Kategorie: komisches

Mehr oder weniger komische Geschehnisse in Peru.

  • Razzia im Gefängnis von Bagua Grande: 12 Messer…und 20 Liter Chicha

    Bei einer Razzia im „San Humberto“-Gefängnis von Bagua Grande wurden heute Morgen mehrere Stichwaffen gefunden. Zudem konnten mehrere Mobiltelefone und Ladegeräte beschlagnahmt werden. Auch zwei Päckchen Marihuana wurden gefunden. Der Fund, der aber wohl am schwierigsten erklärt werden kann, ist der Eimer, der mit 20 Litern Chicha (Maisbier) gefüllt war. Die Polizei hat ihn jedenfalls auch mitgenommen, wie José Antonio Aguilar, Pressesprecher der Polizei in Amazonas erklärt. Was danach damit geschehen ist, ist nicht bekannt.

  • 6. Dezember: "Tag des Parkrangers"

    Am morgigen Samstag, dem 6. Dezember, wird in Peru der „Tag des Parkrangers“ (día del Guardaparque) begangen. Eingeführt wurde dieser Gedenktag am 6. Dezember 2006 im Rahmen des ersten landesweiten Parkranger-Kongresses. Derzeit gibt es in Peru laut des Umweltamtes INRENA 256 Parkranger, die Tag für Tag unter anderem die Nationalparks Pacaya Samiria, Machu Picchu und Bosques de Pómac bewachen.

  • SEDAPAL weiter kreativ: Prepaid-Strandduschen

    Nach Wasserzählern mit Internetanschluss hat sich das Wasserunternehmen Limas nun wieder einmal etwas neues einfallen lassen: Prepaid-Duschen für Strandbesucher.  Im Distrikt Punta Hermosa sollen ab Januar Testweise am Strand duschen aufgestellt werden, deren Wasser per „Duschkarte“ bezahlt wird. Diese muss, ähnlich einer Telefonkarte, vorher erworben werden. Bewährt sich das Prinzip, soll es auf allen Strände Limas Anwendung finden, wie Guillermo León Suematsu, der derzeitige Chef von Sedapal, betont.

  • Lambayeque: Gullideckel für 750.000 Soles gestohlen

    Der Gullideckeldiebstahl in großen Städten Perus nimmt langsam unglaubliche Ausmaße an. Wie die Stadtwerke Lambayeque (Epsel) in einer Pressekonferenz bekannt gaben,  wurden allein in diesem Jahr bisher rund 3000 Gullideckel gestohlen. Monatlich verschwinden rund 300 Stück, was bisher im Jahr 2008 einen Schaden von immerhin 750.000 Soles verursacht hat. „Jeder Gullideckel kostet rund 250 Soles. Dazu kommt dann noch die Arbeitszeit und das notwendige Material, um den Gulli wieder zu schließen“, so Abelardo Cadenillas, Cheff der Stadtwerke. Dabei wurden nach Cadenillas nur die drei Städte Chiclayo, José Leonardo Ortiz und La Victoria einberechnet, so dass die Dunkelziffer in der ganzen Region Lambayeque vermutlich noch wesentlich höher liegt. Ein weiteres Problem, so Cadenillas, liegt darin, dass nach dem Verschwinden eines Gullideckels die Nachbarn sofort die Stadtwerke anrufen würden – egal, ob es sich wirklich um die Abdeckung eines Abwasserkanals oder um den Kabelknotenpunkt einer Telefongesellschaft handelt. Aus diesem Grund planen die Stadtwerke nun, sich mit der Telefongesellschaft und der Polizei zusammen zu tun, um gemeinsam gegen die „Gullideckel-Mafia“ vorzugehen.Dabei geht von den ungeschützten Leitungen eine große Gefahr für Fußgänger und Fahrzeugführer aus. Immer wieder kommt es zu schweren Verletzungen durch fehlende Gullideckel. „Es ist eine große Gefahr, der man Fußgänger und Schulkinder aussetzt, die leicht Opfer solcher Fallgruben werden können“, so Cadenillas. Im Vergangenen Jahr kam in Lima eine Person durch einen nicht bedeckten Gulli ums Leben.

  • Drogendepot wird Koordinationsbüro der Regionalregierung

    Wie die Regionalregierung kürzlich verlautbaren liess, verfügt sie nun, Dank der Unterstützung eines befreundeten Polizeigenerals über ein Koordinationsbüro in Lima. Am heutigen Mittwoch erwähnte selbiger Polizeigeneral gegenüber Radio Horizonte, wie er selbst an die Räumlichkeiten kam:

    „Die Räumlichkeiten waren von Drogenhändlern zur Herstellung und Lagerung von diversen Drogen verwendet worden. Im Rahmen einer konzertierten Polizeiaktion konnte das Haus geräumt und beschlagnahmt werden.“

  • Lima: Wasserzähler mit Internetanschluss

    Wie die Agentur ANDINA unter Berufung auf das Wasser- und Abwasserunternehmen „Sedapal“ mitteilt, wird in Lima derzeit mit dem Einbau so genannter „intelligenter“ Wasserzähler begonnen. Diese Wasserzähler sollen, so Sedapal, über Zugang zum Internet verfügen, so dass sowohl der Nutzer, als auch das Unternehmen selbst, den Verbrauchsstand aus der Ferne ablesen können. Damit soll nicht nur das Zählerablesen unnötig werden, auch müssten die Zähler dann nicht mehr an Orten angebracht werden, die von der Straße offen begehbar sind, sondern können sich auch im inneren der Häuser befinden. Das hätte den positiven „Neben“effekt, dass in Zukunft die Anzahl der gestohlenen Wasserzähler pro Jahr stark sinken könnte. Derzeit werden laut Sedapal rund 80.000 Wasserzähler pro Jahr gestohlen. Derzeit verfügen in Lima rund 900.000 Haushalte über einen (legalen) Wasseranschluss. In einem ersten Schritt sollen nun 20.000 „intelligente“ Wasserzähler instaliert werden.

