Kategorie: Amazonas

Die Region Amazonas liegt im Norden Perus. Zur Kolonialzeit und in der jungen Republik Peru war die Region – insbesondere die Hauptstadt Chachapoyas – Ausgangspunkt für Entdeckungs-, Missions- und Handelsreisen in das Amazonasbecken.

Heute ist Amazonas nicht nur ein Verkehrsknotenpunkt, der Perus Küste über die Anden mit den Regenwaldregionen Loreto, Huánuco und San Martín verbindet, sondern auch ein Reiseziel, das mit dem Ruinenkomplex Kuelap und „Gocta“, dem dritthöchsten Wasserfall der Welt, fernab der etablierten Tourismusrouten mit seinem Regenwald im Norden und den Hochanden im Süden einiges zu bieten hat.

  • Molinopampa / Amazonas: Palmenwald von San José und Ocol (Molinopampa) wird Schutzgebiet

    Bosque de Palmeras. Foto: SERNANP.
    Bosque de Palmeras. Foto: SERNANP.

    Die nordperuanische Region Amazonas ist einer der Vorreiter, wenn es um die Ausweisung privater Schutzgebiete geht. Mit dem „Bosque de Palmeras“ (dt. Palmenwald) hat das peruanische Umweltministerium vor wenigen Tagen im Distrikt Molinopampa (Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) bereits das neunte private Schutzgebiet der Region ausgewiesen. Es handelt sich dabei um ein Areal von 10.920,84 Hektar, das zum Dörfchen Taulia gehört und vor allem mit Exemplaren der zur Gattung Ceroxylon gehörenden Palmen bewaldet ist. Diese Palmengattung ist insbesondere in den Anden beheimatet. Durch die Erhebung des Waldes nahe Ocol, Tingo, Pumahermana und San José zum Schutzgebiet soll eine weitere Abholzung und die Umwidmung zu Agrarflächen eingeschränkt werden. Das war nötig, da bereits die Hälfte des Palmenwaldes gerodet worden war.

    Der Entscheidung des Umweltministeriums vorangegangen war ein langwieriges Antragsverfahren, das neben den angrenzenden Ortschaften auch vom peruanischen Amazonas-Forschungsinstitut IIAP unterstützt worden war. Mehrere Forscher des IIAP (Instituto de Investigación de la Amazonía Peruana) hatten zuvor rund ein dutzend Pflanzen- und Tierarten identifiziert, die nur im nun geschaffenen Schutzgebiet zu finden sind.

    Der Palmenwald, für dessen Besuch in Chachapoyas (Hauptstadt der Region Amazonas) bereits erste Reiseanbieter werben, liegt zwischen 2.500 und 2.700 Metern über dem Meeresspiegel im Distrikt Molinopampa, rund 40 Kilometer östlich von Chachapoyas. Verwaltet werden wird er von der Bauernschaft Taulia, die damit die Verantwortung übernahm, das Schutzgebiet nachhaltig zu bewirtschaften, die Schutzgebiet-Behörde SERNANP (Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas por el Estado) bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sowie eine Umwidmung des Areals zu verhindern. In 40 Jahren wird dann erneut über die Vergabe der Schutzgebiets-Verwaltung entschieden.

    Inzwischen gibt es fast 150 Schutzgebiete in Peru, davon rund 50 private, von denen wiederum 9 in der Region Amazonas liegen. Das älteste in Amazonas ist das 2006 anerkannte „ACP Huiquilla“ (ACP – Área de Conservación Privada) Und es scheint sich auch finanziell zu lohnen: Im Jahr 2011 verzeichnete SERNANP in den peruanischen Schutzgebieten 1.035.310 Besucherinnen und Besucher.

  • Peru: Handy-Verbot in Wahlkabinen

    Jurado Nacional de Elecciónes, peruanisches Wahltribunal. Bild: jne.gob.pe.
    Jurado Nacional de Elecciónes, peruanisches Wahltribunal. Bild: jne.gob.pe.

