Kategorie: weltbewegendes

Nicht übermäßig relevantes, oftmals komisches aus Peru in einer eigenen Kategorie: „weltbewegendes“!

  • In eigener Sache: Danke, Magaly!

    Zugriffsstatistik der letzten Tage. Bild: naimad.de
    Zugriffsstatistik von INFOAMAZONAS während der letzten Tage. Bild: naimad.de

    Vermutlich wird sie das niemals mitbekommen, aber Magaly Solier hat dem CHACHABLOG gestern beinahe 300 Besucher beschert. Normal sind 30-80 pro Tag. Dankeschön liebe Berlinale-Jury, ohne euch und natürlich ohne „La teta asustada“ wäre das vermutlich nie passiert.

  • Razzia im Gefängnis von Bagua Grande: 12 Messer…und 20 Liter Chicha

    Bei einer Razzia im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande wurden heute Morgen mehrere Stichwaffen gefunden. Zudem konnten mehrere Mobiltelefone und Ladegeräte beschlagnahmt werden. Auch zwei Päckchen Marihuana wurden gefunden. Der Fund, der aber wohl am schwierigsten erklärt werden kann, ist der Eimer, der mit 20 Litern Chicha (Maisbier) gefüllt war. Die Polizei hat ihn jedenfalls auch mitgenommen, wie José Antonio Aguilar, Pressesprecher der Polizei in Amazonas erklärt. Was danach damit geschehen ist, ist nicht bekannt.

  • Tag des "Pisco Sour"

    An jedem 2. Samstag im Februar feiert Peru ausführlich sein Nationalgetränkt, den Pisco Sour. Auch in diesem Jahr haben viele Distriktverwaltungen von Lima an zentralen Plätzen Stände aufgebaut, an denen kostenlos Pisco ausgeschenkt wird. Die wohl verbreitetste Zubereitungsform ist dabei der „Pisco Sour“, für die der Pisco-Schnaps mit Limonensaft und Zucker gemischt und mit einer zarten Eischaumschicht bedeckt wird. An vielen Orten werden Wettbewerbe veranstaltet, um den besten Pisco zu prämieren. Und wie es sich gehört, wird im Stadtteil Jesús María natürlich auch die „Miss Pisco“ gewählt und gekrönt. Die Feierlaune anheizen wird wohl auch die Nachricht, die Produktionsministerin Elena Conterno heute morgen verkündete. So habe Peru inzwischen Lieblingsfeind Chile bei der exportierten Piscomenge übertroffen. Zudem 2008 habe Peru 17 mal mehr Pisco exportiert als noch 2002.

  • Peru erhöht Soldatensold um 35%

    Die Soldaten der peruanischen Armee bekommen 35% mehr Sold. Ein entsprechendes Dekret wurde heute vom peruanischen Verteidigungsminister Antero Flores-Araoz unterzeichnet. Danach wird in Zukunft ein normaler Soldat, der bisher zwischen 112 und 118 Nuevos Soles erhielt, zwischen 160 und 176 Nuevos Soles erhalten.  Wer den Rang eines  „sargento primero“ innehat, kann sich von einer Erhöhung von  270 Nuevos Soles erhielt auf 448 Nuevos Soles pro Monat erfreuen.

    Damit soll auch für junge Menschen die Attraktivität der peruanischen Streitkräfte gesteigert werden, sie für den Wehrdienst zu begeistern. Derzeit ist das peruanische Militär an mehreren gefährlichen Einsätzen im In- und Ausland beteiligt, was die Bereitschaft für den Wehrdienst eher gedämpft hatte. So kämpft das peruanische Militär derzeit gegen Drogenschmuggler und Terroristen im VRAE genannten Tal der Flüsse Apurímac und Éne und im Rahmen einer UN-Blauhelmmission auf Haiti.

    Zuletzt war der Sold 2004 angehoben worden.

    Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA soll das entsprechende Dekret in den nächsten Tagen im peruanischen Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht werden.

  • 2005-2008: Bierkonsum verdoppelt

    In den vergangenen drei Jahren hat sich der Bierkonsum in Peru fast verdoppelt. Das erklärte Alfredo Paredes,  Vertreter des Getränkeherstellers Ajegroup, gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA. Wurden 2005 noch 781 Millionen Liter Bier konsumiert, waren es 2008  bereits 1,3 Milliarden Liter. Das entspricht ca. 41 Litern Bier pro Person und Jahr. Als einen Grund für den starken Anstieg sieht Paredes neben der weiteren Verbreitung durch eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur hauptsächlich die durch den Wettbewerb im Biersektor stark gefallenen Preise. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer Anstieg erwartet. Allein in den derzeitigen Sommermonaten diesen Jahres soll der Bierumsatz um 15 bis 20% über dem Umsatz des Vorjahres liegen. In den Sommermonaten, also Januar bis März, tätigen die peruanischen Bierhersteller rund 30% des Gesamtumsatzes. Zudem wird erwartet, dass der Jahresbierkonsum 2009 pro Person um 4 Liter auf 45 Liter ansteigt.

