Kategorie: weltbewegendes

Nicht übermäßig relevantes, oftmals komisches aus Peru in einer eigenen Kategorie: „weltbewegendes“!

  • Dina Paucar feiert 16jähriges Bühnenjubiläum (Kommentar)


    Dina Paucar, die Folkloresängerin, die peruweit durch Hits wie „Madre“ oder „Mil Años“ bekannt wurde, feiert 16jähriges Bühnenjubiläum. Das ist an sich nichts besonderes, handelt es sich dabei nicht einmal um ein besonders rundes Datum. Aber sie bekommt zu diesem Jubiläum ein Geschenk, das die meisten Stars erst nach ihrem Tod erhalten. Ihr zu Ehren drehte der Sender „Frecuencia Latina“ eine Art Soap, in der ihr Leben dargestellt wird, ihr Werdegang als Künstlerin. Dina Paucar, eigentlich Dina Magna, wurde in Leoncio Prado, einer Provinz der Region Huánuco geboren. Ihre Ältern waren nicht wohlhabend und hatten sehr viele Kinder. Mit 10 Jahren riss sie von zu Hause aus und schlug sich bis nach Lima durch, der peruanischen Hauptstadt. Dort lebte Dina Magna einige Jahre und hielt sich zuerst als Straßenhändlerin, dann als Hausmädchen über Wasser. 1992 schaffte sie schließlich den Durchbruch als Sängerin, vor allem weil der Hayno, ihr bevorzugter Musikstil, besonders in ländlichen Gegenden Perus eine Vielzahl von Anhängern hat. Und so ist sie, immer von einer Harfe begleitet, bis heute eine der erfolgreichsten Musikerinnnen Perus.

    Seit Anfang des Jahres ist Dina Paucar auch als UNICEF-Botschafterin tätig.

  • Asien-Pazifiktreffen (APEC) in Lima

    Seit einigen Wochen finden in Lima Treffen von Ministern und Unternehmern aller Asiatischen und Pazifikanrainerstaaten statt. Der APEC-Gipfel ist der letzte große Gipfel des Jahres 2008, das in Peru offiziell unter dem Titel „Año de las Cumbres mundiales en el Perú“, also „Jahr der Weltgipfel in Peru“ steht.

    Die vermutlich prominentesten Staatsoberhäupter, die angereist sind, sind unter anderen der chinesische Präsident Hu Jintao und der US-Amerikanische Staatschef George W. Bush. Hu Jintao wird insgesamt 5 Tage in Peru verbringen.

    Auf dem Programm stehen vor allem Wirtschaftsthemen, diverse Freihandelsabkommen und Handelsvereinfachungen sollen beschlossen werden. Auch die derzeitige Wirtschaftskrise wird Thema sein.

    Für die First Ladies der verschiedenen Länder hat die Frau des peruanischen Präsidenten García zusammen mit der Frau des Außenministers ein buntes Programm zusammen gestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA berichtet. Der japanischen Präsidentenfrau soll dabei die peruanische Alpacamode sehr gut gefallen haben, worauf sie sich fleissig damit eingedeckt habe, so ANDINA.

  • Magaly hinter Gittern, "Petroaudios" ziehen Kreise, "Petromails" verbreiten Angst unter Politikern

    Die populäre Gesellschaftsjournalistin und -kommentatorin Magaly Medina (Spitzname „Urraca“) hat diese Woche ihre 6monatige Strafe wegen Diffamierung im Santa Mónica-Frauengefängnis angetreten. Das Gericht in Lima hatte sie schuldig befunden, den derzeit in der deutschen Bundesliga spielenden Fußballer Paolo Guerrero in Mißkredit gebracht zu haben. Magaly Medina hatte in ihrer Zeitschrift und Fernsehsendung „MagalyTV“ (ATV) Bilder veröffentlicht, die mehrere Spieler der peruanischen Nationalmannschaft vor einem Nachtlokal zeigen. Nach MagalyTV sollen diese Bilder gegen 2 Uhr Morgens in der Nacht vor einem Spiel der peruanischen Nationalmannschaft gegen Brasilien entstanden sein – das die peruanische Elf ohne jede Chance verloren hatte. Die beschuldigten Spieler waren daraufhin wegen des „Fehlverhaltens“ aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden. Laut dem Urteil waren diese Bilder aber 2 Tage zuvor entstanden, nicht in besagter Nacht, was Magaly Medina vehement bestreitet. Magalys Heimatsender ATV muss jedenfalls derzeit die Abende mit weiteren Telenovelas füllen; sollte die Berufung, die Magalys Anwalt César Nakasaki (u.a. auch Anwalt des Ex-Diktators Fujimori) direkt nach der Urteilsverkündigung ankündigte hatte, erfolglos sein, noch für 6 weitere Monate.

