• „Tren Macho“ fährt wieder

    Die Strecke des Tren Macho - Huancayo - Huancavelica. Karte: MTC
    Die Strecke des Tren Macho – Huancayo – Huancavelica. Karte: MTC

    Nach mehrmonatigen Aufräumarbeiten ist seit gestern die als „Tren Macho“ bekannte Zugstrecke zwischen Huancayo und Huancavelíca wieder befahrbar. Die Schienen waren im vergangenen Januar, insbesondere im Abschnitt der Provinz Yauli, von mehreren Erdrutschen verschüttet worden. Nachdem nun die Sanierungsarbeiten weitgehend abgeschlossen wurden, soll nach Angaben von Carlos Noriega García, Staatssekretär für Eisenbahnwesen im peruanischen Transport- und Kommunikationsministerium (MTC), schon in den kommenden Tagen der normale Betrieb wieder aufgenommen werden.

    Der „Tren Macho“, bis heute im Besitz des peruanischen Staates, wird dann wieder jeden Morgen -außer Mittwochs- gegen 6:30 mit seinen drei Passagier- und einem Gepäckwagen vom Bahnhof Chilca (Huancayo) nach Huancavelica fahren. Er überquert auf einer Fahrstrecke von 128 Kilometern 15 Brücken und durchfährt 38 Tunnel.

  • Überfallserie auf der Route Chachapoyas-Rodriguez de Mendoza

    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS
    Straße Chachapoyas / Soloco-Kreuzung / Mendoza. Bild: D. Raiser / INFOAMAZONAS

    Eine Reihe von Überfällen auf der Straße von Chachapoyas nach Rodriguez de Mendoza in der nordperuanischen Region Amazonas alarmiert die lokale Bevölkerung. Nachdem bereits im Juni und September mehrere Kleinbusse ausgeraubt worden waren, traf es am vergangenen 17. Oktober erneut die Passagiere mehrerer Fahrzeuge auf dieser Route, die all ihrer Habseligkeiten beraubt wurden. Wie Jose Aguilar, Polizeisprecher in Amazonas, gegenüber INFOAMAZONAS bestätigte, hatten mindestens acht mit Kalaschnikows und anderen Schusswaffen ausgerüstete, maskierte Straßenräuber im als „La Colpa“ Abschnitt den Fahrweg verbarrikadiert.

    Nach Berichten der Passagiere standen die Räuber mit Mobiltelefonen ständig in Kontakt zueinander und mit mutmaßlichen Komplizen in Rodriguez de Mendoza, die über die verschiedenen Passagiere, sowie deren Fracht informierten. Die Räuber hätten genau gewusst, wer Bargeld bei sich trage, so ein aufgebrachtes Überfall-Opfer gegenüber dem Radiosender „Activa“. Zunächst hätten die Räuber nach Geld gesucht, dann aber auch Schmuck und Kleidungsstücke an sich gerissen.

    Bei einem Überfall im vergangenen Juni war sogar der Provinzbürgermeister von Rodriguez de Mendoza, Pedro Antonio del Aguila Opfer eines Überfalls geworden. Täter und Beute wurden bis heute nicht gefunden.

  • Überschwemmungen in Urubamba (Cusco): Bis 500 Menschen obdachlos

    Überschwemmungen in Urubamba. Foto: INDECI.
    Überschwemmungen in Urubamba. Foto: INDECI.

    Starke Regenfälle haben in der südperuanischen Provinz Urubamba (Region Cusco) einen See zum überlaufen gebracht. Ein anschließender Erdrutsch verursachte Überschwemmungen und Schäden an Gebäuden und Feldern. Nach Angaben des Nachrichtensenders RPP sind inzwischen 500 Menschen obdachlos, der peruanische Zivilschutz spricht derzeit von 340.

    Die Wassermassen aus dem Juchuycocha-See hatten einen Erdrutsch ausgelößt und den Chicón, normalerweise ein kleiner Bach, in einen reißenden Strom verwandelt, der im Distrikt Urubamba insbesondere die Ortschaften San Isidro, Urubamba und  Yanaconas überschwemmte. Neben 85 Wohnhäusern wurden nach Angaben des Zivilschutzes auch ein Fußballstadion und eine Schule zerstört. 100 Meter Wasser- und Abwasserleitung sind unbenutzbar und mindestens 10 Hektar Ackerland sind noch immer überschwemmt.

    Die Provinz- und Distriktverwaltungen begannen inzwischen mit den Aufräumarbeiten.