    Für die am kommenden Sonntag (30.09.) in vielen Teilen Perus stattfindenden Wahlen hat das Wahltribunal JNE die Mitnahme von Mobiltelefonen in die Wahlkabinen verboten. Die Telefone müssten bei Eintritt in das Wahllokal bei einem der Wahlhelfer abgegeben werden, so das JNE in einer Pressemitteilung. Hintergrund des Verbots ist, dass Handys mit eingebauter Kamera dazu genutzt werden können, zu überprüfen, wofür gestimmt wird. Dem Wahltribunal lagen offenbar Belege für Bestechungsversuche vor, bei denen Wählern Geld angeboten wurde, falls sie auf eine bestimmte Weise abstimmen und die entsprechende Wahl per Handyfoto belegen.

    Am kommenden Sonntag finden in insgesamt 270 Distrikten und Provinzen Perus -darunter 14 in der Region Amazonas – so genannte Abwahlprozesse statt, das bedeutet, es wird über den Verbleib von Bürgermeisterinnen und Gemeinderäten abgestimmt. Wird ein gewisses Quorum, sowie eine Mehrheit für die Abwahl erreicht, werden neue Bürgermeister oder Ratsmitgliederinnen notwendig. Erfolgreich verlaufen die Abwahlprozesse für ihre Initiatoren vor allem in kleinen, überschaubaren Distrikten.

    Die genaue Aufstellung aller abwahlbedrohten finden Sie hier! (Stand: 27.09.2012)

    Wenn Sie wissen möchten, ob Sie abstimmen dürfen, wo ihr Wahllokal liegt und ob Sie WahlhelferIn sind, finden Sie hier Informationen dazu (unter Eingabe ihrer DNI-Nummer).

    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Landwirtin mit Mobiltelefon in Colcamar (Amazonas). Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Weitere Informationen zum Thema Mobilfunk und Handys in Peru finden Sie im Dossier „Mobilfunkanbieter und Mobilfunkfrequenzen in Peru„.

  • Cocabamba / Amazonas: Rechnungshof rügt Unregelmäßigkeiten bei Straßen-Trasse

    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.
    Plaza de Armas, Cocabamba. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS.

    Der peruanische Rechnungshof hat die Distriktverwaltung Cocabamba wegen Unregelmäßigkeiten bei der Erweiterung und dem Ausbau der Straße von María nach Cocabamba (beide Provinz Luya / Region Amazonas) gerügt. Durch die unbegründete Verlegung der Trasse sei dem Distrikt in den Jahren 2009 und 2010 ein finanzieller Schaden von über 488.000 Nuevos Soles entstanden, so der Rechnungshof. Mehrere geologische Gutachten sollen dabei ignoriert worden sein, weswegen ein Teil der Straße durch das Absacken der Erde heute unbefahrbar ist. Im Bericht des Rechnungshofes heißt es, sowohl der Distriktbürgermeister, als auch die Bauleitung hätten fahrlässig gehandelt. Wegen des offensichtlichen Verstoßes gegen peruanisches Straßenbau- und Kommunalrecht plant der Rechnungshof nun, zivilrechtlich gegen die Verantwortlichen vorzugehen.

    Die Rüge ist nicht die erste ihrer Art für den Distrikt Cocabamba. Bereits 2009 hatte der Rechnungshof moniert, dass entgegen entsprechender Vorschriften keine Rechenschaft über die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2008 abgelegt wurde. Dennoch gelang Bürgermeister Elmer Perez Meléndez 2010 die Wiederwahl.

  • Aramango / Amazonas: Riesen-Seilbahn über den Marañón eingeweiht

    Bis zu einer Tonne: Seilbahn bei Tsuntsuna. Foto: Region Amazonas.
    Bis zu einer Tonne: Seilbahn bei Tsuntsuna. Foto: Region Amazonas.

    Mit einem Festakt in der Ortschaft Tsuntsunza (Auch: Tsuntsunsa; Distrikt Aramango / Provinz Bagua / Region Amazonas) hat Regionalpräsident José Arista am vergangenen Freitag eine Seilbahn mit einer Länge von fast 150 Metern über den Marañón offiziell für die Nutzung freigegeben. Es handle sich dabei um ein Bauwerk, das den Alltag von Tsuntsunsa, sowie der umliegenden Orte Zapotal, San Juan de Dios Roble, Arenal und Shaime verbessern werde, so Arista in seiner Ansprache. Der Bau der Seilbahn, die an zwei Seilen hängt und durch Steigung und ein Zugseil von der Schwerkraft und der Hand bewegt wird, kostete rund 310.000 Nuevos Soles und verkürzt den Zugang zur Straße, die nach Aramango, Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui, sowie Bagua Grande (Provinz Utcubamba) führt, erheblich. Pro Fahrt können bis zu zehn Personen, beziehungsweise ein Gewicht von bis zu einer Tonne transportiert werden.

