Nach Pannenserie: Bildungsministerium veröffentlicht alle gescannten Einstellungstests

Examen de Nombramiento - Einstellungstest für Lehrer. Gestaltung: Peruanisches Bildungsministerium.

Examen de Nombramiento - Einstellungstest für Lehrer. Gestaltung: Peruanisches Bildungsministerium.

Die Blamage mit den angeblich technischen Problemen beim Einstellungstest für Lehrer nimmt für das peruanische Bildungsministerium Minedu kein Ende. Nachdem mehrere Male das Ergebnis korrigiert wurde, hat das Ministerium nun alle Lösungsblätter eingescannt und auf seiner Internetseite veröffentlicht. Da gibt es dann auch die Musterlösung, die man herunterladen kann. Theoretisch ist das ganze geschützt, man benötigt die Personalausweisnummer des Bewerbers oder der Bewerberin. Dadurch erhofft sich das Ministerium, die schweren Vorwürfe, man habe das Examen manipuliert, um Personen, die der Regierungspartei nahe stehen, einen Vorteil zu verschaffen, entkräften zu können. Der Vorwurf war unter anderem von der Lehrergewerkschaft SUTEP erhoben worden. Abebben werden die Vorwürfe aber wohl nicht so schnell. So erklärt die Lehrergewerkschaft, man habe der Staatsanwaltschaft stichhaltige Beweise vorgelegt, dass manche Teilnehmer die Lösungsergebnisse bereits vor dem Einstellungstest kannten. Zudem wird es vermutlich zu Klagen von Personen kommen, die im Verlauf der vorangegangen fehlerhaften Veröffentlichung der Ergebnisse mit einer für die Einstellung ausreichenden Note gekennzeichnet worden waren – deren Punktzahl aber im Verlauf der nachfolgenden Notenveröffentlichung wieder unter die notwendigen 14 Punkte rutschte.

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