Nach einem Monat Streik: Perus Lehrer nehmen Unterricht wieder auf

Lehrergewerkschaft SUTEP. Bild: Screenshot SUTEP.

Lehrergewerkschaft SUTEP. Bild: Screenshot SUTEP.

Nach einem Monat im Streik haben Lehrerinnen und Lehrer in allen Teilen Perus nun wieder ihre Unterrichtsaktivitäten aufgenommen. Nach Angaben des peruanischen Bildungsministeriums war bereits gestern in 16 Regionen das gesamte Lehrpersonal wieder im Einsatz, während die Lehrer-Anwesenheit in Áncash, Arequipa, Ica, Junin und Lambayeque sich um 95% abspielte. Auch in Lima Provincias, sowie in Piura kehrten die Lehrerinnen und Lehrer wieder in ihre Klassenzimmer zurück, lediglich in Huancavelica, Madre de Dios und Tumbes wird es bis zur Normalisierung des Schulbetriebs wohl noch einige Tage dauern.

Perus Bildungsministerin Patricia Salas. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / ANDINA.

Perus Bildungsministerin Patricia Salas. Foto: Juan Carlos Guzmán Negrini / ANDINA.

Bildungsministerin Patricia Sala o’Brien kündigte derweil einen Plan an, um die verlorenen Unterrichtsstunden aufzuholen. Lehrerinnen und Lehrern, die die während des Streiks ausgefallenen Einheiten bis Schuljahresende nachholen, versprach sie, man werde auch für September 2012 das volle Gehalt bezahlen. Das gelte allerdings nicht für das Lehrpersonal, das an den Ausschreitungen vor dem Bildungsministerium beteiligt gewesen sei, so Salas. SUTEP-Generalsekretär René Ramírez erklärte, es sei möglich, die verlorenen Stunden noch vor den Ende Dezember beginnenden Sommerferien nachzuholen. Die Gewerkschaft gehe von 120 verlorenen Stunden aus, die bis Ende Dezember nachgeholt werden könnten, weshalb es nicht notwendig sei, sie auf Januar und Februar zu verschieben, so Ramírez.

Die Lehrergewerkschaft SUTEP hatte Ende der vergangenen Woche das Ende ihres einmonatigen Streiks angekündigt, nachdem sich Gewerkschaft und Bildungsministerium auf eine Einmalzahlung von 300 Nuevos Soles, sowie eine Nachzahlung diverser ausstehender Bonis geeinigt hatten. Zudem war die Einrichtung eines Runden Tisches beschlossen worden, dem neben dem Bildungsministerium und der Lehrergewerkschaft auch Vertreter des Präsidenten des Ministerrates angehören sollen.

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