    Bei Tsuntsunsa: Neue Seilbahn über den Marañón. Foto: Region Amazonas.
    Bei Tsuntsunsa: Neue Seilbahn über den Marañón. Foto: Region Amazonas.
  • Nach Tollwut-Todesfall: Impfkampagne in der Region Amazonas

    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA.
    In Condorcanqui gefangene Fledermaus. Foto: DIRESA.

    Nach einem inzwischen bestätigten Fall von durch Fledermäuse verbreiteter Tollwut haben die Gesundheitsbehörden der nordperuanischen Regenwaldprovinz Condorcanqui (Region Amazonas) eine Impfkampagne gestartet. Insgesamt 60.000 Dosen eines Tollwut-Impfstoffs seien auf dem Weg in die Region Amazonas, so Francisco Ramos, Regionaldirektor für Gesundheit. Erst vor wenigen Tagen hatten sich die Befürchtungen der Ärzte in Santa María de Nieva (Provinz Condorcanqui) und Bagua bestätigt, dass ein Mann, der mit hohem Fieber in ein Krankenhaus eingeliefert wurde und dort nach wenigen Tagen verstarb, durch einen Fledermausbiss mit Tollwut angesteckt worden war. Zunächst war er mit Verdacht auf Typhus behandelt worden, hatte offenbar auf die Behandlung angesprochen und wurde auf Bitten der Familie aus dem Krankenhaus entlassen, um ihn von einem traditionellen Heiler weiterbehandeln zu lassen. Wenige Tage später brachten ihn Angehörige in das Krankenhaus zurück. Er verstarb während der Überführung in das Krankenhaus Bagua. Zwei Familienangehörige befinden sich ebenfalls im dortigen Krankenhaus, auch sie zeigten Symptome einer Tollwuterkrankung.

    Im Heimatort des Verstorbenen, der Indígena-Siedlung Punkushap, kam es bereits in den vergangenen Jahren zu Tollwut-Fällen wegen Fledermausbissen. Die Gesundheitsbehörden hoffen deshalb, in diesem Jahr alle Einwohner des Ortes impfen zu können. Anschließend soll die Impfkampagne auf Orte im Umkreis von bis zu 15 Kilometern ausgeweitet werden. Bereits in den vergangenen Wochen waren einzelne Impfungen vorgenommen worden, insgesamt allerdings erst 158.

  • Wie erfahre ich den Amazonas-Wasserpegel/Wasserstand?

    Schön da: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.
    Im Regen: Amazonas bei Iquitos. Foto: D.Raiser/INFOAMAZONAS.

    Eine Frage, die INFOAMAZONAS immer wieder erreicht ist die nach dem Amazonas-Wasserpegel oder dem Pegelstand peruanischer Flüsse allgemein. Deshalb nun ein paar Hinweise, wie Sie an die entsprechenden Daten kommen.

    Erhoben werden die Pegelstände vom peruanischen Meteorologie- und Hydrologie-Nationaldienst (Servicio Nacional de Meteorología e Hidrología del Perú, kurz: SENAMHI), der dem peruanischen Umweltministerium nachgeordnet ist. Veröffentlicht werden die Pegelstände der wichtigsten Flüsse normalerweise täglich auf dem Internetportal des SENAMHI (http://www.senamhi.gob.pe), die Information versteckt sich unter „Agua“ / „Vigilancia Hidrológica“. Da einfach auf „Situación hidrológica nacional (diaria)“ klicken.

    Für gewöhnlich erreicht der Amazonas seinen Höchststand in der Regenzeit, irgendwo zwischen Dezember und März, seinen Tiefststand dagegen um den August. Während es in der Regenzeit häufig zu Überschwemmungen kommt, macht die Trockenzeit manchmal sogar in Teilen des Amazonasbeckens den Schiffsverkehr unmöglich. Von beiden Phänomenen ist insbesondere die peruanische Stadt Iquitos betroffen, die Hafenstadt und Hauptstadt der Region Loreto mitten im nordostperuanischen Regenwald.

