• Cusco: Quillabamba bekommt eigene Universität

    Die südperuanische Stadt Quillabamba (Distrikt Santa Ana / Provinz La Convención / Region Cusco) bekommt eine eigenständige staatliche Universität. Das beschloss gestern der peruanische Kongress. Bislang gab es dort lediglich eine Außenstelle der Universität San Antonio Abad del Cusco, deren Einrichtungen in Quillabamba Grundlage der neuen Universität sein werden. Auch finanziell übernimmt die „interkulturelle Universität Quillabamba“ die Mittel, die bislang der Außenstelle zur Verfügung standen.

    Zunächst sollen von der neuen Universität die Fächer Landwirtschaft, Ernährungsingenieurwesen und Ökotourismus weitergeführt werden, die bislang in Quillabamba von der Universität San Antonio Abad angeboten worden waren. Hinzukommen wird wohl ein erziehungswissenschaftlicher Studiengang, der aus der staatlichen pädagogischen Hochschule ISEP-Quillabamba hervorgeht.

    Quillabamba ist mit rund 26.573 Einwohnern (nur Quillabamba) die Hauptstadt der Provinz La Convención.

  • Weltbank: Rücküberweisungen nach Peru steigen um 4,87%

    Rücküberweisungen nach Peru 2000-2010. Grafik: INFOAMAZONAS. Daten: Weltbank.
    Rücküberweisungen nach Peru 2000-2010. Grafik: INFOAMAZONAS. Daten: Weltbank.

    Die Geldüberweisungen peruanischer Migranten in ihr Heimatland (Rücküberweisungen) werden Ende 2010 wohl 4,87% über dem Wert von 2009 liegen. Das geht aus Schätzungen der Weltbank hervor. Insgesamt werden für dieses Jahr Rücküberweisungen nach Peru in Höhe von 2,494 Milliarden US-$ erwartet. 2009 waren wegen der Wirtschaftskrise weniger Rücküberweisungen vorgenommen worden. Die Rücküberweisungen machten in jenem Jahr 1,8% des peruanischen Bruttoinlandsproduktes aus.

    Bei Perus Nachbarn Bolivien sind Rücküberweisungen noch wichtiger, so machen diese 6,1% des bolivianischen Bruttoinlandsproduktes aus, in Ecuador liegt der Wert bei 4,5%.

    Allerdings ist Peru nicht nur Empfängerland. So wurden 2009 von Peru aus Rücküberweisungen im Wert von rund 85 Millionen US$ getätigt. Dieser Wert liegt dabei weit unter den Vorjahreswerten. Damit setz sich der Trend zum Rückgang der Rücküberweisungen aus Peru weiter fort, der mit der Jahrtausendwende begonnen hat.

    Dabei sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Zahlen der Weltbank nur um Zahlen zu Rücküberweisungen auf legalem Wege handelt.

    Peru in Zahlen und Statistiken. INFOAMAZONAS-Spezial.Dieser Beitrag ist Teil des INFOAMAZONAS-Spezial Peru in Zahlen und Statistiken. Hinweise und weitere Informationen finden Sie dort.

  • Wahlen 2011: Toledo steigt in den Ring

    Alejandro Toledo. Foto: Perú Posible.
    Alejandro Toledo. Foto: Perú Posible.

    Der Ökonom und ehemalige Präsident Perus Alejandro Toledo wird für die Präsidentschaftswahlen 2011 antreten. Mit den Worten „Es gibt Zeit zuzuhören, Zeit nachzudenken, Zeit für Entscheidungen. Und es gibt Zeit zum Handeln – diese Zeit ist heute“ kündigte er auf seiner Facebook-Seite seine Kandidatur an.

    Der Schritt war schon lange erwartet worden, insbesondere da seine Partei „Perú Posible“ bereits seit einigen Monaten mit Radiospots für Toledo wirbt – allerdings ohne ihn explizit als Präsidentschaftskandidaten zu nennen. Alejandro Toledo selbst, derzeit an der Standford-Universität tätig, hatte aber stets betont, er habe noch keine Entscheidung getroffen.

    Perú Posible muss die Kandidatur noch formell durch eine Abstimmung absegnen. Es wird davon ausgegangen, dass es Parteiintern keinen Gegenkandidat geben wird.

    Alejandro Toledo leitet das „Centro Global para el Desarrollo y la Democracia“ und war Mitinitiator der Großproteste, die zum Rücktritt des peruanischen Diktators Alberto Fujimori geführt hatten, insbesondere der „Marcha de los Cuatro Suyos“. Unter seiner Regierung (2001-2006) wurde unter anderem mit den Verhandlungen über das inzwischen unterzeichnete Freihandelsabkommen (TLC) mit den USA begonnen.

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  • Mini-Erdbeben in Lima

    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.
    Erdbeben, schematische Darstellung. Bild: IGP.

    Ein leichtes Erdbeben hat heute Morgen die peruanische Hauptstadt Lima erzittern lassen. Das peruanische Institut für Geophysik (IGP) gab die Stärke mit 4,1 auf der Richterskala, sowie III auf der modifizierten Merkalliskala an. Zu Schäden kam es nach ersten Informationen nicht.

