Schlagwort: Lima

  • Mini-Erdbeben in Lima

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Ein leichtes Erdbeben hat heute Morgen die peruanische Hauptstadt Lima erzittern lassen. Das peruanische Institut für Geophysik (IGP) gab die Stärke mit 4,1 auf der Richterskala, sowie III auf der modifizierten Merkalliskala an. Zu Schäden kam es nach ersten Informationen nicht.

    Das Epizentrum lag 47 Kilometer südsüdwestlich der Hafenstadt Callao in einer Tiefe von 45 Kilometern.

  • Wertpapierbörsen Lima, Santiago und Bogotá beschließen Zusammenarbeit

    Die Wertpapierbörsen von Lima (Peru), Santiago (Chile) und Bogotá (Kolumbien) haben angekündigt, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten. Dadurch kann an jedem der drei Handelsplätze mit Wertpapieren der jeweils anderen  gehandelt werden.

    Mit der Zusammenarbeit soll der größte Wertpapiermarkt in Lateinamerika entstehen. Zunächst sollen dafür die Handelsgebühren der drei Börsen vereinheitlicht werden.

  • Susana Villaran gewinnt Lima

    Noch immer sind 2% der Bürgermeisterwahl-Stimmen nicht ausgezählt, dennoch zeichnet sich eine Siegerin ab: Die Fuerza-Social („dezentralistische Partei Soziale Kraft“)-Kandidatin Susana Villaran liegt derzeit mit einem Vorsprung von rund 100.000 Stimmen vor der Zweitplatzierten Lourdes Flores von der „christlichen Volkspartei“ PPC. Damit liegt der Unterschied bei weniger als einem Prozent. Allerdings gestand gestern selbst Gegenkandidatin Flores ein, dass dieser Vorsprung kaum noch aufzuholen sei – und gratulierte Villaran zu deren Sieg. Zuvor hatte das Wahlsondertribunal Lima Einsprüche der PPC gegen dutzende Wahlunterlagen zurückgewiesen.

    Damit geht nun nach fast einem Monat der limenische Wahlkrimi seinem Ende zu. Ein Datum, zu dem dann das offizielle Wahlergebnis bekannt gegeben werden soll, steht bislang allerdings noch nicht fest.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!

  • Peru modernisiert sein Erdbebenmesssystem

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Das peruanische Institut für Geophysik (IGP) hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit ersten Testläufen für ein neues, satellitengestütztes Erdbebenwarn- und Messystem zu beginnen. IGP-Direktor Ronald Woodman erklärte, bis Dezember würden sieben solarbetriebene und mit Satelitentechnik ausgestattete Seismografen über das ganze Land verteilt installiert. Sieben weitere solcher Geräte werden im pazifischen Ozean vor der peruanischen Küste verankert, um mögliche Tsunamis rechtzeitig vorhersagen zu können.

    Durch die neue Technik können Erdbewegungen dann nicht nur exakter vorhergesagt werden, es wird auch die Abhängigkeit von traditionellen Kommunikationsnetzen verringert. So war bei dem schweren Erdbeben in Pisco am 15. August 2007 das Telefonnnetz zusammengebrochen, wodurch die Daten über das Beben erst mit Verspätung bei der IGP-Zentrale in Lima eintrafen. Neben einer modernisierten Messzentrale ist zudem der Aufbau eines zweiten Standortes in Huancayo geplant, falls die Zentrale in der Hauptstadt Lima ausfallen sollte. Jeder der Standorte, so die derzeitigen Planungen, soll über ein Notstromaggregat verfügen, um im Katastrophenfall weiterarbeiten zu können.

    Der Kauf des neuen Equipments kostete nach Angaben des IGP 3 Millionen Nuevos Soles.

  • Zoo Lima eröffnet neues Raubkatzengehege

    Löwe im bisherigen Gehege des "Parque de las leyendas", Lima. Foto: D. Raiser.

    Der Zoo Lima, bekannt als „Parque de las Leyendas“, ist um eine Attraktion reicher. Seit heute verfügt der Tierpark, der sich innerhalb archäologischer Ausgrabungsstätten befindet, über ein vergrößertes Außengehege für Löwen, Tiger, Jaguare und Pumas. Nach Angaben der Zooverwaltung verfügt nun jede der genannten Tierarten über 1-1,5 km² für den Auslauf.

    Bislang waren die Raubkatzen in kleinen Käfigen aus Beton und Stahl untergebracht, in Zukunft gehören Grünflächen, Wasserfälle und Teiche zu ihrer Unterbringung. Damit Besucherinnen und Besucher einen Einblick in das Zooleben der Tiere erhalten können, wurden Panzerglasscheiben in die Gehegeumzäunungen eingebaut.

