Einwohner von Oyón (Region Lima) haben das örtliche Busterminal besetzt und fordern von den Busgesellschaften, 100 Kisten Bier, sowie eine Musikkapelle für das 10tägige Stadtfest zu stiften. Das berichten übereinstimmend der Nachrichtensender RPP und die Tageszeitung El Comercio. Nach Angaben der Polizei haben sie rund 20 Busse in ihre Gewalt gebracht und drohen, sie anzuzünden, sollte den Forderungen für das Fest rund um Mariä Himmelfahrt nicht nachgekommen werden.
Kategorie: weltbewegendes
Nicht übermäßig relevantes, oftmals komisches aus Peru in einer eigenen Kategorie: „weltbewegendes“!
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18. Juli: Dem Grillhahn sein Tag

Gut zu sehen: Peru produziert mehr Geflügel. Quelle: APA Das peruanische Grillhähnchen (pollo a la brasa) bekommt seinen eigenen Gedenktag, den dritten Sonntag im Juli. Das entschied die peruanische Regierung. Landwirtschaftsminister Adolfo de Córdova erklärte, das Cebiche und der Pisco hätten ihren Gedenktag. „Wie kann es sein, dass man das nicht auch dem Grillhähnchen zugesteht?“, so de Córdova.
Mit der Einrichtung des Gedenktages soll dem Gericht aber nicht nur gedacht werden, das Gedenken soll auch dafür genutzt werden, den Konsum peruanischer Grillhähnchen in Peru und auf der ganzen Welt zu fördern. Unterstützen soll dies die peruanische Vogelzüchtervereinigung (APA).
Ob dieser Sektor wirklich Unterstützung braucht ist aber fraglich, denn wie das Landwirtschaftsministerium berichtet, gehen monatlich 44 Millionen Portionen Grillhähnchen über den Tresen. Jeder Peruaner isst also durchschnittlich 1,6 Grillhähnchen. Damit hat das Hähnchen, das man natürlich auch auf andere Weise zubereiten kann, gar das Rind- und Schweinefleisch auf peruanischen Tellern „überflügelt“.
Voraussichtlich am kommenden Sonntag tritt seine Einrichtung per Veröffentlichung im Geseztblatt „El Peruano“ in Kraft.
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Peru: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen unbezahlten Urlaub
Ein für außenstehende seltsam anmutendes Schauspiel lässt sich derzeit in Perus Regionalregierungen beobachten: Massenhaft Regionalpräsidenten nehmen plötzlich 120 Tage Urlaub. César Trelles Lara, Regionalpräsident von Piura schaffte es noch vor Freitag, José Murgia Zannier, Amtsinhaber in Piura war später dran, aber immer noch pünktlich, denn: Am 6. Juni war Abgabeschluss, ab da mussten alle diejenigen im „Urlaub“ sein, die an der Wahl am 3. Oktober diesen Jahres teilnehmen wollen. Und den Termin wollten die 11 Regionalpräsidenten im Sonderurlaub nicht verpassen.
Direkte Wiederwahl wird in Peru nur ungern gesehen. Präsidenten dürfen es nicht, auch wenn das Diktatoren wie beispielsweise Alberto Fujimori nicht besonders interessiert. Regionalpräsidenten dagegen dürfen es, aber nur, wenn sie 120 Tage vor der Wahl unbezahlten Sonderurlaub nehmen. Damit soll verhindert werden, dass Kandidaten beispielsweise bei der Einweihung von wichtigen Bauwerken, die auf Staatskosten errichtet wurden, oder mit Verteilen von Geschenken Wahlkampf betreiben.
So kommt es, dass Tumbes, Áncash, Huancavelica, San Martín, Madre de Dios, Loreto, Ucayali, Cajamarca, Lima, Piura und La Libertad in den kommenden Monaten in gewisser Weise „Kopflos“ sein werden. Derweil gibt es noch weitere, die sich gerne hätten aufstellen lassen, die 120 Tage waren ihnen aber zu viel. Bei manchen bestimmt eine Geldfrage, wird von anderen – wie beispielsweise dem Regionalpräsidenten von Puno – gemunkelt, sie hätten sich so mit ihren Stellvertretern überworfen, dass sie Angst hätten, ihnen das Ruder zu überlassen. Ganz aufgegeben haben sie aber noch nicht, derzeit geistert noch eine Gesetzesvorlage durch den peruanischen Kongress, die den vorgeschriebenen Urlaub von 120 auf 45 Tage verkürzen soll.
In Madre de Dios macht Regionalpräsident Santos Kaway Komori bereits Nägel mit Köpfen. Bereits am Samstag, dem Tag, an dem der „Urlaub“ begann, fand bereits der Wahlkampfauftakt statt, so Alcides Arguedas, Reporter von Radio Madre de Dios, gegenüber INFOAMAZONAS.
