Kategorie: weltbewegendes

Nicht übermäßig relevantes, oftmals komisches aus Peru in einer eigenen Kategorie: „weltbewegendes“!

  • Flädlesuppe, wenig Bier: Oktoberfest in Lima

    Auch Limenen müssen auf das „traditionelle deutsche Oktoberfest“ nicht verzichten. Dafür sorgt ein Hotel in der peruanischen Hauptstadt Lima. Der Pressemitteilung zufolge wird es dort vier Tage lang „Live-Shows typisch deutscher Musik und Tänze“ geben, sowie „Spezialitäten und Delikatessen“ der deutschen Küche. Dazu gehören demnach:
    -Wurstsalat (ensalada de salchichas)
    -Kartoffelsalat (ensalada de papas)
    -Ein Buffet aus Schinken, Salami, Cabanossi und verschiedener Würste
    -Flädlesuppe (sopa de crépes)
    -Kasseler (lomo ahumado)
    -Spätzle
    -Semmelknödel
    -Berliner
    -Apfelstrudel
    -Weißweincreme
    -Fruchtsalat.

    Von Bier steht nichts in der Pressemitteilung. Aber wer verbindet „Oktoberfest“ auch mit Bier.

    Ein persönlicher Ratschlag: „Brathendl“ schmeckt auch bei den Ketten „Bembos“, „Kenkos“ oder „Corralito“ sehr lecker. Nur heißt es dort „pollo a la brasa“.

  • Telefónica beklagt 500 gestohlene Solarpanele

    Über 500 Solarpanele, die normalerweise Antennen, Telefone oder Computer betreiben sollten, wurden im ersten Halbjahr diesen Jahres dem peruanischen Ableger der Telefongesellschaft Telefónica gestohlen oder mutwillig zerstört. Das teilte Telefónica in einer Pressemitteilung mit. Die meisten Solarpanele verschwinden, so Telefónica, in Cajamarca, Cusco, Huánuco, Piura und Lima. Deshalb muss Telefónica, um seinen Dienst aufrecht zu erhalten, immer häufiger auf Dieselmotoren zurückgreifen, wie María Herrera Portuondo erklärt, die bei dem Unternehmen für das Telefonnetz zuständig ist.

    Während der letzten 3 Jahre wurden in Peru insgesamt 60 Personen festgenommen, als sie Solarpanele stehlen wollten. 21 davon wurden bereits zu Haftstrafen zwischen einem und drei Jahren verurteilt. Damit gleicht sich die Zahl der Paneldiebstähle langsam den Zahlen der anderen 3 gern gestohlenen Objekte an:  Stromleitungen (unter- und überirdisch), Telefonleitungen und Gullideckel.

  • Peruanische Diözesen rüsten sich für die Schweinegrippe

    Um die Weiterverbreitung des AH1N1-Grippeviruses zu erschweren, haben einige peruanische Diözesen nun Sicherheitsvorkehrungen für Gottesdienste eingeführt. In einigen Gemeinden der Diözese Chachapoyas wird bei der Handwaschung jetzt Seife verwendet. Noch weiter gehen die Empfehlungen der Erzdiözese Trujillo: Erzbischof Miguel Cabrejos verordnete den Priestern seiner Diözese, im Rahmen der Vermeldungen Verhaltensregeln zur Prävention zu vermelden. Zudem sollen Priester auf Mundkommunion verzichten. Beim Friedensgruss solle auf Umarmung oder Händedruck verzichtet werden, so ein Brief des Bischofs an alle Gemeinden der Erzdiözese. Die Gottesdienste finden aber weiterhin normal statt.
    „Wir müssen als Kirche zusammenstehen, um die Ansteckung mit der Grippe zu verhindern, die sich so schnell ausbreitet“, so Cabrejos.

  • Hupen für die Stadtverwaltung

    Seit rund einem Monat kostet das Hupen ohne Grund auf dem Gebiet des Limaschen Nobeldistrikts Miraflores 71 Nuevos Soles. Inzwischen wurden bereits 3.000 Autohalter mit dem Busgeld belegt. Damit haben die besagten Verkehrsteilnehmer bereits 213.000 Nuevos Soles (Wechselkurs auf chachapoyas.eu)  in die Kassen des Distrikts gehupt. Interessant an der Information, die von der Distriktverwaltung in einer Pressemitteilung verbreitet wird, ist zudem, dass bis auf einzelne Ausnahmen fast alle Busgelder wegen unangebrachten Hupens von Polizistinnen verhängt wurden.

