Schlagwort: CONCORTV

  • Peru: Über 4.500 Radio- und Fernsehstationen auf dem Rundfunkmarkt

    Peru: Über 4.500 Radio- und Fernsehstationen auf dem Rundfunkmarkt

    Radioantennen. Foto: D. Raiser
    Radioantennen. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Hunderte Piratensender nicht eingerechnet, Repeater großer Rundfunkanstalten dagegen schon: In Peru sind nach Angaben des Rundfunkrates CONCORTV 4.694 Radio- und Fernsehstationen gemeldet. Größter Frequenzhalter ist dabei der Staatsrundfunk des peruanischen Nationalinstitutes für Radio und TV (IRTP) mit insgesamt 344 Sendestationen allein für das Staatsfernsehen TV Perú. Die meisten dieser Sendestationen bestehen aus einer Satelitenschüssel mit einem Durchmesser von rund drei Metern, einem Empfangsgerät, einem Sender, sowie mehreren Antennen und sind selbst in abgelegenen Gebieten zu finden. Insgesamt 97 Radio- und Fernsehkanäle werden von staatlichen Stellen betrieben, neben dem nationalen Rundfunk vor allem von Regional- und Kommunalverwaltungen und Universitäten. Die lange Tradition peruanischer Community-Radios scheint aber langsam ihrem Ende zu zu gehen: Peru-weit verfügt lediglich eine Radiostation noch über eine entsprechende Lizenz.

    Die meisten Fernsehsender in Lima, die wenigsten in Tumbes

    Allein im Großraum der peruanischen Hauptstadt Lima sind 125 Fernsehstationen registriert. Während Schlusslich Tumbes (14) nicht überrascht, zeigt sich auch die südliche Hochlandregion Puno äußerst sendefreudig, wo 104 Fernsehstationen gemeldet sind. In der Region Amazonas blieb die Zahl gleichbleibend niedrig (21), während die Regenwaldregionen Madre de Dios (26) und Ucayali (21) zwischen 2012 und 2013 einen Anstieg um 18,2%, beziehungsweise 5% verzeichneten. In Cajamarca schloss eine Fernsehstation, es gibt dort nun 76 Stück.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Weitere Hinweise und Informationen finden Sie dort.

  • Peru bekommt japanisch-brasilianisches Digitalfernsehen

    Peru wird den japanisch-brasilianischen Standart SBTVD für Digitalfernsehen einführen. Das gab heute der peruanische Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo bekannt. Die Entscheidung wurde auf Empfehlung der Kommission für digitales terrestrisches Fernsehen getroffen, die über 2 Jahre hinweg verschiedene Standarts, darunter auch den europäischen (DVB-T) und den US-Amerikanischen (ATSC) geprüft hatte.

    Zu den Aufgaben der Kommission, die sich aus Repräsentanten der Ministerien für Transport und Kommunikation (MTC), für Produktion und für das Äußere, aus dem Ministerkabinett (PCM) und dem Rundfunkrat (Concortv) zusammen setzte, gehörten unter anderem Tests der verschiedenen Übertragungssysteme in küstennahen Großstädten wie Lima und in bergigen Regionen wie Cusco.

    Die Entscheidung für den japanisch-brasilianischen Standart kam für peruanische Beobachter letztlich nicht überraschend, da sich bereits zu Beginn diesen Jahres der einflussreiche Verband der Fernsehanbieter öffentlich für die Einführung diesen Standarts eingesetzt hatte. Zudem hatten sich die Staatschefs sowohl Japans als auch Brasiliens persönlich für dessen Einführung eingesetzt und technische und finanzielle Unterstützung bei der Einführung angeboten.

    Gleichzeitig wurde mit dieser Entscheidung endgültig die Hoffnung begraben, in ganz Südamerika einen einheitlichen Standart für terrestrisches Digitalfernsehen einführen zu können. Einige Staaten haben sich bereits auf den europäischen Standart DVB-T festgelegt.