    Und noch etwas finden Sie auf der oben genannten Seite des SENAMHI: Regelmäßig aktualisierte Wetterberichte für zahlreiche peruanische Städte. Insbesondere das Wetter in Lima wird ausführlich dargestellt. Bereits auf der Startseite kann man für mehrere Tage im Voraus auf Englisch und Spanisch das aktuelle Reisewetter abrufen. Auch bietet das SENAMHI Informationen zu Auswirkungen des Klimawandels in Peru, dem El Niño-Effekt, spezielle Agrar-Wetterberichte, sowie historische Wetterdaten von peruanischen Messstationen.

    Für weitere Informationen wenden Sie sich an INFOAMAZONAS oder direkt an den SENAMHI, der sich im Jr. Cahuide 785 in Jesús María, Lima11, Perú, befindet.

  • Peruanische Reiseindustrie fordert Umbenennung von Amazonas, Loreto und San Martín

    Polemisiert: Carlos Canales, CANATUR-Vorsitzender. Foto: ANDINA.
    Polemisiert: Carlos Canales, CANATUR-Vorsitzender. Foto: ANDINA.

    Carlas Canales, Vorsitzender der peruanischen Vereinigung der Reisewirtschaft, mischt sich gerne in die Tagespolitik ein. Zuletzt beispielsweise, als er über die Negativeffekte klagte, die Proteste wie diejenigen um den Bergbau in der Region Cajamarca für den Tourismus brächten. Nun aber machte er einen Vorschlag, der vermutlich auf kaum einer Ebene mit Begeisterung aufgenommen wird. Es sei notwendig, einige Regionen, die zum Amazonasbecken gehörten, umzubenennen, so Canales gegenüber dem Fachportal „Infoturperu“. So sollte für Canales die Region Amazonas zur „Region Chachapoyas“ umbenannt werden, um der „Kultur zu huldigen, die dort gelebt hat“, aus der Region San Martín sollte, nach dem Fluss, der sie durchfließt eine „Region Marañón“ werden und die bisherigen Region Loreto sollte den Namen von Amazonas übernehmen – mit Hauptstadt Iquitos. Begründet wurden die Vorschläge vor allem damit, Touristen die Orientierung zu erleichtern. Durchzusetzen sein werden diese Vorschläge aber wohl nicht. So würden sich wohl alle Provinzen der heutigen Region Amazonas (außer vielleicht Chachapoyas, aber vermutlich nicht einmal diese) gegen eine Umbenennung in „Region Chachapoyas“ wehren. Der Grund: Das Volk der Chachapoya kontrollierte nie die gesamte Region, archäologische Funde konzentrieren sich vorwiegend auf den Süden. Bereits jetzt gibt es Rivalitäten zwischen Bagua Grande (Provinz Utcubamba) und Chachapoyas um die Vorherrschaft in der Region, die eine Umbenennung praktisch unmöglich machen würde. Gegen die Umbenennung der Region San Martín würde sich wohl nicht nur die Region selbst wehren, im ganzen Land würde es wohl zu Widerständen dagegen kommen, wird mit dem Namen doch einem der großen Kämpfer für die peruanische Unabhängigkeit gedacht.

    INFOAMAZONAS Peru-Nachrichten, Neuigkeiten aus PeruAlso viel Wind um nichts? Nein, der Vorschlag, der wohl in den kommenden Wochen insbesondere in den angesprochenen Regionen kontrovers -aber ergebnislos- diskutiert werden wird, legt einen Schwachpunkt des sonst sehr professionellen peruanischen Marketings im Tourismusbereich offen. Dieser liegt in der traditionellen Gliederung Perus in Küste, Hochland und Regenwald anhand der Regionen, die längst überholt ist – und der schwachen Promotion von touristischen Leuchttürmen abseits der weltberühmten Inka-Stadt Machu Picchu (Region Cusco). Ansonsten wäre Iquitos längst als „die“ Urwaldstadt schlechthin bekannt – und der Norden der Region Amazonas würde als „Regenwald“ vermarktet, der Süden als „Gebirge, Flußtäler und Chachapoya-Ruinen“. Weil die Vermarktung aber nach Regionen erfolgt, weiß keiner so recht, wo Amazonas hingehört, mal wird es zum Amazonasbecken, mal zum Hochgebirge gezählt. Und so lesen sogar Schulkinder im Süden der Region auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel in ihren Schulbüchern, sie würden im tropischen Regenwald leben.