    Das Epizentrum lag 47 Kilometer südsüdwestlich der Hafenstadt Callao in einer Tiefe von 45 Kilometern.

  • Stichwahl in 10 peruanischen Regionen am 5. Dezember

    Die peruanische Regierung hat die Stichwahl für das Amt des Regionalpräsidenten in Regionen ohne klaren Sieger für den 5. Dezember 2010 festgelegt. Das geht aus einem Dekret hervor, das heute im peruanischen Gesetzblatt „El Peruano“ veröffentlicht wird. Betroffen sind die Regionen Amazonas, Ayacucho, Huánuco, Ica, Lambayeque, Lima, Madre de Dios, Pasco, Puno und Tumbes.

    Bei der Wahl am vergangenen 3. Oktober hatte in den genannten Regionen keiner der Kandidaten mehr als 30% der gültigen Stimmen auf sich vereinigen können. Für diesen Fall ist die Stichwahl vorgesehen. Grund für die große Zeitspanne bis zur Stichwahl ist unter anderem, dass noch immer nicht in allen Regionen ein amtliches Endergebnis feststeht.

    Heute beginnt der Wahlzetteldruck

    Nach Informationen der peruanischen Wahlbehörde ONPE soll bereits heute mit dem Druck der Wahlunterlagen begonnen werden. Auf dem Stimmzettel wird links der Kandidat stehen, der bei der Wahl am 3. Oktober die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte, auf der rechten Blatthälfte der zweitplatzierte.

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  • Chota / Cajamarca: 2 Tote bei Omnibus-Absturz

    Beim Absturz eines mit 35 Personen besetzten Überlandbusses sind gestern in der nordperuanischen Provinz Chota (Region Cajamarca) zwei Menschen getötet worden. Wie Radio Santa Mónica berichtet, trugen alle weiteren Passagiere  Verletzungen davon, neun traf es besonders schwer, sie wurden nach Chiclayo evakuiert.

    Der Bus war unterwegs von Chota nach Chiclayo, als er aus noch nicht geklärten Gründen von der Straße abkam und zwischen Huambos und Llama dutzende Meter in die Tiefe stürzte.

  • Wertpapierbörsen Lima, Santiago und Bogotá beschließen Zusammenarbeit

    Die Wertpapierbörsen von Lima (Peru), Santiago (Chile) und Bogotá (Kolumbien) haben angekündigt, in Zukunft eng zusammen zu arbeiten. Dadurch kann an jedem der drei Handelsplätze mit Wertpapieren der jeweils anderen  gehandelt werden.

    Mit der Zusammenarbeit soll der größte Wertpapiermarkt in Lateinamerika entstehen. Zunächst sollen dafür die Handelsgebühren der drei Börsen vereinheitlicht werden.

  • De Szyszlo: Keiko wäre fatal für Peru

    Der Künstler und Vorsitzende der Planungskommission für die Stätte zum Gedenken an die Opfer der politischen Gewalt im Peru der 80er und 90er Jahre, Fernando de Szyszlo, hat vor einer Wahl der Diktatorentochter Keiko Fujimori bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr gewarnt. „Keiko wäre fatal für die Gedenkstätte und das Land“, eine „Rückkehr zur Diebesherrschaft“, so de Szyszlo gegenüber der peruanischen Tageszeitung La República.

    Zudem zeigte er sich erleichtert darüber, dass in den Reihen des peruanischen Militärs die Zweifel an der Gedenkstätte ausgeräumt werden konnten. Bestes Beispiel dafür sei, so de Szyszlo, die Anwesenheit der Führung des gemeinsamen Komandos der peruanischen Streitkräfte bei der Grundsteinlegung des „lugar de la memoria“, gewesen.

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  • Celendín / Cajamarca: Starke Winde decken Dächer ab

    Ein Gewittersturm hat in Celendín (Provinz Celendín / Region Cajamarca) mehrere Dächer abgedeckt. Nach Angaben eines lokalen Radiosenders stürzten zudem mehrere Funktürme, sowie Bäume auf dem Hauptplatz von Celendín um. Verletzt wurde dabei nach bisherigen Informationen niemand.

    Auch Kirchen und eine Schule betroffen

    Nach Angaben des peruanischen Zivilschutzes sind auch die Dächer zweier Kirchen, sowie einer weiterführenden Schule betroffen. Als erste Nothilfe wurden Wellbleche und Plastikplanen verteilt.

  • Huánuco: Zwei Tote bei Erdrutsch

    Bei einem durch starke Regenfälle ausgelösten Erdrutsch sind gestern im peruanischen Distrikt Huánuco (Provinz / Region Huánuco) zwei Menschen ums Leben gekommen. Das berichtet der örtliche Zivilschutz. Langanhaltender Regen hatte die Erde so weit aufgeweicht, dass eine niedergehende Schlammlawine gegen 21 Uhr Ortszeit 30 Häuser und ein Auto mitriss. Das örtliche Abwassersystem kollabierte sofort.

    Abgeschwemmte Bodenmasse staut derweil Teile des Huallaga auf. Um größere Überschwemmungen zu vermeiden wird der Fluss notdürftig von Geröll und Schlamm befreit.