• Kuélap / Luya: Überreste von 79 Menschen bei Ausgrabungen gefunden

    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    In den Mauern der Chachapoya-Festung Kuélap haben Archäologen Überreste von 79 Menschen gefunden. Das berichtet Peru21 unter Berufung auf den Forscher Alfredo Narváez, der die Ausgrabungen rund um Kuélap leitet. Alle dieser Menschen seien aber zunächst an anderer Stelle bestattet und erst später in die Mauern eingebettet worden, so Narváez. Die meisten der gefundenen Knochen stammen aus dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Wiederbestattung sei, so Narváez, ein weitverbreiteter Brauch im Vorspanischen Peru gewesen und Kuélap habe wegen seiner Größe die Arbeit zahlreicher Stämme und Gemeinschaften aus verschiedenen Gegenden gebraucht. Diese hätten dann häufig ihre Toten mitgebracht, um sie erneut zu bestatten. Das würde auch erklären, warum in einem Gebäude, das die Archäologen auf die Zeit zum Ende des ersten Jahrtausends datieren konnten, Knochen aus dem 7. und 8. Jahrhundert gefunden wurden. Zahlreiche andine Kulturen führten Wiederbestattungen durch.

    Ruinen und Tiere in Kuelap. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Ruinen und Tiere in Kuelap. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Derzeit wird in Kuelap an den Überresten von 27 Gebäuden gearbeitet, die erst kürzlich im Südteil von Kuelap entdeckt worden waren. Neben der Erforschung widmet sich das Team um Narváez aber auch der Restaurierung von einsturzgefährdeten Bauten innerhalb der Festung.

    Kuelap besteht aus über 400 einzelnen Bauwerken.

  • Puno / Puno: 10 Tote bei Verkehrsunfall

    Mindestens 10 Menschen kamen bei einem schweren Verkehrsunfall in der peruanischen Provinz Puno (Region Puno) ums Leben. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Unter den Toten ist auch ein 10jähriges Mädchen. Mehrere Verletzte wurden in das Regionalkrankenhaus Manuel Núñez Butrón gebracht.

    Im Distrikt Paucarcolla war nach ersten Erkenntnissen ein vollbesetzter Kleinbus mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Lastwagen aufgefahren.

  • Erdbeben der Stärke 4,0 erschüttert Santa María de Nieva (Condorcanqui)

    Ein Erdbeben der Stärke 4,0 auf der Richterskala hat gestern in den frühen Morgenstunden die peruanische Regenwaldstadt Santa María de Nieva erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut (IGP). Das Epizentrum lag rund 80 Kilometer nördlich von Santa María de Nieva in einer Tiefe von 50 Metern. In Nieva (Region Amazonas) und San Ignacio (Region Cajamarca) war das Beben mit der Stärke III auf der modifizierten Merkalliskala zu spüren.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • FIESTAS PATRIAS

    Mit dem heutigen Nationalfeiertag gedenkt Peru der Unabhängigkeitserklärung am 28. Juli 1821 durch General José de San Martín.

    FELIZES FIESTAS PATRIAS

  • Perus neuer Kongresspräsident heißt César Zumaeta

    Wie erwartet hat die Mehrheit aus der regierenden APRA-Partei, der Fraktion der Parteien des peruanischen Ex-Diktators Alberto Fujimori, sowie mehreren Splitterparteien mit klarer Mehrheit den Abgeordneten César Zumaeta Flores zum neuen Präsidenten des peruanischen Parlaments gewählt. Zudem wurden mit Alejandro Aquinaga (Fujimori-Fraktion), Alda Lazo (Alianza Nacional) und Eduardo Espinoza Ramos (UPP) die Posten der KongressvizepräsidentInnen neu besetzt.

    Die von Zumaeta Flores angeführte Liste erhielt 59 Stimmen bei 31 Enthaltungen und 19 ungültigen Stimmen. 56 Stimmen wären für die einfache Mehrheit notwendig gewesen.

    Zuvor war ein Versuch der peruanischen Opposition gescheitert, eine eigene Liste aufzustellen.

    Häufig ist die Präsidentschaft des peruanischen Kongresses ein Sprungbrett auf dem Weg in die Regierung.

  • Wegen extremer Kälte: Notstand in 16 peruanischen Regionen

    Wegen der extremen Kälte hat die peruanische Regierung für 16 Regionen des Landes den Notstand ausgerufen. Zuvor war bekannt geworden, dass im diesjährigen Winter bereits mehr als 400 Menschen an der Kälte und ihren Folgen gestorben waren. Vor allem Angehörige der Risikogruppen, also Kleinkinder und Senioren, sind stark von Erkrankungen der Atemwege betroffen. Im Mittelpunkt der langsam anlaufenden staatlichen Hilfe sollen nun die Menschen in den Hochanden, vor allem in Gebieten über 3.000 Metern, stehen.

    Der Notstand gilt für die Andenregionen Áncash, Apurímac, Arequipa, Ayacucho, Cusco, Huancavelica, Huánuco, Junín, Moquegua, Pasco, Puno, Lima und Tacna. Daneben werden im entsprechenden Regierungsdekret auch die Regenwaldregionen Madre de Dios, Ucayali und Loreto, sowie einzelne Distrikte der peruanischen Hauptstadt Lima (die sich nicht mit der „Region“ Lima überschneidet), und die Provinz Callao genannt.

