Schlagwort: CNR

  • Oyón / Lima: Explosion in Kohlebergwerk fordert acht Todesopfer

    Acht Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in der peruanischen Provinz Oyón (Lima) ums Leben. Der Bürgermeister der Provinz erklärte gegenüber dem Radiosenderverbund CNR, Grund für die Explosion seien Grubengase gewesen, die von den Bergleuten durch Unachtsamkeit zur Explosion gebracht wurden. Das Bergwerk wurde inzwischen von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschlossen. Die Betreibergesellschaft Gazuna S.A. verfügt zwar über eine gültige Bergbaukonzession, hat aber keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen lassen und ist deshalb weder für entsprechende Untersuchungen, noch zum Kohleabbau berechtigt. So wird sich Gazuna S.A. nicht nur wegen des Todes der Mitarbeiter vor Gericht verantworten müssen.

    Derweil forderte der Regionalpräsident der Region Lima Nelson Chui, mehr gegen informellen Bergbau zu unternehmen. Das Geld von der Regierung für die Kontrolle des Bergbaus reiche gerade einmal für zwei Inspekteure. Bei über 6.000 ungenehmigten Bergbauunternehmungen allein in der Region Lima sei das viel zu wenig, so Chui gegenüber der CNR.

    Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP kamen alle Todesopfer aus dem 14.873-Einwohner-Distrikt Llata (Prov. Huamalíes / Reg. Huánuco).

  • Cusco: Sieben Tote bei schweren Regenfällen

    Mindestens sieben Personen kamen bisher wegen der schweren Regenfälle in der peruanischen Region Cusco ums Leben. Das bestätigte der Regionalpräsident von Cusco, Hugo Gonzales, gegenüber dem Radiosenderverbund CNR. Zudem stürzte eine historische Brücke aus der Zeit der Inka ein, die Ollantaytambo und Quillabamba verband. Auch mehrere Hochspannungsmasten des Wasserkraftswerks Machu Picchu stürzten ein, wodurch große Teile der Region vom Stromnetz abgeschnitten sind. In der Stadt Cusco brach die Kanalisation zusammes. Auch mehrere historische Gebäude wurden schwer beschädigt. Insgesamt wurden in der Region mindestens 2.000 Gebäude zerstört.

    Nicht nur Gebäude wurden beschädigt, auch rund 9.000 Hektar Felder, auf denen Nahrungsmittel angebaut wurden, haben die Wassermassen mitgerissen. Mehrere Straßen sind noch immer unbefahrbar, nachdem Erdrutsche sie teilweise mit in die Tiefe gerissen hatten. Auch die Eisenbahnstrecke, die Machu Picchu mit Cusco verbindet, ist derzeit unterbrochen. Davon sind auch zahlreiche Touristen betroffen, die die Nacht in Aguas Calientes (Dorf Machu Picchu) verbringen mussten, so die CNR. Mindestens 800 Touristen sollen deshalb heute mit Hubschraubern evakuiert werden.

    Schon gestern wurden fast 500 Touristen auf diesem Wege evakuiert. Wie ANDINA meldet, warten noch rund 1400 Reisende auf ihre Evakuierung. Vorrübergehend hatten die Hubschrauberflüge eingestellt werden müssen, nachdem auch das Stadio von Ollantaytambo überflutet worden war, das bis gestern als Hubschrauberlandeplatz gedient hatte. Man sei bereits auf der Suche nach einem alternativen Landeplatz, so der peruanische Außenhandels- und Tourismusminister Martín Perez gegenüber ANDINA.

    Währenddessen ist ein erstes Militärflugzeug mit Hilfslieferungen auf dem Weg nach Cusco. Der Kongress und die peruanische Bischofskonferenz hatten 20 Tonnen Hilfsgüter gesammelt, hauptsächlich Nahrungsmittel, Zelte, Kleidung und Decken.

    Derweil rief die peruanische Regierung für 60 Tage den Notstand für die Provinzen Calca, Quispicanchis, Cusco, Urubamba, La Convención, Anta, Canas, Canchis, Paucartambo, Acomayo und Paruro (Region Cusco), sowie für die gesamte Regio Apurímac aus. Zudem wurden per Notfalldekret des peruanischen Kabinetts der Regionalregierung Cusco 10 Millionen Nuevos Soles aus dem Bergbau-Kanon für Soforthilfemaßnahmen bereitgestellt.

