Schlagwort: Brücke

  • Carabaya / Puno: Regenfälle richten Schäden an Häusern und Feldern an

    Starke Regenfälle haben in den vergangenen Tagen in Teilen der südperuanischen Region Puno große Schäden angerichtet. Wie der peruanische Zivilschutz berichtet, war der Distrikt Crucero in der Provinz Carabaya am schwersten betroffen. Die Häuser und Hütten von 968 Personen wurden beschädigt, 183 Personen sind deshalb nun obdachlos. Bei den Betroffenen handelt es sich nach Angaben des Zivilschutzes um Personen, die am Ufer des río Ramis leben, der wegen der anhaltenden Regenfälle über die Ufer trat. Auch Felder wurden zerstört, zahlreiche Familien verloren ihre Kartoffel-, Quinua- und Cañihua-Ernte.

    Auch Abschnitte der Straße Potoni-Crucero wurden zerstört. Die Rosario-Brücke soll vom Einsturz bedroht sein.

  • Áncash: Minen-LKW bringt Brücke zum Einsturz / zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten

    Ein mit Erzen überladener Lastwagen hat am vergangenen Wochenende in der peruanischen Provinz Huaylas (Region Áncash) eine Brücke über den Santa-Fluss zum Einsturz gebracht und dabei zahlreiche Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Zudem verschmutzten die geladenen Mineralien das Wasser des Flusses. Wie lokale Medien berichten, wollte der Lastwagen mit 40 Tonnen Erzen beladen über die Brücke fahren, die auch zum Konzentrator des Bergbauunternehmens „SEMINOR“ führt, obwohl die Brücke für dieses Gewicht nicht zugelassen ist. Am Neubau der Brücke will die Regionalregierung Áncash nun auch die Minenbetreiber beteiligen. Nach Angaben der regionalen Umweltbehörde wird die Brücke häufig von überladenen Lastwagen der Bergbauunternehmen benutzt. Erick Mautino Minaya, Chef der Umweltbehörde, erstattete Anzeige gegen den Halter des Lastwagens und veranlasste die Entnahme von Wasserproben, um den Verschmutzungsgrad des Santa-Flusses festzustellen.

    In den Orten, die nun von der Außenwelt abgeschnitten sind, macht sich derweil Unmut breit. So berichten Anwohner, es sei bereits seit einiger Zeit bekannt, dass die Brücke baufällig war. Zwar können einige Orte auch über Alternativrouten angefahren werden, diese sind aber umständlich und wesentlich teurer. Nach Angaben der Regionalregierung wird der Bau einer neuen Brücke rund 2 Millionen Nuevos Soles kosten.

    Die Brücke war die Verbindung der Distrikte Pueblo Libre, Pamparomas und Caráz über den Río Santa.

  • Chacanto-Brücke zwischen Cajamarca und Amazonas einsturzgefährdet

    Die Chacanto-Brücke, die über den Marañón hinweg bei Balsas die Regionen Amazonas und Cajamarca, sowie die Provinz Bolívar (La Libertad) verbindet, ist beschädigt und einsturzgefährdet. Das berichtet Radio Horizonte aus Chachapoyas. Demnach zeigen mehrere Zementpfeiler bereits Risse, Seile sind am durchrosten. Die Chacanto-Brücke wird zwar normalerweise nur wenig befahren, ist aber immer, wenn während der Regenzeit die anderen Fernstraßen an die peruanische Küste unpassierbar sind, die einzige Verbindung der Region Amazonas, sowie der Provinz Bolívar, zum Rest des Landes. Zudem handelt es sich um die kürzeste Route zwischen Chachapoyas (Amazonas) und Cajamarca.

  • Huarochirí / Lima: Bailey-Brücke bricht unter Lastwagen ein

    Unter dem Gewicht eines Lastwagens ist gestern bei Matucana (Provinz Huarochirí, Lima) eine Bailey-Brücke („Puente San Juan“) eingestürzt. Nach ersten Informationen gab es dabei keine Opfer zu beklagen. Die Brücke, die Teil der alten „Carretera Centrál“ war, wird normalerweise kaum noch befahren, wurde in den vergangenen Tagen aber verstärkt frequentiert, da die neue Straße wegen eines verunglückten Tanklasters vorrübergehend gesperrt war.