    Nach peruanischem Recht ist der Einsatz der Hupe nur erlaubt, wenn er hilft, eine Kollission zu verhindern. Der Einsatz zum Rufen von Passagieren ist nicht vorgesehen.

  • Campingtipps von Perus Gesundheitsbehörden

    Auf den hinteren Plätzen der Liste von Tipps, die Luis Oliva von der Direktion für Umweltmedizin (Digesa) Campern mitgibt, die in verschiedenen Teilen Perus die Osterfeiertage verbringen wollen, finden sich solche wie „nicht an unbekannten Orten oder unter freiem Himmel übernachten, Moskitonetz benutzen“. An erster Stelle aber findet sich einer, an den der normale Camper wohl wirklich nicht denken würde: „Auf guten Schutz vor Fledermäusen achten“. So solle man vermeiden, in der Nähe von Höhlen oder Wäldern zu campieren, wo für gewöhnlich Fledermäuse zu leben pflegen. Zudem sollte der Schlafplatz beleuchtet sein, was die Fledermäuse abschrecke, so Oliva. Weiters sei es gefährlich in der Nähe von Vieh zu schlafen. Nicht, weil das Vieh einem schlafenden Camper etwas antun könnte, sondern weil blutsaugende Fledermäuse bevorzugt in der Nähe von Vieh leben und wenn sie mal kein Vieh finden, suchen sie sich eben Menschen. Besonders dunkle und feuchte Orte wie Höhlen, verlassene Häuser, Kirchtürme, ausrangierte Öl-Pipelines und Wasserleitungen seien zu meiden.

    Sollte es doch jemanden an einen dieser Orte ziehen, hat Luis Oliva ein paar Tipps parat:

    So solle man nicht versuchen, eine Fledermaus zu fangen, denn die Tiere würden – aus einer Art natürlichem Schutzmechanismus heraus – sofort zubeißen und könnten so Tollwut verbreiten.

    Sollte das bereits geschehen sein, sollte man so bald als möglich das nächste Gesundheitszentrum aufsuchen, besonders bei „kleinen Wunden oder Blutspuren, die sich hauptsächlich am Kopf, besonders an der Stirn, Nase, an den Ohren, aber auch an den Fingern und den Füßen“, so der Veterinärmediziner. Sollte kein Gesundheitszentrum in der Nähe sein, kann man auch Infosalud anrufen (0800-108-28, kostenlos). Die Behandlung, besteht aus einer Schutzimpfung, 7 Dosen.

    An alle Leserinnen und Leser des Chachablog:

    Viel Spaß beim nächsten Campingausflug.

  • Huancayo: Pepelucho wird eingeschläfert.

    Als einen „Akt der Menschlichkeit“ bezeichnete heute Wilfredo Sosa Valenzuela, Direktor des städtischen Zoos von Huancayo (Region Junin), die Einschläferung des bei den Zoobesuchern beliebten Löwen Pepelucho. Der Löwe war 2006 vom peruanischen Naturgüterinstitut INRENA aus einem Zirkus befreit worden, in dem er über Jahre hinweg geschlagen wurde. Unter anderem litt Pepelucho deshalb an schweren, unheilbaren Rückenproblemen. Deswegen hatte die Zooleitung nun zwei Monate nach ihrem entsprechenden Antrag bei INRENA und der Staatsanwaltschaft für Umweltangelegenheiten nun die Erlaubnis bekommen, Pepelucho einzuschläfern. Er sei betäubt worden und sei sanft entschlafen, so Sosa Valenzuela.

  • Nachtleuchtende Pilze?

