Vier Tote und 29 Verletzte hinterließ gestern ein Busunfall im peruanischen Distrikt Pira (Provinz Huaraz / Region Áncash). Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Der Bus war aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und rund 20 Meter in die Tiefe gestürzt. Unter den Toten ist auch der 46jährige Fahrer des Busses. Die teils schwer Verletzten wurden in umliegende Krankenstationen eingeliefert.
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MTC: S-Bahn Lima soll Juni 2011 fertig sein

Träume vom „Tren Eléctrico“. Animation: ANDINA/Autoridad Autónoma de Tren Eléctrico Die Bauarbeiten an der S-Bahn-Linie 1 in der peruanischen Hauptstadt Lima sollen noch vor der dem Ende der Amtszeit der derzeitigen peruanischen Regierung fertig gestellt werden. Das vermeldete heute der peruanische Verkehrs- und Kommunikationsminister Enrique Cornejo Ramírez im Staatsfernsehen TVPeru. Zumindest die Infrastruktur der Linie, die Villa El Salvador mit dem 2 de Mayo-Krankenhaus (Av. Grau) verbindet, soll im kommenden Juni übergeben werden, so der Minister. Von dort soll die Strecke dann bis San Juan de Lurigancho verlängert werden.

Die Züge im Depot. Foto: AATE Zu Beginn soll mit den fünf vorhandenen Zügen eine Zugfrequenz von 20 Minuten erreicht werden, wobei das Transport- und Kommunikationsministerium MTC derzeit den Erwerb weiterer Züge prüft. Wegen der hohen Kosten bei Neuanschaffungen sollen fünf generalüberholte Züge aus zweiter Hand angekauft werden. In jeden der Züge sollen bis zu 400 Fahrgäste passen.
Bislang verkehrt der „Tren Electrico“, die Schnellbahn in Lima nur selten, beispielsweise bei Streiks von Transportarbeitern auf bestimmten Streckenabschnitten. Die 22-Kilometer-Fahrt von Villa El Salvador bis zur Avenida Grau soll 27 Minuten dauern und mit 16 Haltestellen ausgestattet sein.
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Piura: Perus erste Strafe wegen akustischer Umweltverschmutzung
Zum ersten Mal in Peru wurde gestern im nordperuanischen Piura der Besitzer einer Diskothek wegen akustischer Umweltverschmutzung rechtskräftig verurteilt. Das berichtet INFOREGION. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Unternehmer mit mehreren Messungen sein Delikt nachweisen können. Dennoch hatte er, mehrerer Verwarnungen zum Trotz, seine Musikanlage mit voller Lautstärke weiterbetrieben. Seit 2003 verfügt Peru über eine Liste nationaler Umweltstandards im Bezug auf Lärm.
Das Gericht veruteilte den Besitzer schließlich zu einer Bewährungsstrafe, während der er sogar seine Diskothek weiter betreiben darf. Allerdings nur unter Einhaltung gewisser Lärmschutzmaßnahmen, ansonsten droht ihm eine Haftstrafe.
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Peru: Erdbeben erschüttern Huaral und Mariscal Nieto

Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP. Eine Reihe von Erdbeben hat letzte Nacht die zentral- und südperuanischen Provinzen Huaral und Mariscal Nieto erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut. Zunächst hatte ein Beben der Stärke 3,9 auf der Richterskala um 22:01:41 Uhr (Ortszeit) die Umgebung von Huaral, nördlich von Lima, erzittern lassen. Um 23:52:45 Uhr (Ortszeit) bebte dann die Stadt Moquegua in der Provinz Mariscal Nieto (Region Moquegua). Das Epizentrum des zweiten Bebens lag rund 29 Kilometer Südwestlich von Moquegua-Stadt in einer Tiefe von 114 Metern.
Für beide Beben wurde die Stärke II auf der modifizierten Mercalli-Skala angegeben.
Über Schäden ist bislang nichts bekannt.
Vor der peruanischen Küste schiebt sich die Nazca-Platte unter die südamerikanische Kontinentalplatte, weswegen es sehr häufig zu Erdbeben kommt.
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Peru bleibt Fair-Trade-Kaffee-Weltmeister

Lager der Kaffee-Kooperative Rodriguez de Mendoza. Foto: M. Brugger. Mit exportiertem Fair-Trade-Kaffee im Wert von umgerechnet 73 Millionen US-$ ist Peru zum 6. Mal Fair Trade-Kaffee-Weltmeister. Das gab der peruanische Kaffeeproduzenten-Dachverband JNC bekannt. Das entspricht rund 460.000 Zentnern. Damit bleibt das Produkt vor Bananen, Mango, Kakao, Tee und Zimt weiterhin das peruanische Fair-Trade-Exportprodukt Nr. 1. Nach JNC-Angaben stammen 95% des nach den Maßstäben der FLO (Fairtrade Labelling Organisation) produzierten Kaffees von Kooperativen kleiner Kaffeeproduzenten.