    Die Bailey-Brücken werden normalerweise nur als Provisorium eingesetzt, um dauerhafte Brücken – wie hier über den Rimac-Fluss – vorrübergehend zu ersetzen. Immer wieder werden diese Provisorien in Peru allerdings zu Dauerlösungen, die dann – wie nun bei Matucana, sowie vor einigen Jahren in Cáclic (Amazonas) – mit dem Alter unter dem Gewicht von Lastwägen einbrechen. Ob das Alter allerdings auch hier der einzige Grund für den Einsturz war, wird noch geklärt werden müssen. Gegenüber RPP Noticias erklärten Anwohner, vor einigen Tagen hätten sich Schrottsammler an den Metallstreben der Brücke zu schaffen gemacht.

  • Llochegua / VRAE: Brücke bricht noch vor Einweihung

    httpv://www.youtube.com/watch?v=GMT8TC-MUnU Eigentlich sollte die neue Tincuy-Brücke, die wie ihre Vorgängerin aus Holz den 2.600-Einwohner Ort Llochegua mit dem Umland verband, in den kommenden Tagen eingeweiht werden. Das muss aber nun warten, denn am vergangenen Samstag stürzte die neu gebaute Stahlbrücke in sich zusammen. Drei Mitarbeiter der Distriktverwaltung von Llochegua wurden dabei schwer verletzt. Erst drei Tage zuvor war die Oberfläche der Brücke zementiert worden.

    Der Bürgermeister von Llochegua (Huanta / Ayacucho), Omer Sinchitullo, kündigte eine Untersuchung an. Wie Enlace Nacional berichtet, ist der Einsturz mutmaßlich auf fehlerhafte Planung und Ausführung der Bauarbeiten zurückzuführen.

  • In drei Wochen sollen wieder Machu-Picchu-Besuche möglich sein

    In ungefähr drei Wochen wird der Zugang zu der Inka-Festung Machu Picchu (Cusco) wieder möglich sein. Das erklärte der peruanische Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo heute in Lima. Dann soll der Zugang zur Hauptattraktion für Cusco-Touristen wieder möglich sein. Derzeit sei die Bahnstrecke noch an 10 Stellen unterbrochen, so Cornejo. Zudem erklärte der Minister, die Calicanto-Brücke über den Vilcanota-Fluss im Distrikt Ollantaytambo sei inzwischen durch eine Bailey-Behelfsbrücke erstetzt worden. Eine weitere soll im Distrikt Písac zum Einsatz kommen.

    Ende Januar hatten extreme Regenfälle im Süden Perus große Schäden angerichtet.

    Damit Touristen, die bereits gebucht haben, nicht auf Abenteuer und Inka-Ruinen verzichten müssen, werden Reisenden zahlreiche Alternativen angeboten. In der Region Cusco selbst, aber auch in anderen Regionen finden sich weitere Ruinenstätte ähnlicher Größenordnung. Auch ein Besuch in Kuélap, dem „Machu Picchu des Nordens“ wird angeboten.

    Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels wurde behauptet, schon bald werde der Machu-Picchu-Zugang auch wieder per Auto möglich sein. Das ist, wie ein aufmerksamer INFOAMAZONAS-Leser richtig bemerkt hat, so nicht richtig. Machu Picchu selbst war auch vor den Überschwemmungen nur mit dem Zug, oder über den Inka-Trail zu Fuß zu erreichen. Vielen Dank für den Hinweis!

  • Cora Cora (Ayacucho): Hängebrücke stürzt ein, Schüler stürzen in die Tiefe

    10 Schüler kamen am vergangenen Montag in der peruanischen Region Ayacucho beim Einsturz einer Hängebrücke ums Leben. Mindestens 19 weitere Personen, darunter ein Lehrer, sind noch immer in medizinischer Behandlung. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, befanden sich zum Zeitpunkt des Einsturzes 70 Personen auf der Brücke. Die provisorische Brücke war während der 70er Jahre errichtet worden und war schon länger baufällig, wie Einwohner von Cora Cora gegenüber RPP erklärten. Der Bürgermeister des Andendorfes kündigte eine gründliche Untersuchung an.

    Die Verletzten wurden mit Hubschraubern des peruanischen Militärs in nahegelegene Krankenhäuser verlegt.

    Mit einem Schrecken davon kamen zwei Ärzte der peruanischen Angestelltenkrankenkasse EsSalud: Auf dem Rückweg von ihrem Einsatz in Cora Cora kamen sie mit ihrem Geländewagen bei Ica von der Straße ab. Beide überlebten leicht verletzt.

