Piura: Zahl der Toten bei Straßenhändler-Protesten steigt auf 5

Nach Angaben der peruanischen Volksanwaltschaft kamen am Ende der gewaltsamen Proteste von Straßenhändlern im nordwestperuanischen Piura mehr Menschen ums Leben als bisher bekannt. César Orrego Azula, Ombudsman von Piura, erklärte gegenüber der Agentur ANDINA, seine Institution könne den Tod von fünf Personen bestätigen, darunter ein 15jähriger Junge. Zudem rief er die Bevölkerung Piuras auf, Ruhe zu bewahren und von Gewalt abzusehen.

Derweil trafen mehrere Hundertschaften der Polizei in Piura ein.

Die Gewalt war nach Angaben der Polizei ausgebrochen, nachdem Vertreter von Händlern, die ohne Genehmigung im und um den Hauptmarkt von Piura Handel treiben, weitgehend erfolglos zum Rathaus von Piura marschiert waren. Die Provinzverwaltung Piura versucht seit einigen Monaten, die Händler ohne entsprechende Lizenz aus dem Umfeld des Marktes zu vertreiben. Die Händler werfen Bürgermeisterin Mónica Zapata vor, keine angemessenen Alternativen vorgeschlagen zu haben und weigerten sich, den Markt zu verlassen. Dabei kam es zu Ausschreitungen, an denen neben Händlern und der Polizei auch Kriminelle und marodierende Banden beteiligt gewesen sein sollen, die anschließend umliegende Geschäfte und Tankstellen plünderten.

Nach den Zusammenstößen schloss die Regionalregierung vorläufig alle Schulen der Stadt. Derzeit wird debattiert, ob die peruanische Zentralregierung um die Ausrufung des Notstandes gebeten werden soll.


Quelle: Enlace Nacional

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