Schlagwort: Amazonas

  • Loreto / Peru: Neuer Amazonas-Hafen von Yurimaguas nimmt wichtige Hürde

    Die peruanische Regenwald-Hafenstadt Yurimaguas (Region Loreto) soll einen neuen Hafen bekommen – und ist diesem durch die jüngste Entscheidung der peruanischen Hafenbehörde APN einen Schritt näher gekommen.

    Karte Yurimaguas (Loreto). Quelle: OpenStreetMap.
    Karte Yurimaguas (Loreto). Quelle: OpenStreetMap.

    Wie die APN in einer Pressemitteilung erklärte, wurde bereits vergangene Woche die Machbarkeitsstudie des Haventerminals Yurimaguas – Nueva Reforma positiv beschieden, die das Betreiberunternehmen Consecionaria Puerto Amazonas (Copam) vorgelegt hatte. Damit kann der Betreiber nun mit den Bauarbeiten beginnen, für die ein Zeitraum von 24 Monaten, sowie Investitionen von 30 Millionen Dollar für die erste Bauphase veranschlagt sind.

    Betreiber setzen auf mehr Warenverkehr

    Die Machbarkeitsstudie enthält Pläne eines Piers von insgesamt 120 Metern Länge, sowie einer Landungsbrücke für Passagiere. Vorgesehen sind zudem Lagerplätze für Container im Umfang von insgesamt rund 8 Quadratkilometern. Der Hafen von Yurimaguas soll über direkten Zugang zur interozeanischen Straße des Nordens verfügen, die Yurimaguas über Tarapoto, Bagua und Olmos mit der peruanischen Pazifikküste verbindet. Davon erwarten sich die Hafenbetreiber einen erhöhten Warenverkehr zwischen dem Nachbarland Brasilien und den peruanischen Häfen, die wiederum den Weg in Richtung Asien frei machen.

    Ganz konfliktfrei geht der Bau des neuen Hafens allerdings nicht voran. So ist Yurimaguas um seinen Hafen herum gewachsen – der neue Hafen wird allerdings mehrere Kilometer entfernt nordwestlich der Stadt liegen. Bereits die Bauarbeiten der Zufahrtsstraße mussten mehrmals unterbrochen werden – Anwohner und indigene Gemeinschaften wollten damit vor allem auf illegale Landbesetzungen an den Straßenrändern aufmerksam machen.

    Yurimaguas: Schon heute einer der wichtigsten Amazonas-Häfen

    Heute ist der Hafen von Yurimaguas – trotz prekärer Infrastruktur – einer der wichtigsten peruanischen Amazonas-Häfen überhaupt, obwohl er streng genommen am Ufer des Huallaga liegt. Bekannt ist er vor allem als Ausgangsort von Reisen in die Regionalhauptstadt Iquitos, mehrere Nationalparks, sowie nach Brasilien. Der Hafen, sowie die Zufahrtsstraßen sind Teil der IIRSA-Initiative. Ansätze der besseren Verkehrsanbindung der peruanischen Amazonasregionen gibt es derzeit verschiedene. So setzt Yvan Vásquez, Regionalpräsident von Loreto, auf den Bau einer Eisenbahnstrecke von Yurimaguas nach Iquitos.

  • Erdbeben in Perus Nordosten lässt Yurimaguas und Chachapoyas erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala hat gestern um 22:09 (Ortszeit) den Nordosten Perus erschüttert. Wie aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) hervorgeht, lag das Epizentrum 97 Kilometer nordwestlich der Regenwald- und Hafenstadt Yurimaguas (Region Loreto) in einer Tiefe von 150 Kilometern.

    Obwohl Berichte über Schäden bislang nicht vorliegen, war das Beben offenbar am stärksten in Yurimaguas, sowie in Moyobamba (Region San Martín) zu spüren. Aber auch in Chachapoyas, sowie in Quito, der Hauptstadt Ecuadors, war das Beben offenbar zu spüren.