    Quelle: Sedapal/ANDINA

  • Engländer baut Amazonas-Pyramide

    Pyramide auf dem Amazonas. Foto: piramideperu.comIquitos scheint Phantasten und Exzentriker förmlich anzuziehen. Wie der Blog „Diario de Iquitos“ jüngst vermeldete, baut derzeit ein Engländer auf dem Wasser des Amazonas eine Pyramide, in der Schamanismus  und Heilkunst aus aller Welt seinen Platz haben möge. Angeblich arbeiten an der Holzkonstruktion freiwillige aus verschiedensten Ecken der Welt mit. Wie Paco de Bardales von Diario de Iquitos schreibt, eben „eine Mischung aus Arche Noah, Hostal, Tempel, Touristenzentrum und Kernpunkt kosmischer Vernetzung, mit wem und was auch immer.“

    Die Tageszeitung El Comercio verglich das Projekt gar mit Fizcarrardos Eisenbahnbau.

    Jedem das seine… Und wenn es zahlungskräftige Touristen nach Iquitos bringt, warum nicht, solange das Holz für die Pyramide umweltverträglich herangeschafft wird…

  • Iquitos: Polizisten mit Gefangenem auf Kneipentour

    Kurios-erschreckendes passierte vergangene Woche in Iquitos, der Hauptstadt der Nachbarregion Loreto. Wie der Radiosender La Voz de la Selva berichtet, verließen zwei Gefängnisaufseher mit dem wegen Drogenhandels verurteilten Javier Ricardo Herrera Calle das Gefängnis „San Jacinto“, um ihn wegen angeblicher gesundheitlicher Beschwerden in das örtliche Krankenhaus zu bringen. Nicht schlecht war das Erstaunen zweier anderer Gefängnisaufseher, die zufällig in der Bar saßen, die die beiden Polizisten mit ihrem „Gefangenen“ aufsuchten. Als sie schließlich gegen ein Uhr morgens die Anwesenheit der beiden anderen Gefängnisaufseher bemerkten, vierließen sie schnell die Bar und torkelten, stark alkoholisiert, zum Krankenhaus. Dort wurden die Polizisten wie auch der Gefangene verhaftet.

    Javier Ricardo Herrera Calle wurde zu 15 Jahren Freiheitsstrafe wegen Drogenhandel und -schmuggel verurteilt.

    Dieser Fall ist dabei nicht der erste seiner Art: Wie La Voz de la Selva weiter berichtet, wurde vor fünf Monaten ein Häftling mit dem Spitznamen „Polaco“ fotografiert, als er in einem Supermarkt gerade alkoholische Getränke erwarb. Offiziell war er zu jener Zeit „beim Zahnarzt“.

    Quelle: La Voz de la Selva

  • KOMMENTAR: Jaja, Mucho Gusto

    Seit 2005 wirbt Peru mit dem Slogan „Peru, Mucho Gusto“, einem Wortspiel, das unter anderem mit „Ich heiße Peru, Willkommen“, mit „Peru, sehr lecker“ und „Peru, guter Geschmack“ übersetzt werden könnte, im Ausland für seine wahrhaft exquisite Küche. Zu dieser Küche gehört zum Beispiel auch der Pisco, das alkoholische Nationalgetränk, dessen Erfindung sowohl Chile als auch Peru, die beiden Lieblingsfeinde, für sich reklamieren. Im vergangenen Monat kam es nun zu einem Eklat: Chile begann, mit dem Slogan „Chile Mucho Gusto“ zu werben. Aufgebracht riefen peruanische Politiker aller Parteien zu Konsequenzen auf, scheinbar mit Erfolg, denn auf persönliches drängen der chilenischen Präsidentin Michelle Bachelet, die sich seit ihrem Amtsantritt für eine Verbesserung der Beziehungen zu Peru eintritt, wurde die Kampagne eingestampft. Millionen bereits gedruckter Flyer wurden direkt nach dem Druck entsorgt.

    Es gibt übrigens sowohl in Peru, als auch in Chile einen Ort mit dem Namen „Pisco“. Aber auch in Zukunft wird nur einer mit dem Slogan „Mucho Gusto“ beworben werden.

    Quelle: ANDINA

  • Altersheim für Erzbischöfe

    Derzeit feiert der peruanische Erzbischof im Ruhestand Alcides Mendoza 50jähriges Jubiläum seiner Bischofsweihe. Mendoza, der bereits 1951 zum Priester geweiht wurde und als junger Bischof am zweiten vatikanischen Konzil teilnahm, hat einiges erlebt und aufgebaut in seinem Leben. Er lernte mehrere Sprachen, davon alleine 3 peruanische Ursprachen, weswegen er auch noch heute die Quechuapastoral der Diözese Chosica betreut. Neben dem Bau von Heimen für Waisenkinder, Aidskranke und Priesterseminaristen gründete er auch Orden und Kirchengemeinden und war auch viele Jahre als Militärbischof aktiv. Ein Bauwerk seiner Bischofszeit sticht aber besonders hervor: Das Altersheim für  Bischöfe und Erzbischöfe im Ruhestand. Es steht in der Diözese Abancay, in der Mendoza auch einige Jahre gewirkt hatte. Er selbst kümmert sich aber weiterhin lieber um seine Schäfchen und publiziert selbst mit 80 Jahren Hefte für die Quechuapastoral als in Abancay mit anderen Erzbischöfen Romé zu spielen.

    Quelle: ANDINA / CEP