Schlagwort: Lima

  • Perus Bildungssektor im Streik

    Die peruanische Lehrergewerkschaft SUTEP hat alle peruanischen Lehrer für heute zu einem 24stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Gewerkschaft wirft der derzeitigen Regierung vor, eine aggresive Politik zur Privatisierung der Bildung zu betreiben, sowie von Korruption durchsetzt zu sein. Auch eine Lohnerhöhung, sowie eine Nachzahlung für die Unterrichtsvorbereitungszeit werden gefordert.

    Das peruanische Bildungsministerium nannte den angekündigten Streik „illegal“ und kündigte an, Lehrern durch den Streik verursachte Fehlzeiten von deren Lohn abzuziehen.

    Dabei sind die Lehrer nicht die einzigen, auch in der Universität Nacional Federico Villareal (Lima) fallen derzeit zahlreiche Kurse aus, nachdem Studierende im Protest gegen das Universitätsdirektorium einen Hörsaal besetzt haben. Zuvor hatte das Direktorium angekündigte Wahlen zur Neubesetzung der Universitätsführung abgesagt.

    Studenten und Dozenten der Universität Intercultural de la Amazonía in Pucallpa besetzten mehrere Gebäude ihrer Institution, um den Rücktritt des Direktors ihrer Universität zu erzwingen.

  • Justizministerium startet Ausschreibung für erstes Privatgefängnis

    Das peruanische Justizministerium hat die Einrichtung des ersten peruanischen privat geführten Gefängnisses ausgeschrieben. Das gab das Ministerium in einer Pressemitteilung bekannt. Das Gefängnis, das schon bald in Huaral – rund 90 Kilometer nördlich der Hauptstadt Lima – entstehen soll, wird 1.500 Gefangene aufnehmen können und soll über einen Wohnblock und mehrere Werkstätten verfügen.

    Ganz soll die Haftanstalt allerdings nicht in private Hände gegeben werden. So ist geplant, den Zugang, sowie die Außenmauern weiter vom peruanischen Gefängnisinstitut INPE überwachen zu lassen.

  • Erdbeben der Stärke 4,1 lässt Lima zittern

    Ein Erdbeben der Stärke 4,1 auf der Richterskala hat heute Nacht die peruanische Region Lima erzittern lassen. Das meldet das peruanische geophysische Institut auf seiner Internetseite. Das Epizentrum lag 42 Kilometer nordöstlich von San Vicente de Cañete in einer Tiefe von 102 Kilometern. Das Beben begann um 0:37:11 Uhr in der Nacht vom Donnerstag auf Freitag. Schäden gab es nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes keine.

    Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanischen Platte, weswegen es hier sehr häufig zu Erdbeben kommt.

    Der Distrikt San Vicente de Cañete hat 46.464 Einwohner und liegt direkt an der Pazifikküste.

  • Historische peruanische Nationalbibliothek wiedereröffnet

    Lesesaal in der peruanischen Nationalbibliothek. Foto: BNP
    Lesesaal in der peruanischen Nationalbibliothek. Foto: BNP

    Das renovierte historische Gebäude der peruanischen Nationalbibliothek im Zentrum der Hauptstadt Lima ist ab heute wieder für das Publikum geöffnet. Das berichtet die Nachrichtenagentur ANDINA. In den vergangenen vier Monaten war das Gebäude für die grundlegende Renovierung vorübergehend geschlossen worden. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Regale ausgetauscht und Bücher neu sortiert. Zudem wurden Fußböden erneuert, Treppen umgebaut und alle Räume mit Wi-Fi ausgestattet.

    Der Sitz der peruanischen Nationalbibliothek in der Avenida Abancay wurde 1821 gebaut. Nach einem Brand im Jahr 1943 mussten große Teile der Bibliothek neu gebaut werden.

    Nach eigenen Angaben verfügt die Bibliothek derzeit über rund 500.000 Bücher.