Kaffee-Kooperative Rodriguez de Mendoza. Foto: M. Brugger. Um als Fair-Trade-Produkt anerkannt zu werden, müssen bestimmte Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden. So müssen beispielsweise für Produkte, die über das Fair-Trade-Unternehmen GEPA vertrieben werden, eine Reihe von Vorschriften wie die „Zahlung fairer Preise, die die Produktionskosten decken und darüber hinaus Spielraum für Entwicklungsaufgaben lassen, Langfristige und verlässliche Handelsbeziehungen, Förderung von ökologischem Anbau, Verzicht auf den Einsatz von Gentechnik“ oder der „Ausschluss ausbeuterischer Kinderarbeit“ eingehalten werden.
In Peru gibt es derzeit, wie der JNC berichtet, 39 Organisationen, die diesen Standards entsprechen. Darin sind 32.000 kleine Kaffeeproduzenten organisiert.
Allein nach Deutschland wurden im Vergangenen Jahr 1,343,638 Kilo peruanischer Kaffee exportiert.
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Padre Abad / Ucayali: Coca-Produzenten blockieren Fernstraße

PE 5N zwischen Tingo María und Aguaytía. Karte: MTC. Eine Gruppe von Coca-Produzenten aus der Provinz Padre Abad (Region Ucayali) hat die ostperuanische Federico Basadre-Fernstraße zwischen Tingo María (Region Huánuco) und Aguaytía blockiert. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. Zuvor hatten verschiedene Organisationen von Coca-Produzenten zu Protesten gegen die Arbeit des CORAH-Projektes aufgerufen, dessen Mitarbeiter großflächig Coca-Anpflanzungen zerstören. CORAH ist eine Behörde des peruanischen Innenministeriums zur Kontrolle und Verringerung des Coca-Anbaus.
Allein das staatliche Coca-Unternehmen ENACO darf mit Coca handeln, nur mit ENACO-Lizenz ist der Coca-Anbau legal. Nach Angaben der CNR haben sich auf beiden Seiten der Straßensperre hunderte Fahrzeuge aufgestaut, die eigentlich Ucayali, Huánuco oder die Region San Martín anfahren wollten. Ein Ende der Proteste ist bislang nicht in Sicht.
Coca ist nicht nur eine rituelle Pflanze und ein traditionelles Heilmittel in den Anden, sondern auch Grundstoff für die Herstellung der Droge Kokain. Nach Einschätzung von Experten geht das Gros der Cocaproduktion in der Umgebung von Aguaytía in die Drogenproduktion. Während der Polizeiaktivitäten der vergangenen Tage wurden im direkten Umfeld der Stadt fünf illegale Drogenlabore entdeckt.
Coca-Produzent stirbt bei Zusammenstößen mit der Polizei
Wie der Nachrichtensender RPP berichtet, kam bei Aguaytía ein 39jähriger Coca-Produzent ums Leben, der gemeinsam mit Kollegen mit Gewalt versucht haben soll, die Polizei von der Zerstörung ihrer Coca-Felder abzuhalten. Zwei weitere Personen haben Schussverletzungen.
Mehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme. -
Perus (vermutlich) künftiger Präsident: Luis Castañeda Lossio