    Eine komplette Meldung wird dies hier nicht. Aber allein das Foto in dem Bericht der staatlichen peruanischen Nachrichtenagentur ANDINA über die Entdeckung eines Nachtleuchtenden Pilz im Westen Brasiliens ist durchaus sehenswert:

    http://www.andina.com.pe/espanol/Noticia.aspx?id=xv0T8wv3+68=

  • Kommentar: Was ein Präsident so alles kann

    Um große Worte war Alan García noch nie verlegen. Deswegen ist er ja auch schon zum zweiten Mal Präsident Perus. Dass er auch noch einiges mehr auf dem Kasten hat, konnten heute auch die Bewohner von Ate (Lima) hören. Als García dort auf dem Festakt zum zweiten Jahrestag der Gründung des „Wasser für alle“-Programms der peruanischen Regierung sprach, verkündete er in aller Bescheidenheit, er gebe den Menschen Wasser und Licht, baue Straßen und versorge alle Teile des Vaterlandes mit Telefonen. Deswegen sei er auch „links“, so García.
    An dem Tag, an dem er auch noch lernt, Geld zu machen, möge er sich bitte an INFOAMAZONAS wenden.

    Weitere „spannende“ Ergüsse:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=CCgVLEIvgWg

  • "Chachapoya-Wanderweg" beschlossene Sache

    11 Distrikte der Provinz Chachapoyas werden in den kommenden Jahren durch einen „Chachapoya-Abenteuerwanderweg“ verbunden. Er soll von Huancas über Chachapoyas, Levanto, San Isidro del Maino, Magdalena, Jalca Grande, Montevideo, Mariscal Castilla, Leymebamba, Chuquibamba nach Balsas am Marañón führen. Damit wird er viele archäologische und natürliche Sehenswürdigkeiten wie Ruinen aus verschiedenen Zeitaltern, beobachtungspunkte seltener Vögel und über Jahrhunderte unberührten Bergregenwald miteinander verbinden.

    443.000 Soles stehen bereit

    Neben der Aufstellung von Schildern auf der gesamten Länge des Weges umfasst das nun angestoßene Projekt auch die Förderung von Unterkünften, Rastmöglichkeiten und sanitären Einrichtungen  in den Orten, die an der „Gran Camino Chachapoya” genannten Route liegen. Zudem werden die gepflasterten historischen Inkawege – soweit notwendig – wieder hergerichtet und mit wichtigen Wegen der bis heute genutzten Mauleselspfade verknüpft. Die Provinz Chachapoyas, sowie die beteiligten Distrikte, stellen dafür nach Angaben von Provinzbürgermeister Peter Lerche insgesamt 443.000 Nuevos Soles zur Verfügung (Wechselkurse auf chachapoyas.eu). Ein Teil des Geldes soll auch für die Ausbildung von Fremdenführern aus der Umgebung aufgewendet werden. Weitere Mittel wollen die beteiligten Bürgermeister auf einer für Anfang März vorgesehenen Reise nach Lima organisieren.

    Wandern auf den Spuren der Chachapoya als Touristenattraktion

    Die 120-Kilometer-Route war von dem als „Chasqui Peruano“ genannten Abenteurer und Tourismusberater Felipe Valera konzipiert worden und soll Teil des „Circuito Turistico Nor Oriental“ (CNT), also der nordostperuanischen Reiseroute werden. Wie sehr Abenteuerwanderwege dieser Art gefragt sind, zeigt der seit Jahren anhaltende Erfolg des „Camino Inca“ zum Inkaheiligtum „Machu Picchu“ bei Cusco. Dort muss inzwischen, wegen des großen Andrangs, manchmal der Weg gesperrt werden. Gute Aussichten also für die Route, die innerhalb von ca. 8 Tagen in normalem Wandertempo abgelaufen werden kann.

  • Nach Gefängnispause: Magaly TeVe kehrt zurück

    Eineinhalb Monate nach ihrer Entlassung aus dem Santa Monica-Gefängnis in Lima wird die umstrittene Populärjournalistin Magaly Medina ab Montag Abend wieder bei ATV über alles ablästern, das einmal eine CD verkauft oder sein Gesicht in eine Kamera gehalten hat. Los geht es um 21 Uhr Ortszeit.  Magaly Medina war wegen Verleumdung verurteilt worden und verbrachte mehrere Monate im Gefängnis. Inzwischen wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

    Bisher bestand ihr Programm hauptsächlich aus mehr oder weniger verwackelten Filmaufnahmen von mehr oder weniger Prominenten, die mit Handys oder Überwachungskameras gemacht und von Magaly Medina ausführlichst kommentiert und durch den Kakao gezogen wurden.