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Perus Kongress beschließt Gentechnik-Moratorium für 10 Jahre

9. Juni 2011
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Das peruanische Parlament hat ein 10jähriges Gentechnik-Moratorium beschlossen. Damit ist über diesen Zeitraum hinweg der Import genetisch veränderter Organismen (OVM) für Anbau und Züchtung untersagt. Nicht verboten ist allerdings die Einfuhr von Lebens- beziehungsweise Futtermitteln und pharmazeutischen Produkten, die OVM enthalten. Auch die Einfuhr von OVM zu Forschungszwecken bleibt erlaubt. Während der kommenden 10 Jahre soll nun die Entwicklung der genetisch veränderten Organismen genauer beobachtet werden, um dann eventuell ein unbefristetes Einfuhrverbot einzuführen oder den Import freizugeben. Neben dem Moratorium beschlossen die Parlamentarier auch die Einrichtung einer Kommission, die sich mit Risikoevaluierung und -vorsorge im Gentechnikbereich beschäftigen soll.

Einigkeit herrschte unter den Abgeordneten darüber, dass die peruanische Biodiversität geschützt und gefördert werden müsse. Kontrovers war allerdings die Länge des Moratoriums. So forderten die Unidad Nacional-Abgeordneten Raúl Castro und Juan Carlos Eguren einen kürzeren Zeitraum, da nach ihrer Einschätzung die Gentechnik zu niedrigeren Nahrungsmittelpreisen führe, so Castro. Auch die Regierungspartei APRA sprach sich für eine kürzere Laufzeit aus. Die Organisation “Perú Libre de Transgénicos” hatte sich hatte sich für ein längeres Moratorium oder ein dauerhaftes Einfuhrverbot ausgesprochen.

Das Gesetz im Wortlaut finden Sie auf dem Portal des Kongresses.

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Eine Antwort auf Perus Kongress beschließt Gentechnik-Moratorium für 10 Jahre

  1. Walter Kontur on 14. Juni 2011 at 18:12

    müssen es immer sog. Drittländer sein, deren politische Elite mit notwendigem Verstand gesegnet ist? 10 sind kein besonders langer Zeitraum, aber besser als jener mit der die EU spielt. Beispiel Monserato – PATENT AUF NAHRUNGSMITTEL! Ich hoffe es folgen mehrere Staaten diesem Schritt sich zu widersetzen, im Sinne des Volkes Wohl!

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