Schlagwort: Hiram Bingham

  • Machu Picchu / Cusco: Archäologen finden Herrscher-Grab

    Ruhten hier Inca-Herrscher? Grabstätte bei Machu Picchu. Foto: ANDINA.
    Ruhten hier Inca-Herrscher? Grabstätte bei Machu Picchu. Foto: ANDINA.

    Von Grabräubern und Naturgewalten weitgehend zerstört aber dennoch ganz besonders: Peruanische Archäologen haben bei der Inca-Festung Machu Picchu in der südperuanischen Region Cusco offenbar das Grab einer in der Inca-Hierarchie sehr hoch stehenden Persönlichkeit gefunden. Dabei handelt es sich um eine teils in den Fels gehauene Höhle von rund 1,20 x 0,75 Metern, die mit fein behauenen Felsblöcken, sowie einer künstlichen Lehmschicht verschlossen worden war und sich in 15 Meter Höhe an einem Felsen befindet, so Fernando Astete Victoria, Direktor der Archäologie-Verwaltung des Machu Picchu-Komplexes.

    Auch wenn der Inhalt des Grabes vermutlich bereits vor langer Zeit geraubt wurde, ist das für die Archäologen ein bedeutender Fund, waren die von Hiram Bingham, der Machu Picchu weltweit bekannt machte, gefundenen Gräber doch auf andere Art und Weise verschlossen gewesen. Die Machu Picchu-Verwaltung plant nun neben der Restaurierung der Grabstätte auch genauere Untersuchungen vor Ort.

  • García: Yale gibt Machu Picchu-Fundstücke zurück

    Ein großer Erfolg für die peruanische Regierung und ein Wahlkampfthema weniger: Präsident Alan García gab die Einwilligung der Universität Yale bekannt, bis spätestens 2012 alle Fundstücke zurückzuführen, die nach der Wiederentdeckung der Inka-Ruinenstätte Machu Picchu 1911 in die USA gebracht worden waren. Vorausgegangen war ein jahrelanger Streit über die Besitzrechte an den Fundstücken, weswegen die Universität die Rückgabe verweigerte. Die peruanische Regierung hatte deshalb nicht nur Rechtsmittel eingelegt, sondern auch diplomatischen Druck aufgebaut.

    Die Stücke, die im Rahmen der Expedition des Archäologen Hiram Bingham geborgen worden waren, sollen nach Angaben des Presseamtes des peruanischen Präsidenten in der Universität San Antonio Abad (Cusco) untergebracht und weiteren Forschungen zugänglich gemacht werden. Dafür soll an der Universität ein neues Forschungszentrum entstehen. Zunächst ist die Rückführung besonders herausragender Objekte geplant, um zum hundertjährigen Jubiläum der Wiederentdeckung eine entsprechende Ausstellung zu gestalten.

    Vor wenigen Tagen war eine Abordnung der Universität Yale in Lima eingetroffen, um die Verhandlungen abzuschließen. Letztendlich soll, so das Presseamt, ein Telefonat zwischen García und Yale-Direktor Richard C. Levin den Ausschlag gegeben haben. Gleichzeitig bedankte sich der peruanische Präsident bei der Universität Yale. Ohne die gute Konservierung und Sammlung hätten sich wohl viele wertvolle Stücke in Privatsammlungen verloren, so García.

  • Peru verklagt Yale

    Peru hat in Columbia eine Klage gegen die US-Universität Yale eingereicht. Peru will die Rückgabe vieler Fundstücke erreichen, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts der „Entdecker“ von Machu Pichu, Hiram Bingham,  zu Forschungszwecken mit in die USA nahm. Bereits seit mehreren Jahren setzt sich Peru für die Rückführung ein, die Universität Yale hatte dies bisher aber grossteils abgelehnt oder strenge Auflagen zur Bedingung gemacht, die von der peruanischen Regierung als überzogen angesehen werden. Die peruanische Kongressabgeordnete Hildebrandt rief gleichzeitig davon auf, nicht in „übertriebenen Patriotismus“ zu fallen, sollte es zu keiner Rückgabe kommen. Die Welt würde deshalb nicht untergehen, so Hildebrandt.