt 5.290 Personen waren Wahlberechtigt, die bisherigen Ergebnisse lassen auf eine sehr geringe Wahlbeteiligung schließen. Die Kandidatin Keiko Fujimori (Fuerza 2911) erhielt nach derzeitigem Stand insgesamt 663 Stimmen, Ollanta Humala konnte 565 Stimmen auf sich vereinigen. Nur an drei Standorten stemmten sich die Wählerinnen und Wähler gegen den Trend. In Hannover, Berlin, und dem Wahllokal „Nordrhein-Westfalen“ stimmten sie mehrheitlich für Ollanta Humala. Am stärksten war der Zuspruch in Nordrhein Westfalen, allerdings machten hier auch nur sieben von 158 Berechtigten von ihrem Wahlrecht gebrauch. In Berlin erhielt Ollanta 238 Stimmen und lag damit ebenfalls deutlich vor Keiko Fujimori, die auf 184 Stimmen kam. Hier waren 1.131 Personen aufgerufen abzustimmen. 34 Personen stimmten ungültig.

    Die großen Fujimori-Hochburgen sind Bayern (und München), wo die Kandidatin mehr als 60% der gültigen Stimmen erhielt. Ähnlich sieht es in Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf aus, wobei die Auszählung der Stimmen in der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt noch nicht abgeschlossen wurde.

    Aus Niedersachsen liegen bislang noch keine Ergebnisse vor.

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  • Peru: 84% der Stimmen ausgezählt – Humalas Vorsprung festigt sich


    Nach Auszählung von 84% der Stimmen hat sich der Vorsprung von Ollanta Humala gefestigt. Während seine Kontrahentin Keiko Fujimori leicht absank, konnte er leicht zulegen. Der Unterschied beträgt nun fast 2% der gültigen Stimmen. In absoluten Zahlen ausgedrückt liegt Humala derzeit 239.873 Stimmen vor Fujimori.

    Mehr Information in Kürze.

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  • Peru: 81% der Stimmen ausgezählt, Humala vorne

    Nach Auszählung von 81% der abgegebenen Stimmen liegt Ollanta Humala Tasso knapp 1% vor Keiko Fujimori. Wie aus dem jüngsten Statusbericht der Wahlleitung ONPE hervorgeht erhielt Humala Tasso demnach 50,706% der gültigen abgegebenen Stimmen, Fujimori 49,294%. Entgegen der Erwartungen liegt die Quote der ungültigen Stimmen bei rund 6%. Das Ergebnis der restlichen Wahllokalergebnisse ist noch nicht an ONPE übertragen oder wurde bereits angefochten. Deshalb ist mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erst in einigen Tagen zu rechtnen.

    In den meisten der letzten Umfragen vor der Wahl am vergangenen Sonntag hatte Fujimori noch leicht vor linksnationalist Ollanta Humala gelegen. Dessen Anhänger feierten bereits heute Nacht ausführlich den Sieg ihres Kandidaten auf der Plaza Dos de Mayo in der peruanischen Hauptstadt Lima. Am lautesten wurde die Wahlparty, als TRANSPARENCIA das Ergebnis ihrer Schnellzählung bekannt gab. Demnach erhielt Ollanta Humala (Gana Perú) 51,5% der gültigen Stimmen, Keiko Fujimori (Fuerza 2011) 48,5%.

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  • Peru: Erste Hochrechnungen versprechen spannenden Abend, Ollanta mit leichtem Vorsprung

    Besonders groß soll der Vorsprung Humalas im Süden Perus sein. Nach den Umfragen von Ipsos Apoyo liegt Keiko Fujimori in Lima leicht vorne. Landesweit liegt nach Daten der Ipsos-Befragung allerdings Ollanta Humala mit 52,6% vor Keiko Fujimori (47,4%). Die Hochrechnung der Organisation Transparencia wird für 18 Uhr (Ortszeit) erwartet. Das offizielle Endergebnis wird wohl noch einige Tage auf sich warten lassen.

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  • Transparencia: Bislang kaum Probleme / Berichte über vereinzelte Unregelmäßigkeiten

    Die peruanische Wahlbeobachterorganisation Transparencia hat ihren ersten Bericht über den Verlauf der Präsidentschaftswahl veröffentlicht, in dem ein bislang weitgehend friedlicher Verlauf der Wahlen konstatiert wird. Selbst in Puno, wo die Stimmung bis vor wenigen Tagen noch wegen Protesten gegen Bergbauaktivitäten sehr aufgeheizt war, öffneten die Wahllokale ordnungsgemäß. Lediglich aus Lima werden Unregelmäßigkeiten berichtet. So soll es heute zu Anruf-Aktionen gekommen sein, in denen die Angerufenen zur Unterstützung von Keiko Fujimori aufgerufen wurden. Wahlwerbung ist am Wahltag selbst verboten. Insgesamt registrierte Transparencia 156 Unregelmäßigkeiten, die meisten davon wegen unerlaubter Wahlwerbung in der Nähe von Wahllokalen. So wurde in San Pedro de Lloc (Provinz Pacasmayo / Region La Libertad) auf dem Boden eines Wahllokals ein Bonbon mit der Aufschrift „Fuerza 2011“ – der Partei von Kandidatin Keiko Fujimori – gefunden. Andererorts wurden Flugblätter und Zeitschriften für und gegen die beiden Kandidaten verteilt. In zwei Wahllokalen in der peruanischen Hauptstadt Lima waren Beispielwahlzettel, die zu Demonstrationszwecken in den Wahlurnen hingen, zugunsten eines bzw. einer Kandidatin ausgefüllt.

    Am schwersten wiegt wohl der Bericht eines Transparencia-Volunteers aus San Miguel (Lima), der berichtet, dass im Wahllokal in der Grundschule Roque Sáenz Peña mehrere Wahlzettel gefunden wurden, die bereits zugunsten Fuerza 2011 ausgefüllt waren.

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  • Wahllokale sind geöffnet, Pacarán wählt erstmals elektronisch

    Seit 8 Uhr Ortszeit öffnen in allen Teilen Perus die Wahllokale ihre Pforten. Damit beginnt die Stichwahl um das Amt des peruanischen Präsidenten. Die Stimmabgabe ist bis 16 Uhr (Ortszeit) möglich. Dann werden auch die ersten Umfrageergebnisse erwartet. Besonders interessant wird die Wahl in Pacarán (Provinz Cañete / Region Lima), wo die Stimmen erstmals elektronisch abgegeben werden.

    Die Kandidaten Ollanta Humala und Keiko Fujimori begannen den Wahltag in den frühen Morgenstunden mit dem gewohnten öffentlichen Frühstück.

    Überschattet wird die Abstimmung vom Angriff bewaffneter Drogenschmuggler auf Militäreinheiten in der südperuanischen Region Cusco.

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