    NACHTRAG (28.11.2012): Offenbar keine Schäden in Yurimaguas

    Wie ein Mitarbeiter des Zivilschutzes von Yurimaguas soeben mitteilte, waren zumindest in der Stadt Yurimaguas keine Schäden zu beklagen.

    Bereits über 180 Erdbeben in diesem Jahr

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    In Peru sind Erdbeben häufig – wenn auch nicht in dieser Stärke. Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Platte und löst damit die Erdbeben aus. Allein im laufenden Jahr verzeichnete das peruanische Institut für Geophysik über 180 Erdbeben. Am häufigsten bebt die Erde in Lima und der Region Ica.

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  • Amazonasbecken darf sich nun Naturweltwunder nennen

    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.
    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.

    Die Abstimmung der New 7 Wonders (N7W)-Stiftung hat es gewonnen, nun darf sich das Amazonasbecken als „Naturweltwunder“ bezeichnen. Das durfte es auch schon zuvor, eine weltweite N7W-Abstimmung im Internet brachte aber nun neben einer gigantischen Stimmenzahl auch noch einige Publicity. So war es auch nicht verwunderlich, dass auch Perus Präsident Ollanta Humala etwas vom Aufmerksamkeits-Kuchen abhaben wollte und den offiziellen „Weltwunder“-Festakt bei Iquitos – Hauptstadt der nordostperuanischen Region Loreto eröffnete. Er sei „stolz“, dass es auf peruanischem Boden etwas wie das Amazonasgebiet gebe, so Humala.

    Die peruanischen Regenwaldregionen stellen im Ganzen bisher einen Schwerpunkt von Humalas Präsidentschaft dar, so war er bereits mehrfach in Loreto, insbesondere im Grenzgebiet zu den Nachbarländern Kolumbien und Ecuador. Gleichzeitig geht seine Regierung die Probleme rund um den illegalen Bergbau im Umfeld der Amazonas-Zuflüsse stärker an, als alle Vorgänger. Auch innenpolitisch versucht die aktuelle Regierung, die östlichen, häufig vergessenen Regenwaldregionen ins Gedächtnis der peruanischen Bevölkerung zu rufen und als attraktives Reiseziel anzupreisen. Das erst kürzlich im Rahmen der „Marca Perú“-Kampagne der Tourismusförderungsbehörde PROMPERU veröffentlichte Video „Loreto Italia“ soll dazu seinen Beitrag leisten. Die nun erfolgte Ankündigung des Präsidenten, sich für den Bau eines „Amazonas-Nationalmuseums“ einzusetzen, war da nur logisch.

    Auch den fleißigen Abstimmern wurde bei dem Festakt, der mit einem pompösen Feuerwerk über dem Amazonas endete, ausführlich gedankt. Denn mit hoher Wahrscheinlichkeit kamen auch bei dieser Abstimmung wieder die meisten Stimmen für das Amazonasbecken aus den Ländern, die selbst einen Teil von ihm ausmachen – und nun darauf hoffen, mit mehr Touristen mehr Geld zu verdienen. So erwartet auch PROMPERU ein weiteres Anwachsen des Regenwald-Tourismus.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=zYcGSiHf6JE

  • Überschwemmungen in Loreto: Zwangsferien für fast 90.000 Schüler

    Klassenzimmer unter Wasser. Foto: INDECI.
    Klassenzimmer unter Wasser. Foto: INDECI.

    Die Lage in der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto ist weiter angespannt: 51.991 Wohnhäuser wurden durch die Überschwemmungen der Regenzeit 2012 allein in dieser Region beschädigt, mehr als 200 davon zerstört. Bereits seit vergangenem November leiden Teile Loretos wegen der außergewöhnlich starken Regenfälle unter gewaltigen Wassermassen. Mehrmals stellten allein in diesem Jahr die Pegelstände mehrerer Flüsse, darunter des Amazonas, neue Rekorde auf. Insgesamt 174.678 Personen sind nach Informationen des peruanischen Zivilschutzes davon direkt betroffen, beispielsweise indem ihre Wohnhäuser in den in den Fluten versanken, oder sie sich mit wegen der Feuchtigkeit auftretende Krankheiten infizierten.