    Ort der Überschwemmung. Karte: peruanisches Umweltministerium MINAM
    Ort der Überschwemmung. Karte: peruanisches Umweltministerium MINAM
  • Ganz Peru bekommt Postleitzahlen

    Endlich: Ab kommendem Jahr werden für ganz Peru Postleitzahlen eingeführt. Entsprechende Pläne, sowie ein ausgearbeiteter Vorschlag über die Verteilung der Nummern können auf der Internetseite des peruanischen Verkehrs- und Kommunikationsministeriums (MTC) abgerufen werden. Damit wird in Zukunft nicht nur die Post schneller zugestellt werden können, auch viele Hürden im Zusammenhang mit Internetdienstleistungen fallen weg. So ist beispielsweise zur Registrierung bei sozialen Netzwerken oder E-Mail-Anbietern die Angabe einer Postleitzahl nötig. Außerhalb des Großraums um die Hauptstadt Lima war dies deshalb bislang nicht – oder nur unter Angabe falscher Daten – möglich.

    Dem MTC-Vorschlag folgend wird Chachapoyas die Postleitzahl 01001 bekommen, Cajamarca die 06001 und Jaén die  06879. Die Grenzen der Postleitzahlgebiete verlaufen dann entlang der Distriktgrenzen, wobei Distrikten mit mehr als 60.000 Einwohnern mehrere Postleitzahlen zugewiesen werden können.

    Die ersten beiden Ziffern werden dabei die Region bezeichnen, die dritte Ziffer den regionalen Postbezirk – die „0“ ist dabei der Regionalhauptstadt vorbehalten, die 9 Postfächern, staatlichen Institutionen und Großkunden – und die letzten beiden Ziffern den genauen Distrikt oder Ort.

    Neuigkeiten rund um die Einführung der Postleitzahlen erfahren sie selbstverständlich rechtzeitig auf INFOAMAZONAS.de

  • Fujimori-Partei Cambio 90 kündigt Keiko die Gefolgschaft auf

    Alberto Fujimori, derzeit im Gefängnis. Foto: ANDINA

    Die Partei des peruanischen Ex-Diktators Alberto Fujimori hat angekündigt, dessen Tochter Keiko Fujimori bei der kommenden Präsidentschaftswahl nicht zu unterstützen. Der Grund für diese Entscheidung sei die Unzufriedenheit über ihre [Keiko Fujimoris] Art, Politik zu betreiben, so der Cambio 90 (C-90) – Abgeordnete Renzo Reggiardo gegenüber der Tageszeitung „Peru.21“. Möglicherweise werde neben Keiko 2011 ein weiterer fujimoristischer Präsidentschaftskandidat antreten.

    Insbesondere die von C-90 kritisierte stetige Neugründung von Parteien für jede Präsidentschaftswahl hatte zur Spaltung des Fujimori-Bündnisses beigetragen. Keiko Fujimori wird zu dieser Wahl voraussichtlich mit ihrer Partei „Fuerza 2011“ antreten. Cambio 90 ist die Partei, die 1990 den späteren Diktator Alberto Fujimori an die Macht brachte.

    MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial

  • De Szyszlo: Gedenkstätten-Baubeginn noch im November

    Der neue Vorsitzende der peruanischen Planungskommission zur Einrichtung einer Gedenkstätte für die Opfer des Terrors in den 80er und 90er Jahren, Fernando de Szyszlo, kündigte an, die Bauarbeiten könnten schon am 4. November diesen Jahres beginnen. Gleichzeitig gab er weitere Unterstützung für das Projekt durch die Europäische Union bekannt. Der Staatenverbund werde 1,5 bis 2 Millionen Euro für den Bau bereitstellen, so de Szyszlo. Zudem habe die französische Regierung die personelle Unterstützung durch Museums-Spezialisten angekündigt.

    An dem „Ort der Erinnerung“ (Lugar de la Memoria) soll mit Dauer- und Wanderausstellungen den Opfern der politischen Gewalt im Peru der 80er und 90er Jahre gedacht werden.

  • Huacho: Vier Verletzte bei Aufruhr in peruanischem Gefängnis

    Bei einem Streit um die Vorherrschaft in einem Gefängnissektion sind gestern Nachmittag im zentralperuanischen Huacho sechs Personen verletzt worden. Wie die peruanische Gefängnisbehörde INPE erklärte, kämpften zwei Gruppen von Insaßen, eine aus Lima, die andere aus Huacho selbst, gewaltsam um die Kontrolle im Gefängnispavillon Nr. 2 des Gefängnisses Carquín de Huacho im gleichnamigen Distrikt. Inzwischen sei die Lage aber wieder unter Kontrolle, so Wilson Hernández von der Gefängnisbehörde gegenüber dem Nachrichtensender RPP.