    Für den heutigen Mittwoch hat der peruanische Wetterdienst SENAMHI weitere Regenfälle prognostiziert.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=G-OwljyRgw4&feature=player_embedded
    (Video: ENLACE NACIONAL)

  • In 5 Jahren soll Cerro de Pasco woanders stehen

    Bis zu fünf Jahre soll es dauern, dann soll Cerro de Pasco, Hauptstadt der zentralperuanischen Region Pasco, vollständig umgesiedelt worden sein. Das erklärte Arturo Delgado, abgesandter der peruanischen Regierung, gegenüber dem Radiosenderverbund CNR.  Die Umsiedlung ist notwendig, weil  seit einigen Jahrzehnten in der Nähe der Stadt mehrere Bergbauunternehmen im Tagebau diverse Metalle abbauen, wobei in Folge dessen sowohl Kinder als auch Erwachsene überhöhte Schwermetallwerte im Blut aufweisen. Seit vergangenem Jahr arbeitet die peruanische Zentralregierung gemeinsam mit der Regionalregierung von Pasco sowie diversen Akteuren der Zivilgesellschaft an einem Plan zur Umsiedlung der Stadt.

  • Gewerkschaftsbund und Regierung bilden runden Tisch

    Bei einem Treffen beschlossen am gestrigen Montag der peruanische Premier Yehude Simon und die Vorsitzenden verschiedener Gewerkschaften die Einrichtung eines runden Tisches, um regelmäßig in geordnetem Rahmen Meinungen auszutauschen. Das berichten übereinstimment der regierungskritische Radiosenderverbund CNR und die staatliche Nachrichtenagentur ANDINA. Neben möglichen Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen soll es vor allem darum gehen, Arbeitnehmern, denen während der Fujimori-Diktatur unrechtmäßig gekündigt wurde, ihre Arbeit wieder zurück zu geben.

    Mario Huamán, Vorsitzender der CGTP-Gewerkschaft, sagte gegenüber CNR, man nehme das Dialogangebot der Regierung gerne an, aber nur so lange kein politischer Druck auf die Gewerkschaft ausgeübt würde.

  • Betrug bei Lehrer-Einstellungstest: 3 Regionen müssen nochmal ran

    In den meisten Regionen Perus fanden am vergangenen Wochenende die Einstellungstests für nicht verbeamtete Lehrer statt. In den Regionen Pasco, La Libertad und Tumbes wurde der Test kurzfristig auf diesen Mittwoch verlegt, weil bereits vorab Testergebnisse im Umlauf waren. Die Lehrergewerkschaft SUTEP forderte die Staatsanwaltschaft auf, zu ermitteln, wie manche Lehrer schon vorher an die Testergebnisse kommen konnten. So war nach Angaben des Radiosenderverbundes CNR in Trujillo eine Lehrerin aufgeflogen, die eine vollständige, korrekte Lösungsskizze bei sich trug. Zudem hätten die Aufgabenzettel nicht gereicht, weil ein Kopierer bei der Bildungsbehörde der Region La Libertad gestreikt habe, so SUTEP gegenüber CNR.

    Die Lehrergewerkschaft schätzt den Schaden für die Regionalregierung in Trujillo auf 50.000 Nuevos Soles. Nicht beziffert wurden die Kosten für Anreise und Aufenthalt der Lehrerinnen und Lehrer in Trujillo, da die Tests in den meisten Regionen zentral an einem Ort abgehalten werden.

    Die einheitlichen Prüfungen wurden eingeführt, um Korruption und Amtsanmaßung bei Einstellungsverfahren zu verhindern, die von lokalen Autoritäten durchgeführt werden.

    Auch in Amazonas waren, wie Red Informativa Regional (RIR) berichtet, bei Lehrern mehrere Lösungsskizzen gefunden worden. Nach Angaben der Reporter, die bei der Prüfung zugegen waren, handelte es sich dabei allerdings vollständig um komplett falsche Skizzen. Nur 4 von 60 Antwortvorgaben haben der Wahrheit entsprochen, so RIR.