    Am stärksten trifft es aber wohl die 87.000 Schülerinnen und Schüler von 1.652 Schulen, die derzeit zwangsweise Ferien haben. Der Grund: 1.604 Schulgebäude wurden durch das Hochwasser teilweise oder ganz zerstört, 48 weitere dienen teils seit Monaten als Notunterkunft für Familien, deren Wohnhäuser beschädigt oder zerstört wurden.

    Inzwischen beginnt sich der Wasserstand zu stabilisieren, für die kommenden Wochen erwartet der peruanische Wetterdienst SENAMHI einen langsamen Rückgang des Wasserspiegels. Die regionale Bildungsbehörde, bislang weitgehend mit dem Problem allein gelassen, begann deshalb gestern, gemeinsam mit NGOs, Unternehmen und der katholischen Kirche einen Plan auszuarbeiten, wie der Unterricht – wo möglich – zum 14 Mai wieder aufgenommen werden kann. Dazu soll, so die Regionaldirektion für Bildung Loreto, unter anderem auch ein Notfalllehrplan erstellt werden, damit der für dieses Schuljahr vorgesehene Stoff zumindest teilweise durchgenommen werden kann.

    Inzwischen kündigte auch das Bildungsministerium aus der Hauptstadt Lima Unterstützung an. Man werde technische und finanzielle Unterstützung bereitstellen, um die Infrastruktur, das Schulmobiliar, sowie die Lehrmaterialien möglichst bald wieder Nutzbar zu machen, so der Vizebildungsminister Fernando Bolaños Galdos gestern beim Besuch einer der betroffenen Schulen. Bis die vielen Schulgebäude, die sich zu einem großen Teil bereits vor dem Hochwasser in einer präken Situation befanden, neu gebaut oder renoviert sind, werden nun Räumlichkeiten gesucht, in denen der Schulbetrieb vorrübergehend fortgesetzt werden kann. Das soll in Gemeindezentren, städtischen Veranstaltungsräumen, privaten und kirchlichen Schulen geschehen.

    Insgesamt betrifft das Hochwasser jeden vierten der 354.744 Schülerinnen und Schüler der Region Loreto, die derzeit in eine der 4.337 privaten und öffentlichen Schulen gehen. Am stärksten Betroffen sind die Provinzen Ucayali und Requena, wo 147, beziehungsweise 115 Schulen zerstört wurden.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Peru: Probleme bei Mehrwertsteuereinführung in Regenwaldregionen

    1 Centimo mit Chan-Chan-Ornamenten (Trujillo). Bild: Peruanische Zentralbank BCR.
    Darum gehts: Geld. Bild: Peruanische Zentralbank BCR.

    Die Aufhebung der Mehrwertsteuerbefreiung in mehreren peruanischen Regionen hat zu Problemen geführt. Wegen der Unsicherheit, wie die Steuer abgeführt und auf Rechnungen ausgewiesen werden soll, kommt es in der Region San Martín zu Engpässen beim Verkauf von Baumaterialien. Um die Wirtschaft in Perus Regenwaldregionen zu unterstützen, waren Unternehmen mit Hauptsitz dort bislang von der Mehrwertsteuer befreit. Die entsprechende Regelung lief zum Jahresbeginn auf Wunsch der vormaligen Regionalpräsidenten aus.

    José Alfonso Maslucán Culquí, Kongressabgeordneter. Foto: RRPP Maslucán.
    Alfonso Maslucán, Kongressabgeordneter. Foto: RRPP Maslucán.

