• Peru: Erdbeben der Stärke 5,2 erschüttert Arequipa

    Ein Erdbeben der Stärke 5,0 auf der Richterskala hat heute Morgen um 7:13 Uhr Ortszeit die südperuanische Region Arequipa erzittern lassen. Das berichtet das peruanische Institut für Geophysik IGP.

    Das Epizentrum des Bebens,, dessen Wirkung mit II auf der modifizierten Merkalliskala angegeben wurde, lag rund 141 Kilometer südöstlich von Tacna, jenseits der chilenischen Grenze, in einer Tiefe von 103 Metern.

    Über Schäden ist bislang nichts bekannt.

  • Kongress beschließt interkulturelle Universität Bagua

    Mit großer Mehrheit hat der peruanische Kongress die Gründung der „Fabiola Salazar Leguía“-Universität mit Sitz in Bagua (Provinz Bagua / Region Amazonas) beschlossen. Namensgeberin der Universität ist eine Abgeordnete der Regierungspartei APRA, die im vergangenen Jahr bei einem Autounfall ihr Leben verloren hatte, als sie in ihrem Amt als Abgeordnete unterwegs war.

    Angeboten werden sollen zunächst die Fachbereiche Agraringenieurwesen, Zivilingenieurwesen, Biotechnologie, Außenhandel und Tierzucht. Damit tritt die neue Universität teilweise in direkte Konkurrenz zur ebenfalls noch jungen Universität Chachapoyas, die ebenfalls Fächer wie Tierzucht und Agrarindustrieingenieurswesen anbietet, beziehungsweise anzubieten plant.

    Für den Aufbau der Universität hat die Regionalregierung Amazonas drei Millionen Nuevos Soles bereitgestellt, zwei Millionen sollen vom peruanischen Bildungsministerium, und eine weitere Million von der Provinzverwaltung Bagua kommen.

    Das nun verabschiedete Gründungsgesetz wurde von der peruanischen Regierung eingebracht. Es geht aber auf einen Entwurf des oppositionellen Kongressabgeordneten José Maslucan zurück, der die Region Amazonas vertritt. Dieser hatte dem Projekt allerdings den – parteipolitisch unverdächtigeren – Namen „Heroes del Cenepa“, zum Gedenken an den Cenepa-Konflikt zwischen Peru und Ecuador in den 90er Jahren, gegeben.

    Nach der Gründung wird die neue Universität zunächst von einem Organisationskommitee unter den strengen Blicken des peruanischen Rates für Universitätszulassungen, CONAFU, geleitet werden. Erst, sobald entsprechende Infrastruktur und Personal bereit steht, wird die Universität in die Unabhängigkeit entlassen.

  • Ort der Erinnerung: Grundstein ist gelegt

    Niebel, García, Szyslo. Bildausschnitt von TVPeru.
    Niebel, García, Szyszlo. Bildausschnitt von TVPeru.

    Im Beisein des deutschen Ministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, hat der peruanische Präsident Alan García soeben den Grundstein für den Bau des „Ortes der Erinnerung“ an die Opfer politischer Gewalt im Peru der 80er und 90er Jahre gelegt. Zudem wurde auch erstmals das Modell des entstehenden Museums öffentlich präsentiert. Es entsteht im Stadtteil Miraflores in der Hauptstadt Lima, dessen Bewohner selbst Opfer mehrerer Terrorattacken waren.

    Minister Niebel erklärte bei der Grundsteinlegen, er beglückwünsche die Peruaner zu Ihrer Entschlossenheit, an dem Ort der Erinnerung ein klares Zeichen für die Versöhnung zu setzen. Neben mehreren Räumen für Dauer- und Wanderausstellungen soll der Ort der Erinnerung eine Bibliothek, ein Archiv und mehrere Konferenzräume enthalten. Neben der Fotoausstellung „Yuyanapaq“, die bislang im peruanischen Nationalmuseum (San Borja) zu sehen ist, wird auch ein Bereich mit Bildern von Kindern eingerichtet werden, die die Gräuel des Terrorismus selbst erlebt haben.

    Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt Bau und Einrichtung des Museums mit 2 Millionen Euro.

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  • Peru: Erdbeben der Stärke 4,8 erschüttert Pisco

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Ein Erdbeben der Stärke 4,8 auf der Richterskala hat gestern Morgen (Ortszeit) die südperuanische Region Ica erzittern lassen, insbesondere die Stadt Pisco war davon betroffen. Das gab das peruanische Institutes für Geophysik (IGP) bekannt. Nach IGP-Angaben lag das Epizentrum 41 Kilometer östlich von Pisco in einer Tiefe von rund 50 Kilometern.

    Das Beben war in Pisco mit der Stärke IV auf der modifizierten Mercalliskala zu spüren. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes sind keine schweren Schäden entstanden.

  • Grundsteinlegung für peruanischen „Ort der Erinnerung“ am 4. November

    An diesem Donnerstag, dem 4. November, wird in Lima der Grundstein für den „Ort der Erinnerung“, einer Gedenkstätte für die Opfer des Terrors im Peru der 80er und 90er Jahre gelegt. Zur Grundsteinlegung hat sich neben dem peruanischen Präsidenten Alan García auch der deutsche Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel angekündigt, der derzeit durch Lateinamerika reist.

    Der Bau und Unterhalt des „Lugar de la Memoria“ (Ort der Erinnerung) wird von der BRD finanziell unterstützt. Bereits seine Planung hatte in Peru zu heftigen Debatten geführt. So hätten Teile der peruanischen Regierung, insbesondere der damalige Verteidigungsminister Antero Flores, das zugesagte Geld lieber für andere Projekte ausgegeben.

    Gedenkstätten-Projekt von Heidemarie Wieczorek-Zeul mitinitiiert

    Angestoßen hatte das Projekt, nach Angaben der Planungskommission eine Art „lebendiges Museum“, ursprünglich Niebels Amtsvorgängerin Heidemarie Wieczorek-Zeul bei einem Besuch in Lima. Es entsteht im Stadtteil Miraflores der peruanischen Hauptstadt Lima. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Ausstellungsräume zugänglich gemacht werden, Kritiker halten den Termin für utopisch.

    Von der Vargas Llosa-Kommission zur de Szyslo-Kommission

    Der Planungskommission hatte zunächst der peruanisch-spanische Schriftsteller Mario Vargas Llosa vorgestanden, er verließ sie aber aus Protest gegen ein Regierungs-Dekret, das Straffreiheit für in Menschenrechtsverletzungen verwickelte Angehörige des peruanischen Militärs bedeutet hätte. Nun sitzt ihr der Künstler Fernando de Szyslo vor.

    Niebel mit strammem Programm

    Nach Angaben des BMZ wird Dirk Niebel in Peru Gespräche zu den Themen Dezentralisierung, Good Governance, Alternative Entwicklung zum Drogenanbau, Ländliche Entwicklung und Ressourcenschutz sowie Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft führen, das Alumniportal Deutschland in Peru präsentieren, den Grundstein für ein Ausbildungszentrum für Umwelttechnologien legen, und sich zum Ehrenbürger von Tocache ernennen lassen.

  • Machu Picchu plant Hochwasser-Warnsystem

    Der Distrikt Machu Picchu, weltberühmt wegen seiner gleichnamigen Inka-Ruinenstadt, prüft die Installation eines Warnsystems, mit dem Überflutungskatastrophen, wie jene Anfang diesen Jahres, in Zukunft verhindert werden können. Zudem soll das Flussbett diverser Flüsse und Bäche in der Umgebung gesäubert werden.

    Edgar Miranda, Bürgermeister von Machu Picchu, erklärte, man werde 11 weitere Sirenen aufstellen, um rechtzeitig vor Überschwemmungen warnen zu können. Damit können Gebäude natürlich nicht geschützt werden, dafür gibt es den Menschen aber die Möglichkeit, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Zudem sollen mehrere Stützmauern errichtet werden, um ein Absacken der Hänge zu verhindern.

