• Tambopata / Madre de Dios: Vier Tote bei Verkehrsunfall

    Beim Absturz eines Geländewagens im peruanischen Distrikt Inambari (Prov. Tambopata / Region Madre de Dios) sind nach Angaben der Nachrichtenagentur ANDINA vier Menschen ums Leben gekommen. Eine Person überlebte schwer verletzt. Der Fahrer des Geländewagens hatte aus noch unbekannter Ursache bei Streckenkilometer 154 („la Cumbre“) der interozeanischen Straße des Südens die Kontrolle über das Fahrzeug verloren, das von der Straße abkam und über 100 Meter in die Tiefe stürzte.

    Der verletzte Passagier wurde in das Krankenhaus von Puerto Maldonado eingeliefert, die Toten wurden vorrübergehend ins Nahe gelegene Mazuko gebracht, wo sie noch endgültig identifiziert werden müssen.

  • Peru: 409 Tote bei Kältewelle

    Die extreme Kälte des derzeitigen peruanischen Winters und ihre Folgen haben nach Angaben des peruanischen Gesundheitsministeriums allein in diesem Jahr mehr als 400 Menschen das Leben gekostet. In manchen Regenwaldregionen war die Temperatur an mehreren Tagen auf bis zu 10°C abgesunken, was vor allem Atemwegserkrankungen nach sich zog. Fast alle Todesopfer kamen aus den Risikogruppen, waren also Kinder unter 5 Jahren (200) oder Senioren über 60 Jahren (158).

    Besonders betroffen von der Kältewelle waren in diesem Jahr die Regenwaldregionen Loreto, San Martín und Ucayali, sowie die Andenregionen Arequipa, Huancavelica und Cusco. In den letztgenannten Regionen wurden Temperaturen von bis zu -20°C gemessen.

    Luis Suárez, Mitarbeiter des peruanischen Gesundheitsministeriums, sagte gegenüber RPP, in vielen Fällen kämen Armut, Kälte, Unterernährung und ein durch Holzfeuer verschmutztes Raumklima zusammen, alles Faktoren, die Atemwegserkrankungen verschlimmern. Er rief deshalb die Betroffenen auf, sofort ein staatliches Gesundheitszentrum aufzusuchen.

  • Cajamarca: Anden-Tapir im Tabaconas-Namballe-Schutzgebiet fotografiert

    Anden-Tapir in Peru. Bild: SNTN
    Anden-Tapir in Peru. Bild: SNTN

    Automatischen Kameras gelangen im Schutzgebiet Tabaconas Namballe im Norden der peruanischen Region Cajamarca spektakuläre Bilder. In der Vergangenheit waren im Schutzgebiet wiederholt Spuren von dem stark vom Aussterben bedrohten Andentapir gefunden worden. Nun gelang mit gleich mehreren Aufnahmen der endgültige Nachweis über die seine Existenz.

    Das fotografierte Tier mit dem wissenschaftlichen Namen Tapirus pinchaque hat eine Länge von rund 1,8 Metern und war fast 90 Zentimeter groß. Andentapire können bis zu 250 Kg auf die Waage bringen.

    Die automatischen Kameras waren von Parkwächtern der Nationalparkabteilung SERNANP des peruanischen Umweltministeriums aufgestellt worden. Der Andentapir lebt in den Anden Ecuadors, Nordperus und Kolumbiens auf über 2.000 Metern Höhe.

  • Utcubamba / Amazonas: Kaffeehändler bei Überfall getötet

    Abschnitt der Straße Corral Quemado - Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTC
    Abschnitt der Straße Corral Quemado – Ocallí. Foto/Montage: D. Raiser / infoamazonas.de, Karte: MTC

    Gefährlich werden Utcubambas Straßen zur Zeit der Kaffeeernte. Wie schon in vergangenenen Jahren, kam es auch dieses Jahr wieder zu zahlreichen Raubüberfällen auf Kaffeebauern und -händler, die ihre Fracht aus den fruchtbaren Hochtälern im Südwesten der Region Amazonas über die Fernando Belaúnde Terry-Fernstraße an die peruanische Küste transportieren wollen. Wie die Tageszeitung „Ahora“ berichtet, wurde eine Kaffee-Handelsreise einem 56jährigen Geschäftsmann zum Verhängnis, der sich mit seinem Sohn auf den Weg gemacht hatte, um im Distrikt Cajaruro (Provinz Utcubamba) mit Kaffee zu handeln. Im Gepäck hatte er nach Angaben der Polizei rund 12.000 Nuevos Soles (ca. 3.000 Euro) in Bar.

    Zwischen den Ortschaften Alto Amazonas und La Unión (Distrikt Cajaruro) lauerten ihnen mehrere masskierte Täter auf, die sofort das Feuer eröffneten. Zwei Kugeln trafen den Kaffeehändler in die Brust, eine in den Darm, er verstarb noch an der Unfallstelle. Sein Sohn überlebte das Attentat.

    Die örtliche Bürgerwehr (ronda campesina), sowie die Polizei sind auf der Suche der Kriminellen.

