Schlagwort: Jamalca

  • Bongará / Amazonas: Aserradero-Brücke wird wieder aufgebaut

    Die durch mehrere Erdrutsche zerstörte Hängebrücke über den Utcubamba-Fluss bei der Ortschaft Aserradero (Distrikt Jamalca / Provinz Bongará / Region Amazonas) soll wieder aufgebaut werden. Wie die Regionalregierung mitteilt, wird der Bau mehr als eine Million Nuevos Soles kosten. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von 180 Tagen abgeschlossen werden.

    Seit dem Einsturz der alten Brücke waren mehrere Ortschaften weitgehend isoliert.

  • Utcubamba / Amazonas: Erdrutsch bei Jamalca zerstört Häuser und Straßen

    Bei durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen ausgelösten Erdrutschen wurden im Distrikt Jamalca (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) 25 Häuser zerstört, sowie schwere Schäden an mehreren Straßen angerichtet. Wie der Zivilschutz Amazonas berichtet, kam es zuvor zu Überschwemmungen, nachdem der Olom-Bach über die Ufer getreten war und die Straße nach Guayacán unpassierbar gemacht hatte. Wie Radio Horizonte aus Chachapoyas berichtet, wurde dabei offenbar auch ein Lastwagen von der Straße gedrückt, Personen kamen dabei glücklicherweise nicht zu Schaden. Auch die Straße zur Ortschaft Pirurco ist wegen kleinerer Erdrutsche derzeit unbefahrbar.

    Der Distrikt Jamalca schreibt inzwischen eine lange, traurige Geschichte tragischer Erdrutsche. So war vor wenigen Jahren das Dorf „Aserradero“ an der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (IIRSA Norte) nach einem Erdrutsch fast vollständig in den Fluten des Utcubamba-Flusses verschwunden. Die Bewohner von „Aserradero“ wurden in Folge mehrmals umgesiedelt – und wurden wieder Opfer von Erdrutschen. Auch das IIRSA Norte-Konsortium, das die Fernstraße betreibt, die die nordostperuanischen Urwaldregionen mit der Küste verbindet, musste nun schon drei Mal den Straßenabschnitt auf Höhe des verlassenen „Aserradero“ neu bauen. Immer war die Straße wieder abgerutscht. Auch in diesem Jahr kam es nicht nur dort, sondern auch an der ebenfalls gefährdeten Stelle „El Salao“ zu neuen Erdrutschen, weswegen die Straße derzeit nur eingeschränkt befahrbar ist.

    Neben IIRSA Norte entsandte nun auch die Regionalregierung Amazonas schweres Gerät nach Jamalca, um die Aufräumarbeiten voranzutreiben. Gegenüber Radio „La Voz“ aus Bagua Grande beschwerten sich allerdings Anwohner, die Hilfe laufe viel zu langsam an.

    Probleme auch in Rodriguez de Mendoza

    Auch in der Provinz Rodriguez de Mendoza kam es wegen der starken Regenfälle zu Problemen. So war die Straße San Nicolas – Huambo vorrübergehend unpassierbar, im Distrikt Limabamba wurde eine Fußgängerbrücke schwer beschädigt. Im Distrikt Longar wurden mehrere Wohnhäuser Opfer der Fluten.

  • Chachapoyas / Amazonas: Erdrutsch verschüttert Straße nach Balsas

    Ein Erdrutsch hat die Straße Cruce Achamaqui-Balsas, die Chachapoyas mit der Region Cajamarca verbindet, bei Streckenkilometer 363 + 500 verschüttet. Auslöser waren die schweren Regenfälle der vergangenen Tage. Nach Angaben des Zivilschutzes von Chachapoyas sind bereits mehrere Räumfahrzeuge vor Ort und versuchen, die Befahrbarkeit der Straße wiederherzustellen. Auch bei Yerba Buena (Distrikt La Jalca / Provinz Chachapoyas), einige Kilometer weiter südlich, kam es zu Problemen, als der Utcubamba-Fluss über die Ufer trat und mehrere Bauten zum Hochwasserschutz mitriss, sowie zwei Häuser überflutete, wobei 10 Schweine und rund 50 Meerschweinchen getötet wurden.