    -4°C in Cusco Stadt, -20°C in Höhenlagen, 9°C in Puerto Maldonado

    Während in der Andenregion Cusco in einigen Höhenlagen über 3.800 Metern bis zu -20°C gemessen wurden, ist die Situation in den Regenwaldregionen ungleich komplizierter, obwohl die Temperaturen dort kaum unter +10°C fallen, so Felix Cubas vom peruanischen Wetterdienst SENAMHI gegenüber INFOAMAZONAS. Da allerdings Menschen, Tiere, Häuser und Infrastruktur nicht darauf eingestellt sind, führen bereits diese Temperaturen zu Problemen wie Atemwegsbeschwerden. So wurden allein während der vergangenen Woche in Puerto Maldonado, Hauptstadt der Region Madre de Dios, 40 Fälle von Lungenentzündung registriert.

    Nächste Kältewelle im Anmarsch

    In jedem Jahr kommt es zu Kältewellen, insbesondere in den zentralen Wintermonaten Juni und Juli. So stark wie in diesem Jahr hatte es Peru aber schon mehrere Jahre nicht mehr getroffen, so Cubas. Zudem sei das schlimmste noch nicht überstanden, nach Vorhersagen des SENAMHI ist in den kommenden Wochen mit weiteren Kältewellen zu rechnen. Insbesondere in den Regenwaldregionen soll die Temperatur noch einmal stark sinken, zudem ist mit starken Winden zu rechnen.

    40-Jahres-Rekord in Ica

    In Ica, südlich der peruanischen Hauptstadt Lima wurde mit 3,6°C die niedrigste Temperatur der vergangenen 40 Jahre registriert. Die Messstation Masocruz (Provinz El Collao / Region Puno) registrierte gar -23°C.

    Dabei leiden nicht nur Menschen unter den Extremtemperaturen. In manchen Regionen hat das peruanische Landwirtschaftsministerium begonnen, provisorische Unterstände zu errichten und Medizin für Vieh und Alpacas zu verteilen. Nach Informationen des peruanischen Zivilschutzes wurden bislang 1.649 solcher Unterstände errichtet.

  • Belén / Iquitos: Brand zerstört Pfahlbauten

    Ein Großbrand hat in Belén in der nordostperuanischen Regenwaldregion Loreto (Prov. Maynas) 10 Wohnhäuser zerstört. Das berichtet der peruanische Nachrichtensender RPP unter Berufung auf den Zivilschutz Iquitos. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden, vier Kinder konnten sich rechtzeitig vor den Flammen retten.

    Belén, ein Stadtteil von Iquitos, ist für seine Pfahlbauten, die ursprünglich im Wasser standen, mit dem Rückgang des Wasserspiegels des Amazonas aber auf dem trockenen stehen, berühmt.

  • Wahl am 3. Oktober: Rund 100 Minderjährige dürfen Wählen

    Fast 100 Peruanerinnen und Peruaner unter 18 Jahren werden bei der Regional- und Gemeindewahl am kommenden 3. Oktober wählen dürfen. Das geht aus dem Wahlregister des peruanischen Wahltribunals JNE hervor. Möglich wird dies, da das peruanische Wahlrecht eine Herabsetzung des Wahlmindestalsters für alle vorsieht, die bereits vor ihrem 18. Geburtstag geheiratet oder einen Hochschulabschluss erreicht haben.

    Nach peruanischem Recht gilt bis zum 70. Lebensjahr Wahlpflicht, ab diesem Alter steht es jedem frei, sich an der Wahl zu beteiligen.

  • Peruanischer Sicherheitsmann stirbt bei Raketenangriff in Irak

    Ein peruanischer Sicherheitsmann und seine beiden ugandischen Kollegen kamen bei einem Raketenangriff auf die Grüne Zone in Bagdad ums Leben. Das berichtet der Nachrichtensenders RPP unter Berufung auf die irakische US-Botschaft. Die Sicherheitsleute arbeiteten für ein privates Sicherheitsunternehmen. In Peru werden immer wieder offensiv Sicherheitsleute für den Irak angeworben.

  • Peru bekommt Kulturministerium

    Der peruanische Präsident Alan García Pérez hat heute ein Gesetz verkündet, das die Einrichtung eines Kulturministerium vorsieht. Zum neuen Ministerium werden neben dem Nationalinstitut für Kultur (INC) auch die peruanische Nationalbibliothek, das Nationalarchiv, der Staatsrundfunk (IRTP – TVPeru, Radio Nacional, Radio La Crónica), das Institut für Afroperuanische, Andine und Amazonische Völker (INDEPA), sowie die „Academia Mayor de la Lengua Quechua“ gehören.

    Neben dem Ministerposten selbst sieht das Gesetz einen Vizeminister oder eine Vizeministerin für Kulturgüter und Kulturindustrie, sowie für interkulturelle Angelegenheiten vor.

    Geld kosten darf das neue Ministerium aber zumindest zu Beginn nicht, wie aus dem Gesetzestext hervorgeht. Vorerst muss es sich aus Mitteln, die durch die Zusammenlegung der verschiedenen Behörden frei werden sollen, finanzieren.

    Das Gesetz, vom peruanischen Kongress vergangene Woche verabschiedet, wurde an historischer Stätte unterzeichnet, dem Museum „Templo de Pachacamac“, das sich in Mitten der gleichnamigen archäologischen Fundstätte befindet.