    Magalys Kollegen, so z.B. der Moderator und Schriftsteller Jaime Baily („El Francotirador“), sehen hinter der Strafe eine politische Verschwörung. So ist im Moment die gesamte politische Klasse in großer Aufruhr, seit vor einigen Wochen Tondokumente veröffentlicht wurden, in denen zu hören ist, wie sich Rómulo León Alegría, ehemaliger Minister der Apra-Präsidentenpartei, mit dem Chef des Ölförderunternehmens Discover Petroleum darüber unterhält, wie sie dem Unternehmen bei der Vergabe von Förderlizenzen gegen Geld einen Vorteil verschaffen können. Für Baily ist die Gefängnisstrafe für Magaly Medina nur eine Vernebelungsaktion, um die Aufmerksamkeit von den „PetroAudios“ getauften Tondokumenten abzulenken. Wobei es sich inzwischen nicht mehr nur um Audios – also Tondateien -, sondern auch um „Petromails“ handelt, also um E-Mails von Computern der verdächtigen Personen.

    So ist auch das Ergebnis einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens „Apoyo“ nicht weiter erstaunlich. Nach einer „Apoyo“-Umfrage, die von der Tageszeitung „El Comercio“ in Auftrag gegeben worden war, wissen 98% der Einwohner Limas von dem Fall Magaly Medina, 42% halten sie der Diffamation für schuldig, immerhin 47% meinen aber auch, dass es sich bei der harten Strafe um eine politische Entscheidung handelt, um die Korruptionsfälle aus den Nachrichten zu verdrängen.

    Derweil ziehen die „Petroaudios“, deren Entstehung noch immer nicht geklärt ist und die nun auch die Geheimdienst-Kommission des peruanischen Kongresses beschäftigen, weiter Kreise. So wird in einem erst vor wenigen Tagen veröffentlichten Tondokument sowohl die Tochter des ehemaligen Ministers León Alegría, die ebenfalls im peruanischen Kongress sitzt, erwähnt, als auch der inzwischen wegen des Falles zurückgetretene Premierminister Del Castillo. Beide streiten jegliche Verwicklung in den Fall vehement ab.

    Um schließlich Jaime Baily noch recht zu geben, soll auch dieser Beitrag mit Magaly Medina enden und nicht mit Petroaudios oder Petromails. Wie RPP Noticias auf seiner Startseite berichtet, war Magalys Sohn Gianmarco nach seinem Besuch im Gefängnis den Tränen nahe. Er soll ihr in einer großen Tüte ein Frühstück und mehrere Bücher gebracht haben.

    Quellen: RPP, ANDINA, El Comercio, CNR

  • KOMMENTAR: Jaja, Mucho Gusto

    Seit 2005 wirbt Peru mit dem Slogan „Peru, Mucho Gusto“, einem Wortspiel, das unter anderem mit „Ich heiße Peru, Willkommen“, mit „Peru, sehr lecker“ und „Peru, guter Geschmack“ übersetzt werden könnte, im Ausland für seine wahrhaft exquisite Küche. Zu dieser Küche gehört zum Beispiel auch der Pisco, das alkoholische Nationalgetränk, dessen Erfindung sowohl Chile als auch Peru, die beiden Lieblingsfeinde, für sich reklamieren. Im vergangenen Monat kam es nun zu einem Eklat: Chile begann, mit dem Slogan „Chile Mucho Gusto“ zu werben. Aufgebracht riefen peruanische Politiker aller Parteien zu Konsequenzen auf, scheinbar mit Erfolg, denn auf persönliches drängen der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet, die sich seit ihrem Amtsantritt für eine Verbesserung der Beziehungen zu Peru eintritt, wurde die Kampagne eingestampft. Millionen bereits gedruckter Flyer wurden direkt nach dem Druck entsorgt.

