Molinopampa / Amazonas: Palmenwald von San José und Ocol (Molinopampa) wird Schutzgebiet

Bosque de Palmeras. Foto: SERNANP.

Bosque de Palmeras. Foto: SERNANP.

Die nordperuanische Region Amazonas ist einer der Vorreiter, wenn es um die Ausweisung privater Schutzgebiete geht. Mit dem „Bosque de Palmeras“ (dt. Palmenwald) hat das peruanische Umweltministerium vor wenigen Tagen im Distrikt Molinopampa (Provinz Chachapoyas / Region Amazonas) bereits das neunte private Schutzgebiet der Region ausgewiesen. Es handelt sich dabei um ein Areal von 10.920,84 Hektar, das zum Dörfchen Taulia gehört und vor allem mit Exemplaren der zur Gattung Ceroxylon gehörenden Palmen bewaldet ist. Diese Palmengattung ist insbesondere in den Anden beheimatet. Durch die Erhebung des Waldes nahe Ocol, Tingo, Pumahermana und San José zum Schutzgebiet soll eine weitere Abholzung und die Umwidmung zu Agrarflächen eingeschränkt werden. Das war nötig, da bereits die Hälfte des Palmenwaldes gerodet worden war.

Der Entscheidung des Umweltministeriums vorangegangen war ein langwieriges Antragsverfahren, das neben den angrenzenden Ortschaften auch vom peruanischen Amazonas-Forschungsinstitut IIAP unterstützt worden war. Mehrere Forscher des IIAP (Instituto de Investigación de la Amazonía Peruana) hatten zuvor rund ein dutzend Pflanzen- und Tierarten identifiziert, die nur im nun geschaffenen Schutzgebiet zu finden sind.

Der Palmenwald, für dessen Besuch in Chachapoyas (Hauptstadt der Region Amazonas) bereits erste Reiseanbieter werben, liegt zwischen 2.500 und 2.700 Metern über dem Meeresspiegel im Distrikt Molinopampa, rund 40 Kilometer östlich von Chachapoyas. Verwaltet werden wird er von der Bauernschaft Taulia, die damit die Verantwortung übernahm, das Schutzgebiet nachhaltig zu bewirtschaften, die Schutzgebiet-Behörde SERNANP (Servicio Nacional de Áreas Naturales Protegidas por el Estado) bei ihrer Arbeit zu unterstützen, sowie eine Umwidmung des Areals zu verhindern. In 40 Jahren wird dann erneut über die Vergabe der Schutzgebiets-Verwaltung entschieden.

Inzwischen gibt es fast 150 Schutzgebiete in Peru, davon rund 50 private, von denen wiederum 9 in der Region Amazonas liegen. Das älteste in Amazonas ist das 2006 anerkannte „ACP Huiquilla“ (ACP – Área de Conservación Privada) Und es scheint sich auch finanziell zu lohnen: Im Jahr 2011 verzeichnete SERNANP in den peruanischen Schutzgebieten 1.035.310 Besucherinnen und Besucher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.