• Cusco: Touristenbus verschüttet – 11 Tote

    [wp_geo_map]Ein mit elf Touristen besetzter Reisebus ist gestern bei Pillcopata (Provinz Paucartambo / Region Cusco) durch einen Erdrutsch von der Straße geschoben worden und in die Tiefe gestürzt. Nach Berichten des Nachrichtensenders RPP kamen dabei alle Insaßen ums Leben. Die anhaltenden Regenfälle, die den Erdrutsch ausgelöst hatten, erschweren auch die Bergungsarbeiten, mit denen die örtliche Feuerwehr bereits kurz nach Bekanntwerden des Unfalls begonnen hatte. Der Unfall ereignete sich in dem als „Las Cruces“ bekannten Straßenabschnitt.

    Überhaupt trafen die Regenfälle der vergangenen Tage die Provinz Paucartambo besonders hart. Wie die Polizeiregion Cusco mitteilt, haben Erdrutsche Teile der Straße Paucartambo – Manú unpassierbar gemacht. Davon sollen auch rund 50 Touristen betroffen sein, die den Manu-Nationalpark besucht hatten, sowie mehrere Lastwagen. Am schwierigsten ist die Lage zwischen Chontachaca und San Pedro im Distrikt Kosñipata.

  • Kuélap: Archäologen öffnen vermutliches Herrscher-Grab

    Herrscher-Grab in Kuélap. Foto: ANDINA
    Herrscher-Grab in Kuélap. Foto: ANDINA

    In diesen Tagen werden die Archäologen des Projektes zur Erforschung und Restaurierung der nordperuanischen Festungsruine Kuélap ein 2,20 Meter großes Grab öffnen, in dem vermutlich eine Herrscherfigur der Chachapoyas-Kultur begraben liegt. Das gab Projektleiter Alfredo Narváez gegenüber dem Radiosender Horizonte bekannt. Das Grab befindet sich im als „Pueblo Alto“ bekannten oberen Teil der Festung, in dem zur Hochzeit der Chachapoyas-Kultur die höchste soziale Klasse angesiedelt gewesen sein soll.

    Bereits oberhalb des Grabes selbst wurden für jene Zeit wertvolle Grabbeigaben entdeckt. Neben Lama-, Meerschweinchen und Menschenknochen fanden die Archäologen Stücke von Korallen, Lasurstein, Meeresschnecken und Keramik. „Das alles sind Objekte und Zusammenhänge, die direkt auf eine Person mit einem Umfeld nah an der Macht hinweisen“, so Alfredo Narváez.

    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Kuelap, Außenmauer. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Das Grab liegt unter einem für die Chachapoyas-Kultur typischen Rundbau auf einer Nord-Süd-Achse. Es wurde mit drei Schichten Steinen abgedeckt, die von einer Art Mörtel auf Lehmbasis zusammengeklebt wurden. Rund herum wurden zahlreiche weitere Gräber entdeckt. Nach Angaben der Archäologen handelte es sich dabei um Wiederbestattungen, das bedeutet, die Menschen waren bereits zuvor an anderer Stelle beerdigt worden. Diese Art der Wiederbestattung wurde in Kuelap bereits an anderen Orten festgestellt. So finden sich zahlreiche menschliche Knochen innerhalb der Mauern, die Kuélap umrahmen.

    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Knochen in der Wand in Kuelap, Luya, Amazonas, Peru. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Die Ruinenstadt und Festung Kuélap liegt im peruanischen Distrikt Tingo (Provinz Luya / Region Amazonas), wenige Autostunden von Chachapoyas entfernt.

  • Wahlpflicht-Blüten: Wenn die ungültigen Stimmen gewinnen


    In Peru herrscht Wahlpflicht, wer dieser Pflicht nicht nachkommt, der muss eine Geldstrafe entrichten. Dennoch bleiben den Wählerinnen und Wählern Möglichkeiten, ihre Unzufriedenheit mit dem Wahlprozess oder den Kandidatinnen und Kandidaten auszudrücken. Am vergangenen 3. Oktober, als in Peru neue (und manchmal auch alte) Köpfe für die unteren Verwaltungsebenen gewählt wurden, war – dafür, dass Wahlpflicht herrscht – die Wahlbeteiligung mit rund 83,5% relativ gering.

    Noch interessanter ist allerdings das Endergebnis in der peruanischen Provinz Pacasmayo (Region la Libertad), wo die ungültigen Stimmen und leeren Stimmzettel zusammengenommen mit mehr als 30% der abgegebenen Stimmen die Wahl „gewannen“. Das sind über 10% mehr als der erstplatzierte Kandidat Hugo Buchelli Torres von der APRA-Partei, der 11.237 der 56.974 abgegebenen Stimmen (39.830 davon waren gültig) auf sich vereinigen konnte. Er werde nun versuchen „Brücken zu bauen“, da er dem Ergebnis nach keine große Unterstützung bekommen habe, so Buchelli Torres gegenüber der Nachrichtenagentur ANDINA.

