Schlagwort: Bailey

  • Huarochirí / Lima: Bailey-Brücke bricht unter Lastwagen ein

    Unter dem Gewicht eines Lastwagens ist gestern bei Matucana (Provinz Huarochirí, Lima) eine Bailey-Brücke („Puente San Juan“) eingestürzt. Nach ersten Informationen gab es dabei keine Opfer zu beklagen. Die Brücke, die Teil der alten „Carretera Centrál“ war, wird normalerweise kaum noch befahren, wurde in den vergangenen Tagen aber verstärkt frequentiert, da die neue Straße wegen eines verunglückten Tanklasters vorrübergehend gesperrt war.

    Die Bailey-Brücken werden normalerweise nur als Provisorium eingesetzt, um dauerhafte Brücken – wie hier über den Rimac-Fluss – vorrübergehend zu ersetzen. Immer wieder werden diese Provisorien in Peru allerdings zu Dauerlösungen, die dann – wie nun bei Matucana, sowie vor einigen Jahren in Cáclic (Amazonas) – mit dem Alter unter dem Gewicht von Lastwägen einbrechen. Ob das Alter allerdings auch hier der einzige Grund für den Einsturz war, wird noch geklärt werden müssen. Gegenüber RPP Noticias erklärten Anwohner, vor einigen Tagen hätten sich Schrottsammler an den Metallstreben der Brücke zu schaffen gemacht.

  • In drei Wochen sollen wieder Machu-Picchu-Besuche möglich sein

    In ungefähr drei Wochen wird der Zugang zu der Inka-Festung Machu Picchu (Cusco) wieder möglich sein. Das erklärte der peruanische Transport- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo heute in Lima. Dann soll der Zugang zur Hauptattraktion für Cusco-Touristen wieder möglich sein. Derzeit sei die Bahnstrecke noch an 10 Stellen unterbrochen, so Cornejo. Zudem erklärte der Minister, die Calicanto-Brücke über den Vilcanota-Fluss im Distrikt Ollantaytambo sei inzwischen durch eine Bailey-Behelfsbrücke erstetzt worden. Eine weitere soll im Distrikt Písac zum Einsatz kommen.

    Ende Januar hatten extreme Regenfälle im Süden Perus große Schäden angerichtet.

    Damit Touristen, die bereits gebucht haben, nicht auf Abenteuer und Inka-Ruinen verzichten müssen, werden Reisenden zahlreiche Alternativen angeboten. In der Region Cusco selbst, aber auch in anderen Regionen finden sich weitere Ruinenstätte ähnlicher Größenordnung. Auch ein Besuch in Kuélap, dem „Machu Picchu des Nordens“ wird angeboten.

    Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels wurde behauptet, schon bald werde der Machu-Picchu-Zugang auch wieder per Auto möglich sein. Das ist, wie ein aufmerksamer INFOAMAZONAS-Leser richtig bemerkt hat, so nicht richtig. Machu Picchu selbst war auch vor den Überschwemmungen nur mit dem Zug, oder über den Inka-Trail zu Fuß zu erreichen. Vielen Dank für den Hinweis!

  • Caclic: Ort der brechenden Brücken.


    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.Anfang des Jahres stürzte die Brücke unterhalb des Wasserkraftwerkes von Caclic ein, als sie von einem Lastwagen überquert wurde. Mehrere Menschen mussten dabei ihr Leben lassen. Große Teile der Provinz Luya waren nur über diese Brücke erreichbar, seit dem Einsturz kann man z.B. die Provinzhauptstadt Lamud nicht per Auto erreichen. Pikant: Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle eine Brücke einstürzt und damit Menschen in den Tod reißt. Überhaupt wurde die letzte Brücke vor rund 15 Jahren nur als Provisorium gebaut. Der Journalist Manuel Cabañas López hat sich nun mit der Geschichte der Brücken von Caclic beschäftigt.

     Foto: Don Mario Reina, hijo del primer fotógrafo con que contó Chachapoyas.

    Bis 1934 verbanden Chachapoyas und Luya nur schmale Pfade und Furten, über den Utcubamba-Fluss gab es eine Hängebrücke. Dutzende Menschen sollen wegen der abenteuerlichen Konstruktion dieser Brücken ihr Leben gelassen haben. Unter der Planung von Ingenieur Saco Vertiz, zu jener Zeit Vorsitzender der Straßenbaubehörde, wurde eine Steinbrücke gebaut. Als Material wurden Steine aus der Nähe des Bauplatzes verwendet. Die Bauzeit betrug 14 Monate, die Brücke selbst hielt keine 10 Jahre, was Cabañas López auf den instabilen Untergrund zurückführt. Angeblich sackten Teile der Brücke ab, wodurch sie Stück für Stück auseinander fiel.

    Einige Zeit nach dem Einsturz wurde eine Bailey-Behelfsbrücke errichtet. Vor rund 17 Jahren stürzte auch diese ein, wie bei der letzten Brücke ebenfalls, als ein Lastwagen sie überquerte. Auch damals wurden mehrere Personen mitgerissen und starben.

    Im Moment wird in Caclic eine neue Brücke des Bailey-Typs errichtet.