Castañeda erklärt einen Tunnel. Foto: ANDINA/Jorge Paz Wohl kaum ein anderer Präsidentschaftskandidat zur Wahl im kommenden Jahr stand bereits so früh fest wie der derzeitige Bürgermeister von Lima, Oscar Luis („Lucho“) Castañeda Lossio. Einzig die Kandidatin des Fujimori-Blocks, Keiko Fujimori war vermutlich schon länger gesetzt, allerdings – als Tochter des ehemaligen Diktators – aus familiären, nicht aus politischen Gründen.
Luis Castañeda, Kopf der von ihm gegründeten konservativen Mitte-Rechts-Partei Solidaridad Nacional und damit Mitglied im Parteienbündnis „Unidad Nacional“, wurde 1945 in Chiclayo (Region Lambayeque) geboren. Schon früh kam er mit der Politik in Kontakt, sein Vater, Carlos Castañeda Iparraguire, war Bürgermeister der nordwestperuanischen Stadt.
„Comunicore-Skandal“: Schießpulver für politische Gegner
Derzeit steht der Politiker allerdings im Kreuzfeuer von Medien und Opposition. Grund ist der „Comunicore-Skandal“, Zahlungen der Provinzverwaltung Lima an die Briefkastenfirma „Comunicore“ in Höhe von mehreren Millionen Nuevos Soles. Es ging dabei um Schulden bei einem brasilianischen Unternehmen. Kurz nachdem das Geld, dessen Zahlung nie genehmigt wurde, an Comunicore überwiesen war, verschwanden die vorgeblichen Geschäftsleute von der Bildfläche. Als neue „Eigentümer“ tauchten plötzlich Menschen aus verschiedenen Armenvierteln der Hauptstadt auf, darunter mindestens eine Analphabetin. Selbst der peruanische Kongress nahm sich bereits des Themas an, die Opposition versucht nachzuweisen, dass auch der Bürgermeister von den Zahlungen Kenntnis hatte.
Keiko und Lucho Umfragen-Führer

In den Umfragen gleichauf: Keiko Fujimori. Bild: Fuerza 2011. Wenn dieser Skandal nun nicht über Castañeda hereinbricht, wird der Rechtsanwalt, der mehrere Jahre für die Weltbank in Mexiko gearbeitet hat, wohl am kommenden 28. Juli neuer peruanischer Präsident. Derzeitige Umfragen sehen ihn gleich auf mit Keiko Fujimori, dahinter in einigem Abstand Ex-Präsident Alejandro Toledo, der immer noch von sich behauptet, er habe über seine Kandidatur noch nicht entschieden – während seine Partei bereits Werbespots für ihn Schaltet. Ihm folgt der Nationalist Ollanta Humala. Dabei arbeitet seine erbitterte Rivalin um das Präsidentenamt eigentlich für Castañeda, da nach peruanischem Recht ein zweiter Wahlgang vorgesehen ist, sollte kein Kandidat über 50% der Stimmen erreichen. Das war bereits 2006 so, als der eigentlich wegen der ineffizienten Terrorbekämpfung und Korruptionsfällen während seiner ersten Regierungszeit Ende der 80er Jahre ungeliebte Kandidat Alan García in der Stichwahl gegen den Nationalistenführer Ollanta Humala gewann. Dieser hatte zuvor in der ersten Runde die meisten Stimmen auf sich vereinigen können. Die Wähler entschieden sich mit Alan García dann für das „mal menor“, das kleinere Übel – und gegen Humala, dessen Kurs, insbesondere gegenüber Hugo Chávez, nicht ganz klar wurde.
„kleineres Übel“
Diesmal wird die Wahl des „kleineren Übels“ wohl Castañeda auf den Präsidentenstuhl heben. Die Verurteilung des Ex-Diktators Alberto Fujimori – unter anderem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Korruption – wirft einen dunklen Schatten auf die orangen T-Shirts der Fujimori-Anhänger, so dunkel, dass höchstens erneute Anschläge einer wiedererstarkten „leuchtenden Pfad“-Terrororganisation in Lima diese Wahl drehen könnten. Darauf werden aber wohl selbst die Fujimoristen nicht hoffen.
Zu Gute kommen wird Castañeda dabei vor allem, dass er nach nun fast sieben Jahren als Bürgermeister der Provinz Lima einiges vorzuweisen hat. Damit im Wahlkampf zu werben ist in Peru zwar seit einigen Monaten verboten. Die allesamt in der Hauptstadt Lima ansässigen großen Medienunternehmen werden aber wohl dafür sorgen, dass Castañeda in alle Winkel des Landes bekannt wird. Wer Lima im vergangenen Jahrzehnt besucht hat, dem ist auch nicht entgangen, dass sich die Stadt verändert hat. Sie ist nicht nur weiter – vor allem in die Wüste – gewachsen, es wurden auch zahlreiche Straßenzüge etwas begrünt, Straßen und Kreisverkehre modernisiert, die nun seit über 20 Jahren im Bau befindliche Hochbahn vorangetrieben und mit der Einrichtung eines relativ modernen Bussystems begonnen. Auch die Erneuerung von Parkanlagen, sowie die Etablierung der – etwas undurchsichtig organisierten, aber auch für die peruanische Mittelklasse bezahlbaren – „Krankenhäuser der Solidarität („Hospital de la Solidaridad“), in denen private Kliniken von der Provinz verwaltet unter einem Dach relativ hochwertig medizinische Dienstleistungen anbieten, haben die Lebensqualität vieler Bewohner von Lima ohne Frage erhöht und „Lucho“ damit eine enorme Popularität eingebracht. Ob der massive Einsatz eigener Sicherheitskräfte die Sicherheitslage in Lima wirklich verbessert hat, ist bisher auch noch nicht belegt. Allein ihre Existenz vermittelt aber in vielen Teilen der Stadt ein subjektives Sicherheitsgefühlt.
Provinzverwaltung Lima-Werbetafel. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS Großmeister der Eigenwerbung
A propos Werbung im Bürgermeisteramt: Als vor wenigen Monaten ein Gesetz verabschiedet wurde, das Bürgermeistern die Nennung ihres Namens auf städtischen Bauwerken verbot, meinten mehrere Kongressabgeordnete, das Gesetz hätte einen Namen: Luis Castañeda. An keiner Straßenecke konnte man ihm entkommen, auf kleinen Fähnchen an jeder Straßenlaterne, an Baustellenabsperrungen, auf überdimensionalen Werbetafeln und selbst eingebaut in die Wasser-Licht-Spiele im „Wasserpark“ neben dem peruanischen Nationalstadion war das Leitwort seiner Amtszeit geschrieben „Construyendo“ („am Bauen“), zwei Linien in blau und gelb und in großen Lettern: „Luis Castañeda Lossio“. Das war und ist in Peru nicht ungewöhnlich, kaum ein Bürgermeister verzichtete auf solche Eigenwerbung. Aber der Hauptstadtbürgermeister war ihr Großmeister.
Noch ist Castañeda aber nicht Präsident und neben dem „Comunicore“-Skandal könnte ihm noch ein anderer gefährlich werden. Castañeda war während der Fujimori-Diktatur nicht nur Chef einer der staatlichen Krankenversicherungen, sondern auch der staatlichen Fischerkranken- und Rentenversicherung, die bis heute immer wieder Probleme hat, die Versicherten rechtzeitig zu auszubezahlen. Mehr als eineinhalb Jahre stand er an der Spitze der Versicherung.
Kontinuität

