Schlagwort: Lima

  • Peru: Starkes Erdbeben erschüttert Ica und Lima

    Ein Erdbeben der Stärke 6,2 auf der Richterskala hat heute (Montag) um 00:10 Uhr Ortszeit die zentralperuanische Küste erschüttert. Durch den Einsturz mehrerer Häuser und herabfallende Gegenstände sind nach ersten Informationen des peruanischen Zivilschutzes mindestens 70 Personen verletzt worden, aus Ica selbst gibt es bislang Berichte über fünf eingestürzte, sowie zahlreiche beschädigte Häuser. Große Teile der Provinzen Ica und Pisco sind noch immer ohne Strom.

    Das Epizentrum des Bebens, das in Pisco, sowie in der Hauptstadt Lima am stärksten zu spüren war, lag nach Angaben des peruanischen Instituts für Geophysik (IGP) 47 Kilometer südwestlich von Ica in einer Tiefe von 48 Kilometern. Das Beben war auch in Ayacucho, Huancavelica, Junín und Arequipa zu spüren.

    Insbesondere in Ica riefen die Erdstöße Erinnerungen an das schwere Erdbeben vom 15. August 2007 hervor, als in Ica und Umgebung hunderte Menschen ihr Leben verloren. Ein großer Teil der Schäden aus jener Zeit sind bis heute nicht repariert.

  • INEI: Limas Bevölkerung steigt auf 8.481.415

    Die Bevölkerung der peruanischen Haupstadt steigt weiter an, ebenso der limenische Anteil an der Gesamtbevölkerung. Nach Schätzungen des peruanischen Institutes für Statistik und Informatik INEI wohnen inzwischen 8.481.415 Menschen in Lima, was 28,14% der peruanischen Gesamtbevölkerung entspricht. Von den 8,5 Millionen Limeños wiederum sind 4,12 Millionen Frauen und 4,37 Millionen Männer. Die Distrikte mit der höchsten Bevölkerungszahl sind San Juan de Lurigancho (1,26 Millionen) und San Martín de Porres (659.613). Dabei ist nicht alles in Lima so dicht bevölkert. So hat der Distrikt Santa María del Mar gerade einmal 1.220 Einwohner. Rund 52% der Bevölkerung Limas ist jünger als 39 Jahre.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Kampf gegen Schmuggel und Produktpiraterie: Polizei durchsucht Polvos Azules

    Die peruanische Polizei hat heute (Montag) in der peruanischen Haupstadt Lima das Einkaufszentrum Polvos Azules nach Schmuggelwaren, sowie Erzeugnissen der Marken-, Musik und Videopiraterie durchsucht, dabei kam es zu Zusammenstößen. In einem Sektor des Einkaufszentrums brach ein Feuer aus, das aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Polvos Azules ist ein Markt, der für günstige – meist gefälschte – Markenartikel bekannt ist. Insbesondere raubkopierte Ton-, Bild- und Datenträger, aber auch geschmuggelte oder gestohlene Elektrogeräte, sowie Kleidung und Schuhe mit meist gefälschter Markenaufschrift gehen über die Theken der mehr als 100 kleinen Läden, die über mehrere Stockwerke verteilt sind.

    Wie ein Polizeisprecher gegenüber dem Nachrichtensender RPP betonte, war das Feuer ausgebrochen, als die Polizei mit Hilfe von Schneidbrennern versuchte, sich gegen den Willen der Ladenbesitzer Zugang zu verschaffen.

    Maribel Gutiérrez, Vorsitzende der Polvos-Azules-Händlervereinigung, erhob ebenfalls gegenüber RPP schwere Vorwürfe gegen das Vorgehen der Polizei. Sie sei zu keinem Zeitpunkt über die Durchführung der Polizeiaktion informiert worden, so Gutiérrez. Zudem beschwerte sie sich über unverhältnismäßigen Tränengaseinsatz und bezichtigte die Polizisten, neben den beschlagnahmten Produkten auch Geld mitgenommen zu haben.

    A propos Tränengas: In einem der Läden fand die Polizei mehrere Tränengasgranaten, die wohl aus dem Fundus der Polizei selbst stammten.

  • Lima: Erdrutsch verschüttet Straße Huaral-Acos

    Der angewachsene Chancay-Fluss hat im Distrikt San Miguel de Acos (Provinz Huaral / Region Lima) einen Erdrutsch ausgelöst und die Straße Huaral-Acos auf einer Länge von rund 100 Metern unpassierbar gemacht. Wie der Nachrichtensender RPP berichtet wurde auch eine Brücke beschädigt. Auf beiden Seiten des Erdrutsches haben sich inzwischen lange Fahrzeugschlangen gebildet, der Zivilschutz spricht von über hundert Fahrzeugen. Nach Angaben der Provinzverwaltung ist bereits schweres Gerät auf dem Weg, um die Straße wieder freizuräumen. Der Zivilschutz rief zudem die Provinzverwaltung auf, den Fluss zu kanalisieren.

