Cusco: Sieben Tote bei schweren Regenfällen

Mindestens sieben Personen kamen bisher wegen der schweren Regenfälle in der peruanischen Region Cusco ums Leben. Das bestätigte der Regionalpräsident von Cusco, Hugo Gonzales, gegenüber dem Radiosenderverbund CNR. Zudem stürzte eine historische Brücke aus der Zeit der Inka ein, die Ollantaytambo und Quillabamba verband. Auch mehrere Hochspannungsmasten des Wasserkraftswerks Machu Picchu stürzten ein, wodurch große Teile der Region vom Stromnetz abgeschnitten sind. In der Stadt Cusco brach die Kanalisation zusammes. Auch mehrere historische Gebäude wurden schwer beschädigt. Insgesamt wurden in der Region mindestens 2.000 Gebäude zerstört.

Nicht nur Gebäude wurden beschädigt, auch rund 9.000 Hektar Felder, auf denen Nahrungsmittel angebaut wurden, haben die Wassermassen mitgerissen. Mehrere Straßen sind noch immer unbefahrbar, nachdem Erdrutsche sie teilweise mit in die Tiefe gerissen hatten. Auch die Eisenbahnstrecke, die Machu Picchu mit Cusco verbindet, ist derzeit unterbrochen. Davon sind auch zahlreiche Touristen betroffen, die die Nacht in Aguas Calientes (Dorf Machu Picchu) verbringen mussten, so die CNR. Mindestens 800 Touristen sollen deshalb heute mit Hubschraubern evakuiert werden.

Schon gestern wurden fast 500 Touristen auf diesem Wege evakuiert. Wie ANDINA meldet, warten noch rund 1400 Reisende auf ihre Evakuierung. Vorrübergehend hatten die Hubschrauberflüge eingestellt werden müssen, nachdem auch das Stadio von Ollantaytambo überflutet worden war, das bis gestern als Hubschrauberlandeplatz gedient hatte. Man sei bereits auf der Suche nach einem alternativen Landeplatz, so der peruanische Außenhandels- und Tourismusminister Martín Perez gegenüber ANDINA.

Währenddessen ist ein erstes Militärflugzeug mit Hilfslieferungen auf dem Weg nach Cusco. Der Kongress und die peruanische Bischofskonferenz hatten 20 Tonnen Hilfsgüter gesammelt, hauptsächlich Nahrungsmittel, Zelte, Kleidung und Decken.

Derweil rief die peruanische Regierung für 60 Tage den Notstand für die Provinzen Calca, Quispicanchis, Cusco, Urubamba, La Convención, Anta, Canas, Canchis, Paucartambo, Acomayo und Paruro (Region Cusco), sowie für die gesamte Regio Apurímac aus. Zudem wurden per Notfalldekret des peruanischen Kabinetts der Regionalregierung Cusco 10 Millionen Nuevos Soles aus dem Bergbau-Kanon für Soforthilfemaßnahmen bereitgestellt.

Für den heutigen Mittwoch hat der peruanische Wetterdienst SENAMHI weitere Regenfälle prognostiziert.


(Video: ENLACE NACIONAL)

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