    Mit dem neuen System ist es theoretisch möglich, nicht nur mit dem Fernseher, sondern auch mit dem Handy, Laptop, mp3-Playern etc. fern zu

  • 2008 bereits über 500 Prozesse gegen Piratensender

    Radioantennen.
    Radioantennen.

    Wie das Transport- und Kommunikations- ministerium (MTC) berichtet, hat es seit Januar 2008 bereits 528 Strafen gegen Radio- und Fernsehsender verhängt, die über keine Sendelizenz verfügten. In 244 Fällen wurde das gesamte Produktions- und Sendeequipment beschlagnahmt. Insgesamt wurden in diesem Jahr bisher 1570 Sender überprüft. Verteilt auf die verschiedenen peruanischen Regionen lag die Anzahl der beschlagnahmten Anlagen bei:

    • Lima (83)
    • Cajamarca (25)
    • San Martín (19)
    • Ancash (19)
    • Piura (18)
    • Arequipa (15)
    • Ayacucho (13)
    • La Libertad (9)
    • Cusco (8)
    • Amazonas (5)
    • Lambayeque (5)
    • Puno (5)
    • Huancavelica (4)
    • Ica (4)
    • Loreto (4)
    • Madre de Dios (4)
    • Tumbes (4).

    Im vergangenen Jahr hatten Radiosender in Ica beklagt, Sendelizenzen würden teilweise nach rein politischen Kriterien vergeben. Viele Betreiber von Radiosendern beantragen ihre Sendelizenz erst, wenn sich ihr Sender finanziell stabilisiert hat und begeben sich so in die Gefahr der Beschlagnahmung ihres Equipments.

  • Peruanische Fernsehnachrichten: Mord und Totschlag & viel Sport

    Vergangene Woche veröffentlichte der peruanische Rat für Radio- und Fernsehangelegenheit eine Studie, für welche das Ad-Rem-Institut Anfang 2008 insgesamt 28 Fernsehnachrichten- sendungen analysiert hat, die in den größten Städten Perus ausgestrahlt werden. Auch die Nachrichtensendungen des Staatsfernsehens TV Peru wurde ausgewertet. Dabei zeigt sich ein großer Unterschied zwischen den Nachrichtensendungen, die in Lima produziert werden und den Sendungen, die in anderen Teilen Perus produziert werden. So verbreiten die Sender mit Sitz in Lima zu einem sehr großen Anteil (29,4%) Sportnachrichten – Politik (7,9%) ist dagegen eher ein Nebenthema. Auch Kathastrophenberichterstatung ist mit 9,4% der Sendezeit in den Limaer Fernsehsendern überdurchschnittlich stark ausgeprägt. Bei „lokaler geprägten“ Nachrichtensendungen stehen mehr Polizeimeldungen (19,9%), praktische Bürgerprobleme (15,6%) und soziale Probleme (13,1%) im Blickfeld, Sportmeldungen haben mit 5,7% nur einen peripheren Anteil. Das Staatsfernsehen konzentriert sich mit 18,4% stärker auf den Bereich der Politik, wobei selbst hier der Sport mit 20,7% die Oberhand behält.

    Insgesamt sind in Lima kurze Nachrichtensendungen verbreiterter, während die Lokalnachrichten eher ausführlicher auf die einzelnen Meldungen eingehen. Zudem verfügen die Hauptstadtmedien über die Möglichkeit, Live von außerhalb des Studios zu senden. Einige können sogar auf ein Netz von Korrespondenten und Spezialisten zurückgreifen. Die regionaleren Sendungen können dagegen höchstens auf das Telefon für Interviews zurückgreifen.

    Analysiert worden waren Sendungen von Fernsehanstalten aus Lima, Piura, Chiclayo, Cajamarca, Trujillo, Huancayo, Arequipa, Cusco und Iquitos.

    QUELLE: Concortv