Caclic: Ort der brechenden Brücken.


Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.Anfang des Jahres stürzte die Brücke unterhalb des Wasserkraftwerkes von Caclic ein, als sie von einem Lastwagen überquert wurde. Mehrere Menschen mussten dabei ihr Leben lassen. Große Teile der Provinz Luya waren nur über diese Brücke erreichbar, seit dem Einsturz kann man z.B. die Provinzhauptstadt Lamud nicht per Auto erreichen. Pikant: Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle eine Brücke einstürzt und damit Menschen in den Tod reißt. Überhaupt wurde die letzte Brücke vor rund 15 Jahren nur als Provisorium gebaut. Der Journalist Manuel Cabañas López hat sich nun mit der Geschichte der Brücken von Caclic beschäftigt.

 Foto: Don Mario Reina, hijo del primer fotógrafo con que contó Chachapoyas.

Bis 1934 verbanden Chachapoyas und Luya nur schmale Pfade und Furten, über den Utcubamba-Fluss gab es eine Hängebrücke. Dutzende Menschen sollen wegen der abenteuerlichen Konstruktion dieser Brücken ihr Leben gelassen haben. Unter der Planung von Ingenieur Saco Vertiz, zu jener Zeit Vorsitzender der Straßenbaubehörde, wurde eine Steinbrücke gebaut. Als Material wurden Steine aus der Nähe des Bauplatzes verwendet. Die Bauzeit betrug 14 Monate, die Brücke selbst hielt keine 10 Jahre, was Cabañas López auf den instabilen Untergrund zurückführt. Angeblich sackten Teile der Brücke ab, wodurch sie Stück für Stück auseinander fiel.

Einige Zeit nach dem Einsturz wurde eine Bailey-Behelfsbrücke errichtet. Vor rund 17 Jahren stürzte auch diese ein, wie bei der letzten Brücke ebenfalls, als ein Lastwagen sie überquerte. Auch damals wurden mehrere Personen mitgerissen und starben.

Im Moment wird in Caclic eine neue Brücke des Bailey-Typs errichtet.