    Der „Parque de las Leyendas“ liegt im Distrikt San Miguel (Lima).

  • Limas Wahlkampf: täglich schmutziger

    Weniger als zwei Wochen bis zu den peruanischen Bürgermeister- und Regionalwahlen wird der Wahlkampf in der Hauptstadt Lima immer schmutziger. Unterstützt von den großen Medienunternehmen werden vorwiegend Lourdes Flores und Susana Villaran, die in den jüngsten Umfragen an erster Stelle stehen, abwechselnd Kontakte zur Drogenmafia oder zu linksradikalen Terrorgruppen unterstellt.

    Während der ehemaligen Dauer-Präsidentschaftskandidatin Lourdes Flores vorgeworfen wird, jeglichen Korruptionsverdacht gegen den derzeit amtierenden Bürgermeister Castañeda vertuschen zu wollen, sowie Kontakte zu dem Unternehmer Cesar Cataño, der in der peruanischen Öffentlichkeit permanent als Drogenbaron dargestellt wird (was er selbst abstreitet), zu unterhalten, Versuchen die Gegner der linksliberalen Susana Villaran (inklusive Lourdes Fores), diese als Kommunistin und Anhängerin des Venezolaners Hugo Chávez zu brandmarken.

    In den jüngsten Umfragen schaffte es Villaran dennoch, gegenüber der bereits sicher geglaubten Flores aufzuholen und das, obwohl Flores eigentlich der Opfer-Bonus hätte zufliegen müssen: In den vergangenen Tagen waren im Fernsehen, sowie im Radio Mitschnitte von Telefongesprächen der konservativen Lourdes Flores gespielt, kurze Zeit später dann in ihrem Telefonverteilerkasten ein Abhörgerät gefunden worden.

    Und während Flores von Links vorgeworfen wird, nur für die Reichen arbeiten zu wollen, werden von Rechts täglich neue Verbindungen zwischen Villaran und ehemaligen Linksterroristen erfunden, sowie der Vorwurf erhoben, mit ihr als Bürgermeisterin würden ausländische Unternehmen ihr Kapital abziehen.

    Obwohl der peruanische Präsident den letzten Vorwurf in einer Nachricht an ausländische Banken inzwischen abgeschwächt hat („Ein Triumph bei der Hauptstadt-Wahl bedeutet noch keinen Sieg auf nationaler Ebene“), verspricht der Wahlkampf in den wenigen noch fehlenden Tagen zum 3. Oktober 2010 mit härtesten Bandagen und zahlreichen Schlägen unter die Gürtellinie zu Ende zu gehen.

    Für den kommenden Präsidentschaftswahlkampf kein gutes Vorzeichen.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!

  • Lima: Makabrer Fund am Rimac-Ufer

    Mit einem gehörigen Schrecken in den Knochen kamen gestern mehrere peruanische Recycling-Arbeiter zur örtlichen Polizeistation. Sie hatten in einem Außenviertel der Hauptstadt Lima, am Rande des Rimac-Flusses, insgesamt vier Plasticksäcke mit grausigem Inhalt gefunden. Insgesamt 30 Schädel, 17 Unterkiefer und verschiedene andere, mutmaßlich menschliche Knochen zählte eine sofort alarmierte Spezialeinheit der peruanischen Kriminalpolizei.

    Die Knochen werden nun in einem Kriminalistiklabor untersucht.

  • Starkes Erdbeben vor Ica lässt auch Lima erzittern

    Ein Erdbeben der Stärke 5,7 auf der Richterskala hat heute Nacht um 3 Uhr Ortszeit Süd- und Westperu erschüttert. Insbesondere in Tambo de Mora, Pisco und Chincha (Region Ica) war das Beben zu spüren. Das Epizentrum lag nach Angaben des peruanischen geophysischen Institutes IGP 39 Kilometer westlich von Tambo de Mora unter dem Meer in einer Tiefe von 65 Kilometern.

    Der US-Erdbebendienst gab gar die Stärke 5,9 an.

    Am stärksten war das Beben dann auch in Tambo de Mora zu spüren, mit der Stärke IV auf der modifizierten Merkalliskala. Aber auch in der peruanischen Haupstadt Lima war es mit der Stärke III noch stark zu spüren.

    Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes fiel nach dem Beben in Teilen Icas der Strom aus. An verschiedenen Orten soll das Mobilfunknetz vorrübergehend zusammengebrochen sein. Mehrere Hütten, insbesondere auf dem Land, sind eingestürzt.