Darum gehts: Präsidentenpalast in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS Auch wenn noch-Präsident García nie eine klare Wahlaussage gemacht hat und seine eigene Partei, APRA, bislang keinen Kandidaten ins Rennen schickte, hielt er sich bislang mit scharfer Kritik an Luis Castañeda zurück. Für García wäre dieser ein Traumkandidat. Er würde wohl nicht nur dessen extrem wirtschaftsliberalen Kurs fortsetzen, sondern ebenfalls einiges Geld in Sozialprojekte mit hoher Breitenwirkung und den Rest in wenige riesige Prestigeprojekte investieren würde. Ob das für das Land gut wäre, steht auf einem anderen Blatt. Luis Castañedas Visionen sind, ähnlich wie Garcías, bislang eher technischer Natur. Größere Debatten oder gar ein demokratischer Diskurs mit möglichst vielen Beteiligten und betroffenen Seiten sind nicht seine Sache. Wichtiger wäre ihm wohl vor allem ein hohes Wirtschaftswachstum. Themen wie die Einbindung der Ureinwohner in den politischen Prozess würden vermutlich auch unter seiner Regierung nur als Anhängsel des Bildungs- oder Kulturministeriums abgehandelt. Das muss nicht schlecht sein, sagt aber insbesondere in Peru, wo die wichtigsten Entscheidungen weiter zentral von der Regierung getroffen werden, viel über die Stellung eines Themas aus.
Wirkliche Konkurrenten bislang nicht in Sicht