    Erst vor wenigen Tagen war ein Teil der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße bei El Salao (Distrikt Jamalca / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) abgebrochen. Mitarbeiter des Straßenkonzessionärs IIRSA Norte arbeiten noch an einem alternativen Straßenverlauf.

  • Utcubamba / Amazonas: Erdrutsch reißt 200 Meter Straße mit / Chachapoyas zeitweise abgeschnitten

    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.
    Fernstraße Fernando Belaúnde Terry bei El Salao. Foto: Diario Ahora.

    Die Wassermassen des Utcubamba-Flusses haben bei El Salao (Distrikt Jamalca / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) den Berghang unterhalb der Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße (Interoceanica Norte) unterspült und damit einen Erdrutsch ausgelöst, der rund 200 Meter der Straße weitgehend zerstört hat. Damit sind große Teile des peruanischen Nordostens weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, betroffen ist vor allem die Umgebung der Regionalhauptstadt Chachapoyas. Gleichzeitig stauen die Erdmassen noch immer Teile des Utcubambas auf – den Orten, die flußabwärts von El Salao liegen, droht eine Flutwelle.

    El Salao liegt nördlich der Stadt Bagua Grande, mit dem Auto rund 25 Minuten Fahrtzeit. Wie Radio La Voz berichtet, warten mehr als 500 Autos auf beiden Seiten der unterbrochenen Straße auf Durchlass. Der Straßenkonzessionär IIRSA Norte versucht derweil, eine provisorische Alternativroute zu bauen, um zumindest kleineren Fahrzeugen das Durchkommen zu ermöglichen. Dies ist allerdings nicht so einfach, da nicht zuletzt wegen der anhaltenden Regenfälle der Berghang immer wieder nachrutscht.

    Eine ähnliche Situation hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt im Umfeld des Dorfes „Aserradero“ gegeben, wo nach mehreren Erdrutschen ein ganzes Dorf umgesiedelt, sowie eine alternative Route für die Straße gefunden werden musste.

    Probleme auch in Puerto Motupe

    Auch in Puerto Motupe, rund 15 Fahrminuten von Bagua Grande entfernt, kam es zu Problemen wegen der anhaltenden Regenfälle. Auch hier konnte die Straße für mehrere Stunden nicht befahren werden, erst eine Baumaschine von IIRSA Norte konnte den gestrandeten Fahrzeugen die Weiterfahrt ermöglichen.

  • Utcubamba / Amazonas: Vom Erdbeben zum Hochwasser

    Wenige Tage nach dem schweren Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala steht den Orten an den Ufern der Flüsse Marañón und Utcubamba eine neue Katastrophe bevor. Der Erdrutsch, der über einen Kilometer der Fernando Belaúnde Terry-Straße bei „El Aserradero“ zwischen Pedro Ruiz und Bagua Grande mitgerissen hatte, schüttete auch das Flussbett des Utcubamba-Flusses zu, wordurch ein künstlicher Stausee entstand. Nach Angaben des Zivilschutzes waren in den vergangenen Tagen oberhalb des „Aserradero“-Sektors starke Regenfälle verzeichnet worden. Aus Angst, zu dem natürlichen Anstieg des Wasserpegels könnte noch eine Flutwelle hinzukommen, wurden bereits zahlreiche Ortschaften an den Ufern des Utcubamba und – nach dessen Mündung –  des Marañón auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet. Bis zu 20.000 Personen müssten im Falle einer Überschwemmung evakuiert werden, so der Zivilschutz Amazonas.

    Der künstliche Stausee sei auf rund 18.000.000 m³ angewachsen, so Víctor Cruzalegui, technischer Leiter des regionalen Zivilschutzes.