  • Chachapoyas: Tilacancha jetzt Schutzgebiet

    Tilacancha-Quellfassung. Foto: EMUSAP
    Tilacancha-Quellfassung. Foto: EMUSAP
    Schutzgebiet Tilacancha. Bild: Provinzverwaltung Chachapoyas   (MPCH)
    Schutzgebiet Tilacancha. Bild: Provinzverwaltung Chachapoyas (MPCH)

    Das Einzugsgebiet der Trinkwasserversorgung von Chachapoyas (Region Amazonas), Tilacancha, wurde offiziell zum Schutzgebiet erklärt. Das gab das peruanische Umweltministerium MINAM bekannt. Damit soll das Gebiet um die Quellfassung geschützt werden, um ein Austrocknen der Quelle zu verhindern. In den vergangenen Jahren waren große Teile des Waldes rund um Tilacancha abgeholzt worden. Die Verwaltung des neuen Schutzgebietes übernimmt die Provinzverwaltung von Chachapoyas gemeinsam mit dem städtischen Wasserungernehmen EMUSAP, sowie den bäuerlichen Gemeinschaften der Distrikte Chachapoyas, San Isidro de Mayno und Levanto.

    Das Schutzgebiet umfasst insgesamt 6800,48 Hektar.

  • Oyón / Lima: Busterminal besetzt, Band und Bier gefordert

    Einwohner von Oyón (Region Lima) haben das örtliche Busterminal besetzt und fordern von den Busgesellschaften, 100 Kisten Bier, sowie eine Musikkapelle für das 10tägige Stadtfest zu stiften. Das berichten übereinstimmend der Nachrichtensender RPP und die Tageszeitung El Comercio. Nach Angaben der Polizei haben sie rund 20 Busse in ihre Gewalt gebracht und drohen, sie anzuzünden, sollte den Forderungen für das Fest rund um Mariä Himmelfahrt nicht nachgekommen werden.

  • Übergangspräsident von Áncash erschossen

    José Luis Sánchez Milla, Übergangspräsident von Áncash, kam bei einem Attentat ums Leben. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. Den Angaben zufolge war der Sánchez Milla in einem Geländewagen mit zwei Sicherheitsleuten von Chiclayo nach Chimbote unterwegs, als Unbekannte bei Víctor Larco (Streckenkilometer 578 der Panamericana Norte) den Wagen aufhielten und gezielt mehrere Schüsse abgaben.

    José Luis Sánchez Milla hatte das Amt des Regionalpräsidenten erst vor wenigen Wochen übernommen, nachdem sein Amtsvorgänger César Álvarez Aguilar vorübergehend sein Amt niedergelegt hatte, um an den Wahlen im kommenden Oktober teilnehmen zu können. Er war am 15. April 1966 in Chimbote geboren und seit 2006 Vizepräsident der Region Áncash.

    Die Hintergründe der Tat sind bislang ungeklärt.

  • Soloco / Amazonas: Unbekannte überfallen Kleinbus

    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Passagiere eines Kleinbusses, der die Strecke Chachapoyas-Soloco fuhr, wurden gestern gegen 6:30 Uhr Opfer eines Überfalls. Das berichtet der lokale Radiosender Reina de la Selva. Nach Angaben von Augenzeugen lauerten vier vermummte Personen mit Feuer- und Stichwaffen dem Kleinbus auf und raubten mehr als 11.000 Nuevos Soles (Fast 3.000 Euro).

    Der Fahrer hatte noch versucht, die improvisierte Straßensperre der Räuber zu durchbrechen, was ihm allerdings nicht gelang. Das nahegelegene Kommisariat Pipus nahm sich des Falles an.

  • Moquegua: Polizei beschlagnahmt eine Tonne Kokain

    Die peruanische Nationalpolizei PNP hat in der Region Moquegua in der Nähe eines Industriekomplexes eine Tonne Kokain beschlagnahmt und fünf Verdächtige festgenommen. Das berichtet der Nachrichtensender RPP. Den Verdächtigen wird vorgeworfen Drogen ins südliche Nachbarland schmuggeln zu wollen.

    Neben dem Rauschgift wurde auch ein Tankwagen, sowie ein PKW beschlagnahmt.

    INFOAMAZONAS-Spezial Drogenprobleme und DrogenkonflikteMehr Informationen zum Thema „Peru“ und „Drogen“ finden Sie im Infoamazonas-Dossier Drogenprobleme.

  • Neuer Rekord: 14.270 peruanische Listen stellen sich zur Wahl

    Drei harte Tage Arbeit kostete es das peruanische Wahltribunal (JNE), dann konnte eine neue Rekordzahl verkündet werden: 14.270 Listen werden sich bei den Regional-, Provinz- und Distriktwahlen am kommenden Dezember zur Wahl stellen. Der bisherige Rekord lag bei 13.000 Listen (2006).

    Die „Listenreichsten“ Regionen sind dabei nach Angaben des JNE Lima (1.539), Áncash (1.468), Junín (1.273), Puno (877) und Ayacucho (856). Der Großteil davon sind Listen für Distrikt- (12.044) und Provinzwahlen (1.889).

    Endgültig sind diese Zahlen allerdings noch nicht, denn manche Listen können wegen formeller Fehler während der Anmeldung noch immer aussortiert werden.

    INFOAMAZONAS-Spezial Wahlen 2010/2011