    Der Kongressabgeordnete für die Region Amazonas Alfonso Maslucán startete bereits vergangene Woche einen -etwas verspäteten- Versuch, eine Sondersitzung des peruanischen Kongresses zu erreichen, in der die Mehrwertsteuerbefreiung wieder beschlossen werden soll. Was Maslucán Culqui, ebenso wie sein Verbündeter in der Sache José Arista, der neue Regionalpräsident von Amazonas, allerdings nicht erwähnen ist, dass Aristas Amtsvorgänger Oscar Altamirano das Ende der Steuerbefreiung eifrig vorangetrieben hatte – und das aus gewichtigen Gründen. Eine Untersuchung der regionalen Wirtschaftsbehörde hatte ergeben, dass die Nutznießer der Regelung vorwiegend Unternehmen von der peruanischen Küste waren, die in Amazonas lediglich einen Briefkasten besaßen, um sich durch die -vorgebliche- Verlegung des Hauptsitzes nach Amazonas Steuervorteile zu erschleichen. Zudem würde die Beibehaltung der Befreiung „die Ausführung großer Projekte wie […] Straßen, Sozialprojekte, Gesundheits- und Bildungsprojekte ohne Mittel lassen“, so Altamirano Quispe im vergangenen Jahr in einem Schreiben an Perus Präsident García.
    Dass sich nun Regionalpräsidenten und Kongressabgeordnete für die erneute Befreiung einsetzen, liegt vor allem daran, dass in Peru in zwei Monaten ein neuer Kongress gewählt wird. Der Kampf gegen Steuereinführung oder -erhöhung ist selbstverständlich auch in Peru ein beliebtes Wahlkampfthema. Ob die Steuern dann vom Verbraucher überhaupt wahrgenommen werden, ist dabei eher nebensächlich. Die Regionalpräsidenten haben aber noch einen weiteren Grund, sich zu beklagen. So hat es beispielsweise Steuer-Verfechter Altamirano versäumt, seine Region rechtzeitig auf die Einführung vorzubereiten. Geschäftsleute müssen ihre Rechnungen neu gestalten und viele wissen nicht einmal, wie man die Mehrwertsteuer richtig ausweist. Insbesondere bei Geschäften mit staatlichen Einrichtungen könnte es zu einer Welle von Klagen und Einsprüchen gegen fehlerhafte Rechnungen kommen. Mit einer Rücknahme der Mehrwertsteuer und einer langen Übergangszeit könnten Regionalpräsidenten und Kongressabgeordnete so vor allem bei Unternehmern punkten.

    José Berley Arista Arbildo, Regionalpräsident von Amazonas. Foto: Regionalregierung Amazonas.
    José Arista, Regionalpräsident von Amazonas. Foto: Regionalregierung Amazonas.

    Die konkreten Folgen der Steuer-Einführung sind dabei bislang eher negativ. Die Regionalregierung Amazonas berichtet, mehrere Händler hätten mit der Begründung, man müsse nun Mehrwertsteuer abführen, die Preise stark erhöht. Andere Händler und Kunden wüssten dagegen gar nichts von der Auszeichnung und Abführung der Mehrwertsteuer. Auch staatliche Projekte seien von dieser Unsicherheit betroffen, da die Preise nun nicht mehr den Kostenvoranschlägen vom Ende vergangenen Jahres entsprächen, so José Arista, Regionalpräsident von Amazonas. Die Region San Martín kämpft mit ähnlichen Problemen. Mehrere Projekte seien vorrübergehend gestoppt worden, bis bei allen Beteiligten Klarheit herrsche, dass nun -übergangsweise- ein Mehrwertsteuersatz von 3,8 % gelte, so César Villanueva, Regionalpräsident von San Martín. Auch Villanueva hatte die Rückkehr zur Mehrwertsteuer unterstützt. Mehrere Großhändler in San Martín haben derweil nach Berichten der CNR den Vertrieb von Baumaterialien vorrübergehend eingestellt.

    NACHTRAG

    Inzwischen hat sich auch der Kongressabgeordnete für San Martín und ehemalige Justizminister Aurelio Pastor für eine Verlängerung der Mehrwertsteuerbefreiung bis 2013 ausgesprochen. Im Rahmen einer Sondersitzung des peruanischen Parlaments in der kommenden Woche soll das Thema debattiert werden.

