Utcubamba / Amazonas: Erdrutsch bei Jamalca zerstört Häuser und Straßen

Bei durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen ausgelösten Erdrutschen wurden im Distrikt Jamalca (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) 25 Häuser zerstört, sowie schwere Schäden an mehreren Straßen angerichtet. Wie der Zivilschutz Amazonas berichtet, kam es zuvor zu Überschwemmungen, nachdem der Olom-Bach über die Ufer getreten war und die Straße nach Guayacán unpassierbar gemacht hatte. Wie Radio Horizonte aus Chachapoyas berichtet, wurde dabei offenbar auch ein Lastwagen von der Straße gedrückt, Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch die Straße zur Ortschaft Pirurco ist wegen kleinerer Erdrutsche derzeit unbefahrbar.

Der Distrikt Jamalca schreibt inzwischen eine lange, traurige Geschichte tragischer Erdrutsche. So war vor wenigen Jahren das Dorf „Aserradero“ an der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (IIRSA Norte) nach einem Erdrutsch fast vollständig in den Fluten des Utcubamba-Flusses verschwunden. Die Bewohner von „Aserradero“ wurden in Folge mehrmals umgesiedelt – und wurden wieder Opfer von Erdrutschen. Auch das IIRSA Norte-Konsortium, das die Fernstraße betreibt, die die nordostperuanischen Urwaldregionen mit der Küste verbindet, musste nun schon drei Mal den Straßenabschnitt auf Höhe des verlassenen „Aserradero“ neu bauen. Immer war die Straße wieder abgerutscht. Auch in diesem Jahr kam es nicht nur dort, sondern auch an der ebenfalls gefährdeten Stelle „El Salao“ zu neuen Erdrutschen, weswegen die Straße derzeit nur eingeschränkt befahrbar ist.

Neben IIRSA Norte entsandte nun auch die Regionalregierung Amazonas schweres Gerät nach Jamalca, um die Aufräumarbeiten voranzutreiben. Gegenüber Radio „La Voz“ aus Bagua Grande beschwerten sich allerdings Anwohner, die Hilfe laufe viel zu langsam an.

Probleme auch in Rodriguez de Mendoza

Auch in der Provinz Rodriguez de Mendoza kam es wegen der starken Regenfälle zu Problemen. So war die Straße San Nicolas – Huambo vorrübergehend unpassierbar, im Distrikt Limabamba wurde eine Fußgängerbrücke schwer beschädigt. Im Distrikt Longar wurden mehrere Wohnhäuser Opfer der Fluten.

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