Wohl chancenlos: Yehude Simon. Foto: ANDINA Wollen sie einen Präsidenten Castañeda verhindern, müssen sich seine Mitbewerber schwer ins Zeug legen. Keiko Fujimori müsste auch andere Themen als die von ihr als „ungerecht“ empfundene Gefängnisstrafe ihres Vaters besetzen und auf ein Wiedererstarken des Terrorismus „hoffen“. Alejandro Toledo müsste die Erfolge seiner Regierung wieder ins Gedächtnis rufen und die Misserfolge vergessen machen. Der Umweltschützer Marco Arana müsste es überhaupt einmal schaffen, über ein anderes Thema als die Folgen des Bergbaus befragt zu werden und daneben seine noch sehr junge Partei im ganzen Land zu festigen. Ex-Premier Yehude Simon müsste seine Beteiligung an den Zusammenstößen zwischen Polizei und Indígena bei Bagua etwas glaubhafter darstellen. Dann besteht in Peru natürlich wie immer auch die Möglichkeit eines „Outsiders“, der wie Alberto Fujimori zu Beginn der 90er Jahre im Durchmarsch die Wahl für sich entscheidet. Ansonsten wäre Oscar Luis Castañeda Lossio als neuer Präsident gesetzt.
Den peruanischen Staat käme zumindest der Umzug günstig: Luis Castañeda bräuchte nicht einmal einen Umzugswagen. Von seinem Rathaus zum Präsidentenpalast sind es nur wenige Meter.
MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!
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Gas-Streik in Südperu: Ausnahmezustand in La Convención (Cusco)
Der Generalstreik in mehreren Regionen Südperus gegen den Erdgasexport eskaliert. Nachdem es in den vergangenen Tagen bei Protesten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften gekommen war, verhängte die peruanische Region über die Provinz La Convención (Region Cusco), insbesondere den Distrikt Echarate, den Ausnahmezustand. Damit bekommen Militär und Polizei weitgehende Möglichkeiten, Versammlungen zu verbieten, Häuser zu durchsuchen und Ausgangssperren zu verhängen.
Die Demonstranten fordern, das Erdgas aus dem Camisea-Projekt zunächst für den inländischen Markt zu reservieren und erst dann Überschüsse zu exportieren. Zudem sollen die Förderregionen mehr von den Exporteinnahmen profitieren. Die Regierung wirft den Demonstranten – wie bei jeder Demonstration in den vergangenen Monaten – vor, auf radikale Weise Wahlkampf betreiben zu wollen.
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Gran Chimú / La Libertad: Erdrutsch zerstört dutzende Wohnhäuser
Ein Erdrutsch hat in den Ortschaften Lagunillas und Farrat in der Region La Libertad (Provinz Gran Chimú / Distrikt Sayapullo) rund 28 Wohnhäuser zerstört und 50 weitere beschädigt. Das berichtet der peruanische Zivilschutz. Große Mengen Geröll, Schlamm und Erdmasse hatte sich von dem Luisi-Berg gelöst und waren ins Tal gestürzt. Menschen kamen dabei nach ersten Meldungen nicht zu Schaden, allerdings wurden mehrere Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche begraben.
Amancio Rodriguez, Distriktbürgermeister von Sayapullo, rief die Bewohner von Farrat auf, ihre Häuser zu verlassen. Bei mehr als 100 der dortigen Wohnhäuser bestehe akute Einsturzgfahr, so Rodriguez.
Farrat hat 324 Einwohner.
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Nach nur zwei Monaten: Linienflüge nach Chachapoyas eingestellt

Flughafen Chachapoyas – Parkplatz und Terminal. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS Nur zwei Monate nach der publikumswirksamen Neueröffnung des Flughafens Chachapoyas hat die Fluglinie LC Busre ihre Linienflüge dorthin bereits wieder eingestellt. Auch alle anderen peruanischen Nordostrouten wie Chiclayo-Tarapoto und Tarapoto-Trujillo werden bis auf weiteres nicht mehr geflogen, so Karla Ruiz Pomar vom Passagierservice des Unternehmens gegenüber INFOAMAZONAS.
Die Einrichtung von Linienflügen auf der Strecke Chiclayo-Chachapoyas-Chiclayo hatte insbesondere in der Tourismusindustrie der Region Amazonas große Hoffnungen geweckt. Auch wegen der hohen Preise war die Linie allerdings nur teilweise ausgelastet.