Peru: Wahlbehörde sieht Unregelmäßigkeiten bei Wahlkampf-Spenden mehrerer Kandidaten

Wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Berichts über Unregelmäßigkeiten bei der Angabe von Wahlkampf-Spenden an die Fujimori-Kandidatin Keiko Fujimori, wurde gestern ein zweiter Bericht veröffentlicht, der ähnliche Unregelmäßigkeiten auch bei dem Parteienbündnis „Gana Perú“ des heutigen Präsidenten Ollanta Humala sieht. Die Wahlbehörde ONPE machte insgesamt 15 „Geister-Spender“ aus, die zwar in der in der Spenderliste mit Beträgen von über 100.000 Nuevos Soles auftauchen, selbst aber angeben, geringere Summen oder gar nicht gespendet zu haben. Ein Spender, den die Tageszeitung „La República“ zitiert, gab an, 2.700 Nuevos Soles – zu jenem Zeitpunkt 1.000 US-$ – beigesteuert zu haben. Auf der Spenderliste werden allerdings 55.400 Nuevos Soles aufgeführt.

Doch nicht nur bei den Einnahmen, auch die Ausgaben sind nach ONPE-Angaben nicht schlüssig. So seien – ebenso wie bei Keiko Fujimori – Ausgaben für Wahlwerbung, Reisen und Veranstaltungen nicht oder nur unzureichend aufgeführt worden. Diese Ungereimtheiten wird der ONPE nun der vormalige Partei-Schatzmeister Mario Torres Aliaga beantworten müssen, der inzwischen im Präsidentenpalast arbeitet.

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