  • In eigener Sache: Drogen-Ufos besiegen Magaly Medina

    Langsam wird es unheimlich. Bisher führten Monat für Monat die beiden „Dauerbrenner“ Magaly Medina, eine populäre Fernsehjournalistin mit manchmal großem Mundwerk, die Weihnachten im Gefängnis verbracht hat, und Antonio Brack Egg, der fleißige peruanische Umweltminister, die Liste der Suchwörter an, über die Besucher auf INFOAMAZONAS gelangten. Seit November vergangenen Jahres haben die beiden aber Konkurrenz bekommen. Harte Konkurrenz. Von einem anderen Stern. Im vergangenen Jahr war es in Chachapoyas und Umgebung wiederholt zu „Ufo-Sichtungen“ gekommen – die möglicherweise in Verbindung mit Drogenschmuggel stehen. Eine kurze Notiz darüber reichte aus, seit einigen Monaten nun führt das Stichwort „Drogen Ufo“ bzw. „Ufo Droge“ die Liste der meistverwendeten Suchwörter an. Was auch immer die lieben Surfer dabei suchen: INFOAMAZONAS will nichts mit Drogenproduktion, -schmuggel, -konsum und -handel zu tun haben und verurteilt das auch aufs Schärfste. Bleibt zu hoffen, dass sich die lieben Besucherinnen und Besucher an den schönen Landschaften Perus berauschen. Das ist gesünder. Außerdem legal und wirtschaftsfördernd. Und nicht ganz so unheimlich.

  • Bagua Grande: 3 Häuser nach Familienstreit in Schutt und Asche

    3 bis auf die Grundmauern abgebrannte Häuser sind das Ergebnis des Streits zweier rivalisierender Familien in San Martin Alto (Bagua Grande/Utcubamba). Wie die Polizei gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur ANDINA erklärte, waren 2 maskierte Personen in das Haus einer der Familien eingedrungen. Als sie nur ein Kind und nicht das gesuchte Familienoberhaupt antrafen, gossen sie Benzin über die Hauseinrichtung und zündeten sie an. Nachdem die Täter geflohen waren, schafften es die Nachbarn, das Kind aus den Flammen zu retten.
    Wenig später ging die Hausbesitzerin mit mehreren hundert aufgebrachten Personen aus der Nachbarschaft in Richtung der Häuser der rivalisierenden Familie, die man der Tat verdächtigte. Die aufgebrachte Menschenmenge setzte sofort 2 der Häuser in Brand. Menschen kamen dabei nicht ums Leben, wie die Polizei von Bagua Grande berichtet. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.
    Zudem weißt die Polizei auf eine Tatsache hin, die das Geschehen noch verschlimmert hat: Bagua Grande verfügt trotz seiner 50.000 Einwohner bis heute über keine Feuerwehr.

  • KURZKOMMENTAR: Hohe Wahlbeteiligung bei der "Abwahl"

    Wie die Leiterin der peruanischen Wahlbehörde ONPE (Oficina Nacional de Procesos Electorales) Magdalena Chú mitteilt, verlief die Revocatoria („Abwahl“) in mehreren hundert Distrikten und einigen Provinzen Perus am vergangenen Sonntag nicht nur sehr friedlich, sie bestach vor allem auch durch die hohe Wahlbeteiligung. Besonders der letzte Punkt, der mit der Wahlbeteiligung, überrascht, angesichts der Tatsache, dass in Peru Wahlpflicht herrscht und Nichtwähler eine Strafe zahlen müssen.

    Nach Angaben der ONPE und der Beobachterorganisation Transparencia verlief die Wahl übrigens vorbildlich und ohne Zwischenfälle.

  • 6. Dezember: "Tag des Parkrangers"

    Am morgigen Samstag, dem 6. Dezember, wird in Peru der „Tag des Parkrangers“ (día del Guardaparque) begangen. Eingeführt wurde dieser Gedenktag am 6. Dezember 2006 im Rahmen des ersten landesweiten Parkranger-Kongresses. Derzeit gibt es in Peru laut des Umweltamtes INRENA 256 Parkranger, die Tag für Tag unter anderem die Nationalparks Pacaya Samiria, Machu Picchu und Bosques de Pómac bewachen.

  • SEDAPAL weiter kreativ: Prepaid-Strandduschen

    Nach Wasserzählern mit Internetanschluss hat sich das Wasserunternehmen Limas nun wieder einmal etwas neues einfallen lassen: Prepaid-Duschen für Strandbesucher.  Im Distrikt Punta Hermosa sollen ab Januar Testweise am Strand duschen aufgestellt werden, deren Wasser per „Duschkarte“ bezahlt wird. Diese muss, ähnlich einer Telefonkarte, vorher erworben werden. Bewährt sich das Prinzip, soll es auf allen Strände Limas Anwendung finden, wie Guillermo León Suematsu, der derzeitige Chef von Sedapal, betont.