Bürgermeister haben es übrigens etwas einfacher: Sie dürfen sich auch so zur Wiederwahl aufstellen lassen. Allein bei Einweihungen müssen sie sich gebührend zurückhalten.
Nachtrag 8.6.: Regionalpräsident von Cajamarca zieht den Rücktritt zurück
Jesús Coronel Salirrosas, Regionalpräsident von Cajamarca hat inzwischen den Rücktritt von seinem Rücktritt erklärt. Er könne nicht verantworten, dass eine Person ohne Moral, die zudem einer ganzen Reihe von Unregelmäßigkeiten verdächtigt wird, seinen Posten übernehme und damit alle erreichten Fortschritte gefährde, so Salirrosas heute Morgen in Cajamarca. Kurz zuvor wollte sein Vize Aníbal Balcázar Torrejón unter dem Protest von Mitarbeitern der Regionalregierung Cajamarca seinen Posten als neuer Regionalpräsident antreten. Im April 2008 war Balcázar Torrejón auf frischer Tat ertappt worden, als er von einem Distriktbürgermeister 1.000 Nuevos Soles annahm, um diesem bei Wasser- und Abwasserprojekten „unter die Arme zu greifen“. Seine Partei, Fuerza Social, schloss ihn daraufhin aus.
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Adé Wahlversprechen: „Eingespartes“ peruanisches Präsidentenflugzeug zurück im Dienst
Es war eines der großen Versprechen der derzeitigen peruanischen Regierungspartei APRA im Wahlkampf 2005 / 2006: Der Verkauf des Präsidentenflugzeugs. Im „Plan de Austeridad“, einer APRA-Veröffentlichung aus dem Jahre 2005 – die durchaus Parallelen zum „FDP-Sparbuch“ bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr aufweist, stand die Maßnahme auf einem der ersten Plätze. Grund dafür war die öffentliche Kritik an der Verwendung der Maschine durch den Vorgängerpräsidenten Alejandro Toledo. Der Verkauf wurde nach der Wahl auch in die Wege geleitet, allerdings wollte niemand das Flugzeug kaufen. Der Präsident, Alan García Pérez, schaffte es dann auch, bisher darauf zu verzichten, entweder wurden Linienflüge genutzt, oder der Präsident eines Nachbarlandes erbarmte sich und ließ ihn mitfliegen. Die Präsidentenmaschine ging dann vorerst an die Luftwaffe. Nun wurde sie wieder aus der Mottenkiste geholt: Für seinen Besuch bei US-Präsident Barack Obama (sowie bei seinen beiden Töchtern) wurde kurzerhand die Wiederindienststellung verfügt. 10 Besatzungsmitglieder bekam die Maschine dafür spendiert, wie aus dem peruanischen Gesetzblatt hervorgeht, kann sich jede und jeder davon über 220 US$/Tag an Spesen freuen.
Das Flugzeug, eine Boeing 737, sollte zunächst für 18,5 Millionen US$ verkauft werden. Als sich kein Käufer fand, wurde der Preis auf 15,5 Millionen US$ herabgesetzt. Dennoch fand sich bis heute kein Interessent.
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Carlincatura EULAC-Treffen in Madrid zur Pressefreiheit in Peru

Karrikatur aus der Tageszeitung "La República". Zapatero: „Mir wurde gesagt, der Dicke, der da die Radiosender und Presse geschlossen hat, würde nicht kommen…“
Merkel: „Chávez ist doch gar nicht gekommen, Exzelenz.“
Zapatero: „Nein, ich sprech‘ von dem Dickerchen dort“ (mit dem Finger auf den peruanischen Präsidenten García am Rednerpult).
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Lima: Digitalisierung von Personenstandsregister enthüllt 2.000 Polygamiefälle
„Verheiratete können keine Ehe schließen“. So steht es im Absatz 5 des Artikels 241 des peruanischen Bürgerlichen Gesetzbuches („código civíl“). Um so spannender wird das Ergebnis der Zusammenführung von Familienstandsbüchern durch die peruanische Personenstandsregisterbehörde RENIEC. Die hatte in den vergangenen Wochen die Bücher von 22 der 43 Distriktverwaltungen der Hauptstadt Lima digitalisiert und dabei 2.000 Fälle von Bigamie aufgedeckt. In 200 Fällen war einer der Ehepartner sogar öfter als zwei Mal verheiratet. Nicht auszudenken, welche Zahlen herauskommen werden, wenn RENIEC seine Arbeit vollendet hat.
