• Angaraes / Huancavelica: Damm bricht – Bergbauabraum verseucht Fluss

    Der Abraum einer Bergbauunternehmung in der peruanischen Region Huancavelica hat den Opamayo-Fluss, sowie mehrere Nebenflüsse schwer verschmutzt und damit die Bevölkerung zahlreicher umliegender Orte in Gefahr gebracht. Nach übereinstimmenden Medienberichten waren Ende vergangenen Monats nach dem Bruch eines Damms mehr als 50 Tonnen verseuchter Abraum in den Fluss gelangt. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften wurden darüber erst nach mehreren Tagen informiert.

    Das peruanische Umweltministerium rief inzwischen den Notstand für die betroffenen Ortschaften aus. Zudem musste das Bergbauprojekt „La Caudalosa Chica“ vorerst seine Arbeiten einstellen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die peruanische Aufsichtsbehörde OSINERGMIN auf Mängel an den Dämmen hingewiesen. Den Hinweisen waren aber keine Taten gefolgt.

    Für die kommenden Tage haben Anwohner der Provinz Angaraes einen 48stündigen Warnstreik angekündigt, um eine Beschleunigung der Reinigungsarbeiten und angemessene Entschädigungen zu fordern.

    Nach Angaben des peruanischen Statistik- und Informatikinstitutes INEI haben fast 40% der Einwohner der Provinz keinen Trinkwasseranschluss und sind deshalb unter anderem auf Flusswasser angewiesen.

  • Peru: Regional- und Gemeindewahlkampf geht in die heiße Phase

    Bis gestern hatten die Parteien und Kandidaten Zeit, sich am peruanischen Wahltribunal JNE zu registrieren, heute beginnt in Regionen, Provinzen und Distrikten die heiße Phase des Wahlkampfs. Am 3. Oktober findet die Wahl statt, deren Gewinner dann zum 1.1.2011 ihre Ämter antreten.

    Insgestamt werden gewählt:

    • 25 Regionalpräsidenten
    • 256 Regionalräte
    • 195 Provinzbürgermeister
    • 1.639 Distriktbürgermeister
    • 1.700 Provinzräte
    • 8.000 Distrikträte

    Nach peruanischem Wahlrecht gelten mehrere Quotenregelungen. Eine Liste muss daher

    • jedes Geschlecht mindestens 30% der verfügbaren Plätze bekommen
    • zu mindestens 20% mit jugendlichen oder jungen Erwachsenen besetzt sein
    • Sowie mindestens 15% Ureinwohner enthalten (was allerdings nur bei Provinz- und Regionalwahlen gilt).

    Weitere Artikel im INFOAMAZONAS-Peru-Wahl-Spezial 2010/2011

  • Umweltaktivist und Missionar Paul McAuley ausgewiesen

    Die peruanische Migrationsbehörde Digemin hat dem englischen Umweltaktivist und Missionar Paul Michael Thomas McAuley eine Frist von sieben Tagen gestellt, um das Land zu verlassen. Das berichtet der Radiosenderverbund CNR. McAuley, der zum Orden der Schulbrüder („La Salle“) gehört, wird vorgeworfen, an Konferenzen und Protesten teilgenommen zu haben, in deren Verlauf es zur „Störung die Öffentliche Ordnung“ gekommen sei. Zudem arbeite er für die Umweltorganisation „Red Ambiental de Loreto“, die sich mit Geldern der Entwicklungszusammenarbeit finanziere, dies sei nicht vom Ausländerrecht gedeckt, so Digemin.

    McAuley erklärte inzwischen, er habe zwar Rechtsmittel eingelegt, werde der Entscheidung aber nachkommen. Er habe über Jahre für die Durchsetzung von Gesetzen gekämpft, deshalb könne er jetzt nicht selbst davor flüchten. Zuvor hatten ihm Awajún-Indígenas angeboten, sich auf ihrem Gebiet zu verstecken.

    Für heute Morgen (Ortszeit) haben Unterstützer des Misionars und Umweltaktivisten einen Protestzug im Zentrum von Iquitos (Loreto) angekündigt.

