Schlagwort: Caclic

  • Huarochirí / Lima: Bailey-Brücke bricht unter Lastwagen ein

    Unter dem Gewicht eines Lastwagens ist gestern bei Matucana (Provinz Huarochirí, Lima) eine Bailey-Brücke („Puente San Juan“) eingestürzt. Nach ersten Informationen gab es dabei keine Opfer zu beklagen. Die Brücke, die Teil der alten „Carretera Centrál“ war, wird normalerweise kaum noch befahren, wurde in den vergangenen Tagen aber verstärkt frequentiert, da die neue Straße wegen eines verunglückten Tanklasters vorrübergehend gesperrt war.

    Die Bailey-Brücken werden normalerweise nur als Provisorium eingesetzt, um dauerhafte Brücken – wie hier über den Rimac-Fluss – vorrübergehend zu ersetzen. Immer wieder werden diese Provisorien in Peru allerdings zu Dauerlösungen, die dann – wie nun bei Matucana, sowie vor einigen Jahren in Cáclic (Amazonas) – mit dem Alter unter dem Gewicht von Lastwägen einbrechen. Ob das Alter allerdings auch hier der einzige Grund für den Einsturz war, wird noch geklärt werden müssen. Gegenüber RPP Noticias erklärten Anwohner, vor einigen Tagen hätten sich Schrottsammler an den Metallstreben der Brücke zu schaffen gemacht.

  • Caclic-Brücke soll noch im März eingeweiht werden

    Baustelle der Brücke bei Caclic. Foto: Regionalregierung Amazonas
    Baustelle der Brücke bei Caclic. Foto: Regionalregierung Amazonas

    Wie die Regionalregierung Amazonas verlautbaren lässt, soll die Brücke bei Cáclic über den Utcubamba-Fluss schon im März eingeweiht werden. Sollte sich das bewahrheiten, hätten rund 40.000 Einwohner der Provinz Luya eine wesentlich bessere Verkehrsanbindung als bisher. Die Brücke, an der seit Mitte vergangenen Jahres gebaut wird, wird 45 Meter lang und 6 Meter breit sein, sowie mehr als 45 Tonnen Gewicht tragen können. Die Baukosten werden dann rund 2

    Eingestürzte Bailey-Behelfsbrücke. Foto: Reina de la Selva.
    Eingestürzte Bailey-Behelfsbrücke. Foto: Reina de la Selva.

    Millionen Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu) betragen haben. Verbunden werden damit die Provinzen Luya und Chachapoyas. Seit nun 40 Jahren standen an der Stelle immer wieder Behelfsbrücken des Bailey-Typs, die letzte war Anfang vergangenen Jahres eingestürzt und hatte dabei mehrere Personen in den Tod gerissen.

  • Strömt der Strom bald störungsfrei?

    Seit Jahren stehen wegen der Mangelhaften Stromversorgung von Chachapoyas und ganz Südamazonas neben dem jeweiligen Regionalpräsidenten auch jedes Mal die beiden staatlichen Energieversorgungs-unternehmen Electro Norte Selva und Electrooriente in der Kritik. Alle Beteiligten schieben bei jedem Stromausfall die Schuld auf die jeweils anderen, unzählige „Notfallzusammenkünfte“ der Verantwortlichen führten zu dem selben Ergebnis, nämlich zu keinem. Vor wenigen Tagen kam es in Lima zu einer neuen Zusammenkunft, diesmal mit dem Minister für Bergbau und Energie. Besonders einer der Beschlüsse, die Regionalpräsident Altamirano Quispe vor wenigen Tagen in einer Pressekonferenz bekannt gab, könnte zu einer Verbesserung beitragen: Electro Norte Selva (ENSA), bisher nur für die Stromdistribution zuständig, wird nun auch den Betrieb des Wasserkraftwerkes Caclic übernehmen, das große Teile der Region Amazonas mit Strom versorgt. Bisher wird das Wasserkraftwerk von Electro Oriente betrieben. Obwohl Electro Norte und Electro Oriente zum selben Konsortium gehören, machten sie sich in der Vergangenheit immer gegenseitig für Ausfälle verantwortlich. Zumindest dies wird, sollte der Beschluss umgesetzt werden, in Zukunft so nicht mehr möglich sein.

    Neben der Übertragung der Verantwortung über das Wasserkraftwerk Caclic an Electro Norte an Electro Oriente kündigte Altamirano Quispe an, im Umfeld von Caclic würden mehrere Dieselmotoren zur Stromproduktion installiert, um Stromausfälle in Zukunft abzufedern.

    Vor einigen Wochen hatte Gilmer Trigoso Tafur, Regionaldirektor für Bergbau und Energie, gegenüber einem Lokalsender erklärt, wegen der fehlenden Industrie und der geringen Gewinnerwartung würde kein privater Energieversorger in Verbesserungen der Energieproduktions- und Distributionseinrichtungen der Gegend um Chachapoyas investieren.