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  • Yauli / Junin: Drei Bergarbeiter sterben an Gasvergiftung

    Drei Personen sind gestern beim Versuch, in einem stillgelegten Bergwerk im peruanischen Distrikt Santa Bárbara de Carhuacayán das Mineral Pyrit („Katzengold“) zu fördern, an einer Gasvergiftung gestorben, darunter ein 16jähriger Jugendlicher. Das berichtet die peruanische Polizei. Von einem Überlebenden herbeigerufene Rettungskräfte stellten am Unglücksort eine hohe Gaskonzentration fest, weswegen vor der Bergung zunächst am Eingang mehrere Gebläse installiert werden mussten.

    Bei dem Bergwerk soll es sich um die Piedra Blanca-Mine handeln, die bereits vor Jahren offiziell stillgelegt wurde.

    In dem 1.935-Einwohner-Distrikt Santa Bárbara de Carhuacayán arbeitet nach offiziellen Angaben 25% aller Bewohner über 14 Jahren im Bergbau.

    Die heilige Barbara, Patronin und Namensgeberin des Distriktes ist die Schutzpatronin der Bergleute.

  • Arequipa: Sieben Menschen sterben bei Bus-Crash

    Beim Zusammenstoß eines Überlandbusses mit einem Lastwagen kamen gestern Morgen in der südperuanischen Region Arequipa sieben Menschen ums Leben. 28 weitere Fahrgäste wurden teilweise schwer verletzt. Das berichtet die staatliche peruanische Nachrichtenagentur ANDINA unter Berufung auf die Polizei.

    Der Bus der Gesellschaft Transportes Cromotex SAC war auf dem Weg von Lima nach Arequipa, als er aus noch ungeklärter Ursache in der Provinz Caravelí mit dem entgegenkommenden Lastwagen zusammenstieß.

    Unter den Toten sind auch die Fahrer beider Fahrzeuge, sowie die Stewardess des Reisebusses. Da die Rettungsarbeiten noch immer nicht abgeschlossen sind, könnte die Zahl der Toten noch ansteigen. Die Verletzten wurden in das Krankenhaus Camaná evakuiert.

    Wie INFOAMAZONAS erfahren konnte, wurde der betroffene Bus 2002 in Betrieb genommen und verfügte über eine bis 2020 gültige Zulassung. Entgegen der gesetzlichen Auflagen verfügen nur rund zwei Drittel der Cromotex-Busse über den vorgeschriebenen GPS-Sender zur Busortung und Geschwindigkeitskontrolle.

  • Quehue / Cusco: Proteste nach Bürgermeister-Auslosung

    Im peruanischen Distrikt Quehue (Provinz Canas / Region Cusco) kam es heute Morgen zu Bürgerprotesten, nachdem Paulo Oroche per Losverfahren zum Bürgermeister gekürt worden war. Da bei der Wahl am vergangenen 3. Oktober sowohl Paulo Oroche Taipe, als auch sein Wiedersacher Beltran Huillca Jananpa jeweils 381 Stimmen erhalten hatten, hatte das zuständige Sonderwahltribunal Canchis beschlossen, das Los entscheiden zu lassen. Das Glück war dann auf Seiten Oroche Taipes.

    Die Ahnänger Huillca Jananpas kündigten an, das Ergebnis anzufechten und eine zweite Wahlrunde zu fordern. Beide Kandidaten erhielten exakt 28,458% der gültigen Stimmen. Insgesamt acht Personen hatten sich um den Posten des Distriktbürgermeisters in Quehue beworben.

    Der Distrikt Quehue liegt an der westlichen Grenze der Provinz Canas zur Provinz Chumbivilcas und hat 3.260 Einwohnerinnen und Einwohner.

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  • Loreto: Schutzgebiet Pucacuro wird Nationalpark

    Schutzgebiet Pucacuro. Bild: SERNANP.
    Schutzgebiet Pucacuro. Bild: SERNANP.

    Das Schutzgebiet Pucacuro an der Grenze zu Perus Nachbarland Ecuador wird endgültig zum Nationalpark. Das berichtet das peruansche Umweltministerium. Fünf Jahre nach Beginn der Vorabuntersuchungen über Flora und Fauna des neuen Schutzgebietes ist damit die nordostperuanische Regenwaldregion Loreto um einen Nationalpark mit einer Ausdehnung von immerhin 637.953 Hektar reicher.

