• Mariscal Ramón Castilla / Loreto: Tierschützer befreien Seekühe

    Im nordostperuanischen Puerto Alegría, nahe der Grenze zu Kolumbien und Brasilien, gelang es Tierschützern, mit Hilfe der Polizei zwei gefangene Seekühe zu befreien. Das gab das peruanische Amazonas-Forschungsinstitut IIAP bekannt. Die Tiere, in Peru als „manantíes“ bekannt, waren als eine Art Haustier gehalten worden. Die Seekühe, zum Zeitpunkt der Befreiung stark dehydriert und unterernährt, werden nun für zwei Jahre in eine Auffangstation gebracht, wo sie mit Spezialmilch versorgt werden. Anschließend sollen sie wieder ausgewildert werden.

    Die Tierschützer wollen nun eine Kampagne beginnen, um darauf hinzuweisen, dass die Haltung und Schlachtung von Seekühen verboten ist.

  • Huánuco: Präsidenschaftskandidatin Violeta Garay möglicherweise ermordet

    Tragisch endete am vergangenen Sonntag eine Wahlkampfveranstaltung in Angasmarca (Distrikt Huacar / Provinz Ambo) für die Violeta Garay Valdéz, die sich eigentlich zur neuen Regionalpräsidentin von Huánuco hatte wählen lassen wollen. Auf der Heimfahrt stürzte ihr Fahrzeug mehrere hundert Meter in die Tiefe, neben Garay Valdéz starben noch mindestens zwei weitere Personen. Zahlreiche Mitfahrer überlebten mit Verletzungen.

    Nach ersten Ermittlungsergebnissen der Polizei, die der Nachrichtensendung „90 Segundos“ vorliegen, soll an der Unfallstelle Bremsflüssigkeit gefunden worden sein. Zudem seien in dem Fahrzeug mehrere Kabel durchtrennt gewesen. Beides würde darauf hin deuten, dass das Bremssystem des Geländewagens bewusst manipuliert wurde, um die Kandidatin zu töten.

    Die Partei Garay Valdéz‘, „Taten statt Worte“, vermutet politische Gegner hinter der Tat. Die peruanische Polizei richtete eine Sonderkommission ein.

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  • Erdbeben der Stärke 6,7 erschüttert auch Perus Norden

    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.
    Erdbeben am 12.08.2010. Bild: IGP.

    Ein Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala mit Epizentrum in Ecuador hat heute Morgen um 6:54 Uhr Ortszeit den gesamten peruanischen Norden, insbesondere Piura, Bagua, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag rund 216 km Nordwestlich von Pastaza (Region Loreto) jenseits der Grenze in einer Tiefe von 161 Kilometern.

    In Piura, Tarapoto, Iquitos und Moyobamba war das Erdbeben mit der Stärke III auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Peruanische Präsidentschaftskandidatin Keiko Fujimori fordert Einführung der Todesstrafe

    Keiko Fujimori beim Wahlkampfauftakt. Bild: Fuerza 2011.
    Keiko Fujimori beim Wahlkampfauftakt. Bild: Fuerza 2011.

    Die peruanische Präsidentschaftskandidatin und Diktatorentochter Keiko Fujimori hat ein neues Wahlkampfthema in den Ring geworfen. In einem Interview mit Canal N forderte sie, die Wiedereinführung der Todesstrafe „ernsthaft zu prüfen und debattieren“. Hintergrund der Forderung sind Bilder eines 3jährigen, gelähmten Mädchens in der peruanischen Hauptstadt Lima. Unbekannte hatten die Großeltern des Kindes überfallen und dieses dabei mehrfach angeschossen.

    Im vergangenen Wahlkampf hatte auch der heutige peruanische Präsident Alan García die Wiedereinführung der Todesstrafe bei Sexualdelikten gegen Kinder gefordert. Sein entsprechender Entwurf zur Änderung der peruanischen Verfassung scheiterte aber an einer breiten Front von Politikern aller Parteien, sowie Menschenrechtlern und der katholischen Kirche.

