Metro Lima vor dem gefühlten 150. Betriebsbeginn

Die Züge im Depot. Foto: AATE

Die Züge im Depot. Foto: AATE.

Ab Morgen Samstag, den 10.12.2011, soll eine S-Bahn Villa El Salvador mit dem Zentrum der peruanischen Hauptstadt Lima verbinden. Das gab die für den Bau des Metro Lima zuständige Sonderbehörde AATE bekannt. Bereits mehrfach war der Betriebsbeginn der Triebwagen in den vergangenen 20 Jahren angekündigt worden, bisher stellte sich jede dieser Ankündigungen im Nachhinein als voreilig -und im Zweifelsfall als Wahlkampfgag- heraus. Dass Präsident Humala den Start der S-Bahn-Linie für den Wahlkampf nutzen möchte, ist eher unwahrscheinlich, denn die nächste Wahl ist erst 2016. Also könnte es diesmal sogar funktionieren. Bis zum 9. Januar 2012 wird die Fahrt übrigens kostenlos sein, erst den Tag darauf soll kassiert werden.

Die Metro Lima soll mit durchschnittlich 35 km/h unterwegs sein und für die 22,2 Kilometer-Strecke von Villa El Salvador zur Avenida Grau 30 Minuten benötigen. Dabei werden insgesamt 9 Distrikte durchquert. Bislang brauchen Fahrgäste dafür mit dem Taxi über eine Stunde, mit dem Bus sogar mehr als zwei Stunden.

Während ab Morgen also der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen wird, träumt die AATE bereits mit weiteren Strecken. Als nächstes soll die Strecke von Limas Zentrum nach San Juan de Lurigancho in Angriff genommen werden.

NACHTRAG (10.12.2011):

Metro Lima kann wohl auch diesmal nicht wie geplant in Betrieb gehen. Der Grund: Der peruanische Zivilschutz hat nach der Baubegehung der Haltestellen noch nicht die für den Betrieb notwendigen Genehmigungen ausgestellt. Im besten Fall muss also bis zur entspechenden Genehmigung gewartet werden. Im (für die S-Bahn) schlechtesten Fall hat der Zivilschutz bei der Baubegehung noch Sicherheitsprobleme gefunden. Dann müsste zumindest mit der Eröffnung der entsprechenden Haltestellen bis zur Behebung dieser Sicherheitsprobleme gewartet werden.

AATE-Werbevideo zum Thema:

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