    PS: Aus INFOAMAZONAS müsste dann wohl auch INFOCHACHAPOYAS werden…

  • Regionalregierung Amazonas kauft mobiles Krankenhaus

    Mobiles Krankenhaus in Chachapoyas. Foto: Region Amazonas.
    Mobiles Krankenhaus in Chachapoyas. Foto: Region Amazonas.

    Die Regionalregierung der peruanischen Region Amazonas hat ein mobiles Krankenhaus im Wert von 6 Millionen Nuevos Soles erworben, das aus 5 geländgegängigen Bussen besteht und pro Tag bis zu 200 Personen medizinisch versorgen können soll. Das mobile Krankenhaus soll künftig in abgelegenen Teilen der Region für eine bessere Gesundheitsversorgung sorgen. In Distrikten mit extremer Armut soll die Versorgung sogar kostenlos erfolgen, so Regionalpräsident José Arista beim Empfang der Busse. Bestückt sind die Busse mit Röntgen- und Ultraschallgeräten, ein Bus enthält einen komplett eingerichteten Operationssaal. Jeder der Busse verfügt unter anderem über einen Kompressor, einen Stromgenerator, einen Wassertank und Klimaanlage.

    Im ursprünglichen Projekt war lediglich der Kauf von vier Fahrzeugen, oder alternativ der Kauf von Containern angedacht worden. Mit relativ geringem finanziellen Mehraufwand wurde dann aber der Kauf der fünf Fahrzeuge möglich, die neben einem Lager auch ein Labor, sowie eine kleine Apotheke enthalten.

  • Busunglück bei Bagua Grande (Utcubamba): Fünf Tote, 40 Verletzte

    Beim Absturz eines Fernreisebusses sind heute gegen 2:30 Uhr (Ortszeit)bei Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) nach Angaben der peruanischen Nationalpolizei fünf Menschen getötet worden, bis zu 40 weitere wurden offenbar verletzt. Der Unfall ereignete sich an dem als „Teufelskurve“ bekannten Straßenabschnitt der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (Interoceanica Norte) nahe der Ortschaft Siempre Viva. Der Bus war auf dem Weg von Tarapoto (Region San Martín) in die Hauptstadt Lima, als er aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abkam, rund 50 Meter Abhang hinabstürzte und sich dabei mehrfach überschlug. Einer der Fahrgäste erklärte gegenüber dem Nachrichtensender RPP, er habe den Eindruck gehabt, die Bremsen hätten nicht funktioniert, eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es allerdings bislang nicht. Die Verletzten wurden in die Krankenhäuser von Bagua Grande und Jaén (Region Cajamarca) eingeliefert.

  • Erdrutsch reißt Rohr mit: Bagua Grande (Utcubamba) mehrere Tage ohne Wasser

    Ein Erdrutsch hat in der nordperuanischen Provinz Utcubamba (Region Amazonas) eine Wasserleitung über eine Länge von rund 120 Metern mitgerissen und damit die Stadt Bagua Grande – die größte der Region – weitgehend von der Wasserversorgung abgeschnitten. Lediglich einige höhergelegene Ortsteile werden über eine ältere Leitung weiter versorgt. Wie der Radiosender „La Voz“ unter Berufung auf den örtlichen Wasserversorger EPSSMU berichtet, werden die Reparaturarbeiten mehrere Tage dauern. Entsprechende Rohrleitungen wurden bereits bestellt, EPSSMU selbst verfügt nach eigenen Angaben nicht über ausreichend Ersatzrohre. Währenddessen sollen Tankwagen die Wasserversorgung übernehmen, die Stadtverwaltung prüft derzeit die Anmietung mehrerer solcher Fahrzeuge. Bereits in der Vergangenheit war es zu Problemen gekommen, da es an der abgerutschten Stelle häufiger zu Erdbewegungen kommt.