    Es gibt übrigens sowohl in Peru, als auch in Chile einen Ort mit dem Namen „Pisco“. Aber auch in Zukunft wird nur einer mit dem Slogan „Mucho Gusto“ beworben werden.

    Quelle: ANDINA

  • Chachapoyas Radio präsentiert neue Homepage

    Radioantennen.Seit gestern ist die Internetseite von Radio Chachapoyas, dem Radio der Stadtverwaltung Chachapoyas, für die Öffentlichkeit zugänglich. Zugänglich ist sie über radio.chachapoyas.net.pe. Besonders sehens- bzw. hörenswert ist der Bereich „Joyas de la música Chachapoyana“ (dt. Schmuckstücke chachapoyanischer Musik), wo man traditionelle Kompositionen und Musikstücke anhören und sich über ihre Geschichte informieren kann.

    Die restlichen Texte sind sehr PR-lastig, viele Artikel sind noch nicht oder nur halb zugänglich, was nach Worten des Verantwortlichen Will Sanchez bald anders werden soll. Mit einer regelmäßigen Aktualisierung ist dagegen nicht zu rechnen.

    Quelle:radio.chachapoyas.net.pe

  • Hohe Kultur und Disco-Quechua für Anfänger

    Sie war DIE Abräumerin des chilenischen Musikfestivals „Viña del Mar“: Die peruanische Sängerin Damaris. Mit ihrer hochkarätigen Mischung moderner und traditioneller peruanischer Musik, sowie der spannenden Variation der Sprachen Spanisch und Quechua hat sie nicht nur das peruanische Publikum begeistert, sondern auch das internationale Publikum in Viña del Mar. Das Lied, mit dem sie antrat, war „Tusuy Kusun“. Tusuy Kusun, zu Deutsch „Gehen wir tanzen“, steht in der sehr langen Tradition der Karnevalsmusik von Ayacucho, der unter anderem mit dem Cajón Elemente der kreolischen Kultur der peruanischen Küste hinzugefügt wurde. Gleichzeitig wird der Text, der sowohl auf Spanisch als auch auf Quechua, einer andinden Ursprache, gsungen wird, beinahe zu einem Fundus für Quechua für Feste und Discobesuche. Er handelt von einer Frau, die mit ihrem Holden bis zum Sonnenaufgang, also bis zur Ankunft des Sonnengottes der Inka, tanzt.

    Inzwischen wurde Tusuy Kusun sogar zur offiziellen Hymne des Gipfels des Asien-Pazifikanrainergipfels in diesem Jahr in Peru erhoben.

    Kleine Übersetzungshilfe:

    Yanay hamuy, tusuykusun – Meine große Liebe, gehen wir tanzen
    tusuykusun – gehen wir tanzen
    kusikuy, sunqu – freue Dich, Herz
    tayta Intipaq – Vater Sonne
    chakaymanta – Brücke

    Quelle: ANDINA, IncaMusic

  • Tagesschau-Artikel zum Tag der Kartoffel

    Sehr treffend schreibt tagesschau.de über eine AFP-Meldung zum Streit zwischen Peru und Chile darüber, woher genau die Kartoffel kommt.