  • Caclic-Brücke soll noch im März eingeweiht werden

    Baustelle der Brücke bei Caclic. Foto: Regionalregierung Amazonas
    Baustelle der Brücke bei Caclic. Foto: Regionalregierung Amazonas

    Wie die Regionalregierung Amazonas verlautbaren lässt, soll die Brücke bei Cáclic über den Utcubamba-Fluss schon im März eingeweiht werden. Sollte sich das bewahrheiten, hätten rund 40.000 Einwohner der Provinz Luya eine wesentlich bessere Verkehrsanbindung als bisher. Die Brücke, an der seit Mitte vergangenen Jahres gebaut wird, wird 45 Meter lang und 6 Meter breit sein, sowie mehr als 45 Tonnen Gewicht tragen können. Die Baukosten werden dann rund 2

    Eingestürzte Bailey-Behelfsbrücke. Foto: Reina de la Selva.
    Eingestürzte Bailey-Behelfsbrücke. Foto: Reina de la Selva.

    Millionen Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) betragen haben. Verbunden werden damit die Provinzen Luya und Chachapoyas. Seit nun 40 Jahren standen an der Stelle immer wieder Behelfsbrücken des Bailey-Typs, die letzte war Anfang vergangenen Jahres eingestürzt und hatte dabei mehrere Personen in den Tod gerissen.

  • Brücke "Cáclic" angeblich wieder befahrbar

    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.
    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.

    Wie der Regionalpräsident der peruanischen Region Amazonas, Óscar Altamirano Quispe, in einer Pressemeldung verbreiten ließ, ist der Autoverkehr über die Cáclic-Brücke seit vergangenem Samstag wieder zumindest mit leichen Fahrzeugen möglich. Die Brücke verbindet die Provinzen Chachapoyas und Luya . Ab heute (Dienstag) soll die neue provisorische Brücke auch für schwerere Fahrzeuge wieder freigegeben sein.

    Anfang des Jahres war die alte Brücke eingestürzt, als ein Lastwagen über sie hinweg fahren wollte, dessen Gewicht über dem zulässigen lag. Mehrere Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

    Immer wieder kommt es in Peru zum Einsturz von Brücken, in manchen Fällen wegen Material- oder Konstruktionsfehlern, oder aber wegen des Alters der Brücke. Besonders problematisch wird es während der alljährlichen Regenzeit (ca. November bis April), wenn kleinere Brücken von anwachsenden Flüssen einfach weggeschwemmt werden. In einigen Fällen ist – wie hier – das Problem der fehlerhaften Nutzung: Sie wird von Fahrzeugen befahren, die zu schwer sind.

    NACHTRAG: Inzwischen ist eine neue Brücke gebaut und eingeweiht, nähere Informationen finden Sie hier!

  • Caclic: Ort der brechenden Brücken.


    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.Anfang des Jahres stürzte die Brücke unterhalb des Wasserkraftwerkes von Caclic ein, als sie von einem Lastwagen überquert wurde. Mehrere Menschen mussten dabei ihr Leben lassen. Große Teile der Provinz Luya waren nur über diese Brücke erreichbar, seit dem Einsturz kann man z.B. die Provinzhauptstadt Lamud nicht per Auto erreichen. Pikant: Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle eine Brücke einstürzt und damit Menschen in den Tod reißt. Überhaupt wurde die letzte Brücke vor rund 15 Jahren nur als Provisorium gebaut. Der Journalist Manuel Cabañas López hat sich nun mit der Geschichte der Brücken von Caclic beschäftigt.

     Foto: Don Mario Reina, hijo del primer fotógrafo con que contó Chachapoyas.

    Bis 1934 verbanden Chachapoyas und Luya nur schmale Pfade und Furten, über den Utcubamba-Fluss gab es eine Hängebrücke. Dutzende Menschen sollen wegen der abenteuerlichen Konstruktion dieser Brücken ihr Leben gelassen haben. Unter der Planung von Ingenieur Saco Vertiz, zu jener Zeit Vorsitzender der Straßenbaubehörde, wurde eine Steinbrücke gebaut. Als Material wurden Steine aus der Nähe des Bauplatzes verwendet. Die Bauzeit betrug 14 Monate, die Brücke selbst hielt keine 10 Jahre, was Cabañas López auf den instabilen Untergrund zurückführt. Angeblich sackten Teile der Brücke ab, wodurch sie Stück für Stück auseinander fiel.

    Einige Zeit nach dem Einsturz wurde eine Bailey-Behelfsbrücke errichtet. Vor rund 17 Jahren stürzte auch diese ein, wie bei der letzten Brücke ebenfalls, als ein Lastwagen sie überquerte. Auch damals wurden mehrere Personen mitgerissen und starben.

    Im Moment wird in Caclic eine neue Brücke des Bailey-Typs errichtet.