  • Peru: Erdbeben der Stärke 5,0 erschüttert Küste vor Trujillo

    Ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala hat heute kurz nach Mitternacht die Umgebung der peruanischen Küstenstadt Trujillo erzittern lassen. Das berichtet das peruanische geophysische Institut (IGP). Das Epizentrum lag rund 148 Kilometer Südöstlich von San Pedro de Lloc (Region La Libertad) in einer Tiefe von 35 Kilometern.

    In Trujillo selbst war das Beben mit einer Stärke von II auf der modifizierten Merkalli-Skala zu spüren.

  • Chala / Arequipa: Fünf Tote bei Busunfall

    Fünf Menschen verloren ihr Leben, als im südperuanischen Chala (Region Arequipa) heute aus noch ungeklärter Ursache ein Überlandbus des Unternehmens „Cial“ von der Straße abkam und 15 Meter in die Tiefe stürzte. Das berichtet die peruanische Tageszeitung „La República“. 24 Personen wurden teilweise schwer verletzt und in ein nahegelegenes Gesundheitszentrum eingeliefert. Nach Angaben der peruanischen Polizei war der Bus aus Tacna unterwegs nach Lima.

    Die Todesopfer konnten bislang nicht identifiziert werden.

  • Erdbeben der Stärke 4,5 erschüttert Yurimaguas (Loreto)

    Ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala hat heute in den frühen Morgenstunden das Umland von Yurimaguas in der peruanischen Region Loreto erschüttert. Das berichtet das peruanische geophysische Institut IGP. Das Epizentrum lag 87 Kilometer östlich von Yurimaguas in einer Tiefe von 102 Kilometern unter dem Pacaya-Samira-Nationalreservat. In Yurimaguas selbst war das Beben mit der Stärke II auf der modifizierten Mercalli-Skala zu spüren.

  • Verschollene Flugzeugpiloten wieder aufgetaucht

    Die Piloten eines verschollenen Flugzeugs der peruanischen Fluggesellschaft Aerodiana sind nach 20 Tagen in der peruanischen Urwaldstadt Puerto Maldonado (Region Madre de Dios) wieder aufgetaucht. Das berichten übereinstimmend peruanische Medien. Die beiden Männer waren am vergangenen 10. Mai mit mehreren vermeintlichen Touristen an Bord zu einem Überflug der Nazca-Linien gestartet, nach wenigen Minuten hatte sich aber der Funkkontakt verloren. Die Polizei geht davon aus, dass das Flugzeug gestohlen wurde, um es für den Drogenschmuggel einzusetzen.

    Von dem Flugzeug fehlt bislang jede Spur. Die Piloten erklärten, man habe sie all ihrer Habe beraubt.

  • Huancayo feiert Tag des Bauern mit Meerschweinchen-Umzug

    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.
    Meerschweinchen-Umzug in Huancayo. Bild: INFOREGION / Youtube.

    Auf ganz besondere Art und Weise wurde der Tag des Bauern (Día del Campesino) im peruanischen Huancayo begangen. Zahlreiche Züchterinnen und Züchter gestalteten einen Umzug der besonderen Art: Einen Meerschweinchen-Umzug (siehe Video).
    Der Tag des Bauern wird immer am 24. Juni begangen und geht auf eine alte Inka-Tradition zurück. Der 24. Juni war der „Pacha Mama“, der Mutter Erde gewidmet. Zur Kolonialzeit wurde der Tag zunächst in „día del Indio“ (Indio-Tag) umbenannt; da im peruanischen Sprachgebrauch der Begriff „Indio“ allerdings häufig negativ konnotiert verwendet wird, benannte man ihn in „día del campesino“ um.

    httpv://www.youtube.com/watch?v=oi5ZgIOu3No

  • Cusco: Fünf Tote bei Busunfall

    Bei einem Busunfall in der südperuanischen Region Cusco sind fünf Personen ums Leben gekommen. 30 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Bus war aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und in die Tiefe gestürzt, als er die Strecke Cusco-Paucartambo fuhr. Die Verletzten wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.

  • Technische Probleme am Zug: 500 Touristen hängen in Machu Picchu fest

    Mehr als 500 Personen, vorwiegend peruanische und ausländische Touristen, hängen im Bahnhof Aguas Calientes (Machu Picchu) fest. Das berichtet RPP. Grund für den unfreiwilligen Aufenthalt in Aguas Calientes ist ein technisches Problem mit einem der Züge, die Machu Picchu mit Cusco verbinden.