    Das Schutzgebiet, das unter anderem den Weißstirnklammeraffe (Ateles belzebuth), das Riesengürteltier (Priodontes maximus) und den Riesenotter (Pteronura brasiliensis) beherbergt, liegt im Distrikt Tigre (Provinz Loreto). Es gehört zu den feuchten Wäldern aus dem Einflussgebiet des Napo-Flusses. Für zahlreiche Tierarten ist es der weltweit einzige Lebensraum, darunter auch zahlreiche Fischarten. Bewohnt wird die Region unter anderem von mehreren Ureinwohner-Gemeinschaften.

    Karte des Schutzgebietes. Karte: SERNANP
    Karte des Schutzgebietes. Karte: MINAM / SERNANP

    Mit der nun erreichten Einrichtung des Nationalparks soll vor allem der Wilderei und dem illegalen Holzeinschlag Einhalt geboten werden.

  • Volksanwaltschaft: Polizei- und Grenzposten fehlt Basisausstattung

    Polizist beim Regeln des Verkehrs in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Polizist beim Regeln des Verkehrs in Lima. Foto: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Peruanischen Polizei- und Grenzposten fehlen Computer, Waffen, Munition, Telefone, Feuerlöscher und in vielen Fällen gar Gebäude. Das geht aus einem Bericht der peruanischen Volksanwaltschaft hervor, den Volksanwältin Beatriz Merino gestern in der Hauptstadt Lima vorstellte. Sie sei „sehr besorgt“, dass viele Polizisten in Gebäuden arbeiten müssten, für die der peruanische Zivilschutz „hohe Einsturzgefahr“ festgestellt habe, so Merino. Jeder zehnte der 339 untersuchten Polizei- und Grenzposten wurde so eingestuft.

    Doch nicht nur die mangelhafte Ausstattung mit Gebäuden kritisiert der Bericht. So fehlt 120 Polizeiposten jegliche Kommunikationseinrichtung. 93 weitere haben immerhin ein Funkgerät, aber kein Telefon, von mobilen Funkgeräten oder Handys ganz abgesehen. Nur 130 der Posten haben Zugriff auf zentrale Datenbanken der Personenstands- und Einwohnermeldebehörde RENIEC über die Hälfte kann selbst die Polizeidatenbank selbst – in der beispielsweise Haftbefehle eingetragen sind – nicht erreichen. Nur wenige Polizeiposten verfügen über einen Feuerlöscher, die elektrischen Instalationen sind vielerorts nicht fachgerecht erfolgt und Notausgänge nicht gekennzeichnet. Für die spärlichen Fahrzeuge fehlt oftmals das Benzin.

    Doch führt die Volksanwaltschaft neben der Technik noch weitere Schwachpunkte auf. Rund die Hälfte der Polizeiposten hat keinen extra Raum für vertrauliche Gespräche wie sie beispielsweise bei familiärer Gewalt oder sexueller Belästigung oder gar Vergewaltigung dringend notwendig wären. Von getrennten Zellen für Frauen, Männer und Jugendliche einmal ganz abgesehen, über die 10% der untersuchten Einrichtungen nicht verfügen.

  • Wahltribunal: Abstimmung in Patapo (Lambayeque) war ungültig

    Das Wahlsondertribunal Chiclayo hat die Bürgermeister- und Regionalwahl im Distrikt Patapo (Provinz Chiclayo / Regio Lambayeque) für ungültig erklärt. Grund dafür waren die Ausschreitungen bei der Wahl am vergangenen 3. Oktober, die im Verbrennen zahlreicher Wahlurnen geendet hatten. Ähnlich hatte kurz zuvor auch das Wahlsondertribunal Lambayeque entschieden, als es die Wahl im Distrikt Túcume für ungültig erklärt hatte. Auch dort war es zu schweren Ausschreitungen gekommen.

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  • Peru: Regenzeit beginnt

    Mit starken Niederschlägen hat sich dieser Tage in vielen Teilen Perus die Regenzeit angekündigt. Am stärksten Betroffen waren bislang die Regionen Cajamarca und Lambayeque. Teile dieser Regionen erlebten in den vergangenen Tagen bis zu 12 Stunden dauerregen. In Chiclayo, sowie in der direkten Umgebung regnete es zwar nach Angaben des peruanischen Wetterdienstes SENAMHI „nur“ sieben Stunden ohne Unterbrechung, als der Regen dann vorbei war, konnten mehrere Straßen vorrübergehend nicht mehr befahren werden und in Teilen des Distrikts Mórrope sind noch immer mehrere Ortschaften ohne Strom.

    In den vergangenen Tagen hatten starke Regenfälle in Urubamba (Region Cusco) Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und dabei zahlreiche Häuser zerstört.

    Nach Angaben des SENAMHI kommt es in den nächsten Tagen insbesondere in Nordperu zu langanhaltenden Regenfällen. Neben Cajamarca und San Martín sei insbesondere auch die Region Amazonas betroffen, so die aktuelle Vorhersage des Wetterdienstes.