  • Bandenkrieg im Knast von Bagua Grande

    Bei einer Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Banden im Gefängnis von Bagua Grande (Provinz Utcubamba / Region Amazonas) kamen gestern 3 Personen ums Leben. 3 weitere wurden teils schwer verletzt. Einer der Toten war Domingo Colunche Barbosa, ein brutaler Straßenräuber, der unter dem Sitznamen „Rambo“ wiederholt Autos überfallen hatte. Wie andere Gefangene des „San Humberto“-Gefängnisses gegenüber dem Lokalsender „La Voz“ erklärten, hatte Domingo Colunche bereits seit längerem andere Häftlinge terrorisiert, weswegen diese entschieden, ihn aus dem Weg zu räumen.

    Wie der Radiosenderverbund „CNR“ berichtet, ist das Gefängnis von Bagua Grande für 90 Insaßen ausgerüstet, beherbergt derzeit aber rund 300. Zudem kritisiert der Kongressabgeordnete Maslucan, in dem Gefängnis seinen, obwohl es sich um ein Gefängnis ausschließlich für Untersuchungshäftlinge handle, mehr als 100 verurteilte Straftäter eingesperrt. Besondere Brisanz hat der Fall auch deshalb, weil laut Informationen von Radio La Voz bei der Auseinandersetzung nicht nur Stich-, sondern auch Schusswaffen verwendet worden waren.

  • Wahlbehörde gibt Strafen für Nichtwähler bekannt

    In Peru herrscht Wahlpflicht. Wer dagegen verstößt und nicht zur Wahl geht, muss eine Strafe bezahlen. Dies wird auch am 7. Dezember so sein, wenn in mehreren hundert Orten Perus die sogenannten „revocatorias“ abgehalten werden, also Abstimmungen über die Abberufung von Regionalpräsidenten, Bürgermeistern, Provinz-, Stadt- und Gemeinderäten. Diese Art der Abstimmung ist bereits seit Anfang der 90er Jahre in der peruanischen Verfassung vorgesehen, wird nun aber erst zum zweiten Mal angewandt. Wie die Jury für diese Art spezieller Wahlen, der „Jurado Electoral Especial“ (JEE), nun bekannt gab, liegen die Strafen bei dieser Wahl zwischen 17,50 und 70 Nuevos Soles. Wie hoch die Strafe jeweils ist, hängt vor allem davon ab, ob der jeweilige Ort nach der letzten Volkszählung im Vergangenen Jahr (CENSO 2007) als „nicht Arm“, “ „nicht extrem Arm“ oder „extrem Arm“ eingestuft wurde. In den „nicht Arm“en Orten beträgt die Strafe 70 Nuevos Soles, in „nicht extrem Arm“en Orten 35 und in „extrem Arm“en Orten 17,50 Nuevos Soles. Sonderstrafen gibt es zudem noch für die Wahlhelfer, die unter allen Wählern ausgeloßt werden. Erscheinen sie am Wahltag nicht, kommt auf sie eine Strafe von 175 Nuevos Soles zu.

  • Militär nimmt Journalist gefangen

    Wie die Vereinigung regionaler Radiosender CNR bekannt gab, wurde am Dienstag Genaro Alvarado Tuesta, Journalist des Radiosenders „La Voz de la Selva (LVS)“ aus Iquitos von Angehörigen des peruanischen Militärs für mehrere Stunden festgehalten und dabei misshandelt. Alvarado Tuesta führte in einer Krankenstation des Militärs ein Interview mit Freddy Huayunga Vela, einem Soldaten, der bei einem Zusammenstoß zwischen peruanischem Militär und der kolumbianischen Guerillaorganisation FARC schwer verletzt wurde. 5 Minuten nach Beginn des Interviews seien Militärangehörige in den Raum gestürmt, hätten ihn für 30 Minuten in einen Raum eingesperrt und ihm die Aufnahmegeräte des Radiosenders abgenommen, so Alvarado Tuesta. Zudem habe man ihm die Kleidung zerrissen und ihn verprügelt. Inzwischen wurde die Volksanwaltschaft „Defensoría del Pueblo“ eingeschaltet.

    Quelle: CNR