  • Erste Regionalpräsidenten stehen fest, niedrige Wahlbeteiligung bei der Stichwahl

    Einen Tag nach der Stichwahl in 10 peruanischen Regionen stehen die ersten Sieger fest. Auf die Schulter klopfen dürfen sich diese aber noch nicht all zu kräftig: Viele siegten mit weniger als 50% der abgegebenen Stimmen, die Wahlbeteiligung lag mit 77,6% -im Anbetracht von Wahlpflicht- recht niedrig.

    Obwohl bislang in keiner Region ein amtliches Endergebnis verkündet wurde, zeichnet sich ab, dass in den Regionen Tumbes, Puno, Lima und Huanuco kein Kandidat mehr als 50% der abgegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnte, obwohl jeweils nur zwei Kandidaten gegeneinander antraten. Da allerdings nur die gültigen Stimmen zur Kandidatenbestimmung herangezogen werden, ist die absolute Mehrheit dennoch möglich.

    Außer in Lambayeque, wo der Kandidat der Partei „Alianza para el Progreso“ 71% der gültigen Stimmen auf sich vereinigen konnte, ist in den meisten Regionen der Vorsprung des jeweiligen Erstplatzierten sehr klein. So beträgt er nach derzeitigem Stand in Ica und Huánuco weniger als 1%, in Puno und Tumbes rund 5%, in Amazonas, Lima und Madre de Dios weniger als 10%, sowie weniger als 20% in Ayacucho.

    Ziel der Stichwahl war es eigentlich gewesen, in den Regionen für klare Mehrheiten zu sorgen, die den noch jungen Regionalregierungen zu einer größeren Legitimität verhelfen sollten. Deshalb war, mitten im Wahlkampf, für die Regionalpräsidentschaftswahl die 30%-Hürde eingeführt worden. Lag kein Kandidat darüber, mussten die beiden bestplatzierten Kandidaten zur Stichwahl antreten.

    IN AMAZONAS

    In der Region Amazonas ist dem Kandidaten von „Juntos por Amazonas“, José Arista, der Sieg kaum noch zu nehmen. Entsprechende Feierlichkeiten begannen bereits gestern, wo Arista und seine Anhänger auf der Plaza de Armas von Chachapoyas ausgelassen ihren Sieg begossen. Es sei darauf hingewiesen, dass bereits nach der ersten Wahlrunde am 3. Oktober der Sieg auf diese Weise gefeiert wurde – und sich einen Tag später herausstellte, dass Arista die nötigen 30% der gültigen Stimmen doch verfehlt hatte. 7% der Stimmen sind bislang noch nicht ausgezählt.

    KURIOS

    Da wegen eines fehlenden Wahlhelfers im südperuanischen Pisco ein Wahllokal nicht öffnen konnte, begannen Menschen in der Schlange vor dem Lokal, Geld zu sammeln, um einen älteren Herrn damit zu Motivieren, das Amt ersatzweise zu bekleiden. Dieser nahm das Geld dankend an. Im Wahllokal kam er niemals an. Glücklicherweise fand sich wenig später ein „freiwilliger“ Wahlhelfer.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!

  • Iquitos: 9.000 Kisten Bier versinken im Amazonas

    Da werden sich die Amazonas-Anrainer freuen: In der Nähe der nordostperuanischen Stadt Iquitos sank ein Transportschiff mit 9.000 Bierkästen an Bord, nachdem es von dem Hospitalschiff einer Hilfsorganisation gerammt worden war. Das Schiff, die „Eduardo VI“, war Ende November unterwegs, um den Biernachschub für die großen Feierlichkeiten zu Ehren der „Unbefleckten Jungfrau“ zu sichern, deren Fest Jahr für Jahr am 8. Dezember insbesondere im Distrikt Punchana, nördlich der Regionalhauptstadt Iquitos (Provinz Maynas / Region Loreto), begangen wird.

    Die „Eduardo IV“ war mit rund 230 Tonnen beladen, darunter auch Baumaterialien und Lebensmittel. Nach Angaben der „Eduardo“-Besatzung war das Hospitalschiff trotz wiederholter Warnsignale mit der Sirene auf Kollisionskurs geblieben. Menschen wurden bei dem Unglück nicht verletzt. Erst kurz vor dem Zusammenstoß waren zahlreiche Passagiere ausgestiegen.