  • Huancavelica: Ermorderter Kandidat gewinnt Bürgermeisterwahl

    Einen Erfolg, den er leider nicht mehr feiern kann: Knapp zwei Monate nach seiner Ermordung hat Navío Común Gavilán in Surcubamba (Provinz Tayacaja / Region Huancavelica) mit überwältigender Mehrheit die Bürgermeisterwahl gewonnen.

    Der 27jährige war 11. August mutmaßlich von einem seiner politischen Widersacher getötet worden. Dessen Liste erhielt daraufhin nur 4 Stimmen – gegenüber den 1.117 (56,7%) der Liste „Wir Arbeiten für alle“, an deren Kopf Común Gavilán gestanden hatte. Da in den Wochen vor der Wahl keine Änderungen an den Listen mehr vorgenommen werden dürfen, erfolgte keine Nachnomminierung. Ob der zweitplatzierte Jesús Diaz Ramirez nun dessen Platz als Bürgermeister einnehmen darf, muss das Wahlsondertribunal Tayacaja entscheiden.

    Der Distrikt Surcubamba mit seinen 5.112 Einwohnern liegt an der nördlichen Grenze der Region Huancavelica und ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Hauptstadt Surcubamba liegt auf einer Höhe von 2.581 Metern über dem Meeresspiegel.

  • Peru führt Wahlmaschinen ein

    Aller Kritik des peruanischen Präsidenten Alan García zum Trotze hat das peruanische Parlament die Einführung von Wahlmaschinen beschlossen. Das Projekt, das die Stimmen aller Parteien erhielt – mit Ausnahme der Regierungspartei APRA, deren Mitglieder sich mehrheitlich ihrer Stimme enthielten – sieht die Beauftragung der Wahlbehörde ONPE mit der Ausarbeitung eines Computersystems zur Stimmabgabe vor. Bereits bei der Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr sollen erste Pilotversuche gestartet werden. Verraussetzung dafür ist allerdings, dass Präsident García das Gesetz unterzeichnet. Einem ähnlichen Gesetz hatte er im vergangenen Jahr bereits die Unterschrift verweigert.

    Nachdem die Debatte mehr als ein Jahr eingeschlafen war, entzündete sie sich nun erneut an dem Ärger über die extrem langsame Auszählung der Stimmen bei den vergangenen Lokal- und Regionalwahlen. So liegt in der peruanischen Hauptstadt Lima das Ergebnis nun, 12 Tage nach der Wahl, noch immer nicht endgültig vor. Da die beiden bestplatzierten Kandidatinnen bei 75% der ausgezählten Stimmen weniger als 1% auseinander liegen, kommen immer wieder Gerüchte über versuchten Wahlbetrug auf.

    Nach einer sehr kurzen und nicht sehr breiten Debatte über Vor- und Nachteile der elektronischen Stimmabgabe hat das peruanische Parlament nun deren Einführung beschlossen. Präsident García hatte zuvor noch eingeworfen, die langsame Auszählung der Stimmen sei der Preis der „absoluten Sicherheit“. Auch der APRA-Kongressabgeordnete und ehemalige Premier Jorge del Castillo zeigte sich kritisch. Wie solle man das System denn landesweit einführen, wenn fast 45% der Bevölkerung über keine gesicherte Stromversorgung verfügten, so del Castillo. Die Wahlbehörde ONPE versprach, das einzuführende System sei „sicher und nicht zu manipulieren“.

    <em>MEHR Artikel zu den Wahlen in Peru finden Sie im<a href=“../wahlen-2010-2011″> INFOAMAZONAS-Wahl-Spezial</a>!</em>

  • Peru: Schwangere Schülerinnen dürfen wieder in die Schule

    Schwangere Schülerinnen dürfen in Zukunft nicht mehr an der Unterrichtsteilnahme gehindert werden. Das hat der peruanische Kongress entschieden. Bislang mussten werdende Mütter ihre Klasse verlassen, um für ihre Mitschülerinnen kein „schlechtes Vorbild“ zu sein.

    Wie die Abgeordnete Hilaria Supa, Vorsitzende der Bildungskommission des peruanischen Kongresses, in ihrem Redebeitrag erklärte, wird duch das nun verabschiedete Gesetz die zweithäufigste Ursache für einen Schulabbruch in Peru abgeschafft.

    Das Gesetz wurde von allen politischen Gruppen im Parlament unterstützt und wurde ohne Gegenstimme verabschiedet.