Kongress beschließt interkulturelle Universität Bagua

Mit großer Mehrheit hat der peruanische Kongress die Gründung der „Fabiola Salazar Leguía“-Universität mit Sitz in Bagua (Provinz Bagua / Region Amazonas) beschlossen. Namensgeberin der Universität ist eine Abgeordnete der Regierungspartei APRA, die im vergangenen Jahr bei einem Autounfall ihr Leben verloren hatte, als sie in ihrem Amt als Abgeordnete unterwegs war.

Angeboten werden sollen zunächst die Fachbereiche Agraringenieurwesen, Zivilingenieurwesen, Biotechnologie, Außenhandel und Tierzucht. Damit tritt die neue Universität teilweise in direkte Konkurrenz zur ebenfalls noch jungen Universität Chachapoyas, die ebenfalls Fächer wie Tierzucht und Agrarindustrieingenieurswesen anbietet, beziehungsweise anzubieten plant.

Für den Aufbau der Universität hat die Regionalregierung Amazonas drei Millionen Nuevos Soles bereitgestellt, zwei Millionen sollen vom peruanischen Bildungsministerium, und eine weitere Million von der Provinzverwaltung Bagua kommen.

Das nun verabschiedete Gründungsgesetz wurde von der peruanischen Regierung eingebracht. Es geht aber auf einen Entwurf des oppositionellen Kongressabgeordneten José Maslucan zurück, der die Region Amazonas vertritt. Dieser hatte dem Projekt allerdings den – parteipolitisch unverdächtigeren – Namen „Heroes del Cenepa“, zum Gedenken an den Cenepa-Konflikt zwischen Peru und Ecuador in den 90er Jahren, gegeben.

Nach der Gründung wird die neue Universität zunächst von einem Organisationskommitee unter den strengen Blicken des peruanischen Rates für Universitätszulassungen, CONAFU, geleitet werden. Erst, sobald entsprechende Infrastruktur und Personal bereit steht, wird die Universität in die Unabhängigkeit entlassen.

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