    Der Hafenkapität von Iquitos berichtet, man habe bereits mit den Bergungsarbeiten begonnen.

  • Loreto: Amazonas-Wasserstände normalisieren sich

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    In den vergangenen Monaten wurden die niedrigsten Wasserstände am peruanischen Teil des Amazonas-Stromes seit beginn der Aufzeichnungen gemessen. Inzwischen haben sich diese aber dank der starken Regenfälle der letzten Tage wieder erholt und liegen sogar über dem Durchschnitt, wie der peruanische Wetterdienst SENAMHI gestern in Iquitos (Region Loreto) bekannt gab. Demnach ist für diese Jahreszeit ein Wasserstand von 108 Metern über dem Meeresspiegel normal, gestern lag die Marke dann sogar bei 109,56 Metern.

    Nach Angaben des SENAMHI nahm insbesondere die Wassermenge der Flüsse Ucayali und Huallaga stark zu, auch der Marañón, sowie der Ucayali konnten leicht zulegen.

    Am 9. Oktober lag der Wasserstand bei Iquitos mit 105,38 Metern über dem Meeresspiegel und machte vielerorts Schiffsverkehr und Trinkwasserversorgung unmöglich.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Amazonas-Wasserstand weiter kritisch niedrig

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Der Wasserspiegel des Amazonas liegt noch immer kritisch niedrig. Das berichtet die Außenstelle Loreto des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI. Dadurch ist nicht nur die Wasserversorgung diverser Orte der nordostperuanischenRegion Loreto in Gefahr, auch der Flussverkehr, auf den die Region angewiesen ist, wird fast unmöglich. Inzwischen wurde gar der Rekordstand von 105.48 Metern über dem Meeresspiegel vom vergangenen 5. September um 18 Zentimeter unterboten.

    Derzeit sinkt der Wasserspiegel um durchschnittlich 10 cm pro Tag, so Marco Paredes, Chef des SENAMHI Loreto. Den niedrigen Wasserstand führt Paredes auf ausbleibende Regenfälle und eine extreme Hitzewelle zurück, die der Regionalhauptstadt Iquitos bereits seit Wochen Temperaturen über 35°C beschert. Erst für November rechnet er mit einer Entspannung der Lage.

    Für die kommenden Tage hat die politische Führung der Region Loreto gemeinsam mit Fachleuten ein Krisentreffen angekündigt.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.

  • Loreto / Peru: Amazonasschiffer klagen über Wassermangel / Trinkwasserrationierung in Iquitos

    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Der Hafen von Iquitos, 2005. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Schwierige Zeiten für Amazonasschiffer: Der Wasserstand des Amazonas im Hafen von Iquitos (Region Loreto) hat mit 106,83 einen neuen Jahrestiefstand erreicht. Das berichtet der peruanische Wetterdienst SENAMHI. Nördlich der Regionalhauptstadt Iquitos ist an mehreren Stellen derzeit kein Fracht- und Personenschiffsverkehr möglich. Zudem musste die Trinkwasserversorgung in verschiedenen Teilen von Iquitos vorrübergehend eingeschränkt werden. Inzwischen wurden 9 Notfalltanks aufgestellt, die den Wasserbedarf aber nicht vollständig stillen können. Zudem wurden mehrere Tankwagen bereitgestellt, um die Wasserversorgung zu unterstützen.

    Der Wasserspiegel von 106,83 Metern über dem Meeresspiegel im Hafen von Iquitos lag 3,59 Meter unter der für die Trockenzeit normalen Höhe von 110,42 Metern. Der bislang niedrigste gemessene Wasserstand war 2005 mit 106,46 Metern. Große Schiffe müssen derweil an anderer Stelle ankern.

    Nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes sind für den niedrigen Wasserstand vor allem ausbleibende Regenfälle verantwortlich.

    Hinweis: Aufgrund der vielen Nachfragen finden Sie hier eine kurze Anleitung, wo sie aktuelle Pegelstände des Amazonas und anderer peruanischer Flüsse finden.