    Der peruanische Distrikt Machu Picchu (ehemals „Aguas Calientes“) liegt in der Provinz Urubamba (Region Cusco).

  • San Ignacio / Cajamarca: Lastwagen überrollt Händler

    [wp_geo_map]Dass ein Lastwagen nicht ansprang, wurde einem Händler in der nordperuanischen Provinz San Ignacio (Region Cajamarca) zum Verhängnis: Ein Fernfahrer hatte versucht, auf einer Straße mit leichter Steigung seinen liegengebliebenen Kleinlaster anzuschieben. Als das Fahrzeug dann an Geschwindigkeit aufnahm, verlor er die Kontrolle. Der Kleinlastwagen überrollte alles, was ihm in den Weg kam. Dabei starb ein 35jähriger Händler, vier weitere Personen wurden mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus Jaén eingeliefert.

    Die Polizei nahm den Fahrer fest.

  • Utcubamba / Amazonas: Wind und Regen decken Dächer ab

    Starke Böen und langanhaltende Regenfälle haben gestern Vormittag in El Valor (Distrikt El Milagro / Provinz Utcubamba / Region Amazonas) mehrere Gebäude beschädigt, sowie zu einem fünfstündigen Stromausfall geführt. Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes verloren neben 18 Wohnhäusern auch zwei Schulen, sowie eine katholische Kirche ihr Dach. Auf dem Dorfplatz von El Valor stürzten mehrere Bäume um. Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden.

  • Susana Villaran gewinnt Lima

    Noch immer sind 2% der Bürgermeisterwahl-Stimmen nicht ausgezählt, dennoch zeichnet sich eine Siegerin ab: Die Fuerza-Social („dezentralistische Partei Soziale Kraft“)-Kandidatin Susana Villaran liegt derzeit mit einem Vorsprung von rund 100.000 Stimmen vor der Zweitplatzierten Lourdes Flores von der „christlichen Volkspartei“ PPC. Damit liegt der Unterschied bei weniger als einem Prozent. Allerdings gestand gestern selbst Gegenkandidatin Flores ein, dass dieser Vorsprung kaum noch aufzuholen sei – und gratulierte Villaran zu deren Sieg. Zuvor hatte das Wahlsondertribunal Lima Einsprüche der PPC gegen dutzende Wahlunterlagen zurückgewiesen.

    Damit geht nun nach fast einem Monat der limenische Wahlkrimi seinem Ende zu. Ein Datum, zu dem dann das offizielle Wahlergebnis bekannt gegeben werden soll, steht bislang allerdings noch nicht fest.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial!

  • Peru modernisiert sein Erdbebenmesssystem

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Das peruanische Institut für Geophysik (IGP) hat angekündigt, noch in diesem Jahr mit ersten Testläufen für ein neues, satellitengestütztes Erdbebenwarn- und Messystem zu beginnen. IGP-Direktor Ronald Woodman erklärte, bis Dezember würden sieben solarbetriebene und mit Satelitentechnik ausgestattete Seismografen über das ganze Land verteilt installiert. Sieben weitere solcher Geräte werden im pazifischen Ozean vor der peruanischen Küste verankert, um mögliche Tsunamis rechtzeitig vorhersagen zu können.

    Durch die neue Technik können Erdbewegungen dann nicht nur exakter vorhergesagt werden, es wird auch die Abhängigkeit von traditionellen Kommunikationsnetzen verringert. So war bei dem schweren Erdbeben in Pisco am 15. August 2007 das Telefonnnetz zusammengebrochen, wodurch die Daten über das Beben erst mit Verspätung bei der IGP-Zentrale in Lima eintrafen. Neben einer modernisierten Messzentrale ist zudem der Aufbau eines zweiten Standortes in Huancayo geplant, falls die Zentrale in der Hauptstadt Lima ausfallen sollte. Jeder der Standorte, so die derzeitigen Planungen, soll über ein Notstromaggregat verfügen, um im Katastrophenfall weiterarbeiten zu können.

    Der Kauf des neuen Equipments kostete nach Angaben des IGP 3 Millionen Nuevos Soles.