Wahlpflicht-Blüten: Wenn die ungültigen Stimmen gewinnen


In Peru herrscht Wahlpflicht, wer dieser Pflicht nicht nachkommt, der muss eine Geldstrafe entrichten. Dennoch bleiben den Wählerinnen und Wählern Möglichkeiten, ihre Unzufriedenheit mit dem Wahlprozess oder den Kandidatinnen und Kandidaten auszudrücken. Am vergangenen 3. Oktober, als in Peru neue (und manchmal auch alte) Köpfe für die unteren Verwaltungsebenen gewählt wurden, war – dafür, dass Wahlpflicht herrscht – die Wahlbeteiligung mit rund 83,5% relativ gering.

Noch interessanter ist allerdings das Endergebnis in der peruanischen Provinz Pacasmayo (Region la Libertad), wo die ungültigen Stimmen und leeren Stimmzettel zusammengenommen mit mehr als 30% der abgegebenen Stimmen die Wahl „gewannen“. Das sind über 10% mehr als der erstplatzierte Kandidat Hugo Buchelli Torres von der APRA-Partei, der 11.237 der 56.974 abgegebenen Stimmen (39.830 davon waren gültig) auf sich vereinigen konnte. Er werde nun versuchen „Brücken zu bauen“, da er dem Ergebnis nach keine große Unterstützung bekommen habe, so Buchelli Torres gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA.

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