    Quelle: Radio Horizonte, Dirección Regional de Energía y Minas Amazonas (DREM)

  • Caclic-Strom strömt weiterhin gestört

    Wegen der häufigen unangekündigten Stromausfälle in den letzten Wochen, die große Teile der Region Amazonas betraf, statteten gestern diverse Regionalautoritäten dem Wasserkraftwerk Caclic , das die meisten der Orte mit Stromanschluss in Südamazonas versorgt bzw. versorgen sollte, einen Überraschungsbesuch ab. Wie die Inspizienten anschließend gegenüber der Lokalpresse verkündeten, laufen die vier Turbinen derzeit Reibungslos. Ein Vertreter des für die Stromproduktion zuständigen Unternehmens Electrooriente machte zudem das für die Stromverteilung zuständige Unternehmen Electronorte für die Stromausfälle verantwortlich. Beide Unternehmen sind Tochterfirmen von Adinelsa, bei jedem unangekündigten Stromausfall schieben sie aber die Schuld auf den jeweils anderen. Lieblingsausrede beider Unternehmen ist derzeit der selbstverständlich unterstützenswerte Ausbau des Stromnetzes zur Verbindung mit dem Stromnetz von Rodriguez de Mendoza.

    Derzeit wird auch am Ausbau des Stromnetzes in Richtung Bagua gearbeitet, von wo aus es einen Anschluss an das nationale Stromnetz geben soll. Für Chachapoyas empfahl ein Vertreter von Electrooriente, eine zweite Stromleitung nach Chachapoyas zu errichten, um nicht von möglichen Ausfällen wegen dem Netzausbau betroffen zu sein.

  • Brücke "Cáclic" angeblich wieder befahrbar

    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.
    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.

    Wie der Regionalpräsident der peruanischen Region Amazonas, Óscar Altamirano Quispe, in einer Pressemeldung verbreiten ließ, ist der Autoverkehr über die Cáclic-Brücke seit vergangenem Samstag wieder zumindest mit leichen Fahrzeugen möglich. Die Brücke verbindet die Provinzen Chachapoyas und Luya . Ab heute (Dienstag) soll die neue provisorische Brücke auch für schwerere Fahrzeuge wieder freigegeben sein.

    Anfang des Jahres war die alte Brücke eingestürzt, als ein Lastwagen über sie hinweg fahren wollte, dessen Gewicht über dem zulässigen lag. Mehrere Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

    Immer wieder kommt es in Peru zum Einsturz von Brücken, in manchen Fällen wegen Material- oder Konstruktionsfehlern, oder aber wegen des Alters der Brücke. Besonders problematisch wird es während der alljährlichen Regenzeit (ca. November bis April), wenn kleinere Brücken von anwachsenden Flüssen einfach weggeschwemmt werden. In einigen Fällen ist – wie hier – das Problem der fehlerhaften Nutzung: Sie wird von Fahrzeugen befahren, die zu schwer sind.

    NACHTRAG: Inzwischen ist eine neue Brücke gebaut und eingeweiht, nähere Informationen finden Sie hier!

  • Caclic: Ort der brechenden Brücken.


    Puente Caclic. Foto: Reina de la Selva.Anfang des Jahres stürzte die Brücke unterhalb des Wasserkraftwerkes von Caclic ein, als sie von einem Lastwagen überquert wurde. Mehrere Menschen mussten dabei ihr Leben lassen. Große Teile der Provinz Luya waren nur über diese Brücke erreichbar, seit dem Einsturz kann man z.B. die Provinzhauptstadt Lamud nicht per Auto erreichen. Pikant: Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle eine Brücke einstürzt und damit Menschen in den Tod reißt. Überhaupt wurde die letzte Brücke vor rund 15 Jahren nur als Provisorium gebaut. Der Journalist Manuel Cabañas López hat sich nun mit der Geschichte der Brücken von Caclic beschäftigt.

     Foto: Don Mario Reina, hijo del primer fotógrafo con que contó Chachapoyas.

    Bis 1934 verbanden Chachapoyas und Luya nur schmale Pfade und Furten, über den Utcubamba-Fluss gab es eine Hängebrücke. Dutzende Menschen sollen wegen der abenteuerlichen Konstruktion dieser Brücken ihr Leben gelassen haben. Unter der Planung von Ingenieur Saco Vertiz, zu jener Zeit Vorsitzender der Straßenbaubehörde, wurde eine Steinbrücke gebaut. Als Material wurden Steine aus der Nähe des Bauplatzes verwendet. Die Bauzeit betrug 14 Monate, die Brücke selbst hielt keine 10 Jahre, was Cabañas López auf den instabilen Untergrund zurückführt. Angeblich sackten Teile der Brücke ab, wodurch sie Stück für Stück auseinander fiel.

    Einige Zeit nach dem Einsturz wurde eine Bailey-Behelfsbrücke errichtet. Vor rund 17 Jahren stürzte auch diese ein, wie bei der letzten Brücke ebenfalls, als ein Lastwagen sie überquerte. Auch damals wurden mehrere Personen mitgerissen und starben.

    Im Moment wird in Caclic eine neue Brücke des Bailey-Typs errichtet.