    Selbst wenn Fujimori die Wahl gewinnen sollte und sie eine Mehrheit findet oder die Diktatur wiederherstellt, kann die Todesstrafe nicht einfach wieder hergestellt werden. Peru hat die Amerikanische Menschenrechtskonvention („Pacto de San José“) unterzeichnet, die in Artikel 4, Absatz 3 ausdrücklich die Rückkehr zur Todesstrafe in Staaten verbietet, in denen sie einmal abgeschafft wurde.

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  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert Calca, Quillabamba und Urubamba

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    Ein Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala hat gestern Abend um 20:24:21 Uhr (Ortszeit) die peruanische Region Madre de Dios, sowie umliegende Orte erzittern lassen. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag run 69 Kilometer Südöstlich von Fizcarrald in der Nähe der Grenze zwischen der Region Madre de Dios und der Region Cusco in einer Tiefe von 39 Kilometern.

    In Calca, Quillabamba und Urubamba war das Erdbeben mit der Stärke III auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Premiere im peruanischen Parlament: Quechua-Muttersprachlerin wird Bildungs-Kommission leiten

    Hilaria Supa Huamán. Foto: Congreso de la República.
    Hilaria Supa Huamán. Foto: Congreso de la República.

    Mit Hilaria Supa Huamán wurde zum ersten Mal in der Geschichte eine Quechua-Muttersprachlerin für die Präsidentschaft der Bildungs-Kommission des peruanischen Kongresses designiert. Hilaria Supa, Abgeordnete der Linksnationalisten (PNP), stammt aus der Provinz Anta in der südperuanischen Region Cusco. Während ihrer Arbeit als Menschenrechtsaktivistin hatte Supa Huamán energisch für den Zugang zu Bildung, insbesondere für Frauen, gekämpft. Daneben setzte sie sich engagiert für Landrechte und die gerechte Verteilung von Wasser ein. Für gewöhnlich beginnt Supa Huamán ihre Redebeiträge in ihrer Muttersprache Quechua. Wegen der fehlenden Sprachkenntnisse der meisten anderen Abgeordneten und fehlenden Übersetzern muss sie diese anschließend meist noch einmal auf Spanisch wiederholen.

    Abgeordnete der Regierungspartei APRA, sowie der Fraktion der Fujimori-Parteien kritisierten die Designierung Supas. So erklärte die ehemalige Inneministerin und APRA-Abgeordnete Mercedes Cabanillas, Hilaria Supa verfüge nicht über die fachliche Einigung, die Bildungs-Kommission zu leiten. Ähnlich argumentiert auch die Fujimori-Abgeordnete Martha Hildebrandt. Eine ihrer Fraktion nahestehende Zeitung hatte im vergangenen Jahr eine Kampagne gegen Hilaria Supa gestartet. An prominenter Stelle war ein Foto veröffentlicht worden, das die Abgeordnete mit einem vollgeschriebenen Block in der Hand zeigte – ihre Aufschriebe enthielten mehrere Rechtschreibfehler. Verschiedene Kommentatoren zogen daraufhin ihre Eignung als Kongressabgeordnete in Zweifel und forderten -glücklicherweise vergeblich- beispielsweise einen Universitätsabschluss als Kriterium für die Kongresskandidatur. Eine Reihe von Linguistik-Experten verteidigten Supa, die Schuld dafür liege eher bei der fehlenden zweisprachigen Erziehung in den staatlichen Schulen.

    Genau dort liegt nun auch die Hoffnung peruanischer Bildungsexperten, die die Designierung Hilaria Supas feiern. Sie hoffen, davon könnte ein Schub für die Verbesserung der Bildungssituation insbesondere in ländlichen Regionen Perus ausgehen. Wie es ist, wenn das Bildungssystem auf dem Land nicht funktioniert, hat Supa am eigenen Leib spüren müssen. Ihre Bildung hat sie sich weitgehend selbst erarbeitet.

  • Nach Felssturz: Arbeiten am Olmos-Tunnel unter den Anden wird fortgesetzt

    Staudamm "El Limón" des Olmos-Projektes, Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA
    Staudamm "El Limón" des Olmos-Projektes, Präsident García im Schlauchboot. Foto: Sepres / ANDINA

    Rund drei Monate nach den gefährlichen Felsstürzen auf der Baustelle des Olmos-Tunnels, bei denen 10 Bauarbeiter verletzt wurden, hat das verantwortliche Unternehmen Odebrecht Perú die Arbeit wieder aufgenommen. Zuvor musste der Tunnelbohrer überholt und repariert werden. Ursprünglich waren dafür sieben Monate veranschlagt worden.