Da die Distriktverwaltungen bisher über kein einheitliches System zur Registrierung des Personenstandes – was Hochzeit, Geburt und Tod beinhaltet – verfügten, heirateten die nun ertappten Personen scheinbar ohne große Probleme in einem anderen Rathaus erneut.
Insgesamt waren 4,6 Millionen Dokumente untersucht worden, darunter auch Geburts- und Todesvermerke. Der eigentliche Zweck war es, der Bevölkerung den Umzug und den Zugang zu den Dokumenten zu erleichtern. Die Entdeckung von Unregelmäßigkeiten wie den Polygamie-Fällen war eher ein Nebeneffekt, so Reniec-Abteilungsleiter Armando García. Der Rekord lag bei sechs gleichzeitigen Ehen. Es handelte sich dabei um einen 57jährigen peruaner, der inzwischen in Kolumbien festgenommen wurde, nachdem er mehrere Frauen geheiratet, betrogen und bestohlen hatte. Eine Hochzeit wurde in San Isidro, eine in La Punta, eine in Magdalena del Mar und drei in San Borja registriert.
Man darf gespannt sein, welche Zahlen am Ende der Digitalisierung stehen.
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Nach Beschlagnahmung im Zirkus: Zoo Lima bekommt Tiger und Löwen

Löwe im „parque de las leyendas“, Lima. Foto: D. Raiser. Der Zoo der peruanischen Hauptstadt Lima, „parque de las leyendas“, bekommt 3 Löwen und 3 Tiger. Diese waren vor wenigen Tagen von Beamten des peruanischen Landwirtschaftsministeriums in einem Zirkus beschlagnahmt worden. Zuvor hatte der Zirkusdirektor des Zirkus „Safari“ die Rückgabe beantragt, die aber vom Ministerium wegen Bedenken hinsichtlich der Behandlung und Unterbringung der Tiere abgelehnt worden war.
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"Nur" 60 Jahre nach Eröffnung: Zoo von Huancayo bekommt seine Lizenz

Schild am Zooeingang. Seit nun 60 Jahren verfügt Huancayo (Region Junín) über einen Zoo. Dieser ist relativ klein und liegt im Naherholungsgebiet „Cerrito de la Libertad“, rund 1km von der Stadt selbst entfernt. Im April diesen Jahres hatte der Zoo groß Schlagzeilen gemacht: Pepelucho, der Löwe des Zoos wurde nach langer Krankheit eingeschläfert (INFOAMAZONAS berichtete). Jetzt macht er erneut Schlagzeilen, diesmal positivere: Der Zoo verfügt nun über die Erlaubnis, einen Zoo betreiben zu dürfen.
In den vergangenen Tagen war bei Freddy Arana Velarde, dem Bürgermeister von Huancayo, dessen Stadtverwaltung den Zoo betreibt, dafür das letzte, zentrale Schreiben eingegangen. Die Direktion für wilde Flora und Fauna des peruanischen Landwirtschaftsministeriums hatte den Plan für den Zoobetrieb genehmigt. Damit kann der Zoo, der derzeit von rund 245 Tieren bevölkert wird, Kooperationsverträge mit anderen Zoos unterzeichnen, Tiere kaufen, verkaufen oder tauschen, wodurch die zusätzlichen 1,4ha Zoofläche dann relativ Artgerecht gefüllt werden können, die derzeit im Bau sind.
Mit der Genehmigung sind aber auch Verpflichtungen verbunden. So muss jetzt einmal pro Woche Bericht erstattet werden über alle wichtigen Vorkommnisse im Zoo. Nicht mehr alle 60 Jahre.
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Endlich: Feste Regeln für den Import kenianischer Kamelmilch
Vergangenes Jahr waren die Kamele, die ein marrokanischer Prinz bei einem Staatsbesuch nach Peru mitgebracht hatte, leider wegen falscher Ernährung verstorben. Dennoch müssen peruanische Kunden nicht dauerhaft auf deliziöse Kamelmilchprodukte verzichten. Denn seit gestern gelten in Peru feste Regeln für den Import von Kamelmilch aus Kenia. Ausgearbeitet wurde das Regelwerk, dessen Folgen noch völlig unabsehbar sind, von der zuständigen Behörde SENASA.
Darin steht, dass die Milch selbst oder daraus hergestellte Produkte nur nach Peru importiert werden dürfen, wenn:
- das Milchkamel auch wirklich in Kenia geboren ist und aufgezogen wurde
- Die kenianische Veterinärmedizinische Behörde die Molkerei zertifiziert hat
- In einem Radius von 10 Kilometern um die Molkerei in den vergangenen 60 Tagen keine Tierseuche grasiert hat.
Was nun noch fehlt, ist ein Importeur.