    Erdbebenschäden an Häusern, Straßen und Stromnetz

    Bagua Grande (Utcubamba): Zerstörtes Haus nach dem Erdbeben. Bild: INDECI
    Bagua Grande (Utcubamba): Zerstörtes Haus nach dem Erdbeben. Bild: INDECI

    Nach dem jüngsten Bericht des Zivilschutzes wurden bei dem Erdbeben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 44 Wohnhäuser zerstört, 198 weitere beschädigt. Auch 12 öffentliche Gebäude weisen Schäden auf. Rund 1.000 Meter Straße rund um den Sektor „Aserradero“ (Streckenabschnitt 266+500) im Distrikt Jamalca (Provinz Utcubamba) sind unbefahrbar, 10% des Stromnetzes der Region Amazonas war für mehrere Stunden außer Betrieb. Die meisten Schäden wurden in der Provinz Chachapoyas verzeichnet. Es wurden keine Todesfälle wegen des Erdbebens verzeichnet.

    Luftbrücke nach Lima und Fernverkehr über Leymebamba-Balsas-Celendin-Cajamarca

    Wegen der Schäden um den „Aserradero“ kann die bei Überlandbussen und Lastkraftwagen bevorzugte Strecke Chachapoyas-Bagua Grande-Olmos-Chiclayo derzeit nicht befahren werden. Einzig Passagieren mit guter Kondition und wenig Gepäck können nach Angaben der Regionaldirektion für Verkehr und Kommunikation mit einem zweistündigen Fußmarsch den zerstörten Straßenabschnitt umgehen, wobei dabei vor der Gefahr weiterer kleiner Erdrutsche gewarnt wird. Ein Teil des Verkehrs wird über die Strecke Chachapoyas-Balsas-Celendin-Cajamarca umgeleitet, die wegen des Straßenzustands allerdings nur von kleineren Fahrzeugen befahren werden kann.
    Zudem sind für den heutigen Tag, sowie kommenden Montag und Mittwoch, Hilfsflüge der peruanischen Luftwaffe angekündigt. Personen, die dringend in die peruanische Hauptstadt Lima reisen müssen, können ihren Platz dafür im Rathaus von Chachapoyas reservieren, der Flugpreis beträgt 100 Nuevos Soles, zuzüglich Flughafengebühr.

    Spekulanten treiben Preise hoch

    Derweil berichten lokale Medien aus Chachapoyas, aber auch aus Tarapoto (Region San Martín) über Preissteigerungen in Folge der unpassierbaren Straße. Die Staatsanwaltschaft hat mit stichprobenartigen Kontrollen begonnen, um ungerechtfertigte Preissteigerungen zu unterbinden. Da bestimmte Produkte von der peruanischen Küste ins Hochland und die Regenwaldregionen gebracht werden, ist es bereits schlechte Tradition, dass skrupellose Spekulanten besonders die Hühner-, Bier- und Gaspreise in die Höhe schnellen lassen.

  • Utcubamba: Forscher finden fast 10.000 Felsmalereien

    Beinahe 10.000 Felsmalereien fanden der Archäologe Quirino Olivera Nuñez und sein Team unter dichter Vegetation an dem „Shupcha“ genannten Ort nahe dem Dörfchen Tambolic im Distrikt Jamalca (Utcubamba). Wie die peruanische Tageszeitung „El Comercio“ berichtet, sind hauptsächlich Jagdszenen und Tiere dargestellt. Nach Angaben des Archäologen Olivera sollen die ältesten der Malereien vor bis zu 6.000 Jahren entstanden sein. Vorherrschende Farben seien rot, braun, gelb und schwarz, sowie einige weiße Flächen.

    Die Malereien sind über die Täler der Flüsse  Marañón und Utcubamba verteilt.

    Martiniano Pérez, Dorfvorsteher von Tambolic hofft nun, durch die entdeckten Felsmalereien auch interessierte Reisende anlocken zu können.

    Quirino Olivera Nuñez ist Spezialist für die Ausgrabungen zwischen den Zusammenflüssen der Flüsse Chinchipe, Utcubamba und Marañón, wo er bereits zahlreiche Ausgrabungen geleitet hat. Zudem arbeitet er federführend im „Señor de Sipán“-Museum in Lambayeque.