    Auf der Baustelle wird nun wieder 24 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche in Schichten gearbeitet.

    Nach Angaben der Projektbetreiber fehlen noch ca. 3,9 Kilometer zur Fertigstellung des dann rund 20-Kilometer-Tunnels. Über den Tunnel soll Wasser aus dem aufgestauten Huancabamba-Fluss von der Ostseite der nordperuanischen Anden an die westlich gelegene Küsten geleitet werden, um dort bis zu 43.500 Hektar Wüste und Brache urbar zu machen.

  • Cusco beendet Gas-Streik

    Javier Velásquez Quesquén: Peruanischer Premier. Foto: Foto: ANDINA/ Percy Hurtado.
    Javier Velásquez Quesquén: Peruanischer Premier. Foto: Foto: ANDINA/ Percy Hurtado.

    Die Provinz La Convención in der südperuanischen Region Cusco hat nach nun 14 Tagen beschlossen, ihren Generalstreik zu beenden. Das berichtet die peruanische Tageszeitung La República. Unter Vermittlung der peruanischen Bischofskonferenz war gestern Premierminister Javier Velásquez Quesquén mit mehreren Ministern nach Quillabamba (Distrikt Santa Ana / Provinz La Convención) gefahren, um mit den Streikführern direkt zu sprechen. Inzischen wurde für den bestreikten Distrikt Echarate der Notstand aufgehoben.

    Die peruanische Regierung versprach dabei, durch verschiedene Maßnahmen, wie beispielsweise die Einrichtung einer Erdgasraffinerie, den Gaspreis in der Region zu senken. Obwohl Cusco selbst über Erdgasvorkommen verfügt, liegt der Verkaufspreis des Brennstoffs derzeit weit über dem in der Hauptstadt Lima. Zudem soll das Gas aus dem Vorkommen 88 vollständig für den internen Konsum reserviert bleiben. Das war eine der Hauptforderungen der Streikenden gewesen.

    Für Beruhigung bei den Anwesenden sorgte auch die Beteuerung des Premierministers, sowie des Umweltministers Brack Egg, das Megatoni-Schutzgebiet werde nicht von einer Gas-Pipeline durchschnitten.

    Den Dialog, der sich über vier Stunden hinzog, hatte der Vorsitzende der peruanischen Bischofskonferenz, Miguel Cabrejos, angestoßen. Am vergangenen Mittwoch waren im Distrikt Echarate (Provinz La Convención) bei Auseinandersetzungen mit der Polizei 19 Menschen verletzt worden.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert Apurimac

    Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richter-Skala hat gestern um 23:52:40 die peruanische Region Apurimac erschüttert. Das gab das peruanische geophysische Institut (IGP) bekannt. Das Epizentrum lag 33 Kilometer nördlich von Chalhuanca in einer Tiefe von 95 Kilometern. In Chalhuanca war das Beben mit der Stärke II auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren.

    Nach ersten Berichten des peruanischen Zivilschutzes (INDECI) sind keine Schäden zu beklagen.

  • IPEN: Uranvorkommen in Puno, Piura, Cajamarca, Ancash und Lima

    Allein im südperuanischen Distrikt Macusani (Provinz Carabaya / Region Puno), schätzen Experten, gibt es Uranvorkommen im Umfang von 30.000 Tonnen. Nach Angaben des peruanischen Institutes für Nuklearenergie (IPEN) kommt das Element auch in Piura, Cajamarca, Ancash, Lima, Pasco, Junín, Huancavelica, Ayacucho, Arequipa, Cusco, Moquegua und Tacna vor. Finanziell würde sich der Abbau wohl bald lohnen, so IPEN-Geologe Jacinto Valencia Herrera, da weltweit wegen des hohen Ölpreises besonders in China, Indien und Russland auf Atomkraft gesetzt würde.

    Uran ist ein chemisches Element und als radioaktives Metall sehr gefährlich.