    Neben der Straße sind auch Ackerflächen von dem Erdrutsch betroffen.

    San Miguel de Acos liegt nördlich der peruanischen Hauptstadt Lima in den Anden und hat rund 760 Einwohner.

  • Metro Lima vor dem gefühlten 150. Betriebsbeginn

    Die Züge im Depot. Foto: AATE
    Die Züge im Depot. Foto: AATE.

    Ab Morgen Samstag, den 10.12.2011, soll eine S-Bahn Villa El Salvador mit dem Zentrum der peruanischen Hauptstadt Lima verbinden. Das gab die für den Bau des Metro Lima zuständige Sonderbehörde AATE bekannt. Bereits mehrfach war der Betriebsbeginn der Triebwagen in den vergangenen 20 Jahren angekündigt worden, bisher stellte sich jede dieser Ankündigungen im Nachhinein als voreilig -und im Zweifelsfall als Wahlkampfgag- heraus. Dass Präsident Humala den Start der S-Bahn-Linie für den Wahlkampf nutzen möchte, ist eher unwahrscheinlich, denn die nächste Wahl ist erst 2016. Also könnte es diesmal sogar funktionieren. Bis zum 9. Januar 2012 wird die Fahrt übrigens kostenlos sein, erst den Tag darauf soll kassiert werden.

    Die Metro Lima soll mit durchschnittlich 35 km/h unterwegs sein und für die 22,2 Kilometer-Strecke von Villa El Salvador zur Avenida Grau 30 Minuten benötigen. Dabei werden insgesamt 9 Distrikte durchquert. Bislang brauchen Fahrgäste dafür mit dem Taxi über eine Stunde, mit dem Bus sogar mehr als zwei Stunden.

    Während ab Morgen also der reguläre Fahrbetrieb aufgenommen wird, träumt die AATE bereits mit weiteren Strecken. Als nächstes soll die Strecke von Limas Zentrum nach San Juan de Lurigancho in Angriff genommen werden.

    NACHTRAG (10.12.2011):

    Metro Lima kann wohl auch diesmal nicht wie geplant in Betrieb gehen. Der Grund: Der peruanische Zivilschutz hat nach der Baubegehung der Haltestellen noch nicht die für den Betrieb notwendigen Genehmigungen ausgestellt. Im besten Fall muss also bis zur entspechenden Genehmigung gewartet werden. Im (für die S-Bahn) schlechtesten Fall hat der Zivilschutz bei der Baubegehung noch Sicherheitsprobleme gefunden. Dann müsste zumindest mit der Eröffnung der entsprechenden Haltestellen bis zur Behebung dieser Sicherheitsprobleme gewartet werden.

    AATE-Werbevideo zum Thema:

    httpv://www.youtube.com/watch?v=XQ3Qu9G2Inc#!

  • Peru: 500 Kilo Kokain in Spargeldosen beschlagnahmt

    In einer luxeriösen Villa bei Huachipa (Distrikt Lurigancho-Chosica / Provinz Lima) hat die peruanische Antidrogenpolizei DIRANDRO gestern 900 Blechdosen beschlagnahmt, die insgesamt fast 500 Kilogramm der Droge Kokain für den europäischen Schwarzmarkt enthielten. Das berichtet die Tageszeitung La República. Als Dosenspargel getarnt sollte das Rauschgift nach Europa verschifft und dort verkauft werden. Vor Ort wurden nach Angaben der Polizei zwei Kolumbianer verhaftet, bei denen es sich aber vermutlich nicht um die Initiatoren des Drogenschmuggels handelt. Die Polizei begann bereits mit der Suche nach den Hintermännern.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Cañete / Lima: Ein Toter bei Protesten gegen Gefängnis-Erweiterung

    Bei der Räumung einer von Demonstranten gegen den Ausbau eines Gefängnisses besetzten Straße ist in der peruanischen Provinz Cañete (Region Lima) ein 24jähriger Mann getötet worden. Wie die Tageszeitung „La República“ in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf örtliche Gesundheitsbehörden berichten, wurden drei weitere Personen verletzt. Die genauen Todesumstände sind bislang noch nicht bekannt.

    Rund 5.000 Menschen hatten seit drei Tagen die Panamericana südlich von Lima blockiert, um den Bau eines zweiten und den Ausbau des vorhandenen Gefängnisses in der Provinz zu verhindern. Der Plan, ein zweites Gefängnis zu bauen, wurde inzwischen verworfen. Die Demonstranten fordern, auch die Bauarbeiten an dem vorhandenen Gefängnis zu stoppen. Die Gefängnisbehörde INPE erklärte, der Bau könne nicht mehr gestoppt werden, da die Verträge mit den Bauunternehmen bereits unterzeichnet seien.