    http://www.tagesschau.de/schlusslicht/kartoffelstreit2.html

  • Dina Paucar singt für die Kartoffel

    Volksmusik-Folklore-Star Dina Paukar, bekannt geworden durch Superhits wie „Madre“ (Mutter), „Me emborracho“ (Ich betrinke mich) oder „Adios Adios“ (Tschüss, Tschüss), singt den Titelsong für den diesjährigen „Tag der Kartoffel“ (día de la papa) am 1. Juni in Comas, Peru.  Dina Paucar wird dabei von den Caribeños de Guadalupe, Camaguey und Chola Chabuca begleitet. Im Rahmen der Feiern wird Dina Paucar auch offiziell als Unicef-Ehrenbotschafterin vorgestellt. In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA rief sie die Peruaner auf, mehr Kartoffeln zu essen, die ja schließlich sehr lecker sei und zudem aus Peru komme. Derzeit isst der durchschnittliche Peruaner rund 75 Kilo Kartoffeln pro Jahr. Events wie die Feierlichkeiten zum Tag der Kartoffel sollen helfen, die Statistik auf 100 Kilo pro Person und Jahr zu heben. Deshalb wurde kürzlich vom Landwirtschaftsministerium auch schon das „Papapan“ vorgestellt (Wortspiel aus Papa und Kartoffel + Brot). Durch die Steigerung des Kartoffelkonsums sollen auch die in letzter Zeit stark angestiegenen Lebensmittelpreise wieder sinken.

    Quelle: ANDINA

  • historische Bauwerke in Lima „verschwunden“

    Zugegeben, das historische Zentrum Limas ist oft Schauplatz kleinerer oder größerer Verbrechen. Meist geht es um Taschendiebstahl oder kleine Überfälle. Eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur „Andina“ erschreckt aber doch ein wenig…

    Am vergangenen Dienstag wurde vom Nationalen Kulturinstitut Perus (INC) im Zusammenhang mit einigen Bauwerken die Rücknahme des Status „Nationales Kulturerbe“ bekannt gegeben.

    Das erste Bauwerk, ein Haus in kollonialer Bauweise, ist eingestürzt, wodurch es nach der Meldung „alle seine originalen architektonischen Elemente verloren hat, inklusive der Fassade“. Bereits seit einiger Zeit beherbergt das Gelände einen nicht genehmigten Parkplatz. Auch wenn dieser Tag und Nacht von einem Parkwächter überwacht wird, hat er nach Meinung des INC „keinen historischen Wert mehr“.

    Ein weiteres Monument wurde aus der Liste gestrichen, weil sich die Denkmalschützer bei der Aufnahme der Bauwerke in der Adresse geirrt hatten und sie deshalb nur aus versehen aufgenommen worden waren.

    Die große Überraschung hielt sich der INC aber bis zum Schluss auf:

    „Zwei Bauwerke […] werden in Zukunft nicht mehr in der Liste auftauchen, weil sie nicht mehr existieren.“ An Stelle des einen findet man heute ein 5-stöckiges Haus. Das zweite ist wohl spurlos verschwunden.

  • Lima: In 4 Monaten 30.000 Wasserzähler gestohlen

    Fleissige Diebe in Lima haben in den ersten 4 Monaten des Jahres 2007 eine ganz besondere Vorliebe gezeigt: Sie raubten insgesamt 30.000 Wasserzähler im Wert von insgesamt rund 800.000 US-Dollar. Dies erklärte Guillermo León Suematsu, Präsident des Wasserversorgungs- und Abwasserdienstes Sedapal gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Andina.

    Neben dem Weiterverkauf der Zähler auf dem Schwarzmarkt sei besonders das Metall sehr beliebt gewesen, so León Suematsu. Seit dem Jahr 2001 sei Sedapal hierdurch Schäden im Wert von über 6 Millionen Dollar entstanden, mit steigender Tendenz.

    Um dem einen Riegel vorzuschieben, sollen in Zukunft wesentlich kleinere Wasserzähler ohne große Metallteile benutzt werden. Die Diebe scheinen sich aber bereits mit dieser Änderung abgefunden zu haben: Die Nummer der Diebstähle von Kanaldeckeln aus Metall ist in den letzten Monaten dramatisch angestiegen. Allein im Jahr 2006 wurden in Lima 2.237 Kanaldeckel entwendet.