    Bereits gestern Erdbeben in Arequipa

    Gestern Morgen (Ortszeit) hatte ein Erdbeben der Stärke 4,0 auf der Richterskala Teile der südperuanischen Region Arequipa erzittern lassen. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes waren dabei keine Schäden zu beklagen.

  • Endlich: Ab 1. Oktober wird Flughafensteuer in Lima und Cusco beim Ticketkauf bezahlt

    Flughafen Chachapoyas - Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Flughafen Chachapoyas – Wartehalle und Check-In-Bereich. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Ab dem 1. Oktober gehört zumindest eine der langen Schlangen am Jorge Chávez-Flughafen in Lima, sowie am Flughafen von Cusco der Vergangenheit an. Ab dann werden die Flughafensteuern (TUUA) auch dort, wie international üblich, beim Ticketkauf und nicht mehr mühsam am Schalter im Flughafen bezahlt. In den kommenden Jahren soll das System dann auch auf die weiteren peruanischen Flughäfen übertragen werden, zunächst wird diese Möglichkeit den von Aeropuertos del Peru (AdP) verwalteten Flughäfen angeboten, zu denen auch der Flughafen Chachapoyas (Region Amazonas) gehört.

    Nach Angaben der Betreiberkonsortiums des Flughafens von Lima (LAP) fallen für die Umstellung Kosten in Höhe von rund 250.000 US$ an. Diese könnten aber schon bald durch eine Zunahme der Touristentröme wieder eingespielt werden, so die peruanische Finanz- und ehemalige Tourismusministerin Mercedes Araóz.

    Derzeit liegt die Flughafensteuer am Flughafen Lima, die noch bis zum 1. Oktober an den Schaltern im Flughafen selbst entrichtet werden muss, für internationale Flüge bei 31 US$, für Inlandsflüge bei 6,82 US$.
    (Stand: 12.09.2010)

  • Limas aussichtsreichster Bürgermeisterkandidat vor dem Aus?

    Die Sektion Lima-Zentrum des peruanischen Wahltribunals JNE hat mit Alexander Kouri Bumachar einen der aussichtsreichsten Kandidaten auf das Amt des Metropol-Bürgermeisters der peruanischen Hauptstadt Lima als nicht kandidierfähig eingestuft. Sollten höhere Instanzen des Wahltribunals diese Entscheidung stützen, wäre der bisherige Regionalpräsident von Callao aus dem Rennen. In den jüngsten Umfragen lag „Alex“ Kouri, wie er in peruanischen Medien genannt wird, gemeinsam mit seiner Rivalin Lourdes Flores Nano von der christlichen Volkspartei PPC an erster Stelle.

    Grund für die Entscheidung des Wahltribunals war, dass Kouri nicht den endgültigen Nachweis erbracht hat, seit zwei Jahren seinen festen Wohnsitz in Lima zu haben. Kouri hatte bei der Eintragung seiner Kandidatur als Wohnsitz ein Haus im limenischen Distrikt Magdalena angegeben, in dem seine PR-Beauftragte wohnt. Gegen die Entscheidung kann Kouri Berufung einlegen, eine höhere JNE-Instanz müsste sich dann des Falles annehmen.

    Kouri Bumachar ist Kandidat der Partei „Cambio Radical“. Diese trägt in Peru den Spitznamen „Vientre de Alquiler“ – Leihkörper oder Leihmutter. Der Grund dafür ist, dass José Barba, Gründer und „Vorsitzender“ der Partei Kandidaturen offensichtlich weitgehend unabhängig deren politischen Ausrichtung an bereits bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vergibt, denen in Umfragen eine gewisse Gewinnchance eingeräumt wird. So hatte Barba Anfang des Jahres den Posten des Präsidentschaftskandidaten an den peruanischen Fernseh-Entertainer Jaime Bayly vergeben. Dieser trat aber nach einigen Wochen wieder aus der Partei aus, nachdem die Kandidatur Kouris für „Cambio Radical“ öffentlich geworden war.

    Kouri hatte während der Fujimori-Diktatur in den 90er Jahren enge Kontakte zum peruanischen Geheimdienst-Chef Vladimiro Montesinos. Verschiedene „Vladivideos“, die der Geheimdienstchef selbst anfertigen ließ, zeigen Alexander Kouri bei Gesprächen mit diesem. Bei einem der Gespräche ging es darum, wie der Bürgermeisterkandidat für Lima, Alberto Andrade, am Wahlsieg gehindert werden könnte.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!