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  • Peru: Yale-Universität gibt verbleibende Machu Picchu-Fundstücke zurück

    Mit 35.000 Keramik-Fragmenten trifft dieser Tage die letzte verbleibende Ladung archäologischer Fundstücke in Cusco ein, die 1912 von dem US-Forscher und Abenteurer Hiram Bingham für Untersuchungen ausgeführt und seither von der Yale-Universität verwahrt wurden. Die ersten Stücke waren bereits im vergangenen Jahr übergeben worden und werden derzeit in der Casa Concha in der Regionalhauptstadt Cusco untersucht.

    Vorausgegangen war der Rückgabe ein jahrelanger Streit zwischen der Universität und der peruanischen Regierung. Letztere hatte schließlich mit rechtlichen Schritten gedroht, woraufhin sich die Universität bereit erklärte, die Fundstücke zurück zu geben.

    Zunächst werden die wertvollen Stücke in die Hauptstadt Lima geflogen, von wo aus sie von der Luftwaffe nach Cusco überführt werden. 218 der rückgeführten Fundstücke sind bereits im Machu Picchu-Museum der Casa Concha ausgestellt.

  • García: Yale gibt Machu Picchu-Fundstücke zurück

    Ein großer Erfolg für die peruanische Regierung und ein Wahlkampfthema weniger: Präsident Alan García gab die Einwilligung der Universität Yale bekannt, bis spätestens 2012 alle Fundstücke zurückzuführen, die nach der Wiederentdeckung der Inka-Ruinenstätte Machu Picchu 1911 in die USA gebracht worden waren. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit über die Besitzrechte an den Fundstücken, weswegen die Universität die Rückgabe verweigerte. Die peruanische Regierung hatte deshalb nicht nur Rechtsmittel eingelegt, sondern auch diplomatischen Druck aufgebaut.

    Die Stücke, die im Rahmen der Expedition des Archäologen Hiram Bingham geborgen worden waren, sollen nach Angaben des Presseamtes des peruanischen Präsidenten in der Universität San Antonio Abad (Cusco) untergebracht und weiteren Forschungen zugänglich gemacht werden. Dafür soll an der Universität ein neues Forschungszentrum entstehen. Zunächst ist die Rückführung besonders herausragender Objekte geplant, um zum hundertjährigen Jubiläum der Wiederentdeckung eine entsprechende Ausstellung zu gestalten.

    Vor wenigen Tagen war eine Abordnung der Universität Yale in Lima eingetroffen, um die Verhandlungen abzuschließen. Letztendlich soll, so das Presseamt, ein Telefonat zwischen García und Yale-Direktor Richard C. Levin den Ausschlag gegeben haben. Gleichzeitig bedankte sich der peruanische Präsident bei der Universität Yale. Ohne die gute Konservierung und Sammlung hätten sich wohl viele wertvolle Stücke in Privatsammlungen verloren, so García.

  • Peru verklagt Yale

    Peru hat in Columbia eine Klage gegen die US-Universität Yale eingereicht. Peru will die Rückgabe vieler Fundstücke erreichen, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts der „Entdecker“ von Machu Pichu, Hiram Bingham,  zu Forschungszwecken mit in die USA nahm. Bereits seit mehreren Jahren setzt sich Peru für die Rückführung ein, die Universität Yale hatte dies bisher aber grossteils abgelehnt oder strenge Auflagen zur Bedingung gemacht, die von der peruanischen Regierung als überzogen angesehen werden. Die peruanische Kongressabgeordnete Hildebrandt rief gleichzeitig davon auf, nicht in „übertriebenen Patriotismus“ zu fallen, sollte es zu keiner Rückgabe kommen. Die Welt würde deshalb nicht untergehen, so Hildebrandt.