  • Oyón / Lima: Explosion in Kohlebergwerk fordert acht Todesopfer

    Acht Menschen, darunter ein Minderjähriger, kamen bei einer schweren Explosion in einem Kohlebergwerk in der peruanischen Provinz Oyón (Lima) ums Leben. Der Bürgermeister der Provinz erklärte gegenüber dem Radiosenderverbund CNR, Grund für die Explosion seien Grubengase gewesen, die von den Bergleuten durch Unachtsamkeit zur Explosion gebracht wurden. Das Bergwerk wurde inzwischen von der zuständigen Aufsichtsbehörde geschlossen. Die Betreibergesellschaft Gazuna S.A. verfügt zwar über eine gültige Bergbaukonzession, hat aber keine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen lassen und ist deshalb weder für entsprechende Untersuchungen, noch zum Kohleabbau berechtigt. So wird sich Gazuna S.A. nicht nur wegen des Todes der Mitarbeiter vor Gericht verantworten müssen.

    Derweil forderte der Regionalpräsident der Region Lima Nelson Chui, mehr gegen informellen Bergbau zu unternehmen. Das Geld von der Regierung für die Kontrolle des Bergbaus reiche gerade einmal für zwei Inspekteure. Bei über 6.000 ungenehmigten Bergbauunternehmungen allein in der Region Lima sei das viel zu wenig, so Chui gegenüber der CNR.

    Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP kamen alle Todesopfer aus dem 14.873-Einwohner-Distrikt Llata (Prov. Huamalíes / Reg. Huánuco).

  • El Agustino / Lima: Unbekannte erschießen Gefängnisdirektor

    Gegen 7 Uhr Ortszeit wurde heute der Direktor des Castro Castro-Gefängnisses, Manuel Vásquez Coronado, von unbekannten erschossen. Das berichtet die peruanische Polizei. Ersten Angaben zufolge hatten ihm mehrere Unbekannte vor seinem Wohnhaus aufgelauert und töteten ihn mit drei Pistolenschüssen. Obwohl er sofort in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert wurde, konnten die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen.

    Vásquez Coronado hatte am vergangenen 4. September die Leitung des Castro Castro-Gefängnisses übernommen und war zuvor Leiter anderer Gefängnisse.

  • Peru debattiert über mehr Parlamentsabgeordnete

    In Peru läuft derzeit eine Debatte um die Erhöhung der Anzahl von Parlamentsabgeordneten. Anstoß ist die fehlende Repräsentation der Region Lima, sowie der Wunsch, auch unter Auslandsperuanern Parlamentsabgeordnete wählen zu lassen. Diese Rrhöhung ist allerdings nicht so einfach, denn im Artikel 90 der peruanischen Verfassung ist die Anzahl der Abgeordneten auf genau 120 festgelegt. Die meisten Vorschläge, die bisher vorgebracht worden waren, enthielten die Forderung, die Anzahl der Abgeordneten durch eine Verfassungsänderung um 2 bis 5 zu erhöhen – um jeweils 1-4 Abgeordnete für die Region Lima und zusätzlich noch einen Abgeordneten für die Auslandsperuaner, um nicht andere Wahlkreise zusammen legen zu müssen.

    Die Nichtregierungsorganisation TRANSPARENCIA schlägt dagegen vor, die genaue Zahl aus der Verfassung zu streichen, um dynamischer auf Bevölkerungsentwicklungen reagieren zu können, sowie die Anzahl der Abgeordneten auf mindestens 150 zu erhöhen, um die Vertretung der fast 29 Millionen Peruaner im Parlament zu verbessern. Die Verfassungskommission des peruanischen Kongresses hat die Vorschläge inzwischen an das Plenum überwiesen.

    Damit sind es bereits drei Projekte mit grundlegend Bedeutung für die peruanische Verfassung, die in diesem Jahr debattiert werden sollen. Im Moment ist auch die Abschaffung des Präferenzstimmensystems, sowie die Rückkehr zum zwei-Kammer-System im Gespräch.

  • Das wird teuer: Miraflores bestraft das Hupen ohne Not

    Wer Lima kennt, hat dort vermutlich schon so manche Nacht nur schwer ein Auge zugedrückt, weil permanent vor dem Fenster uralte VW-Busse vorbeibrausen, aus denen nicht nur laut „Callao, Callao, Callao, Tacna, Tacna, Tacna“ geschrieb wird und weil deren Fahrer auch exzessiv die Hupe einsetzen um sich den Weg freizuhupen oder mögliche Passagiere auf sich aufmerksam zu machen.  Nachdem im vergangenen Jahr bereits der Kampf gegen die „optische Umweltverschmutzung“ aufgenommen wurde, in dessen Folge mehrere überdimensionierte Werbetafeln abmontiert werden mussten, geht es nun der „akustischen Umweltverschmutzung“ an den Kragen.