  • Barranca / Lima: Erdbeben der Stärke 5,4 lässt Perus Zentrum erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 5,4 auf der Richterskala hat die nördlich der peruanischen Hauptstadt liegende Provinz Barranca (Region Lima) erzittern lassen. Das geht aus dem jüngsten Erdbebenreport des peruanischen Institutes für Geophysik (IGP) hervor. In Barranca war das Beben mit der Stärke IV auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren, in Puerto Supe und Huacho mit III. Das Epizentrum lag 82,4 Kilometer Westlich von Barranca in einer Tiefe von 54 Kilometern unter dem Meer.

    Der peruanische Zivilschutz verzeichnet bislang keine Schäden, lediglich in Las Palmeras (Provinz Barranca) kam es zu Steinschlag.

  • Huarochirí / Lima: Bus stürzt ab – 12 Schüler sterben

    Beim Absturz eines Busses sind gestern im Distrikt Matucana (Provinz Huarochirí / Region Lima) mindestens 12 Personen ums Leben gekommen. Das berichtet die Agentur ANDINA. Bei den Opfern handelt es sich um Schülerinnen und Schüler, die auf dem Rückweg von einem Schulausflug waren, sowie um den Busfahrer. Der Bus war aus noch ungeklärter Ursache bei Streckenkilometer 72 der Carretera Central von der Straße abgekommen und einen Abhang hinuntergefallen.

    Zunächst hatten peruanische Medien informiert, der Bus sei nicht versichert gewesen und die Fahrer hätten über keinen Busführerschein verfügt. Inzwischen hat die Verkehrsdirektion des Transport- und Kommunikationsministeriums allerdings klargestellt, dass beide Fahrer über die vorgeschriebenen Führerscheine verfügten und die Fahrzeugversicherung noch bis 2012 gültig ist. Auch wurde die vorgeschriebene technische Überprüfung vorgenommen.

  • Das Innenleben des limenischen Combi-Chaos

    Das Verkehrschaos in der peruanischen Hauptstadt Lima geht zurück auf schlecht geplante Verkehrspolitik, eine überstürzte Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrs in den 90er Jahren und Unternehmer, die Lücken in den bestehenden Gesetzen bis ins Extrem ausnutzen und an dem Chaos sehr gut verdienen. So ließe sich eine Artikelserie zusammenfassen, die INFOS, eine Internetplattform für investigativen Journalismus von der NGO IPYS, in den vergangenen Tagen veröffentlicht hat. Die Autoren Marco Sifuentes, Nicola Torriti Zolezzi, Rafael Vereau Gutierrez und Dánae Rivadeneyra haben sich dabei nicht nur die „Drei-Stufen-Problematik“ der als „Combi“ bekannten Kleinbusse in der peruanischen Hauptstadt angesehen, sondern auch Probleme mit den Taxis und dem neuen, einheitlichen Schnellbussystem „Metropolitano“. Aufhänger ist der Tod von Ivo Dutra, eines jungen Pressefotografen. Er wurde von einer Combi angefahren und starb kurze Zeit später in einer Klinik. Der Combi-Fahrer beging Fahrerflucht und wurde bis heute nicht gefunden.

    Kurz gefasst besteht, so die Autoren, besteht die „Drei-Stufen-Problematik“ darin, dass meist hinter der Route, die ein Bus fährt, drei Unternehmen stehen:

    1. Der „Besitzer“ der Route. Er hat auf legale oder weniger legale Weise die Konzession für eine Fahrroute bekommen, auf der er mit Kleinbussen fahren darf. Tut er aber meist nicht.
    2. Der Besitzer des Kleinbusses. Er kauft den Kleinbus und mietet sich bei dem Besitzer der Route ein. Damit darf er dessen Route befahren. Tut er aber meist nicht.
    3. Der Busfahrer und sein Kassierer. Sie mieten den Kleinbus und die Route. Daneben müssen sie über die Fahrkarten auch noch ihren eigenen Lohn und die Spritkosten verdienen. Gibt es einen Motorschaden oder ähnliches, muss die Miete für Bus und Route dennoch bezahlt werden.

    Hinzu kommt ein völlig veralteter Fahrzeugpark – ein Zustand, der unter Anderem auf die Liberalisierung der Einfuhr von Gebrauchtwagen während der 90er-(Fujimori)Jahre und der Öffnung der Möglichkeit, mit jedem verfügbaren Fahrzeug Personennahverkehr betreiben zu dürfen, geschaffen wurde. Ein weiteres Problem ist die extreme Überlappung verschiedener Routen, teilweise fahren mehr als 100 Busrouten über den selben Streckenabschnitt. Dies sei, so die INFOS-Autoren, zum einen der Korruption in Limas Nahverkehrsbehörde geschuldet, zum anderen aber der Möglichkeit anderer Städte im Umland, Genehmigungen für Strecken in und durch die Hauptstadt ausstellen zu dürfen. So hat einer der größten Nahverkehrsanbieter Limas (Orion) seinen Sitz in Callao.

    Wer über grundlegende Spanischkenntnisse verfügt, dem sei die Lektüre der folgenden Artikelserie wärmstens ans Herz gelegt:

    http://www.infos.pe/2011/08/transporte-publico-lim/