    Hupen nur im Notfall erlaubt

    Im Nobelstadtteil Miraflores müssen Auto- und Busfahrer nun mit einer Strafe in Höhe von 71 Nuevos Soles rechnen (Wechselkurs bei chachapoyas.eu), wenn sie ohne Not die Hupe erklingen lassen.

    „Die Hupe darf nicht verwendet werden, um Passagiere anzulocken oder um jemanden auf der Straße auf sich aufmerksam zu machen. Sie darf nur im Notfall oder zur Verhinderung eines Verkehrsunfalles verwendet werden“, heißt es in der Erklärung des Stadtrates von Miraflores. Dafür werden jetzt erst einmal 1443 Informationsschreiben verteilt. Ob die Durchsetzung und Ahndung wirklich möglich sind, wird sich aber noch zeigen müssen.

  • Mordanschlag auf Generalstaatsanwältin: Polizei veröffentlicht Phantombild

    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA
    Phantombild des Täters. Bild: ANDINA

    Aus den Angaben der Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz, sowie den Aussagen der Sicherheitsleute und einer Angestellten eines Friseursalons in der Nähe hat die peruanische Polizei nun ein Phantombild erstellt. Hiermit sollen Hinweise auf den Täter gefunden werden, der am vergangenen Samstag den Wagen der Generalstaatsanwältin mit einer Schusswaffe attackiert hatte.

  • Staatsanwältin Gladys Echaíz entgeht Mordanschlag

    Die peruanische Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz entkam am gestrigen Samstag nur knapp einem Mordanschlag. Wie die Staatsanwaltschaft erklärt, näherten sich gegen 19:55 Uhr in Lima ein noch unbekannter Täter zu Fuß mit einer Schusswaffen in der Hand dem Auto, in dem die Generalstaatsanwältin unterwegs war. Auf Höhe des Autos eröffnete er das Feuer und zerschoss die Scheiben des Wagens. Gleichzeitig versuchte ein zu den Attentätern gehörender Geländewagen erfolglos, dem Wagen der Generalstaatsanwältin  den Weg abzuschneiden. Der Fahrer von Gladys Echaíz schaffte es jedoch, den Geländewagen zu umfahren und zu flüchten. Weder der Fahrer, noch die Sicherheitsleute, noch Generalstaatsanwältin Gladys Echaíz wurden verletzt.

    Insgesamt waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft 3 Angreifer an dem Mordanschlag beteiligt.

    Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

    Anbei die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft im Originaltext:

    1.- Aproximadamente a las 7:55 p.m. de hoy sábado 31 de enero, tres elementos desconocidos portando armas de fuego atentaron contra la Fiscal de la Nación, Dra. Gladys Margot Echaiz Ramos, cuando se encontraba realizando actividades personales en el distrito de Jesús María.

    2.- Los hechos sucedieron en la cuadra 6 de la Av. de la Policía cuando un elemento joven, vestido deportivamente y con el pelo corto, se acercó a pie al vehículo en el que iba la Dra. Gladys Echaiz Ramos, portando un arma con la que hizo dos disparos al interior, por la ventanilla del chofer. La Fiscal de la Nación resultó ilesa.

    3.- Los efectivos de la seguridad personal de la magistrada repelieron de inmediato al agresor y a los otros dos sujetos que a bordo de una camioneta habían pretendido cerrarle el paso. y lograron que el vehículo oficial saliera del lugar, desconociéndose la suerte de los atacantes luego del intenso cruce de disparos.

    4.- La Fiscal de la Nación fue puesta a buen recaudo y conducida a su hogar a donde se hicieron presentes de inmediato el Ministro del Interior, el Director General de la Policía Nacional del Perú, el jefe de la Divincri y un destacamento policial que reforzó su seguridad.

    5.- La Policía Nacional del Perú ha iniciado de inmediato las investigaciones para ubicar y capturar a los autores.